300 Jahre nach Blackbeard.

Edward Thatch, auch bekannt als Captain Blackbeard

Edward Thatch, auch bekannt als Captain Blackbeard.

Egal ob Filme, Romane oder auch in Videospielen, die visuelle Assoziation des Wortes Pirat wurde maßgeblich durch die Figur des Freibeuters Blackbeard geprägt. Seine Erscheinung soll groß und schlank gewesen sein und der wilde, lange und vor allem schwarze Bart stellte offensichtlich die Inspiration für seine Namensgebung.

Auch wir haben uns von diesem Namen begeistern lassen und so wurden wir im übertragenen Sinne zu seiner Crew. Naja, nicht für das Leben als Dieb und Schmuggler auf hoher See. Viel mehr wegen seines Bartes, der über seinen Tod hinaus für seine Außenwirkung bekannt blieb. Und dieser war vor nun über 300 Jahren. Lass uns dir ein wenig über die Person erzählen, der wir unseren Namen zu verdanken haben.


Über seine Herkunft ist nicht viel bekannt.

Wo er geboren wurde, ist auf keinem Dokument festgehalten, sein Alter entsprechend schwer zu belegen. Nur ein Jahr vor seinem Tod wurde er das erste Mal namentlich und schriftlich erwähnt. Aus verschiedenen Quellen lassen sich gewisse Zusammenhänge erschließen. Etwa, dass er vermutlich um die 37 Jahre alt war als er starb. Oder, dass er Engländer war und zunächst mit königlicher Erlaubnis während des spanischen Erbfolgekrieges feindliche Schiffe sozusagen legal kaperte. Diese Erlaubnis verfiel 1714, allerdings war Edward Thatch scheinbar nicht der Einzige, der sich in dieser Zeit auch weiterhin mit dem Kaper-Geschäft befasste.


Blackbeard. Innerhalb kürzester Zeit machte er sich einen Namen.

Nun gut, er war zu dieser Zeit mutmaßlich noch als Matrose auf seinem jamaikanischen Schiff. Dieses wurde allerdings nun von dem Freibeuter Benjamin Hornigold geführt. Die Karriere als Pirat nahm an Fahrt auf und bald unterstellte Hornigold Edward eine eigene Mannschaft. Mit dieser Crew versetzte Blackbeard zunächst innerhalb von nur drei Wochen die Häfen von Chesapeake Bay, Philadelphia und New York in Angst und Schrecken.

Weit mehr als 10 Schiffe soll er erbeutet haben und wurde somit in kürzester Zeit einer der bekanntesten und gefürchtetsten Piraten aller Zeiten. Der nächste Schritt war die La Concorde im Jahr 1717. Klingelt es bei diesem Namen? Nein? Vielleicht bei Queen Anne’s Revenge. Denn so nannte der Kapitän mit dem langen schwarzen Bart sein Schiff. Und wir nannten unser erstes eigenes Rasiermesser entsprechend auch Queen Anne’s Revenge.


Fassen ließ er sich nicht.

Gewieft und kühl berechnend, fand Edward Thatch mit seiner Beute und den Schiffen Zuflucht in der britischen Kolonie Carolina, wo er den Gouvernour von North Carolina bestach und sich so den Konsequenzen seines Handelns entzog. Jedoch war diese Zuflucht nur temporär. Der zu dieser Zeit schon bekannte und gefürchtete Pirat soll sich schon nach wenigen Woche wieder auf den Weg zu neuen Raubzügen gemacht haben.

Bis zum Mai im Jahre 1718 als er mit der Belagerung des Hafens von Charleston die Aufmerksamkeit des Governours Alexander Spotswood von Virginia auf sich zog. Obwohl der schwarzbärtige Piratenkapitän weitestgehend ohne Gewaltanwendung vorging und seine Geiseln „nur“ gegen Medizin und Laudanum tauschte, veranlasste er damit, dass Spotswood zwei Kriegsschiffe unter dem Kommando von Robert Maynard entsandte um Thatch endlich zu stoppen.


Das Manöver wurde Blackbeard zum Verhängnis.

Seine Crew hatte laut zeitgenössischen Quellen selten bis gar keine Kanonen abgefeuert und überfielen zu dieser Zeit bevorzugt kleinere unbewaffnete Schiffe. Es wurden also zwei kleine Handelsschiffe mit falschen Namen versehen, unter Deck 56 Mann versteckt und Thatch aufgelauert. Als dessen Flotte in die Falle tappte und nach einem kurzen Seegefecht die vermeintlich bezwungenen Schiffe enterte, gab Maynard Überzahl und hatten das Überraschungsmoment auf ihrer Seite. Kein Wunder, dass dieser Kampf schlecht für Edward Thatch ausging.

Überlieferungen besagen, dass er seinen Wunden an Deck noch erlag und sein Kopf wie eine Trophäe am Bugspriet von Maynards Schiff aufgehängt wurde. Einige Quellen behaupteten auch, dass er nach seiner Enthauptung aufrecht stehen blieb und sein Körper noch einige Zeit weiterschwamm nachdem er ins Wasser geworfen wurde. Wie viel Wahrheit hier in den Erzählungen liegt, ist allerdings fraglich. Jedenfalls starb Edward Thatch a.k.a. Captain Blackbeard am 22. November 1718 und das ist nun schon über 300 Jahre her.


Und noch heute kennt man seinen Namen.

Es ist nicht die ehrenvollste Art in Erinnerung zu bleiben, keine Frage. Auf der anderen Seite: Viele Legenden und Geschichten haben diese Eigenschaft. Wir haben uns jedenfalls einem rechtschaffeneren Ziel verpflichtet als dem Kapern von Schiffen und der Geiselnahme Unschuldiger.

Wir wollen, dass die Welt schönere Bärte und akkuratere Rasuren bekommt. Und so tragen wir stolz 300 Jahre nach Blackbeards Tod seinen Spitznamen in die Welt und entern Badezimmer mit unserer Pflege, während unsere Rasiermesser mächtige Bärte umsegeln und schön konturiert halten. Dieses Erbe wollen wir einmal weitergeben, wenn wir letztendlich hinter dem Horizont verschwinden.

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