Fettige Haut? Nein, Danke. Was du gegen fettige Haut unternehmen kannst.

Wie die Made im Speck würden wir ja gerne alle leben. Ein Gesicht, das wie Speck glänzt wünscht sich dagegen kein Mann der Welt.

Fettige Haut sieht nicht nur unschön aus, sie fühlt sich für uns auch unschön an. Aber Hilfe dagegen naht.

Frauen haben ihre Puderdöschen dabei und pudern das Fett rund ums Näschen einfach immer wieder mal weg. Auch Stars, Sternchen und Fernsehmoderatoren werden gepudert vor der großen Show – für einen glänzenden Auftritt ohne glänzendes Gesicht. Was können normale Männer hier tun? Ein Puderdöschen zu zücken wäre den meisten von uns wohl peinlich. Obwohl Mann heimlich in der Toilette ja theoretisch alles tun kann.

Fettige Haut bietet dir einen großen Vorteil. Sie wirft nicht so schnell Falten, denn das Fett auf der Hautoberfläche schließt einerseits Feuchtigkeit ein, was verhindert, dass die Haut austrocknet, andererseits wirkt es wie ein Panzer gegen Umwelteinflüsse wie UV Strahlung, Kälte, Wind, Schmutz und so weiter. Du siehst oder zumindest deine Haut sieht bis ins höhere Alter entsprechend jugendlich aus. Wo ein Vorteil, da leider auch ein Nachteil, oder mehrere. Fett lässt deine Haut nicht strahlen, sondern nur großporig glänzen. Noch übler ist, dass Pickel und Mitesser leichtes Spiel haben auf Stirn, Nase, Kinn und Rücken. Mann oh Mann? Kein Grund zum Verzweifeln. Wir haben Tipps für dich.

Wie kommt es zu fettiger Haut? Ursachenforschung von fettiger und speckig glänzender Haut.

Menschen haben Talgdrüsen, die sich über den gesamten Körper verteilt im oberen Bereich der Lederhaut befinden, also gleich unter der sichtbaren Oberhaut. Die Talgdrüsen sind da, um Lipide (= Fette, =Talg) zu produzieren. Dieser Talg ist bedeutend für dein Hautmilieu, denn er schützt vor Hautkrankheiten, Krankheitserregern, Umwelteinflüssen. Besonders viele Talgdrüsen finden sich in der Kopfhaut, im Genitalbereich, in der T-Zone des Gesichts (Kinn, Nase, Stirn) und am Rücken. Genau da also, wo viele auch zu kämpfen haben - mit fettigen Haaren, ölig glänzender Haut, Pickeln, Mitessern.

Die Menge des produzierten Talgs hängt von einigen Faktoren ab. So beeinflussen genetische Veranlagung, Hormone, Geschlecht, Alter, Ernährung, Medikamente, Umwelteinflüsse und Stress die Talgdrüsen in ihrer Tätigkeit. Normal sind ein bis zwei Gramm Talg pro Tag. Diese Menge ist optimal für die Schutzschicht der Haut. Mehr Talg lässt die Haut fettig und unrein erscheinen, weniger Talg führt zu trockener, schuppiger Haut. Beides nicht toll. Beides aber dank moderner Kosmetika, ein wenig Grips und Disziplin meist in den Griff zu bekommen. Jeder bekommt sein Fett weg - jetzt mal nicht sprichwörtlich figurativ gemeint.

Die richtige Pflege der Haut allgemein und allgemeine Informationen zu fettiger Haut.

Zuallererst möchten wir dir raten, einen Dermatologen aufzusuchen, wenn du wirklich schlimme, pathologische Probleme mit deiner Haut hast. Da selbst experimentieren und herumdoktern ist eher kontraproduktiv. Für alle, die sich mit normalen Ausmaßen fettiger Haut quälen, hier einige allgemeine Sachen zu Pflege und Verhalten.

Überschüssigen Talg solltest du auf jeden Fall regelmäßig entfernen. Regelmäßig heißt bei fettiger Haut zweimal täglich. Morgens Talg weg, abends Schmutz und neuen Talg weg. Also Haut waschen, klären, eincremen. Nimm warmes Wasser, kein heißes, denn heißes würde die Talgproduktion ankurbeln, wie auch die Hitze der Sonne beispielsweise. Nimm immer ein sauberes weiches Handtuch zum Trockentupfen, Rubbeln würde die Produktion auch ankurbeln und ein schmutziges Tuch würde entzündungsfreudige Bakterien durch die Poren zu den Drüsen schleusen. Klären bedeutet, mit einem Gesichtswasser desinfizieren, Bakterien den Boden entziehen, so dass Entzündungen, Pickel und Mitesser möglichst fernbleiben. Eincremen hilft, die Haut geschmeidig zu halten. Einmal wöchentlich dann noch ein Peeling, das Verhornungen entfernt und so die Poren frei macht. Männerhaut ist dicker und in der Regel viel fetter als Frauenhaut. Deshalb gibt es Hautpflegeprodukte speziell für Männer, dazu welche speziell für fettige Haut. Alles klar? Lege dir ein manngerechtes Pflegearsenal zu.

Die richtigen Wasch- und Pflegeprodukte im Speziellen um etwas gegen fettige Haut zu tun.

Bei fettiger Haut nimmst du zum Reinigen entweder eine schäumende Waschcreme oder ein Waschgel speziell für fettige Haut. Bitte keine herkömmlichen Seifen, diese sind in der Regel nämlich rückfettend. Massiere dein „Waschmittel“ sanft ein und entferne es wieder gründlich mit viel warmem Wasser. Nach dem sanften Trockentupfen mit einem vielleicht extra kleinen, immer frischen Gesichtshandtuch (damit die Waschmaschine und deine Partnerin nicht so viel waschen müssen), klärst du deine Haut mit einem leicht alkoholhaltigen, damit desinfizierenden und entzündungshemmenden Gesichtswasser und rundest das Ganze ab mit einer pflegenden, feuchtigkeitsspendenden Gesichtscreme für fettige Haut. Gut wäre es, morgens eine Tagescreme aufzutragen, abends dann eine Nachtcreme.

Für dein wöchentliches Peeling empfiehlt sich ein mildes Produkt gegen fettige Haut, mit dem du deine Epidermis ganz sanft mit kreisenden Bewegungen von abgestorbenen Hautzellen und tiefer sitzendem Schmutz befreist, so dass deine Poren offen bleiben und sich keine Bakterien unter ansonsten womöglich sich bildenden Verhornungen einnisten können. Achte beim Peeling wirklich darauf, nicht zu rubbeln wie ein Weltmeister, denn Rubbeln kurbelt deine Drüsen an, Talg zu produzieren. Dein Gesichtsreinigungsprogramm, insbesondere das Peeling absolvierst du vor dem Rasieren. Falls (hoffentlich) vorhanden, sparst du deinen Bart aus. Diesem gönnst du ein anderes Ritual.

Vergiss also deinen Bart und dein Kopfhaar bei der richtigen Pflege nicht, auch die Haut darunter ist wichtig.

Nicht nur die sichtbare Haut an Gesicht, Rücken und Brust ist oft ölig. Nein, leider auch die versteckte unter deinen Bart- und Kopfhaaren. Für deine Haupthaarpracht gibt es selbstverständlich ebenso Hilfe. Sieht es schnell speckig aus, wählst du zur Wäsche ein mildes Shampoo gegen fettiges Haar, da ein solches keine rückfettende Wirkung hat. Nimm zur Wäsche nur eine kleine Portion. Weniger ist mehr. Wie deine Haut verträgt auch dein Haar kein heißes Wasser. Lauwarmes bis kühles ist optimal, wenn du ein seidenmattes Ergebnis wünschst. Dafür wünscht es sich aber jede Menge davon, also vom Wasser, denn wenn Schaumreste zurück bleiben und trocknen, reizen diese deine Kopfhaut.

Zum Trocknen drückst du dein Haar sanft mit dem Handtuch und lässt es am besten lufttrocknen. Wenn du für dein Styling einen Fön benutzen möchtest, halte diesen 30 cm auf Abstand und wähle am besten kühlere Fönluft. Nicht nur deiner Haut, auch deinem Haar schadet Hitze. Analog verhält es sich mit deiner Bartpracht. Diesem gönnst du am besten ein extra gutes, spezielles Bartshampoo, um ihm den unschönen öligen Touch zu nehmen, aber auch, um Rückstände von Stylingprodukten wie Pomade oder Wichse zu lösen.

Was tun, wenn sich doch Pickel und Mitesser auf meiner Haut breit machen und ich mit Hautproblemen zu kämpfen habe?

Bleib cool und denke dir: Schönheit entstellt nichts. Und dann zeigst du es den fiesen Eiterherden und schwarzen Punkten, wer der Herr im Haus ist. Du gehst mit Verstand und Disziplin an deren Vernichtung heran. Du quetscht nicht einfach spontan herum, denn dadurch drückst du die verursachenden Bakterien tiefer in die Haut, so dass Entzündungen oder gar Abszesse entstehen und am Ende Narben. Nein, du machst Folgendes: Du beginnst mit einem Kamillendampfbad, das heißt du hältst dein Gesicht über eine Schüssel mit heißem Kamillenblütenwasser und legst ein Handtuch darüber, damit der Dampf nicht entweicht. Oder du tränkst ein Tuch in heißem Wasser und legst es zehn Minuten auf dein Gesicht. Beides öffnet Poren, so dass du Mitesser und Eiter leichter und schmerzfreier ausdrücken kannst.

Bevor du drückst, wäschst du dir gründlich die Bakterien von deinen Händen. Dann wickelst du Kosmetiktücher um deine Ausquetschfinger und gehst sanft an die Drückarbeit. Gut hierzu wäre auch ein Komedonenquetscher (Mitesserentferner), ein Edelstahlstab mit Löchern. Nach der Pressarbeit desinfizierst du mit medizinischem Alkohol, leicht alkoholhaltigem Gesichtswasser oder Teebaumöl. Ist der Pickel nicht ausdrückreif oder im akuten Notfall, einem Date vielleicht, kannst du ihn erstmal mit einem Abdeckstift kaschieren. Bei massiven Problemen solltest du dich besser einer Kosmetikerin anvertrauen.