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Wie wende ich Duschgel optimal an?

Mike Seebauer |

Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026

Es riecht so fantastisch, es fühlt sich so cremig auf der Haut an. Also nimmst du mehr als reichlich des guten Duschgels. Was leider suboptimal ist.

Wie sagte es der deutsche Aphoristiker Werner Mitsch einst? „Weniger ist oft mehr. Und oft ist oft zu oft.“ Auf Duschgel und Duschen trifft das auf jeden Fall zu. Wie du unter der Dusche mit Duschgel umgehst, ohne deine Haut auszutrocknen? Hierzu unser erfrischend kurzer Ratgeber.


So wendest du Duschgel an: auswählen, trocken lagern, sparsam dosieren.

Früher, also vor der Zentralheizung, war einmal die Woche Badetag. Heute ist bei vielen sieben Mal die Woche Duschtag. Manche duschen sogar zweimal täglich. So angenehm duschen ist, es kann mit der Zeit unangenehm werden für deine Haut. Wenn du das falsche Duschgel verwendest, wenn du es falsch lagerst oder aber falsch anwendest. Hier unsere Drei-Punkte-Anleitung.

Die Auswahl deines Duschgels.

Die Anwendung beginnt bereits bei der Auswahl deines Duschgels. Rubbelst du gerne, legst Wert auf weitgehend natürliche Inhaltsstoffe und Umweltfreundlichkeit, dürfte dir ein festes Duschnugget besser gefallen als ein flüssiges Gel. Es gibt auch einige flüssige Varianten, die überwiegend natürliche Inhaltsstoffe haben, aber feste Stücke toppen sie darin.

Sie sind hochkonzentriert, von daher bis zu dreimal ergiebiger. Suche dir eins aus, das deinem Hauttyp guttut. Manche konventionellen Varianten sollen die Haut mit der Zeit austrocknen. Hast du fettige oder robuste Haut, ist das weniger ein Problem. Bei sensibler und problematischer Haut solltest du jedoch besser zu einem möglichst chemiefreien Produkt greifen.


Die Aufbewahrung. Ja, mit Duschnuggets kommt diese Frage auf.

Dein Flüssiggel stellst du wie gewohnt einfach in der Dusche ab. Achte aber darauf, dass der Deckel zu ist, sonst verpufft der Duft und es können Keime eindringen. Anders ist es mit den festen Duschstücken. Ein Seifensäckchen oder eine Seifenschale mit gelöchertem oder geriffeltem Abtropfboden gehören unter dein Duschstück. In beidem kann das Duschstück gut trocknen, nachdem du es zuvor gereinigt hast.

Legst du es einfach samt Haaren und Schmutz auf den Duschwannenrand, wird es erstens unansehnlich, vermehren sich zweitens Keime und klebt es drittens an, so dass beim „Abreißen“ einiges davon verloren geht. Steckst du es in ein Seifensäckchen aus Sisal, kannst du auch den letzten Rest verwenden, ohne dass er dir davon schwappt und du kannst sogar deine Haut damit sanft peelen.


Die tatsächliche Anwendung deines Duschgels.

Jetzt geht’s ans Genießen des guten Dufts und des cremigen Schaums. Lass kurz Wasser über deinen Körper laufen. Quetsche dann nur eine kleine Menge aus der Tube oder rubble ein paar Mal kräftig am angefeuchteten Nugget. Übertreibe es nicht. Du hast gelernt: Weniger ist Mehr. Du solltest nämlich nur die entscheidenden Stellen, Achseln, Intimbereich, Füße und Hände täglich einschäumen, und das obendrein sparsam, etwa eine erbsengroße Menge vom Gel pro Bereich reicht.

Den Rest des Körpers erfrischst du nur mit Wasser und lediglich ein- bis zweimal die Woche mit Duschgel. Auch wenn es Kombiprodukte gibt, wie etwa Shampoo & Duschnuggets, solltest du dir ein eigenes Shampoo für die Haare zulegen, wenn deine Körperhaut vom Typ ganz anders ist als deine Kopfhaut. Achte zudem auf eine angenehme, lauwarme Wassertemperatur. Heißes Wasser trocknet genauso wie zu viel Duschgel deine Haut mit der Zeit aus. Ab und an, wenn es fürchterlich kalt ist, kurz heiß aufdrehen, ist okay. Aber tu das nicht regelmäßig und minutenlang.


Weniger Duschgel, mehr Wohlgefühl.

Merke dir drei Punkte: das passende Produkt für deinen Hauttyp wählen, es trocken und gut verschlossen aufbewahren, sparsam anwenden. Achseln, Füße, Hände und Intimbereich reichen täglich, der Rest deines Körpers freut sich ein- bis zweimal die Woche über Schaum. Halte das Wasser dabei lauwarm statt kochend heiß, dann bleibt deine Haut auch nach dem Duschen entspannt.


Sparsam duschen macht mit dem passenden Gel mehr Freude.

Ein gutes Duschgel brauchst du nur in kleiner Menge, dafür darf es dann etwas Besonderes sein. Sieh dich in unserer Körperpflege um, dort stehen Duschgels und Stückseifen mit Duftnoten, die dich morgens wach machen.

Du weißt nicht, ob Duschgel oder Stückseife besser zu dir passt? Sag uns, wie du duschst, dann sagen wir dir, wozu wir greifen würden. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.


Das fragen uns Körperkultivierte zu Duschgel und Seife am häufigsten.

Ist Stückseife eine Alternative zum Duschgel?

Ja, eine gute rückfettende Stückseife ersetzt dein Duschgel problemlos. Sie kommt meist ohne Plastikflasche aus, hält lange und liegt griffbereit in der Dusche. Wichtig ist nur, dass sie mild ist und deiner Haut nicht das letzte Fett wegnimmt. Wenn sich deine Haut danach spannt wie ein Trommelfell, war es das falsche Stück.


Trocknet Seife die Haut aus?

Eine schlechte Seife kann das durchaus, sie zieht der Haut das Fett weg und hinterlässt dieses spannende Gefühl. Eine gute, rückfettende und handgesiedete Seife macht das Gegenteil, sie reinigt und pflegt dabei. Der Unterschied liegt in den verwendeten Fetten und Ölen, nicht in der festen Form an sich. Spannt deine Haut nach dem Waschen, wechsle das Stück.


Warum kostet gute Seife mehr als das Stück aus dem Regal?

Weil natürliche Rohstoffe und sorgfältige Herstellung ihren Preis haben. Lange war Seife ein Luxusgut, bis die industrielle Fertigung sie massenweise und mit synthetischen Zutaten billig machte. Wer heute auf nachhaltige Zutaten setzt, zahlt dafür wieder etwas mehr. Dafür beginnt dein Morgen mit etwas, das du gerne riechst und anfasst.


Brauche ich einen Conditioner?

Wenn dein Haar länger oder eher trocken ist, lohnt er sich. Der Conditioner legt sich nach dem Shampoo um die Haare, macht sie geschmeidig und du kämmst dich ohne Gezerre. Bei sehr kurzem Haar kannst du ihn dir sparen. Probier ihn einfach ein paar Wochen aus, dein Kamm sagt dir schnell, ob er nötig ist.


Wie oft sollte ich ein Peeling machen?

Ein bis zwei Mal pro Woche reicht völlig, um lose Hautschüppchen sanft loszuwerden. Häufiger reizt du die Haut, statt sie zu pflegen, und dann hast du nichts gewonnen. Arbeite mit wenig Druck, die Arbeit erledigt das Peeling und nicht deine Kraft. Danach gehört eine Creme drauf, weil die frisch gepeelte Haut sie gut aufnimmt.


Wie mache ich aus meiner Morgenroutine mehr als eine Pflichtübung?

Indem du sie als Zeit für dich behandelst statt als lästiges Muss. Wer sich morgens mit drittklassigen und längst überholten Utensilien herrichtet, startet meist auch mit entsprechender Laune. Geh deine Wasch- und Pflegekette einmal in Ruhe durch und wirf raus, was dir keine Freude macht. Das merken danach auch die anderen an dir.


Wie oft sollte ich meine Zahnpasta wechseln?

Öfter, als die meisten es tun, denn viele bleiben ein Leben lang bei derselben Sorte. Die Zahnbürste tauschen wir regelmäßig, die Paste dagegen fast nie. Dabei lohnt es sich, ab und zu die Inhaltsstoffe zu vergleichen und zu schauen, was inzwischen im Regal steht. Achte darauf, was zu deinem Gesundheits- und Umweltbewusstsein passt.


Worauf achte ich bei einem guten Duschgel?

Schau auf die Zutatenliste statt auf die Vorderseite. Milde Zucker-Tenside sind angenehmer zur Haut als scharfe Standardreiniger, und pflegende pflanzliche Öle, Buttern oder Wachse tun ihr gut. Auf Parabene, Silikone sowie künstliche Duft- und Farbstoffe kannst du in aller Regel verzichten. Je kürzer und verständlicher die Liste, desto leichter fällt die Entscheidung.


Welche Vorteile bietet Duschgel?

Duschgel ist praktisch: gut dosierbar, schnell aufgeschäumt und angenehm auf der Haut. Weil sich fast alles hineinmischen lässt, findest du für jeden Hauttyp eine passende Rezeptur, von mild und rückfettend bis erfrischend. Es liegt griffbereit in der Dusche und flutscht dir nicht davon wie ein nasses Stück Seife. Entscheidend bleibt aber, was drin ist.


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