BLACKBEARDS STORY

blackbeards: Bärte. Bartpflege. Rasur. Wir sind das Unternehmen, das den Lebensstil des urbanen Bartträgers unterstützt. Der Bart ist Symbol und Ausdruck von Männlichkeit, weswegen dem Bart bei blackbeards eine sehr große Bedeutung als characteristicum masculinum zukommt.

Von Mike Seebauer

 

Wir haben uns eines Tages gefragt, ob, wenn alles getan und gesagt ist, wirklich alles getan und gesagt ist? Ob wir im Leben immer nur auf der Rückbank des Wagens gesessen sind oder ob wir selbst richtig Gas gegeben haben und mit unserem Schicksal um die Wette gefahren sind? Ob wir, wenn wir eines Tages abtreten, etwas vollbracht haben, das unsere Welt ein Stück besser macht? Denn eigentlich haben wir alles, was wir dazu brauchen: Wir haben unseren Verstand, wir haben die nötige Verrücktheit und wir haben die Möglichkeiten, etwas Großes zu erreichen.

Deshalb haben wir uns entschieden, etwas zu tun, über das die Nachwelt spricht und blackbeards gestartet – eine Seite für Männer, die genau wissen, was sie wollen. Für Männer wie dich.

blackbeards beginnt.

2011 begann all das hier mit einem Traum. Mit dem Versuch, einen einzigen Mann auf dieser großen, weiten Welt endlich davon zu überzeugen, sich wieder einen Bart stehen zu lassen. Meinen Dad. Jahrelang trug er einen prächtigen Schnurrbart, erst schwarz, mit der Zeit grau meliert und dann auf einmal weg. Das war 2009 oder 2010, genau kann ich es nicht sagen, ich habe das bestmöglich verdrängt. Nach einem tragischen Unfall bei der Nassrasur saß er eines Tages völlig bartlos auf der Terrasse. Hier ist der Punkt. Wenn dir selbst noch kein Bart wächst und du deinem Vater über einige Jahre hinweg dabei zusiehst, wie er liebevoll, mit größter Vorsicht und unter Zuhilfenahme einer scharfen Schere mit geübter Hand einzelne Haare seines Oberlippenbartes stutzt fehlt dir plötzlich was. Sämtliche Versuche, ihn von den – vor allem optischen – Vorteilen einen Bartes zu überzeugen scheiterten und irgendwann fand sich auch meine Mutter damit ab.

Im Mai 2011 kam die Nacht, in der blackbeards entstand. Ich wachte mit der Idee auf, eine Website zu bauen, um dieses Problem zu lösen. Eine öffentliche, für jedermann sichtbare Aufforderung diesen, seinen, sich selbst auferlegten Rasur-Wahnsinn zu beenden. Ich wollte die zahlreichen Vorzüge eines Bartes beschreiben, die schier unendlichen Möglichkeiten der Bartstile für ihn illustrieren, den Wunsch in ihm wecken, wieder einen Bart zu tragen. Und ich wollte, dass diese Informationen jederzeit für ihn zugänglich sind. Ich wollte, dass sie ihn im Internet verfolgen, dass er gar nicht mehr drum herumkommt zu lesen, was ich zu sagen habe. Wenn du sowas schon erlebt hast, weißt du, dass man danach nicht wieder einschlafen kann. Ein Feuer, das du in dir selbst entfacht hast, kannst oder willst du wahrscheinlich gar nicht mehr so schnell löschen. Und dann brannte es lichterloh.

Das Problem war nur, dass ich keine Ahnung von Programmierung, von Design, von eigentlich fast nichts hatte, was nötig war, um diese Idee ordentlich umzusetzen. Also tat ich, was ich gut konnte. Ich nutzte die Nacht, um ein Konzept für blackbeards zu schreiben, das ich an einige meiner Freunde und Bekannte schickte, mit der Bitte um ihre Mithilfe. So entstand unser grandioses blackbeards-Logo. Herzlichen Dank, Anja. Meine anderen Schwächen, bezogen auf Design und Programmierung, konnte ich einigermaßen ausbügeln, indem ich mich hingesetzt und mir das selbst beigebracht habe. Nicht, dass ich das unbedingt alles selbst machen wollte, aber ich habe schlicht und ergreifend nicht viele Menschen gefunden, die mir helfen konnten oder wollten.

Ich habe die Seite also zusammengestöpselt, recherchierte derweil, schrieb Texte. Die gewollte oder manchmal vielleicht ungewollte Aneinanderreihung von Wörtern lag mir, viele von denen, die heute auf blackbeards.de zu lesen sind, sind immernoch die Worte, die ich damals wählte oder zumindest die Grundlage für die knapp 1.000.000 Wörter, die du aktuell auf der Seite lesen kannst.

Ich beschrieb also fast 30 verschiedene Bartstile, mit ihren Vorteilen, mit ihren Nachteilen bezogen auf seine Gesichtsform, seinen großen, runden Kopf (kleiner Scherz, du siehst gut aus), mit den Dingen, die er beachten sollte, um jeden einzelnen Bartstil zu pflegen, wenn er ihn denn wählte. Keine Chance. Zumindest bei ihm. Was sich allerdings recht schnell ergab war, dass andere Männer, Google sei Dank, begannen, sich Gedanken über ihren Bart, ihren Style, zu machen. Ich bekam eine Menge an Mails mit Bildern und Fragen und ich begann, diesen Männer zu antworten und zu helfen. So kommt es, dass wir, als blackbeards, seit 2011 bis heute über 10.000 Mails von hilfesuchenden Bartträgern oder jenen, die es werden wollen beantwortet haben. Mal sind diese Fragen einfach zu beantworten, zum Beispiel: Ich mag holzige oder blumige Düfte, welches Bartöl könnt ihr mir empfehlen? Manchmal aber sind das Fragen von jungen Männern, die sehr verzweifelt sind. Wie: Ich habe keinen guten Bartwuchs, könnt ihr mir helfen? Das können wir. Wir helfen dir, deinen Stil zu finden. Muss ja nicht immer ein Vollbart sein.

Meine Vision.

Nun ja, man hat mich lange Zeit für verrückt erklärt, mich derart intensiv Thema Bart zu widmen. Und noch heute ist es so, dass manche nicht begreifen wollen, dass es mir nicht um Profit geht, sondern darum, dass wir als blackbeards das, was wir tun mit einer solchen Intensivität und Hingabe aus einer Liebe zu Bartträgern heraus durchziehen und damit Männern in aller Welt helfen, glücklicher mit dem zu sein, was sie der Öffentlichkeit präsentieren. Ich sage dir eins: Das ist kein Trend, das ist eine Lebenseinstellung. Mögen sich die Hipster irgendwann ihre Bärte rasieren, weil glattrasiert zu sein hipper ist – irgendwann kommt der Tag, an dem wir keinen Zweifel daran lassen, dass der Weg, den wir gegangen sind der richtige war. Mit all seinen Umwegen und Verzweigungen, mit all seinen Hindernissen.

Wir sagen immer, dass ein Bart sowohl Symbol als auch Ausdruck von Männlichkeit ist. Wenn er gepflegt ist und zum Typen passt, sieht es großartig aus – auch wenn der Bart an sich außer der Verbesserung der Optik keine wirkliche Funktion hat. Wenn sich ein Mann glatt rasiert, ist er deswegen kein schlechterer, die Bartlosen sind eigentlich sogar die Gewinner der Evolution. Sie sehen meistens eben nur nicht so gut aus wie wir Bartträger. ;-)

Meine Crew.

Aus meinem Traum, aus meinen Plänen, schuf ich ein Abenteuer, das in der Form sicherlich nicht viele bewältigen könnten. blackbeards war und ist eine risikoreiche Unternehmung, ein Erlebnis. Jeder, der hier mit mir im Büro sitzt, wird dir sagen, dass das was wir tagtäglich tun weit entfernt vom Standard ist, von dem, was sich die meisten unter einem Job vorstellen. Musste ich das alles anfangs alleine bewältigen, steht mittlerweile ein großartiges Team von Männern und Frauen an meiner Seite.

Es gilt, einmal herzlichen Dank zu sagen. Dir, Alex, dass du seit Anfang 2012 nahezu alles umsetzt, was ich mir vorstelle. Dass du dich in Dinge einarbeitest, von denen du keinen blassen Schimmer hast und am Ende eine gute (oder immerhin funktionierende) Lösung findest. Dir, Oriane, weil du uns in unserer schwersten Zeit unterstützt hast. Du kannst dir gewiss sein, dass nicht viele junge Menschen ihre Ausbildung mit einer solchen Kompetenz abschließen, wie du es getan hast. Dir, werte Frau Mutter, weil du unsere Kunden – und damit mich – glücklich machst, indem du ihre Pakete so schnell rausschickst und dich um ihre Anliegen kümmerst. Dir, Fabian, weil du genauso viel Wert auf die Qualität unserer Aktionen legst wie ich, wir halten den Standard hoch, das mag ich. Euch, Gerda und Thomas, weil ihr mich bei den Texten so gut unterstützt. Dir, Klaus, weil du all den Bartträgern, die Kontakt zu uns aufnehmen mit dem Respekt begegnest, mit dem ich es auch tue. Für die neuen Ideen, die du einbringst und für die Gespräche über den Sinn und Unsinn eines gesunden Lebensstils. Dir, Jürgen, weil du die Buchhaltung so sauber machst, dass man mich nie einsperrt. Wehe. Dir, Stephan, weil du dich hinstellst und sagst: So machen wir das! Und am Ende kommen die besten Videos raus, die ich mir vorstellen kann. Dir, Flo, weil wir endlich einen Barbier gefunden haben, den wir uneingeschränkt unseren Bartträgern empfehlen können. Dir, David, für deine Tipps und Ratschläge, was unser Business angeht. Und für deine Hilfe beim Bau unseres Tisches.

Oh ja, 2016 wird unser Jahr. Ich danke allen, die uns die vergangenen vier Jahre unterstützt haben und auch denen, die es weiterhin tun.

Produktion: Victor Film, http://victor-film.de
Regie und Kamera: Stephan Alexander Schmuck
Musik: Max Spindler und Johannes Vogt
Foleydesign: Bruno Garcia
Sprecher: Nico Geissler
Maske: Natalie Junker
Casting: Mike Seebauer
Gaffer: Marko Banov
Grip: Dominic Hartl