Hast du Probleme mit trockener Haut? Hier kommen unsere Tipps dagegen.

Ein weit verbreitetes und unangenehmes Phänomen, das vor allem wenn´s kälter ist auch Menschen betrifft, die eigentlich kaum Hautprobleme haben. Es kann ganz und gar nützen, an mehreren Fronten gegen trockene Haut aktiv zu werden.

Trockene Haut beansprucht Körper und deine Nerven, allerdings gibt es Mittel und Wege, trockener Haut vorzubeugen.

Trockene Haut kann einige ganz verschiedene Ursachen haben. Im schlimmsten Fall liegt eine Erkrankung zugrunde, die sich nur symptomatisch auf deine Haut niederschlägt. Das kann eine Störung im Hormonhaushalt sein, die der Arzt feststellen und behandeln muss. Auch eine psychogene Störung wie Neurodermitis oder Schuppenflechte kommen in Frage. Hier sind entzündungshemmende Salben oder Badezusätze gefragt, die allerdings nur begleitend Anwendung finden, da die eigentliche Ursache mehr seelischer Natur ist. Trotzdem sind sie für Betroffene wohltuend lindernde Hilfsmittel.

Daneben ist es ein natürliches Phänomen, dass mit zunehmendem Alter dein Körper eine typische Trias an den Tag legt: Er produziert weniger Talg, wodurch die obere Schicht der Haut weniger Feuchtigkeit bildet und auch die Schweißproduktion nimmt ab. Bist du dauerhaft kalter Luft mit wenig Luftfeuchtigkeit oder trockener Heizungsluft ausgesetzt oder beides im häufigen Wechsel, kann deine Haut darauf ebenfalls irritiert reagieren und als Folge die Feuchtigkeitsregulation drastisch herunterfahren. Sonnenbäder, medizinisch notwendige Bestrahlungen, manche Medikamente und auch diverse Kosmetika sind weitere Aspekte, die deine Haut beeinträchtigen können. Wir haben eine Auswahl an Tipps für dich, die helfen können.

Das richtige Waschen des Körpers kann schon viel bewirken, um trockener Haut vorzubeugen und deiner Haut zu helfen.

Es gibt Leute, die ihre Körperreinigung vernachlässigen. Sicher bist du im Laufe deines Lebens schon ab und zu an solchen Exemplaren vorbei gelaufen. Man sieht diesen Mangel nämlich nicht nur, sondern kann ihn auch anders wahrnehmen. Manche Menschen übertreiben es aber auch mit dem Waschen. Deine Haut hält wenig von zu viel Wasserkontakt. Dieser entzieht ihr nämlich das notwendige Nass, das sie normalerweise selbst ausreichend produziert.

Einfache Regeln: Nicht zu häufig und zu lange duschen und außerdem nicht mit zu heißem Wasser. Eine kurze Dusche pro Tag ist im Normalfall wirklich genug. Ferner solltest du auch keine rauen Waschhandschuhe oder ähnliches als Waschhilfe verwenden. Deine Hände und ein Mittel wie eine gute Seife sind ausreichend. Nach der Dusche oder dem Bad auch nicht wild und feste rubbeln, sondern einfach nur vorsichtig den gesamten Körper mit dem Handtuch trocknen. Ein paar Minuten ist er ja ohnehin der Luft ausgesetzt, was auch einen trocknenden Effekt hat. Lass dich also nicht von einem Reinigungswahn anstecken, den die Werbung manchmal regelrecht suggeriert. Sauber sein und nicht stinken reicht völlig.

Die Wahl der richtigen Seife ist entscheidend bei trockener Haut. Stichwort: Feuchtigkeitsspendende Seife.

Hier lohnt es sich, die Liste der Inhaltsstoffe mal gründlich anzusehen. Nicht nur viel Wasser, sondern auch ein ungünstiges Reinigungsmittel kann den Feuchtigkeitsschwund deiner Haut begünstigen. Alkohol sollte möglichst nicht enthalten sein. Er ist an vorderster Front Feuchtigkeitskiller. Seife sollte einen möglichst pH neutralen Wert besitzen und keine ellenlange Liste an Konservierungsmitteln enthalten. Neben den Seifen, die wir alle als Stückgut kennen, existieren auch Waschlotionen. Auch sie gibt es in Varianten, die deiner Haut nicht zu viel zumuten und einen gesunden Pegel zwischen sauer und alkalisch auf und in der Haut unterstützen.

Sowohl Seifen als auch Lotionen können zudem schon beim Waschen die Haut mit Fettanteilen anreichern. Denn trockene Haut weist neben zu wenig Wasser auch einen zu geringen Fettanteil auf. Faltig, rissig, spröde und fahl in der Farbe wirkt sie, wenn sie dauerhaft zu wenig von beidem bekommt. Es macht sie zudem anfälliger für Entzündungen, Juckreiz entsteht. Leidest du darunter, obwohl du dich eigentlich vorbildlich und nicht exzessiv wäschst, dann kann es durchaus an der falschen Seife liegen, ob fest oder flüssig.

Flüssigseifen. Was können diese Produkte und helfen sie wirklich, trockener Haut vorzubeugen?

Nachdem sich die klassische Seife über Jahrzehnte ihre Monopolstellung bewahrt hat, ist seit Längerem die Flüssigseife auf dem Vormarsch. Die praktischen Spender begünstigen dazu noch den sparsamen Gebrauch. Besonders bei den liquiden Produkten zur Hautreinigung setzen einige Hersteller auf Schlagworte wie Bakterienverringerung, die im Grunde nur die Angst vor solchen schüren. Denn normale Seifen halten Krankheitserreger in Bakterienform, mit denen wir im normalen Alltag in Berührung kommen, in einem ausreichenden Maße fern.

Manche Bakterien können auch nützlich sein. Wir können gar nicht steril leben und würden unsere Immunisierungsfähigkeit verlieren, kämen wir nicht auch mit „bösen" Kleinstorganismen ab und zu in Berührung.

Nach dem Waschen kommt die richtige Pflege der Haut. Was bisher nur für Mädels ein Thema war, ist auch für Männer wichtig.

Nach dem Reinigungsvorgang mit einem milden und hautschonenden Körperwaschmittel solltest du unbedingt auf eine ebenso gute Nachsorge setzen. Bei Anwendung einer richtigen Creme oder Body Lotion ist diese gleichermaßen mit einer Vorsorge gleichzusetzen. Ein gutes Hautpflegemittel sollte nach Möglichkeit keine Wasseranteile innehaben. Daneben muss es aber fetthaltig sein, denn davon hat die Haut zu wenig, wenn sie die schon beschriebenen Eigenschaften aufweist. Günstig ist zudem, wenn ein Produkt zur Hautpflege noch Vitamine wie A und E enthält. Sie wirken antioxidativ und beugen den sogenannten freien Radikalen vor, den wohl mit hartnäckigsten Störern auf molekularer Ebene, die gerne in großer Anzahl auftreten und eine glatte und gepflegte Haut ruinieren können.

Hautcremes und Lotionen sollten außerdem einen nicht zu hohen Gehalt an Paraffin aufweisen, weil dieses die Atmungsfunktion deiner Haut unterdrückt: Schweiß kann nicht nach außen dringen und staut sich unter der Hornhautschicht = Haut wird spröde. Hat dein Hautpflegemittel neben den Vitaminen auch noch Hyaluronsäure, Collagen, Jojoba oder Sheabutter drin und nach Möglichkeit keine oder wenige Konservierungs- und künstliche Duftstoffe, dann ist es wahrscheinlich eines der wirklich guten.

Schönheit kommt von innen. Was will uns dieser philosophische Satz denn jetzt zu trockener Haut sagen?

Neben zahlreichen schon angedeuteten äußeren Einflüssen, können auch falsche oder fehlende Stoffe, die du im täglichen Leben vornehmlich über die Nahrung aufnimmst, quasi von innen ungünstig auf deine Haut wirken. Relativ viel Alkohol zu trinken und/oder zu rauchen trocknet unter anderem auch die Haut aus. Auch fehlende Vitamine aus der B-Gruppe tragen zu unschönem Zustand deiner Haut bei. Es ist also keinesfalls unwichtig, auch auf eine ausgewogene und gute Ernährung zu achten. Unterstützen kannst du sie mit einigen Sachen, die unter Nahrungsergänzung oder rezeptfreie Medikamente fallen.

Hier kommen besonders Cremes und Salben mit Harnstoff (Urea) in Frage, die deine Haut schön weich halten, Ekzemen entgegenwirken und Hornhautschüppchen lösen. Ähnliche Wirkungen zeigen Salben und Cremes, die ungesättigte Fettsäuren von außen deiner Haut zuführen. Bäder/Badezusätze, die Sojaöl enthalten, sind außerdem gut gegen juckende trockene Haut und werden auch bei Schuppenflechte und Neurodermitis empfohlen. Salben, die den Wirkstoff Hamamelis aus der Zaubernuss enthalten, sind gut gegen viele Hautprobleme. Derartige Produkte finden Anwendung bei allgemein strapazierter Haut, nach Insektenstichen bis hin zu Hämorrhoidalleiden. Ähnlich gut tut deiner Haut eine Creme mit Mandelöl und innerlich sollen Präparate mit Mandelöl Darmreizungen deutlich lindern – mal so am Rande erwähnt.