Sonnenschutz

Sonnenschutz für eine gepflegte und gesunde Haut.

Gut, nach den klassischen Jahreszeiten kannst du dich kaum noch richten, die Sonne scheint einfach, wann sie will. Umso wichtiger ist es, jederzeit den passenden Sonnenschutz parat zu haben, um deine Haut angemessen zu schützen. Nicht nur im Sommer, sondern zu jeder Jahreszeit bedarf es den Schutz deiner Haut oder auch Tattoos vor der Sonneneinstrahlung.

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Knackig braun durch Sonnenschutz .

Mal wieder der Bart ausgebleicht? Mal wieder leichtsinnig den Sonnenschutz vernachlässigt? Während deine Freundin sich eingecremt hat warst du schon im Wasser? Die Folge: Krebsrote Haut. Autsch. So geht das knackig braun werden nicht.

Sommer, Sonne, Meer und Strand. Oder wenigstens Sommer, Sonne, Schwimmbad und Liege. Wer träumt nicht davon, alle Viere faul sein zu lassen, wenn es im Büro oder auf dem Bau mal wieder einen Ticken zu viel Arbeit gibt? Unsere Sonne ist ein wunderbarer Ball, voll Energie und Licht. Sie tut uns allen richtig gut. Sie unterstützt unser Immunsystem. Sie aktiviert die Bildung von Vitamin D, das unsere Knochen und Muskeln stärkt. Sie fördert die Ausschüttung von Glückshormonen, möbelt so unsere Stimmung auf. Wer kennt ihn nicht, den Winterblues? Die Sonne holt uns von der Couch, lockt uns in den Garten zum Barbecue, auf die Wiese zum Faulenzen oder an den Strand zum Surfen, Schwimmen und all die schönen Beschäftigungen.

Und dann wollen wir alle uns, oder zumindest die meisten sich einfach nur in der Sonnen braun schmachten. Braune Haut ist schon attraktiv, zugegeben. Gerade für uns Deutsche, die wir meist doch ziemliche Bleichgesichter sind. Deshalb aber übertreiben wir es oft und setzen uns viel zu naiv und viel zu lange den Strahlen von Sonne oder Solarium aus. Tanorexie, Bräunungssucht, ist mittlerweile eine verbreitete Sucht unserer Zeit. Sie entspringt einem falsch verstandenen Schönheitsideal. Goldbraune Haut sieht super aus. Verbrutzelte Haut dagegen sieht aus wie altes Leder. Wir haben da ein paar Impulse für den richtigen Umgang mit der Sonne.

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Sonnenstrahlen. Gesund und doch gefährlich.

Ohne sie wäre alles nix. Es wäre zappenduster auf der Erde. Die Sonne bringt Energie und Licht auf die Erde und damit helle Stimmung in unsere Köpfe und Schwung in unsere Körper. Nicht alle ihre Strahlen sind für uns sichtbar. Sie kommen in elektromagnetischen Wellen zu uns. Nur der Wellenlängenbereich von etwa 400 Nanometer (kurzwellig, hoch frequent) bis 700 Nanometer (langwellig, niedrig frequent) ist für unser Auge sichtbar. Ungebrochen bilden alle Strahlen zusammen weißes Licht. Werden die Strahlen aber durch beispielsweise Wasser gebrochen, erscheint das sichtbare Farbspektrum von violett über blau, grün, gelb, orange bis hin zu rot. Ein Regenbogen zeigt uns diese Spektralfarben sehr eindrucksvoll.

Alle anderen Wellenlängenbereiche machen die Sonnenstrahlung für uns gefährlich. Unter 400 Nanometer beginnt die ultraviolette Strahlung, genannt UVA, UVB und UBC. In Maßen ist diese gesund, macht sie uns braun, vertreibt sie Depressionen, aktiviert sie Vitamin D. Im Übermaß ist sie schädlich. UVA Strahlung führt unter anderem zu schnellerer Hautalterung, Sonnenallergien und Erbgutschäden, UVB zu Sonnenbrand und Hautkrebs, UVC wird von der Ozonschicht absorbiert und kommt nicht bei uns an. Über 700 Nanometer beginnt die Infrarotstrahlung, kurz IRA, IRB und IRC. Ihre wärmenden Strahlen werden in der Medizin erfolgreich eingesetzt zur Heilung von Schnupfen, Muskelerkrankungen und Krebs. Sie dringen jedoch sehr tief ein, können deshalb bei zu langer Bestrahlung zu Überhitzung und Herz-Kreislaufbelastung führen.

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Sonnenschutzmittel reduzieren die Gefahren.

Nach diesem sehr einfach gehaltenen Exkurs in die Physik gehen wir nun mal zum Sonnenschutz über. Wie schützt du dich vor der Sonne? Ich gehe arbeiten! Damit aus diesem Witz kein Ernst werden muss, gibt es Gott sei Dank bessere Sonnenschutzmittel. Ein bisschen Arbeit, ein bisschen Leben heißt schließlich unsere Devise. Cremes, Lotionen, Gels und Sprays bringen Sonnenschutz auf deine Haut und Haare. Achte bei der Wahl auf den Lichtschutzfaktor (LSF), der angibt, wie lange du dich der UVB Strahlung aussetzen kannst, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Dann auf das UVA Label, das indizieren sollte, dass mindestens 90% der UVA Strahlen gefiltert werden. Neueste Sonnenschutzmittel enthalten schließlich on top auch einen Infrarotfilter.

Neben den Sonnenschutzfaktoren spielen noch einige Aspekte eine Rolle, die dein Sonnenschutzmittel effizient machen. Da ist zum einen die Wasserfestigkeit wichtig, damit du auch schön plantschen oder surfen kannst im Meer oder Schwimmbecken. Zum zweiten die Hitzebeständigkeit, damit sich die Wirkstoffe nicht auflösen. Zum dritten die Hautverträglichkeit. Damit du keine Sonnenallergien oder trockene Haut bekommst, solltest du ein Produkt wählen, das zu deinem Hauttyp passt, Vitamine E und C enthält und Feuchtigkeit spendet. Dabei mit möglichst wenig Chemie aufwartet, also ohne Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Emulgatoren oder künstliches Parfüm auskommt und stattdessen natürliche, pflanzliche Wirk- und Duftstoffe einbringt.

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Wie arbeiten Sonnenschutzmittel? Wie wendest du sie an?

Egal wie, Hauptsache sie wirken. Denkst du. Das ist auch okay so. Solange du ein robuster Hauttyp bist und alles verträgst. Sobald du ein Problem bekommst, ist es vielleicht dann doch wichtig zu wissen, dass es zwei unterschiedliche Arten von Sonnenschutzmitteln gibt. Nämlich erstens organische (chemische) und zweitens anorganische (mineralische) Filter. Die organischen arbeiten mit chemischen Substanzen, die in deine Haut eindringen, dort die energiereiche UV Strahlung in Wärme umwandeln, so dass sie keinen Schaden mehr anrichten kann. Leider vertragen viele diese chemischen Filter, wie beispielsweise Benzophenon, Benzon, Trisiloxan oder Drometrizol nicht und reagieren allergisch.

Die anorganischen (mineralischen) Filter sind im Vergleich erheblich verträglicher. Sie arbeiten mit Mikropigmenten, die nicht in die Haut eindringen, sondern die Haut abdecken und das Sonnenlicht an der Hautoberfläche reflektieren. Auf dem Etikett findest du bei anorganischen Sonnenschutzmitteln Begriffe wie Titandioxid, Zinkoxid oder Magnesiumoxid. Egal, für welches Produkt du dich entscheidest, du musst es auf jeden Fall richtig anwenden. Etwa eine halbe Stunde vor jeglicher Sonnenexposition solltest du es sorgfältig überall auftragen. Und das nicht zu sparsam. Zuviel ist nicht möglich, je mehr, je besser, mindestens 30 Gramm (etwa eine Handvoll) sollten es sein. Und eine Extra Portion auf Rücken, Nase, Ohren und Lippen bitte. Und nach dem Schwimmen und Abtrocknen musst du unbedingt nachcremen, sonst siehst du doch bald rot.

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Schütze auch dein Tattoo, deinen Bart und deine Kopfhaare.

Während deine Haut rot sieht bei zu viel Sonne, werden deine wunderschönen, farbenfrohen Tattoos blass und deine Kopf- und Barthaare bleich, trocken und hart. Wo keine Freude, da kein Leid. Genieße die Sonne in vollen Zügen. Das tut deiner Seele gut. Da du schlau bist, sorgst du jedoch präventiv dafür, dass dein Leid gen Null geht. Dein tolles Tattoo kannst du heutzutage mit speziell entwickelten Sonnenschutzmitteln optimal schützen. Wenn du es übertrieben und die kostbaren, da raren Sonnenstunden vollends ausgeschöpft hast, solltest du dich mit einem regenerierenden und farbintensivierenden After Sun Mittel bei deiner Haut entschuldigen.

Dein Haar und vor allem dein schönes Barthaar möchten natürlich auch ihre berechtigte Fürsorge erhalten. Sonnenstrahlen bleichen und trocknen sie ziemlich aus, Salzwasser oder Chlorwasser tragen noch dazu bei. Wichtig ist, dass du Chlor und Salz mindestens am Abend gründlich auswäschst. Ein mildes gut duftendes Shampoo für dein Haupthaar, ein spezielles Bartshampoo für dein Barthaar machen klar Schiff, bringen Feuchtigkeit zurück und Pflege hinein. Einen Sonnenschutz für männliche Haare gibt es leider noch nicht. Deinem Bart kannst du mit dem Alleskönner namens Bartöl jedoch immer Feuchtigkeit, Geschmeidigkeit und Glanz zurückgeben. Deinem Kopfhaar bekommt vielleicht ein Sonnenschutz-Haarspray aus der Welt der Damenkosmetik. Man(n) kann ja mal fremdgehen. Für einen guten Zweck.

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Schütze dich vielseitig und richtig.

Sonnenschutz ist eine umfassende Angelegenheit. No risk no fun sollte auf keinen Fall dein Leitspruch sein beim Sonnen. Eher have fun no pain. Vergiss den Helden, dann musst du später nicht heimlich winseln. Hier zehn Tipps von blackbeards für dich. Erstens: Schütze auch deine Augen durch eine Sonnenbrille mit 100% UV-Schutz. Zweitens: Vermeide die Mittagssonne von 11 bis 16 Uhr. Drittens: Gehe in den Schatten oder lege dich unter einen Sonnenschutzschirm, wenn deine Haut rot wird oder dein Kopf brummt. Viertens: Verwende einen Sunblocker in besonders sonnenintensiven Regionen, wie in den Bergen oder in den Tropen. Fünftens: Kalkuliere den Lichtschutzfaktor großzügig und achte auf deinen Hauttyp. Helle Haut hat eine kürzere Eigenschutzzeit als schwarze. Als Faustregel gilt Lichtschutzfaktor x Eigenschutzzeit = Sonnenzeit ohne Sonnenbrand.

Sechstens: Gewöhne deine Haut mit zunächst kurzen Sonnenbädern an die Sonne. Durch langsames Vorbräunen baut sich eine „Lichtschwiele“ auf, die die Eigenschutzzeit erhöht. Siebtens: Trage Kleidung mit eingebautem Lichtschutz, vor allem einen Hut. Achtens: Nachcremen nach dem Wasserbad ist ein Muss, es verlängert jedoch nicht die Schutzzeit deines Sonnenschutzmittels, sondern erneuert den Schutz nur. Neuntens: Trage auch im Schatten ein Sonnenschutzmittel auf, denn auch da kannst du einen Sonnenbrand bekommen. Zehntens, last but not least: Bei Kreislaufbeschwerden, womöglich einem Sonnenstich und bei allergischen Hautreaktionen unbedingt sofort raus aus der Sonne. Befolge diese Punkte und du wirst knackig braun. Manchmal ist man ein Mann, wenn man sich guten Regeln nicht widersetzt.