Wie wasche ich mein Tattoo?

So wäschst du dein Tattoo richtig.

So wäschst du dein Tattoo.

Ja, ja, ja Badetag, das ist ein schöner Tag… Bald darfst du wieder baden. Nur am Tag, an dem dir dein Tattoo gestochen wurde und eine Zeit lang danach solltest du lieber kurz unter die Dusche statt lange in die Badewanne.

Das Tätowieren tat doch weh.

Selbst Stunden bis einige Tage danach können die Schmerzen der vielen Nadelstiche nachklingen. Trotz Schmerz ist jetzt gründliche Wäsche angesagt. Habe keine Angst davor. Alles wird gut. Nicht jeder empfindet Schmerz gleich. Nicht an jeder Stelle schmerzt es gleich. Aber die meisten werden wohl die vielen Stiche unter die Haut und die Wunde, die sie hervorrufen, mehr oder minder lange und deutlich spüren. Du bist stolz, es durchgezogen zu haben.

Aber du leidest ein wenig unter dem Schmerz und hast vielleicht Angst vor dem, was jetzt ansteht. Die Erstversorgung des frischen Tattoos. Aber da musst du nun durch. Und da kommst du durch. Denn das Schlimmste war das Stechen. Der Tätowierer hat dir eine Anleitung mitgegeben, wie du nun vorgehen musst, damit dein Kunstwerk bald ein Vorzeigestück ist und dies möglichst lange sein wird.

Selbst wenn du Bammel hast vor dem Abnehmen der Schutzfolie und der Wäsche deines frischen Tattoos – tu es wie empfohlen und zögere es nicht hinaus. Du wirst es überleben. Es ist entscheidend für die Wundheilung und das spätere Aussehen deines Tattoos, dass du die Wunde von Anfang an richtig behandelst. Vor allem die Wäsche in den ersten Tagen und Wochen ist wichtig. Auf diese gehen wir hier ein.

Überwinde dich. Du schaffst die erste Wäsche. Sie geht ganz einfach.

Du hast die schmerzhafte Tätowierung überstanden, deine nächsten Schritte werden bei Weitem nicht so schlimm sein, wie du es dir im Geiste vorstellst. Der Tätowierer hat dir sicher einen Verband oder eine Folie auf die frisch gestochene Haut getan. Lass diesen Schutz bitte ungefähr zwei bis vier Stunden drauf. Er hält in der akutesten Phase Schmutz und Keime fern.

Nach dieser Zeit muss dann jedoch Luft ran und vor allem musst du nun zum ersten Mal die Wunde waschen. Also einatmen, vorsichtig ab mit der Folie und vorsichtig ran mit sauberem Wasser. Die Wunde sondert Sekrete ab, das ist völlig normal. Du wirst ein klebriges Gemisch aus Blut, Farbe und Vaseline vorfinden. Das musst du behutsam mit kühlem bis lauwarmem Wasser entfernen. Du kannst dazu milde pH neutrale Seife aus der Apotheke oder ein spezielles Tattoo Reinigungsgel verwenden, die / das du in den Händen aufschäumst.

Den Schaum trägst du in drucklosen kreisenden Bewegungen auf der ganzen Wunde auf und spülst ihn gründlich unter fließendem Wasser ab. Mache das zügig und mit weichem seitlichem Wasserstrahl. Tupfe die durch Sekret, Vaseline, Folie und Wasser aufgeweichte Wunde mit einem fusselfreien, sauberen Tuch behutsam trocken und lasse sie etwa zwei Stunden an der Luft atmen und trocknen, bevor du sie erstmals eincremst.

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So geht’s weiter mit dem Waschen. Waschfrequenz, Dos und Donts.

Mit einmal Waschen ist es natürlich nicht getan. Aber du hast die erste Hürde mutig genommen. Und weißt jetzt, dass das Waschen überlebbar ist. Auch wenn bei dir samstags Badetag sein sollte, dein Tattoo möchte a) nicht gebadet und b) nicht nur samstags gereinigt werden. Die ersten zwei bis drei Wochen vermeidest du besser durchweichende Bäder und duschst dein Tattoo – wo auch immer es sich befinden mag – wie oben beschrieben ab. Über die Waschfrequenz ist man sich auch in Fachkreisen uneins. Manche sagen, alle vier Stunden, andere hingegen zweimal am Tag.

Da die meisten arbeiten, ist zweimal am Tag ein realistisches Ziel. Ist gerade Wochenende nach dem Tätowieren, dusche es ruhig drei- bis viermal ab. Danach kannst du übergehen auf zweimal am Tag. Aber das musst du während der gesamten Abheilungsphase dann mindestens einhalten. Die Wunde muss so oft gesäubert werden, damit keine Infektionen entstehen. Selbstredend musst du absolut hygienisch vorgehen. Lasse nur reines kühles Wasser, ein mildes pH neutrales Waschprodukt, ein sauberes fusselfreies Tuch und saubere Kleidung ran.

Lasse die Wunde in Ruhe, kratze nicht, fiesle auf keinen Fall auch nur im Geringsten an ihr herum, überlasse es dem Wundschorf, von selbst abzugehen. Sehr förderlich ist sanftes Eincremen, mindestens nach jeder Wäsche oder mehrmals, immer, sobald die Wunde trocken ist. Eine dünne Schicht Wundcreme mit Panthenol aus der Apotheke oder spezielle Tattoo-Creme beruhigt, verhindert Austrocknung und schützt vor Infektionen.

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Wasser ist nicht gleich Wasser. Meide unreines Wasser, Schwitzwasser und Sonnenbäder.

Mindestens zwei Wochen oder besser, solange dein Tattoo im Heilungsprozess ist, solltest du „ungünstiges“ Wasser meiden. Baden in der Wanne ist ungünstig, weil durch langes Sitzen im warmen Wasser die Wunde durchweicht. Aber auch Schwimmen im Meer oder Schwimmbecken der öffentlichen Badeanstalt ist ungünstig, selbst wenn du nur kurz reingehst. Denn hier tummeln sich trotz Salz oder Chlor alle möglichen Keime. Schon mal darüber nachgedacht, wie viele Menschen und Hunde da mindestens hineinpinkeln, wenn nicht sogar noch mehr darin hinterlassen?

Meide ebenfalls Sauna, Dampfbad, Sport, Solarium und direkte Sonne. Denn durch Schwitzwasser weicht deine Haut auch auf. Zudem sind im Schweiß Bakterien, die zu Infektionen führen können. Das heißt, dass alles, was Schweiß treibt, in der Phase der Regeneration deiner verwundeten Haut kontraproduktiv ist. Ein längeres Bad in der Sonne blasst nicht nur die frischen Farben aus, sondern kann bei deiner aktuell wunden, dünnen Haut schnell einen Sonnenbrand hervorrufen, der sich gewaschen hat, und auch deiner Gesundheit richtig schaden. UV Strahlen können durch chemische und physikalische Prozesse bestimmte Farben in krebserregende Stoffe verwandeln.

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Wasche auch deine Wäsche. Lass nur sauberem Stoff an dein gesäubertes Tattoo.

Was wir oft nicht bedenken ist, dass auch unsere Klamotten potentielle Träger von Bakterien, Viren, Pilzen und sonstigen Keimen sind. Dein Tattoo wäschst du umsichtig, aber was ist mit deiner Kleidung? Auch die sollte sauber gewaschen sein. Damit sie keimfrei ist, sollte sie mindestens bei einer Temperatur von 60 Grad gewaschen werden. Geht das nicht, weil der Stoff nur niedrige Temperaturen verträgt, kannst du eine kurze Zeit lang einen Hygienespüler verwenden, der auch bei niedrigen Temperaturen für Keimfreiheit sorgt. Bahnhof? Frag Mutti :-{)

Dein noch wundes Tattoo ist empfindlich und kann sich leicht entzünden. Saubere Wäsche ist also ein Muss. Bewährt hat sich Kleidung aus Baumwolle, denn diese kann Wundsekrete gut aufnehmen, ist in der Regel fusselfrei und lässt sich meist auf 60 Grad waschen. Trage im Übrigen keine enge Kleidung, die scheuern und das Tattoo reizen könnte. Vielleicht geht es ja, dass du das Tattoo unbedeckt lässt. Falls nicht, ist es die ersten zwei bis drei Tage ratsam, die noch nässende Wunde mit einer Folie zu schützen, damit die Kleidung nicht anklebt. Sobald du die Folie abnimmst, musst du das Tattoo wie beschrieben waschen und cremen. Das Procedere lohnt sich. Visualisiere die Zeit, in der dein Tattoo bewundert wird, weil es wunderschön geworden ist.

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Horror festgeklebte Kleidung. Don’t panic. Wasser hilft auch hier. Und Folie.

Solange dein Tattoo nässt, kann Kleidung an ihm festkleben. Deshalb unser Rat, es nach der Wäsche vorsichtig trocken zu tupfen, es möglichst an der Luft trocknen zu lassen, dann eine feine Schicht möglichst natürliche Wundcreme mit Panthenol drauf zu geben und die ersten zwei, drei Tage eine Folie. Danach dürfte sich schützender Wundschorf gebildet haben. Wenn Kleidung nötig ist, dann sollte sie weit sein.

Am besten wäre es, keine Kleidung zu tragen. Aber wir sind ja nicht Adam und Eva im Paradies. Sollte es dir passieren, dass Stoff an der frischen Tattoowunde festklebt – bewahre Ruhe. Weiche die Stelle gut mit lauwarmem Wasser ein und ziehe den Stoff dann ganz langsam und behutsam, also nicht mit einem Ratsch, ab. Wasche die Stelle im Anschluss und creme sie ein, wieder wie oben beschrieben. Das ganze Gewasche und Gecreme mag dich als Mann nerven, aber glaube uns, es ist notwendig.

Das spätere Aussehen deines Tattoos hängt entscheidend von der sorgfältigen Behandlung in den ersten Wochen ab. Waschen und insbesondere auch das Cremen danach ist hier ganz und gar nicht unmännlich. Im Gegenteil, es zeugt von deinem männlichen Beschützerinstinkt. Du beschützt etwas Wertvolles. Dein frisch gestochenes Tattoo ist wie ein neugeborenes Baby. Pflege es, dann schreit es nicht.

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Du bist hier bei blackbeards, deinen Freunden nicht nur in Sachen Bart. Wir sind auch für dein Tattoo da.

Wir alle tragen nicht nur Bart, sondern auch bildschöne Tattoos. Sogar unsere Dame im Versand, die Gaby. Mit Bart kann sie nicht aufwarten, aber mit Tattoo an ihrem Bein. Sie liefert dir gerne flotten Beines unsere hervorragenden Tattoo Pflegeprodukte. Bestelle am besten vor deinem Termin beim Tätowierer, damit du taggleich mit der Pflege loslegen kannst.

Es ist nur eine kurze Zeit, die du intensiv waschen und cremen musst. Nach spätestens vier Wochen wirst du ein strahlendes Tattoo haben. Kommt dir etwas komisch vor oder hast nach vier Wochen noch Probleme, gehe bitte zum deinem Tätowierer oder Hautarzt.

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