Bartpflege im Sommer.

Bartpflege im Sommer

Sommer, Sonne, fröhlich sein. Es ist wieder lange hell und vor allem eins: warm. Ob im großen Ozean, am Badesee, Teich oder Fluss oder auch im heimischen Garten im eigenen Planschbecken oder Pool. Ab und zu oder sogar ziemlich oft gehst du wahrscheinlich im Sommer schwimmen. Die schönen Dinge des Sommers können leider auch schnell zu einem Problem für deine Haare werden, besonders für die in deinem Gesicht. Die Betonung liegt hier auf können und daher muss keine dramatische Geschichte daraus werden. Beachtest du einige einfache Regeln, werden Sonne, Salz oder Chlor deinem geliebten Bart nichts anhaben.

Im Grunde ist es eine leicht nachvollziehbare Sache, warum diese Einflüsse schädlich für deine Haare sind.

Salzkristalle entziehen ihnen nämlich Fett und Feuchtigkeit und wirken gleichzeitig wie Brenngläser, wenn die direkte Einstrahlung unseres Hauptgestirns auf sie fällt. Dadurch werden die UV Strahlen und die Hitzewirkung verstärkt. Das mögen Hautpigmente und Keratinverbindungen gar nicht. Außerdem bleichen UV Strahlen deine Barthaare aus und zerstören ihren Glanz und ihre Biegsamkeit, machen sie brüchig und trocken. Die gewissenhafte Umsorgung des Stolzes unter deiner Nase kann also ziemlich fix in Mitleidenschaft gezogen werden. Das äußert sich in einem matten, schlaffen Bart und blöden Gefühlen wie Enttäuschung. Du Armer. Doch Hilfe naht.

Bevor aus dir ein trauriger Bartträger wird, mach als erstes das, was schon Mutti mahnte: Wasch dich.

Nutze die sanitären Einrichtungen eines jeden öffentlichen Schwimmbades und wasche die künstlichen Belastungen des Wassers aus deinen Haaren aus. Du musst dich beziehungsweise deine Haare nicht nach jedem Sturz ins kühle Nass mit Shampoo waschen. Verwende aber zumindest abschließend und vorm Verlassen der Badeanstalt ein Shampoo, am besten ein mildes, pH neutrales Shampoo. Lass es dir egal sein, von Ungläubigen als Bart Nerd seltsame Blicke zu erhalten, aber besonders die Zusätze des Wassers in Schwimmbädern können Barthaare mehr schaden als das Leitungswasser zu Hause. Scheue dich also nicht, dein Bartshampoo zu benutzen. Oder, weil praktischer: Flüssigseife.

Als nächste Maßnahme steht die Trocknung des Bartes an, über die er sich auch in der warmen Jahreszeit freut.

Besinne dich auf die Prioritäten, die du dir selbst gesetzt hast, was das Aussehen und die davon abhängige Pflege betrifft. Stell dir zur Not vor, es wäre Winter, wenn du deinen Bart vielleicht sogar föhnst. Muss nicht, aber schaden tut es nicht. Massiere vor dem Föhnen etwas Bartöl in seine Haare ein. Auch die Haut unter ihm freut sich nach der Chlor- oder Salzattacke über Feuchtigkeit und die Pflegewirkung. Föhne den Bart nun mit lauwarmer Luft. Wenn du es nicht übertreibst, schadet das bisschen Wärme weder deiner Haut noch deinem Haar. Dabei kämmst du ihn gleich schön zurecht.

Hat sich dein zweitbester Freund wieder sichtbar erholt, gönne ihm ruhig noch eine zweite Portion Bartöl und bringe ihn mit Bartbalsam in Form.

Allein für den Duft und um den verloren gegangenen Glanz wiederherzustellen. Um eine gute und vor allem dem Wind standhaltende Form herzustellen, ist Beard Balm eine hervorragende Sache. Er enthält Bienenwachs und/oder Sheabutter und/oder Lanolin sowie pflegende Öle. Diese Sachen ergänzen sich super mit den Eigenschaften des Bartöls und verleihen deinem Bart einen perfekten Sitz. Bürste zuletzt nochmal mit deiner Bartbürste durch, kontrolliere Form und Halt und entlasse dich erfrischt in den Biergarten, um auch die innere Frische zu erneuern.

Auch wenn du nicht beim Schwimmen gewesen bist, hat die sommerliche Hitze über den Tag ein wenig als belastender Faktor gewirkt.

Ob du es willst oder nicht, du transpirierst. Unter den Achseln kannst du einem möglichen unangenehmen Geruch, mit dem du nicht blöd auffallen möchtest, mit einem guten Deodorant entgegenwirken. Eine ähnliche Vorsorge fällt für entstehenden Schweiß auf dem Kopf und vor allem unter dem rauschigen Bart aber schwer. Nun ist Schwitzen ja durchaus etwas Natürliches und eine nützliche Körperfunktion. Neben dem Geruch stößt der Körper dabei aber auch Salz aus. Wie bereits erwähnt, tut Salz deinen Barthaaren eher schlecht als gut. Der Schweiß nimmt ganz automatisch Bart- und Hautpflegemittel sowie kleine Hautabsonderungen mit und mischt sie schön, eher unschön, in deine Barthaare ein.

Schweiß. Diesem ganz von selbst entstehenden Vorgang solltest du täglich etwas Effektives entgegensetzen.

Ferner fühlt sich verklebter Schweiß, egal an welcher Stelle, nicht gut an. Wir wollen dir keine nachträgliche Reinlichkeitserziehung angedeihen lassen, also bitte nicht falsch verstehen. Wir möchten lediglich erinnern, wie schnell ein sauber gepflegter Bart durch ganz alltägliche körperliche Aktivitäten und Anstrengungen und auch unter natürlichen Einflüssen wie vermehrter Hitze der Sonne auch leiden kann. Wenn irgend möglich, also zwischen Beachvolleyball oder Schwimmbadbesuch und dem Abendprogramm nicht nur schnell abduschen und neue Klamotten an. Bitte auch Beard Care einschieben. Die Pracht auswaschen, Bartöl erneuern, Form wiederherstellen und schön kämmen, bevor es auf die Piste oder ins Restaurant geht.

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