Tipps zur Pflege deines langen Bartes, zum Bartwuchs und zur Beschleunigung des Bartwachstums.

Pssst. Aufwachen. Ein wunderbarer Morgen liegt vor dir. Die Frau, von der du geträumt hast, liegt tatsächlich neben dir, gibt dir ein Küsschen und krault deinen Bart. Dein Bart hat deine Wunschlänge und dein Körper besitzt eine Strahlkraft, die keiner weiteren Worte bedarf. Einzig der morgendliche Blick in deinen Kleiderschrank sagt dir, dass du dir durchaus mal neue Klamotten zulegen könntest. Es ist Samstag. Perfekt für eine Shopping Tour. Aber eins nach dem anderen. Erst einmal geht es ab ins Bad. Dein Körper will gepflegt werden. Mehr noch dein langer Bart. Wie schon der Volksmund sagt: Mit großem Bart kommt große Verantwortung. Strecke dich nochmal ausgiebig, bevor du mit der Pflege deines langen Bartes beginnst.

Der erste Schritt bei einem Mann, der schon einen langen Bart hat, ist das tägliche Kämmen.

Nimm einen hochwertigen Kamm, bringe deine Pracht damit grob ihn Form und löse dabei gleich Knoten. Mach das vorsichtig, damit du nicht unnötig Barthaare ausreißt. Es ist zwar völlig normal, dass Barthaare ausfallen, aber der Anblick eines 15 cm langen Barthaares ist dennoch immer wieder erschreckend. Der Bart von Hans Nielsen Langseth war am Ende 5,33 Meter lang. Bis heute hält er den Weltrekord. Wenn das dein Ziel ist, gehst du besser sorgfältig mit deiner Bartpracht um. Es heißt, ein Barthaar wächst zwischen 0,4 und 0,8 mm pro Tag. Rechne selbst.

Der zweite Schritt, den dein langer Bart schätzt, ist das tägliche Waschen.

Wasche deinen Bart also mit warmem Wasser. Das kannst du gerne täglich tun. Ein bis zweimal die Woche gönnst du ihm zusätzlich eine gründliche Reinigung mit pH neutralem Bartshampoo. Dieses entfernt Rückstände von Bartpflegeprodukten, wie Bartpomade und Bartwichse, oder manchmal auch von Hamburgern. Hast du Schaum und Unliebsames bestens ausgewaschen, trockne deinen Bart. Vorsichtig. Rubble nicht ungestüm herum. Tupfe ihn sanft trocken. Er darf für den nächsten Schritt gerne noch leicht feucht sein.

Der dritte Schritt nämlich ist das Einmassieren von Bartöl. Das Elixier, das Götter erfunden haben müssen.

Denn es verleiht deinem Bart einen wunderbaren dezenten Schimmer, macht ihn weich und geschmeidig und hinterlässt einen betörenden Duft. Nur die richtige Menge sollte es sein. Die meisten Männer, mich schließe ich ein, verwenden zu viel Bartöl. Das schadet nicht, bringt aber auch nichts. Außer dass du mit zunehmender Menge den Glanz einer frisch polierten Autofelge erzielen wirst. Willst du das? Sei also nicht verschwenderisch. Unsere Tests ergaben, dass für einen Drei-Tage-Bart zwei bis drei Tropfen, für einen Vollbart vier bis fünf Tropfen reichen und für einen Bart richtig stattlicher Länge tun es acht bis zehn Tropfen. Primär hängen diese Angaben von den Trägerölen ab, die enthalten sind. Probiere es einfach aus. Wenn dein Bart noch leicht feucht ist, lässt sich das Öl besser verteilen und einmassieren.

Im vierten Schritt arbeitest du dich vom Durchtrocknen, übers Nachölen zum ersten Tuning durch.

Nimm einen Fön. Deine Freundin hat sicher einen. Wir sind ja eigentlich Fans des Lufttrocknens. Aber ersparen wir uns einmal die Predigten zur Vorsicht, also die Diskussionen um Hitze, Schaden am Haar, gereizte Haut und so weiter. Was soll`s? Wenn du den Haartrockner möglichst kalt einstellst, ist das Föhnen kein Problem. Im Grunde ist das dann ja wie Lufttrocknen, nur mit beschleunigter Luft. Du wirst feststellen, dass er eine ganze Menge an Volumen gewinnt, wenn du ihn von unten Luft einbläst. Er wird dann auch wilder aussehen. Hilf dann einfach mit einem Bartkamm nach, bringe ihn damit und durch Föhnen von oben wieder in Ordnung. Lege nochmal wenige Tropfen Bartöl nach und bringe deine Bartbürste zum Einsatz. Sie verteilt das Bartöl zusammen mit dem natürlichen Talg, das sie von deiner Gesichtshaut aufnimmt. Und: Vergiss deinen Schnauzbart nicht.

Schritt fünf verleiht deiner Bartpracht den letzten Feinschliff. Mit Bartpomade oder -balsam bringst und hältst du sie in Form.

Je nachdem, wie stark du deinen Bart bändigen möchtest, entscheidest du dich für Bartbalsam oder Bartpomade. Balsam enthält weniger Wachs, fixiert von daher nicht so stark wie Pomade. Wähle deinen Favoriten, nimm mit dem Finger oder Fingernagel eine ausreichende Menge aus dem Tiegel, verreibe sie zum Erwärmen in deinen Handflächen und verteile sie dann zügig in deinem Bart. Bürste, kämme, streiche ihn sodann bedächtig zurecht. Wunderbar, nicht wahr?

Ein Wort zum Abschluss. Mit deinem Bart ist es wie mit deiner Kleidung. Du kannst nicht alles tragen.

Bei deinem Bart liegt das an deiner Veranlagung. Also an der dir vererbten genetischen Information, die deinen Bartwuchs festlegt. Bedanke oder beschwere dich bei deinem Dad oder Grandpa. Was du aber tun kannst, ist, das Beste aus dem zu machen, was du hast. Für jeden Wuchs lässt sich ein passender Bartstil finden. Wende dich ruhig vertrauensvoll an uns. Und dann booste dein Testosteron durch Sport, gesunde Ernährung, viel Schlaf, wenig Stress und enorm viel Sex. Denn es ist das Männlichkeitshormon schlechthin, das nicht nur dein Haupthaar, sondern auch deine Brust- oder Barthaare besser sprießen lässt. Der Wortlaut ist wichtig. Testosteron lässt die Haare sprießen. Keineswegs ist es so, dass mehr Testosteron zu einem dichteren Bartwuchs führt. Es stärkt vielmehr die bereits durch die Gene hervorgebrachten, also vorhandenen.

Wir hoffen, dein Klamottenschrank hat sich durch deine Shopping Tour inzwischen auch so gemausert wie dein Bart. Vielleicht wurde es ja ein perfekt maßgeschneiderter Anzug? Passend zu deinem perfekt gepflegten Bart. Das Gute an deinem langen Bart? Er erspart dir die teure Krawatte. Die würde eh keiner sehen. Wir sind uns sicher: Auch ohne siehst du klasse aus.

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