Streichriemen

Streichriemen zur Pflege deines Rasiermessers.

Wie du weißt kannst du die Rasierklinge bei einem Rasiermesser nicht wechseln, umso wichtiger ist es, das Rasiermesser richtig zu pflegen und zu schärfen. Und genau dazu ist ein Streichriemen da, den du entweder als Hängeriemen oder Stoßriemen bekommst. Ersteren befestigst du an einem festen Ankerpunkt in der Wand und ziehst dein Rasiermesser anschließend darauf ab, wenn du ihn unter Spannung zu dir ziehst. Einen Stoßriemen dagegen hältst du komfortabel in der Hand und verfährst mit dem Rasiermesser wie bei einem Hängeriemen.

Streichriemen für die Pflege deines Rasiermessers.

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Streichriemen: Mach dein Rasiermesser sauber und scharf.

Profis wissen es, Neulingen sagen wir es: Der Streichriemen gehört zum Rasiermesser wie das Amen in der Kirche. Ohne ihn kein scharfes Rasiermesser. Ohne scharfes Rasiermesser keine perfekte Nassrasur. Amen.

Eine kleine Auswahl unserer Streichriemen.

 

Die Messerrasur ist anspruchsvoll, dafür auch supergründlich. Entspricht sie deiner Lebensphilosophie, wird sie dir Freude bereiten. Sie ist die traditionellste Art der Rasur, eine kleine Herausforderung für Männer, die das Abenteuer zumindest noch im Badezimmer suchen, die Langsamkeit und „Do-it-yourself“ der wachsenden Hektik und High Tech Bequemlichkeit vorziehen. Die trotzdem oder gerade qualitativ hochwertige Rasiertools sowie Pflegeprodukte schätzen, weil sie wissen, dass diese die Tradition zwar etwas verändern und verfeinern, aber sie dennoch am Leben erhalten.

Wenn du dich für die Messerrasur entschieden hast, möchtest du dir sicher und voll berechtigter Vorfreude die notwendigen Utensilien zulegen. Wir listen mal die wichtigsten Basics auf: Rasierseife oder Rasiercreme und/oder Rasieröl, Rasierpinsel, Rasierschale, Rasiermesser, After Shave und ein Streichriemen. Um letzteren geht`s im Folgenden. Zu allen anderen Sachen findest du auf blackbeards auch Ratgeber sowie Produktbeschreibungen. Eine Aufklärung vorweg: Streichriemen oder Abziehriemen pflegen und schärfen ohne Abtrag. Sie heißen je nach Form auch Stoßriemen und Hängeriemen. Varianten mit ähnlich klingenden Namen wie Schleifriemen, Leinenriemen nutzt der Fachmann zum Schleifen.

 
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Wozu, wie oft und wann verwendest du den Streichriemen?

Fangen wir mit dem „wozu“ an. Zur Messerrasur brauchst du ein anständiges, solides Rasiermesser. Ein solches ist in der Erstanschaffung auf den ersten Blick etwas teuer, wird aber bei wirklich guter Qualität und regelmäßiger sorgfältiger Pflege ein Leben lang halten. Beim Rasiermesser ist die Klinge der wichtigste Teil. Sie muss richtig scharf sein, dann ist sie so gut wie eine scharfe Braut. Damit sie das bleibt, muss sie am „ledernen“ Streichriemen abgeledert werden. Das hat übrigens nichts mit Sado-Maso zu tun. Es geht nach wie vor um die Klinge. Sie ist fest eingearbeitet und wird niemals ausgetauscht. Die Braut wirst du womöglich eher mal wechseln. Bleiben wir bei der Klinge. Ist sie richtig scharf, schneidet sie mühelos selbst hartnäckige Barthaare. Stumpf würde sie nur herumrupfen, das Verletzungsrisiko erhöhen und das Rasurergebnis fiele enttäuschend aus.

Nun zum „wie oft“. Abledern ist nach jeder Rasur angesagt, denn der mikroskopisch feine Schneidgrat auf des Messers Schneide wird bei jeder Beanspruchung verformt. Nach jeder Rasur heißt allerdings nicht „sofort“. Beim Rasieren entstehen nämlich Spannungen im Klingenmetall, die erst abgebaut werden sollten. Dies führt zum „wann“. Lass das Rasiermesser mindestens 24 Stunden ruhen und ledere es erst vor deiner nächsten Rasur am Streichriemen ab.

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Warum solltest du dir sofort mit dem Rasiermesser einen Streichriemen zulegen?

Wir empfehlen dringend: Lege dir einen Streichriemen gleich mit dem Erstkauf eines Rasiermessers zu. Warte nicht. Sparsamkeit ist hier fehl am Platz und geht als Schluss nach hinten los. Denn rasierst du dich mehrmals hintereinander, ohne dein wertvolles Werkzeug abzuledern, wird die Klinge ziemlich schnell stumpf und ballig. Du kommst dann schon gleich am Anfang nicht um einen Nachschliff umhin, der mit zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden ist. Vom „selber schleifen“ raten wir ab. Erstens brauchst du dazu auch die richtigen Werkzeuge, beispielsweise einen Schleifstein, einen Schleifriemen, Schleifpaste und Poliermittel. Zweitens kannst du technisch einiges falsch machen, als Neuling sowieso. Es gibt verschiede Stahlsorten, Schleifsteinarten und Schleifpasten. Da sollte man sich schon auskennen, umsonst ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Lederst du dein Rasiermesser hingegen gleich von der ersten Rasur an ab, wird es sehr lange dauern, bis es stumpf wird und nachgeschliffen werden muss. Je nach Qualität des Rasiermessers und Beschaffenheit deines Barthaares, kannst du dich durchaus 1000 Mal rasieren, bevor so ein Nachschliff mal nötig wird. Ein Sonderfall tritt ein, wenn das Messer runtergefallen ist. Lass es dann umgehend beim Fachmann schleifen.

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Wie geht das Pflegen und Abledern?

Einfach. Zumindest nach etwas Übung. So geht’s: Nach jeder Rasur spülst du dein Rasiermesser mit klarem Wasser ab, tupfst es vorsichtig trocken und lagerst es gut belüftet. Nun lässt du es mindestens 24 Stunden ruhen. Vor deiner nächsten Rasur lederst oder ziehst du es dann ab. Anfängern fällt dies mit einem Stoßriemen leichter als mit einem Hängeriemen. Details zu den zwei Macharten im nächsten Punkt. Eins nach dem anderen. Hier erstmal die Technik.

Hänge deinen Abziehriemen an einer geeigneten Stelle auf und ziehe ihn mit einer Hand stramm. Oder stütze deinen Stoßriemen, der durch den Griff und das fest aufgespannte Leder leichter zu handhaben ist, am Waschbecken ab. Der Rest des Ablederns geht bei beiden gleich. Lege dein Rasiermesser mit der Klinge möglichst flach auf, sodass es auf zwei Punkten, also Messerrücken und Messerschneide, Kontakt zum Streichriemen hat. Jetzt bewegst du das Messer in Richtung des Messerrückens über den Streichriemen und zwar ohne großen Druck, entweder gerade oder leicht schräg, je nach Breite des Riemens. Wende es über den Rücken, niemals über die Schneide, und verfahre mit der zweiten Seite genauso. Wiederhole diesen Vorgang einige Male.

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Materialqualität und Macharten.

Erste Rasiermesser waren aus allen möglichen irgendwie schneidfähigen Materialen, die uns heute viel zu gefährlich wären und als erste Streichriemen nutzte man schlichtweg einmal zunächst den Ledergürtel. Nicht optimal, aber man musste sich ja herantasten. Inzwischen hat sich viel getan. Ein „State of the Art“ Riemen, also ein richtig guter und von uns empfohlener, besteht aus Leder vom Rind oder Kalb, das zum sogenannten Juchtenleder „aufgewertet“ wurde durch einen Bearbeitungsprozess, zu dem ein komplizierter Wasch- und Trocknungsvorgang gehört. Echtes Juchtenleder wurde vor allem mit Weidenrinde gegerbt und mit Birkenöl behandelt, was Würmer und Insekten vertreibt sowie geschmeidig, fest und haltbar macht.

Ein Streifen eines solchen Leders/Juchtens wird nun entweder mit einer Öse zum Aufhängen an einem Ende und einer Schnalle zum Festhalten/Spannen mit der Hand am anderen Ende versehen und heißt dann Streichriemen. Diesen gibt es in unterschiedlichen Längen und Breiten. Oder er wird auf Holzklötze mit handlichem Griff gespannt, wodurch dir das wichtige Straffen abgenommen wird. So hergestellt wird das Tool als Stoßriemen bezeichnet. Auch diesen erhältst du in unterschiedlichen Längen und Breiten. Eine Abstimmung auf die Rasiermesserbreite ist deshalb möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Gepflegt wird dein Rasiermesser auf jeden Fall.

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Pflege des Stoß- oder Streichriemens.

Beim Streichriemen ist die Pflege kein großer und vor allem ein seltener Akt. Lange Zeit musst du gar nichts zu tun. Erst wenn du bemerkst, dass das Leder nicht mehr fettet oder spröde wird, nimmst du Pflegepaste. Für reine Abziehriemen, wie wir sie führen, also für Lederriemen ohne Schleifpartikel, mit denen du ablederst und schärfst, ohne zu schleifen, nimmst du ausschließlich gelbe Paste. Diese besteht aus reinem Fett für die Lederpflege. Nimm etwas davon auf ein Tuch und arbeite es ins Leder ein. So wie du es beim Lederschuh machst. Notfalls Mama fragen.

Es gibt alle möglichen Pasten, die Schleifkörper enthalten und Material von Klingen abtragen. Notwendig wird das erst, wenn normales Abledern mit einem unbehandelten Streichriemen das Messer nicht mehr schärft. Da wir aus oben genannten Gründen keine Fans des selber Schleifens sind und dich lieber an den Fachmann verweisen, gehen wir nicht genauer darauf ein. Nur so viel: Es gibt noch weiße (sehr feine), schwarze (feine), rote (mittelgrobe) und grüne (grobe) Pasten. Allesamt nichts für einen Streichriemen von uns. Sondern für Profischleifriemen, die nach dem Wetzen auf dem Stein den Feinschliff bringen und nur dort sollte sie auch zum Einsatz kommen.

blackbeards hat den richtigen Abzieh- oder Stoßriemen für dich.

Sowohl das richtige Material, als auch die richtige Pflege und Anwendung deines Abzieh- oder Stoßriemens sind von essentieller Wichtigkeit für seine Haltbarkeit. Wir von blackbeards führen deshalb nur Riemen, von deren Qualität für absolut überzeugt sind und an denen du hoffentlich lange Spaß haben wirst. Und solltest du jemals Fragen haben zur korrekten Anwendung oder worauf du bei einem Abzieh- oder Stoßriemen zu achten hast, kannst du jederzeit hierher zurückkehren und dich informieren. Wir sind für dich da.