Aus all den Bartstilen sticht einer, wenn gut gepflegt, besonders durch seine Pracht hervor: Der Vollbart.
Ein Gedanke, den ich vor einigen Tagen unter der Dusche hatte: Mein Vollbart ist keine isolierte Form. Die Haare in meinem Gesicht sind wie eine rohe Marmorskulptur, in der jede andere Form in ihrer Perfektion bereits schlummert, ich muss ihn nur hauen wie Michelangelo seinen David.
Ich bin mir sicher, es gab in deinem Leben ein oder zweimal die Situation, in der du vor dem Spiegel standest, den Trimmer in der Hand. Dein Bart, das Ergebnis von drei oder mehr Wochen Pflege oder auch Nicht-Pflege. Du denkst dir: Zeit für was Neues. Als Erstes scherst du die Seiten kurz, so kurz es mit deinem Trimmer halt geht. Es bleibt ein mächtiger Henriquatre. Dann setzt du am Kinn an, fährst einmal nach oben, du denkst, du hast einen neuen Bartstil erfunden: Ein Hufeisen! Das lässt dir deine Liebste sicher nicht durchgehen. Also trimmst du die Seiten zum Oberlippenbart, wahrscheinlich Typ Walross. Ein bisschen was geht noch: Charles Chaplin und zu guter Letzt: Alles weg.
Was mich davon abhält, mir den Bart abzurasieren? Mir fehlen die markanten Wangen des David, Michelangelo hätte mir einen Vollbart gemeißelt.
Die allesbewegende Frage, um die sich unter anderem auch die Welt dreht, ist: Wie erreiche ich mein großes Ziel, mir einen Vollbart wachsen zu lassen? Die Antworten sind erstaunlich einfach.
- Hör einfach auf, dich zu rasieren
- Wie wasche und pflege ich meinen Vollbart richtig?
- Wie rasierst du die Konturen deines Vollbartes?
- Fazit
- Ein Vollbart lebt von täglicher Zuwendung
- Häufige Fragen unserer Bart-Stilbewussten
Am Anfang steht das Barthaar. Nimm dir fest vor, dir einen Vollbart wachsen zu lassen. Der Weg ist kurz, aber beschwerlich, denn schon nach wenigen Tagen hast du deinen Drei-Tage-Bart. Für gewöhnlich dauert es, je nachdem, wie stark dein Bartwachstum ist, mindestens vier bis fünf Wochen, bis die Barthaare eine Länge erreicht haben, mit der du deine Gesichtstracht Vollbart nennen darfst. Es werden vielleicht Probleme auftreten, doch sei dir gewiss: Mit unserer Hilfe und ein wenig Durchhaltevermögen bekommst du das hin. Barthaare werden wild abstehen, dein junger Bart wird jucken, du stellst fest, dass da Lücken in deinem Bart sind. All das bekommen wir in den Griff, vertrau uns.
Du kannst dir die Wartezeit mit Bartöl versüßen, welches nicht nur wunderbar duftet, sondern dir auch ein wenig in der Juck-Phase hilft. Massiere dir morgens und abends etwas Bartöl in deinen neuen Bart. Bartöl im Allgemeinen werden viele positive Eigenschaften nachgesagt, im Speziellen soll es deinen prächtigen Vollbart weicher und geschmeidiger machen, es soll ihm ein gepflegtes Aussehen und seidigen Glanz verleihen.
Und nun, los. So bekommst du einen prächtigen Vollbart hin. Hier kommt unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Hör einfach auf, dich zu rasieren. Wenn dein junger Vollbart juckt, nutze eine Bartbürste.
Rasiere dich innerhalb der ersten vier oder fünf Wochen am besten gar nicht, lass deinen Bart einfach wachsen und gedeihen und schau, was passiert. Beobachte ihn und erfreue dich an seiner Entwicklung, wie sich eine Mutter am Wachstum ihres Kindes erfreut. Diesbezüglich bekommen wir oft die Frage gestellt: Und was ist mit den Konturen? Kann ich zumindest die Konturen rasieren? Dazu gleich mehr.
Wenn dein frischer Bart anfängt, leicht zu jucken, nicht kratzen. Nutze zusätzlich zum Bartöl lieber eine Bartbürste. Die Bürste bringt deine Barthaare schon ein wenig in Form und massiert deine Gesichtshaut. Das nimmt den Talg von der Haut auf und du verteilst ihn durch die harten Wildschweinborsten in den Barthaaren, was ihm zusätzlich etwas Glanz und Geschmeidigkeit verleiht. Wichtig ist, dass du deine Bartbürste immer sauber machst. In der Bürste sammeln sich Hautschuppen und ausgefallene Barthaare an, was nicht nur ziemlich unappetitlich, sondern auch unhygienisch ist. Also gewöhne dir an, deine Bürste regelmäßig, mindestens einmal pro Woche, zu reinigen, indem du sie gründlich unter warmem Wasser und mit Shampoo ausspülst. Mit einem normalen Kamm kannst du Haare aus der Bürste entfernen.
Pflege deinen Vollbart mit Bartshampoo. Wie bitte? Ich brauche ein extra Shampoo?
Wenn die Barthaare dann lang genug sind, solltest du deinen Bart genau wie dein Haupthaar mit einem guten Shampoo pflegen. Echt jetzt? Ein extra Bartshampoo? Was die Wäsche des Bartes angeht, gibt es durchaus Gesprächsbedarf. Drei Dinge sind schlecht für deinen Bart und deine Gesichtshaut: Normales Duschgel, das Shampoo deiner Freundin, wenn sie besonders schönes, seidiges und weiches Haar trägt und Chemie, um nicht zu sagen: Komisches Zeug.
Von vorn. Lass die Finger von Duschgel, solche Produkte sind dazu gedacht, Fett und Schmutz vom Körper zu entfernen. Um einen weichen, geschmeidigen Vollbart zu bekommen, brauchst du aber zumindest das Fett bzw. den Talg. Nimm lieber das Haarshampoo deiner Freundin. Die weiß, was gut ist. Außer sie weiß, abgesehen von der Entscheidung, eine Beziehung mit dir zu führen, vielleicht gar nicht, was gut für sie ist. Kommt vor. Ihr wallendes Haar ist schön weich und sieht so gepflegt aus, und dein Bart soll auch so flauschig und weich und schimmernd sein, doch Obacht! Das Shampoo deiner Holden enthält vielleicht Silikone. Darüber könnten wir einen eigenen Ratgeber schreiben, dessen Zusammenfassung wäre: Silikone gaukeln dir gesundes, gutes Barthaar vor. Und was die Inhaltsstoffe neben Silikonen angeht, halten wir für zumindest bedenklich Inhaltsstoffe wie Sodium Lauryl Sulfat, Diethanolamin DEA, TEA (Triethanolamin), Polyethylenglykol PEG (Tensid), Parabene, Methylisothiazolinone, DMDM Hydantoin, Duftstoffe und Parfüm. Checke die Inhaltsstoffe, achte auf deine Allergien und entscheide selbst.
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Du willst dir die Konturen deines Vollbartes rasieren? Tja, das spricht für und gegen die Rasur in diesem frühen Stadium.
Für die Rasur der Konturen spricht, dass dein Bärtchen vielleicht gepflegter aussieht. Punkt. So viel mehr können wir nicht anführen, denn eigentlich ist die Rasur der Konturen deines Bartes gerade dein geringstes Problem. Die Leute sprechen dich an, was das da bitte werden soll in deinem Gesicht. Du stellst fest, dass dein Bart nicht überall wächst, du siehst Lücken, ja, das nervt. Gut, es ist so, dass die Barthaare bei den meisten Männern unterschiedlich schnell wachsen, was bedeutet, die Chancen stehen hoch, dass dein Bart dichter wird.
Aber unser eigentliches Argument gegen die Rasur ist, dass du die Kontur für deinen Drei-Tage-Bart und nicht für deinen Vollbart setzen würdest. Ein einfaches Beispiel: Du orientierst dich an deinen Kieferknochen und an deinem Kinn, bei einem Drei-Tage-Bart sieht das sicher gut aus, aber wenn du die Kontur bei einem Vollbart so hoch setzt, tut es das höchstwahrscheinlich nicht. Die Konturen eines Vollbartes gehören deutlich unterhalb der Kieferknochen und des Kinns, aber das siehst du erst, wenn die Barthaare lang genug sind und dein Bart dicht genug ist. Plus: Es besteht die Gefahr, dass du versuchst, die Schwachstellen auszugleichen. Das geht sicher schief, im wahrsten Sinne des Wortes.
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Frohlocke, es ist so weit: Trimme und rasiere deinen Vollbart.
Herzlichen Glückwunsch! Dein Bart ist jetzt bereit, du kannst ihn in Form bringen. Um gepflegt auszusehen, sollten die Barthaare ab jetzt immer auf dieselbe Länge getrimmt sein. Und du kannst vorsichtig anfangen, deinem Gesichtshaar die gewünschte Kontur zu verleihen. Aber Achtung: Ein falscher Schnitt oder eine zittrige Hand und die harte Arbeit der letzten Wochen ist, sagen wir mal, zerstört. Ganz wichtig: Auch wenn du dir einen Vollbart wachsen lassen willst, kannst du ihm im Halsbereich eine saubere Linie rasieren, denn auch der schönste Bart hat einmal ein Ende. Außerdem entfernst du einzelne Haare an den Backen, die oberhalb der Linie stehen und nicht zum Vollbart gehören.
Trimme unbedingt regelmäßig. Sicher, das geht zu Lasten der Geschwindigkeit, aber es ist in unseren Augen besser, einen allzeit gepflegten Vollbart zu tragen als auszusehen wie ein Holzfäller. Barthaare wachsen ca. 0,3 bis 0,7 Millimeter pro Tag, kommt auf den Mann an, was bedeutet, dass du dir selbst ausrechnen musst, wie viel höher du deinen Trimmer einstellen solltest. Stößt dein Trimmer mit seinen Aufsätzen an seine Grenzen, ist es höchste Zeit für einen Besuch beim Barbier deines Vertrauens.
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Keine Frage des Stils: Zum Vollbart gehört ein Oberlippenbart. Zwirble ihn.
Deinen Oberlippenbart bringst du regelmäßig mit Bartwichse und einem Bartkamm in Form. Wenn er über die Lippen hängt, was vor allem beim Essen sehr nervig sein kann, stutze ihn mit einer Schere auf die richtige Länge. Achte darauf, dass du die Haare nicht zu kurz abschneidest, dein Moustache sollte in seiner Mächtigkeit zum Rest des Bartes passen.
Irgendwann, da sind wir uns sicher, wirst du auch versuchen wollen, deinen Oberlippenbart zu zwirbeln. Sind die Haare an den Seiten deines Mundes lang genug, ist das durchaus einen Versuch wert. Bei den meisten Männern jedoch locken sich die Haare, wenn sie eine gewisse Länge erreicht haben, was es erschwert, ihn einzig und allein mit Bartwichse im Zaum zu halten. Wird er noch länger, geht es dann wieder leichter. Aber hast du enorm störrisches Barthaar, probier mal ein Glätteisen aus. Sind die Barthaare frei von Bartöl und anderen Bartpflegemitteln, sauber und trocken und nutzt du ein Hitzeschutzspray, spricht nichts dagegen, ihn zu besonderen Anlässen zu glätten. Zwirble dann deinen Oberlippenbart nach Belieben und style ihn massiv mit fester Bartwichse.
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Nutze Bartbalsam für das Styling deines Vollbartes.
Die regelmäßige Wäsche mit Shampoo, das Kämmen und das Bürsten sowie die Verwendung von Bartöl sind definitiv ein großer Schritt in die richtige Richtung, um deinen Vollbart gepflegt aussehen zu lassen. Da aber deine Barthaare dicker sind als die Haare auf deinem hübschen Köpfchen, werden sie ab einer gewissen Länge dazu neigen zu locken, zu wellen und in alle Richtungen abzustehen. Das ist sehr nervig, da verzweifelt schon der ein oder andere neugeborene Vollbartträger. Deshalb probiere ruhig, deinen Vollbart nur mit Wasser im Zaum zu halten, indem du mehrmals am Tag deine Hände feucht machst und dir durch den Bart streichst, von oben nach unten. Wenn alles nichts hilft: Nutze Bartpomade. Bartpomade ist in Kombination mit Bartöl unschlagbar, was Pflege und Formgebung für Bärte angeht. Im Vergleich zu Beard Balm, der primär zur Pflege der Barthaare und als Ersatz für Bartöl gedacht ist, gibt Bartpomade deinem Vollbart richtig guten Halt.
Am besten wäschst du deinen Bart, trocknest ihn, massierst Bartöl ein und verreibst dann etwas Bartpomade gut in deinen Händen, bevor du sie von oben nach unten in deinen Vollbart streichst. Kämme und bürste ihn zurecht et voilà, dein Bart sieht hervorragend aus! Wie auch bei der Haarpomade ist es empfehlenswert, hin und wieder mit einem Kamm (oder in dem Fall einer Bürste) nachzuarbeiten.
Wie wasche und pflege ich meinen Vollbart richtig?
In dieser Reihenfolge: waschen, Bartöl einmassieren, bürsten, mit Balsam oder Pomade in Form bringen, zum Schluss den Schnurrbart zwirbeln. Mehr Schritte sind es nicht. Befolge unseren Rat in dieser Reihenfolge. Oder auch nicht, das bleibt tatsächlich dir überlassen.
Hat dein Vollbart eine gleichmäßige Länge und Dichte, wird er regelmäßig gewaschen und symmetrisch geschnitten, dann ist er eine Zierde. Und wenn du die erste Kontur ziehst, dann mit einem Nassrasierer mit nur einer Klinge oder mit dem Rasiermesser. Ein Trockenrasierer oder ein Rasierer mit mehreren Klingen taugt dafür nicht.
So wäschst und trocknest du deinen Vollbart, ohne ihn zu strapazieren.
Für die tägliche Wäsche reicht viel lauwarmes Wasser, ein- bis zweimal pro Woche nimmst du Bartshampoo oder Bartseife dazu. Bartshampoo löst normalen Alltagsschmutz, Bartseife kommt an hartnäckigeren heran. Wenn du dir schon einmal einen längeren Bart hast stehen lassen, weißt du, wie schnell er mit Schmutz und Essen in Berührung kommt.
Zum Trocknen tupfst du ihn mit einem sauberen Handtuch ab. Auf keinen Fall rubbeln. Entscheidend ist, dass er nicht mehr komplett nass ist. Ob du ihn föhnen darfst? Es gibt Bartträger, die schwören darauf, wir sehen im Grunde auch kein Problem darin, es kommt auf die Temperatur an. Ist deine Haut ohnehin trocken, strapaziert zu warme Luft sie zusätzlich. Wenn dein Bart nur noch feucht ist, kämmst du ihn vorsichtig mit dem Strich nach unten, am besten mit einem Bartkamm. Es sollte nicht ziepen und nicht über die Gesichtshaut kratzen. Durch sorgfältiges Kämmen verhinderst du, dass dein Bart nach dem Trocknen in alle Richtungen steht.
Wie viele Tropfen Bartöl braucht dein Vollbart?
Bei kurzen Bärten reichen zwei bis drei Tropfen, mittellange vertragen vier bis sechs, bei langen Bärten dürfen es acht oder mehr sein. Lass die Tropfen in die Hände fallen, verreib sie leicht und massiere sie in Barthaar und Gesichtshaut ein, morgens und abends, nachdem du gewaschen und angetrocknet hast. Einmal mit dem Kamm durch, fertig. Teste die Menge einfach selbst.
Verwenden kannst du Bartöl praktisch immer, bei einem zwei Wochen alten Bart genauso wie bei einem langen. Und wenn du kein Bartöl verwenden möchtest, kannst du auch Olivenöl nehmen. Das wird seit Jahrhunderten als natürliches Pflegeprodukt verwendet, viele Frauen schwören bei trockenem Haar darauf, und die können ja nicht falsch liegen. Nicht alle.
Warum die Bürste mehr kann als der Kamm.
Die Bürste greift mit ihren vielen harten Wildschweinborsten in den ganzen Bart, der Kamm ordnet nur die Oberfläche. Die Wirkung eines Kammes lässt sich eher mit einem leichten Streicheln oder Kratzen vergleichen. Beides hat seinen Platz, aber in Form bringst du deinen Vollbart mit der Bürste.
Interessant wird sie vor allem dann, wenn deine Barthaare so lang sind, dass sie die Haut nicht mehr berühren. Bartöl und Balsam bekommst du mit der Bürste bis in die Spitzen verteilt, mit den Fingern allein schaffst du das nicht. Die wöchentliche Reinigung der Bürste kennst du schon, und was besonders fest in den Borsten sitzt, holst du mit einem Kamm oder einem Bürstenreiniger heraus.
Woraus Bartpomade besteht und welchen Härtegrad dein Bart braucht.
Bartpomade besteht wie Bartwichse aus Bienenwachs, verfeinert mit natürlichen Zutaten wie Lanolin, Shea Butter und verschiedenen Pflanzenölen, und es gibt sie in mehreren Härtegraden. Die Spanne reicht vom weichen Bartbalsam, der tropffrei das Bartöl ersetzen kann, über den etwas festeren, der kürzeres Barthaar fixiert, bis zur harten Bartpomade für lange Exemplare.
Geh sparsam damit um und massiere sie schön erweicht ein, dann sieht dein Bart natürlich aus und nicht wie hingeklatscht. In widerspenstigen Fällen bietet sich ein Mini-Glätteisen an, damit sich die Barthaare danach leichter stylen lassen. Sauber, trocken und frei von Öl sollten sie dafür sein.
Ungarische oder bayerische Bartwichse für deinen Schnurrbart?
Ungarische Bartwichse enthält viel Bienenwachs, ist entsprechend fest und gibt dem Moustache die Richtung vor. Bayerische enthält zusätzlich Gummi arabicum und hält damit auch extreme Formen. Für die kunstvoll gezwirbelten Enden eines langen Moustache greifst du also zur bayerischen, für alles andere reicht die ungarische.
Es wäre doch ausgesprochen unschön, sollte dein Vollbart klasse erscheinen, aber dein Schnurrbart aus der Reihe tanzen. Erwärme die Dose vorher etwas auf der Heizung oder mit dem Haartrockner, dann lässt sich die Wichse leichter verarbeiten. Kratz eine ausreichende Menge aus dem Tiegel, verreib sie zwischen deinen Fingerspitzen und arbeite sie zügig in deinen Schnurrbart ein oder zwirble ihn nach Belieben in Form.
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Wie rasierst du die Konturen deines Vollbartes an Wange und Hals?
In sechs Handgriffen: waschen und einweichen, Schaum aufschlagen, die Linie ziehen, zweiter Durchgang, Tonic und Balsam, zum Schluss Pomade und Kamm. Wo du die Kontur setzt, ist eine Frage des Bartstils, den du trägst. Wie du sie rasierst und vor allem, wie du davor und danach arbeitest, steht hier.
Es sind nicht viele Punkte, aber sie sollten eingehalten und gut aufeinander abgestimmt sein. Ein Schnelldurchgang am Morgen bringt dich nicht weiter, du verdirbst dir damit nur selbst die Laune. Rechne mit einer knappen Viertelstunde, dann hast du alles beisammen.
Wasch deinen Bart frei von Rückständen, bevor die Klinge kommt.
Reinige deinen Bart vor der Rasur gründlich mit einem milden Bartshampoo, denn Bartwichse, Bartpomade, Schweiß und Reste von der Haut hinterlassen täglich Spuren und erschweren das Einweichen der Barthaare. Ab und zu darf ein Peeling dazukommen, darüber freut sich deine Haut.
Empfindliche Haut mag außerdem die Anwendung von Rasieröl. Zwingend nötig ist das nicht, aber nützlich und angenehm. Alternativ tut es heißes Wasser: Nimm ein Handtuch, erwärme es unter heißem Wasser, wring es aus und drück es für eine kurze Weile auf die betreffenden Gesichtspartien, oder wickle es einigermaßen fest um dein Gesicht. Ein paar Minuten Wärme, und deine Barthaare sind weich.
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So schlägst du den Schaum auf und gibst ihm drei Minuten.
Mach den Rasierpinsel mit warmem Wasser gut nass, schlag einen großen Teil des Wassers wieder aus, gib einen Schuss heißes Wasser auf die Rasierseife und verrühre sie ohne großen Druck mit gleichmäßig kreisenden Bewegungen, bis die Spitzen des Pinsels gut eingeseift sind. Warm und sahnig soll der Schaum sein.
Gelungen? Sehr gut. Nimm das Handtuch vom Gesicht und verteile den Schaum gleichmäßig auf Wangen und Hals. Dann drei Minuten Einwirkzeit, in denen Wärme, Feuchtigkeit und die alkalische Rasierseife am Barthaar arbeiten. Diese Zeitspanne nutzt du, um dein Rasiermesser abzuziehen.
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So ziehst du die Linie, im 30-Grad-Winkel und ohne Druck.
Setz die Klinge im 30-Grad-Winkel zur Haut an, zieh die zu rasierenden Stellen mit der freien Hand straff und führ die scharfe Klinge sanft in Wuchsrichtung der Barthaare. Je schärfer die Klinge, desto besser gelingt die Rasur, deshalb vernachlässige nie einzelne Punkte der Vorbereitung. Das Straffziehen gelingt übrigens am besten durch das Schneiden lustiger Grimassen.
Nach jedem Zug spülst du das Gemisch aus Rasierschaum und abgeschnittenen Barthaaren unter laufendem Wasser vom Rasiermesser ab. Für einen zweiten Durchgang trägst du noch einmal etwas Schaum auf die Konturenlinie auf und rasierst gegen den Strich, wenn du es besonders glatt magst. Zum Abschluss spülst du die Reste von Bartstoppeln und Rasierschaum mit kaltem Wasser aus deinem Gesicht.
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Nach der Rasur kommen Tonic, Balsam und Bartöl.
Erst ein gutes Pflegetonic, danach ein After Shave Produkt wie ein After Shave Balsam, zum Schluss das Bartöl. Die ersten beiden gehören auf die frisch rasierte Haut, das Öl in den Bart. Spar hier nicht an der falschen Stelle, denn was nützt dir der gepflegteste Bart, wenn die Haut daneben gereizt ist?
Bartöl ist der Dritte im Bunde der Pflegekette, über die sich dein Bart nach der Konturenrasur so richtig freut. Es macht die Barthaare weich und geschmeidig, verleiht ihnen einen verführerischen Duft und lässt deinen Bart funkeln, als würde die Sonne aus einem Meer von Diamanten reflektiert. Ohne Bartöl geht beim Bart eigentlich gar nichts.
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Zum Schluss kommen Pomade, Bürste, Kamm und die Zwirbelhilfe.
Verteile eine mandelgroße Menge Bartpomade in deinen Händen, verreibe sie und bring sie gleichmäßig in den Bart ein, dann bürstest du nach und kämmst zum Schluss alles auf. Mit zunehmender Länge der Barthaare wird es schwieriger, dem Bart im Ganzen Form und Halt zu verleihen, hier zahlt sich die Pomade aus. Die Bürste verteilt Öl und Pomade am besten, der Kamm lockert auf und gibt Struktur.
War da nicht noch etwas? Genau, der Schnauz unter der Nase will manchmal nicht so richtig. Für ihn greifst du zur ultimativen Zwirbelhilfe, der Bartwichse. Die Rundung dreht sich in die gewünschte Richtung und bleibt auch so, die Spitzen der Enden bleiben spitz. Nimm dir die Zeit am Morgen, dann begegnest du nach noch nicht einmal einer Viertelstunde einem neuen Tag.
Ein Vollbart lebt von täglicher Zuwendung.
Je mehr Bart, desto mehr Pflege: Öl bis auf die Haut, Balsam für die Form, Kamm und Bürste für den Fall der Haare. Alles dafür steht in unserer Bartpflege für Vollbärte bereit.
Dein Vollbart wächst in alle Richtungen und du bekommst ihn nicht gebändigt? Schreib uns, wir kennen das Problem und ein paar Lösungen. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.
Das fragen uns Bartträger zum Vollbart am häufigsten.
Wie pflege ich einen Vollbart?
Wasch ihn täglich, dann bleibt er sauber und riecht gut. Rasier die Konturen an Hals und Wangen nach, damit die Form klar bleibt, und trimme die Länge regelmäßig zurecht. Danach arbeitest du Bartöl oder Bartbalsam ein, das bändigt abstehende Haare und hält die Haut darunter geschmeidig. Zum Schluss alles in Form bürsten, fertig.
Wie lange dauert es, einen Vollbart wachsen zu lassen?
Je nach Bartwuchs dauert es mindestens vier bis fünf Wochen, bis du deine Gesichtstracht Vollbart nennen darfst. Für mehr Länge und Fülle rechnest du eher in Monaten. In der Zwischenzeit stehen Haare wild ab, es juckt, und du entdeckst Lücken, wo keine sein sollten. Das gehört dazu: einfach nicht rasieren und durchhalten.
Welche Produkte brauche ich für die Vollbartpflege?
Viel ist es nicht. Ein mildes Bartshampoo für die Wäsche, Bartöl für Geschmeidigkeit und Bartbalsam zum Bändigen bilden die Basis. Dazu eine Bürste oder ein Kamm, um alles in Form zu bringen, und eine Schere oder ein Trimmer für Länge und Konturen. Wenn du den Oberlippenbart zwirbeln willst, kommt noch Bartwichse dazu.
Hilft Bartöl gegen Juckreiz?
Ja, in der Juck-Phase tut Bartöl spürbar gut. Es pflegt vor allem die Haut unter dem Bart, die beim Wachsen gern trocken wird und dann spannt und kratzt. Massier morgens und abends ein paar Tropfen ein, bis hinunter zur Haut. Nebenbei duftet es gut und macht dir die Wartezeit ein Stück angenehmer.
Wie oft sollte ich den Vollbart pflegen?
Täglich, das ist bei einem Vollbart kein Luxus. Waschen kannst du ihn jeden Morgen mit lauwarmem Wasser, Bartshampoo oder Bartseife nutzt du ein- bis zweimal pro Woche. Bartöl und Bürste gehören in die tägliche Routine. Die Konturen rasierst du nach, sobald sie ausfransen, dann bleibt der Aufwand jedes Mal überschaubar.
Wie bereite ich die Konturenrasur richtig vor?
Wasch deinen Bart zuerst gründlich mit einem milden Shampoo, damit Reste von Pomade, Wichse, Schweiß und Haut verschwinden. Sonst weichen deine Barthaare schlechter ein. Danach legst du ein heißes, ausgewrungenes Handtuch für ein paar Minuten auf die betreffenden Partien, damit die Stoppeln weich werden. Empfindliche Haut freut sich zusätzlich über etwas Rasieröl.
Wie bekomme ich einen richtig sahnigen Rasierschaum hin?
Mach den Pinsel mit warmem Wasser gut nass und schlag den größten Teil davon wieder aus. Gib einen Schuss heißes Wasser auf die Rasierseife und verrühre sie ohne großen Druck mit gleichmäßig kreisenden Bewegungen. Fertig ist er, wenn die Pinselspitzen gut eingeseift sind und der Schaum warm und sahnig wirkt. Dann verteilst du ihn auf Wangen und Hals.
Wie lange muss der Rasierschaum einwirken?
Gib ihm etwa drei Minuten. In dieser Zeit arbeiten Wärme, Feuchtigkeit und die alkalische Seife gemeinsam am Barthaar, danach lässt es sich sauber abschneiden. Die Wartezeit nutzt du sinnvoll, indem du dein Rasiermesser abziehst. Wer an dieser Stelle hetzt, merkt das später an der Haut und an der eigenen Laune.