Neueinstieg in die Nassrasur. Alles, was du als Anfänger über die Rasur mit einem Rasierhobel (oder Rasiermesser) wissen solltest.

Im Leben eines fast jeden Mannes kommt der Tag x. Wenn du mit deiner Trockenrasur erneut nicht zufrieden bist und dir zum x-ten Mal sagst: Satz mit x, war wieder nix. Dann bist du bereit für die Nassrasur.

Was du zum Einstieg in die Nassrasur brauchen kannst und bei blackbeards findest.

Aller Anfang kann schwer sein, muss aber nicht. Mit der richtigen Vorbereitung auf die Thematik wird es leichter.

Ein Mann bei der Nassrasur mit einem Rasierhobel. Klar, eine Rasur ist Stress für deine Haut, aber mit den richtigen Werkzeugen sowie einer guten Vorbereitung und Nachbereitung deiner Rasur kann nicht viel schief gehen. Du bist Anfänger in Sachen Nassrasur? Lies dir die Rasur-Anleitung von blackbeards durch und probiert ein wenig herum.

Du bist also endlich Umsteiger. Oder aber du bist absoluter Neueinsteiger und möchtest dich zum allerersten Mal überhaupt rasieren. Die Nassrasur stellt sich dir jedenfalls als Mysterium dar, von dem du als Umsteiger nur eine vage oder als Neuling gar keine Ahnung hast. Sei dir gewiss, dass du sie hinbekommst. Wäre ja gelacht. Frage deinen Dad, Kumpel oder vielleicht sogar einen echten Barbier. Auch wir von blackbeards können und möchten dir gerne helfen. Wir haben mit unseren eigenen Rasuren und Bärten durch Versuch und Irrtum gelernt. Heute wissen wir, die Nassrasur ist keine lästige Pflicht ist, sondern eine wunderbare Kür.

Aller Anfang ist schwer. Aber es gibt schwierigere Anfänge. Nimm dir einen Spitzensportler zum Vorbild. Visualisiere dein Ziel, besorge dein Rüstzeug und beginne mit dem Training. Erste Erfolge werden sich bald einstellen. Mit etwas Geschick und ein wenig Geduld wirst du schließlich Meister. Dein Kinn wird glatt sein, dein Bart wird perfekte Konturen haben. Deine Haut wird gut aussehen. Beste Erfolge wirst du erreichen, wenn du hochwertige Pre Shave und After Shave Produkte und Werkzeuge verwendest, die dich bei deiner Technik unterstützen. Schnell bekommst du einen Durchblick, was genau benötigt wird. Im Folgenden findest du unsere Tipps für dich.

Werkzeug Nummer eins. Der Rasierpinsel. Dein Freund und Helfer in Sachen Rasierschaum.

Willst du Gipfel stürmen oder nur Hügel hinaufsteigen? Mount Everest oder nur Zugspitze? Wir möchten dich auf den Gipfel der Nassrasur navigieren. Wir möchten, dass du alles weißt, so dass du dich für das Beste entscheiden kannst. Nassrasur bedeutet, dass du mit warmem Wasser und cremigem Rasierschaum Haut und Haare vorbereitest auf den Schnitt. Hautporen werden dadurch geöffnet, Barthaare werden weich und stellen sich auf. Das kannst du mit Fertigschaum aus der Dose, den du mit deinen Fingern aufstreichst, tun. Das ist Zugspitze. Wir halten wenig davon. Das geht zur Not bei Stress und Eile. Wir empfehlen dir selbst geschlagenen Rasierschaum, den du mit einem Rasierpinsel aufträgst. Das hat Stil und bringt zum Mount Everest.

Mach deinen Einstieg in die Nassrasur von Beginn an zu einem Aufstieg auf den Gipfel. Mit einem Dachshaar-Rasierpinsel. Die Haare des Pinsels sind entscheidend. Die Griffe aus Kunststoff, Metall oder Holz sind sekundär, werden jedoch Stil und Kult ins Badezimmerdesign zaubern. Die Pinselköpfe sind aus Schweineborsten, Rosshaar, Dachshaar oder synthetischen Fasern. Veganer müssen wohl die synthetischen Fasern nehmen. Allen anderen empfehlen wir Dachshaar. Dieses gibt es in drei Qualitäten: Stockhaar (grey badger) aus dem Unterfell ist etwas dicker und am preiswertesten. Zupfhaar (best badger) entnimmt man dem Unterfell, es ist feiner und etwas teurer. Silberzupf (silvertip) besteht aus den weißen Winterfellhaaren, ist am feinsten und teuersten, seinen Preis jedoch mehr als wert, denn er schlägt und verteilt Schaum ideal und ist schonend zu empfindlichster Haut. So sollte ein guter Rasierpinsel sein.

Werkzeug Nummer zwei. Der Rasierhobel. Edel, schick und sparsam im Verbrauch.

Dein hohes Ziel bleibt dir vor Augen. Es gibt vier Nassrasur-Werkzeuge, die deine Barthaare schneiden. Willst du einen Berg von 1500 m erklimmen, wäre da der moderne Systemrasierer mit zwei bis sechs Klingen. Willst du auf den 8.848 m hohen Mount Everest, müsstest du ein traditionelles Rasiermesser oder ein Wechselklingenmesser (Shavette) nehmen. Als Neueinsteiger ist das den allermeisten Männern jedoch zunächst viel zu hoch, zu gefährlich. Es erfordert in der Tat Talent, Übung und Mut, so wie ein Aufstieg auf den Mount Everest eben. Wir empfehlen dir einen Einstieg mit einem klassischen Rasierhobel. Dieser heißt nicht zu Unrecht auch Sicherheitsrasierer. Er ermöglicht Neueinsteigern einen schnellen Aufstieg auf Berge fast so hoch wie der Mount Everest.

Rasierhobel gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Als Neueinsteiger nimmst du am besten einen mit geschlossenem Kamm, schmalem Klingenspalt und längerem Griff. Beim geschlossenen Kamm ist die Schutzkante, die direkt mit deiner Haut in Berührung kommt, glatt und damit schonend zur Haut (im Vergleich zum offenen Kamm, bei dem die Kante gezahnt ist). Ein schmaler Klingenspalt bewirkt, dass wirklich nur Barthaar und keine Haut abgetragen wird, was Hautrötungen verhindert. Ein längerer Griff liegt besser in großen Männerhänden als ein kleiner. Zusatztipps: Wähle einen ergonomisch geformten Griff aus Holz, Metall oder Edelharz. Haptik und Handling sind besser als bei Plastikteilen, und edle Materialien halten oft ein Leben lang. Wegen des einfachen Rasierklingenwechsels raten wir außerdem zu einem einteiligen Hobel mit Butterfly Mechanismus.

Vorbereitende Helfer für Haut, Haar und Werkzeug – Pre Shave Produkte.

Deine Werkzeuge stehen fest? Jetzt brauchst du noch den Antrieb. Was für den Sportwagen Motoröl und Benzin, sind für deine Werkzeuge, Barthaare und Haut das Rasieröl und der Rasierschaum. Außerdem gehört zu einem sauberen Ergebnis auch noch die Wäsche. So wie der Sportwagen optisch mehr hergibt, wenn er sauber ist, wird deine Rasur mehr hergeben, wenn du Haut und Bart wäschst und danach gut vorbereitest auf den Schnitt. Nimm für die Gesichtswäsche täglich eine milde Waschlotion, einmal wöchentlich ein mildes Peeling, für deinen Bart, wenn vorhanden, täglich warmes Wasser und alle drei Tage mal ein Bartshampoo dazu.

Jetzt geht es weiter mit dem Rasierschaum. Es gibt auch Rasieröl. Dieses empfehlen wir gerne, wenn du zum Beispiel nur Konturen rasieren möchtest, deinen Bart jedoch nicht, denn es ist transparent und hält die Sicht frei. Für eine vollständige Rasur legen wir dir Rasierschaum ans Herz. Diesen schlägst du mit deinem Dachshaarpinsel aus Rasierseife oder Rasiercreme. Mit Seife geht es geringfügig schwerer am Anfang als mit Rasiercreme. Seife finden wir optimal. Sie wirkt basisch, so dass sie deine Barthaare innerhalb drei Minuten weich macht, aufstellt sowie einen Schutzfilm auf deine Haut legt, so dass der Hobel über sie gleiten und die Barthaare widerstandslos schneiden wird. Wähle eine Seife, die für dich gut duftet und eine, die zu deiner Haut (sensibel, fettig, trocken bis robust) und deinem Barthaar (weich und dünn bis kräftig und dicht) passt.

Die wichtigsten Tipps zur Rasiertechnik. Du kannst sie erlernen, kein Problem.

Auf die Plätze, fertig, schnell nochmal die Tipps zur Rasiertechnik lesen und dann los. Jetzt geht es bergauf. Und zwar begründet angstfrei. Es kann nichts passieren. Das musst du dir klar machen. Du bist mit bestem Werkzeug ausgestattet und hast deine Rasur so gut vorbereitet, dass Hautreizungen oder Schnittwunden zu 99% ausbleiben.100% gibt es nicht. Allenfalls kriegst du bei den ersten Rasuren noch kein superglattes Kinn, weil die Technik noch nicht passt, aber mit jeder Rasur kommst du deinem Ziel näher. Befolge unsere Tipps. Du wirst sehen, nach dem ersten Schritt verfliegt die die Nervosität und der Spaß beginnt.

Tipp eins: Nimm dir Zeit, damit du konzentriert sein kannst. Tipp zwei: Setze den Hobel etwa im 30 Grad Winkel an. Tipp drei: Ziehe den Hobel über die Barthaare, und zwar ohne Druck. Tipp vier: Ziehe den Hobel erst in Haarwuchsrichtung, dann quer dazu und, falls noch nötig, entgegen der Wuchsrichtung. Tipp fünf: Die Rasierklinge muss immer scharf sein. Sobald es ziept und rupft, und du versuchst mit mehr Druck nachzuhelfen, steht ein Wechsel an. Je nach Beschaffenheit deines Barthaares ist das nach Adam Riese nach sechs bis maximal zwölf Rasuren der Fall. Tipp sechs: Entferne Schaum und Haare nach jedem Zug grob im warmen Wasserbad, nach der Rasur reinigst du die Klinge unter einem harten Wasserstrahl gründlich und steckst den Hobel zum Trocknen in eine spezielle Halterung, damit kein Rost ansetzt und du lange Freude an ihm hast.

Nachbereitende Helfer für Haut und Haar – After Shave Produkte zur Pflege danach.

Du hast den Aufstieg geschafft. Hut ab. Deine erste Nassrasur sowie auch jede folgende rundest du nun noch mit wohltuenden After Shave Produkten ab. Sie versorgen deine Haut und Barthaare nach den Strapazen wie eine Brotzeit nach dem Klettern. Wenn du die Rasiertechnik einmal beherrschst, macht dir die Nassrasur viel Freude, glaube uns. Nichtsdestotrotz reizt eine Rasur Haut und Haar immer etwas, so wie Bergsteigen die Muskeln beansprucht. Deshalb verwöhnst du sie nun. Das tut so gut, wie auf dem Gipfel der Blick in die Ferne. Wasche zunächst Schaumreste mit möglichst kaltem Wasser ab. Dann wählst du aus dem Verwöhnprogramm: Alaun, Rasierwasser, Balsam, Lotion, Moisturiser, Tonic, Creme und, falls Bart stehen bleibt, Bartöl.

Alaun, das Wundersalz. Trage es auf rote, blutende Stellen auf - solltest du dich doch mal geschnitten haben. Alaun wirkt adstringierend, stoppt so Blutungen und fördert die Heilung. Rasierwasser, Balsam, Lotion, Moisturizer und Tonic kühlen, schließen Poren, neutralisieren den pH Wert deiner Haut, desinfizieren und sind rückfettend. Wir empfehlen das milde, alkoholarme Tonic, denn es eignet sich wirklich für jede Haut. Allerdings kannst du gerne auch alkoholträchtiges Rasierwasser nehmen, wenn du robuste Haut hast und dir leichtes Brennen zusagt. Für sensible Haut ist Balsam gedacht, für normale Lotion, für sehr trockene Haut Moisturizer. Ganz zum Schluss gönnst du deiner Haut noch feuchtigkeitsspendende Gesichtscreme und deinem Bart Bartöl. Und alles glänzt und duftet wunderbar.

blackbeards unterstützt dich bei der Nassrasur.

Ja, wir lieben die Nassrasur. Unsere zweite große Liebe neben Bärten, wobei beides ja unmittelbar miteinander verbunden ist. Es gibt keine elegantere Möglichkeit, sein Gesicht von Haaren zu befreien, als durch die Nassrasur. Vor- und Nachbereitung sind enorm wichtig, neben der richtigen Rasiertechnik wohlgemerkt. Anfangs mag das Feld zwar unübersichtlich und sehr groß wirken, allerdings bekommst du schnell den Durchblick.

Das waren die wichtigsten Tipps für Einsteiger in Kürze. Weitersteigen geht dann ja immer. Klicke unsere detaillierten Ratgeber zu allen Themen durch, wenn du dein Wissen weiter vertiefen möchtest. In unserem Onlineshop findest du im alles, was du brauchst. Wir bieten eine feine Auswahl an Rasierhobeln, Rasierpinseln und Pflegeprodukten für Einsteiger und Profis.