Zero Waste. Was wir wissen. Und was nicht.

Zero Waste. Was heißt das? Jedenfalls nicht Null Taille.

Zero Waste. Nicht zu verwechseln mit Zero Waist. Wir und ein paar unserer Freunde waren neulich fein dinieren. So fein, dass es da schön gefaltete Servietten gab – aus Stoff. Nicht aus Paper. Als ich meinte, dass ich das gut finde, weil es zur aufkommenden Zero Waste Philosophie passt, erwiderte mein Tischnachbar prompt, er habe schon immer Null Taille. Du verstehst? Da wir ja beim Essen waren, passte Waist ebenso wie Waste. Tobias ist gertenschlank und gerade gebaut, hat also Null Taille, Zero Waist. Wir mussten natürlich alle lachen.

Aber uns wurde bewusst, dass eben nicht jeder sofort versteht, um was genau es geht. Nun, lange Rede kurzer Sinn. Uns geht es um Null Müll, Zero Waste. Wir haben beim Dinner unsere Taillen geformt, aber auch unseren Geist geschärft. Uns fielen viele Möglichkeiten ein, wie wir Müll einsparen könnten. Gleichzeitig wurde uns klar, dass wir uns bisher kaum Gedanken darum machten, was mit all den Umverpackungen passiert und wie sehr unsere Umwelt Schaden nimmt. Es musste erst soweit kommen, dass unsere Meere im Plastik versinken.

Doch hinter dem Begriff Zero Waste steckt mehr. Es geht um alles, was weggeworfen wird, auch Papier und Lebensmittel beispielsweise. Und ebenso um die Verschwendung von endlichen Ressourcen unserer Erde. Waste heißt nicht nur Müll, sondern auch Verschwendung. Mein Team und ich sind jetzt dabei, unsere Produktpalette unter die Lupe zu nehmen. Einige Zero Waste und Less Waste Produkte haben wir schon. Wir werden das weiter ausbauen.


Wenn’s dir auch stinkt… Deodoriere dich nachhaltig.

Wir schwitzen viel. Wir wollen jedoch nicht stinken. Wenn dir das mit dem Müll inzwischen auch stinkt, kannst du dich neuerdings nachhaltig gegen Schweißgeruch oder Schweißentstehung wappnen. Es gibt eine neue Generation von Deodorants und Antitranspirants. Unterstütze die Hersteller, die den Zeitgeist und die Dringlichkeit erkannt haben und innovative Produkte entwickeln. Lege dir also ein Deo dieser Generation zu.

Eines, das dich selbst schützt, weil es ohne gesundheitlich kritische Inhaltsstoffe wirkt, also ohne Aluminium, Chemikalien und Alkohol. Eines, das die Tiere schützt, weil es sowohl zu 100 Prozent vegan ist, als auch ohne Tierversuche auskommt. Eines, das unsere Ressourcen und unser Klima schützt, weil es aus nachhaltigen Inhaltsstoffen besteht und ohne Treibmittel auskommt. Du drückst die Deocreme einfach aus der lange ergiebigen Tube, und zwar aus einer, die umweltfreundlich aus Zuckerrohr hergestellt, in einen biologisch abbaubaren Karton gesteckt und sogar kohlendioxidneutral versandt wird.


Hydrophil zu sauberen Zähnen. Griechisches aus Deutschland.

Auch andere Länder haben Wörter, die wir nicht verstehen. Griechenland zum Beispiel. Doch wer gerne in der Ägäis badet, sollte diesen Teil des Mittelmeers, das vom griechischen Festland begrenzt wird, sauber halten. Wenn du dir umweltfreundlich die Achseln erfrischst, kannst du dir auch wasserfreundlich die Zähne putzen. Das Wort hydrophil haben wir nämlich nicht aus der Luft gegriffen. Denn es gibt tatsächlich neuerdings eine Zahnbürste, die so heißt.

Bei der Marke Hydrophil ist Nomen Omen. Wir lösen mal das Rätsel auf. Wir sind schließlich homophil. Grins. Das Wort hydrophil kommt aus dem Griechischen und bedeutet wasserliebend. Wenn du das Wasser in der griechischen Ägäis liebst, hältst du es sauber. Natürlich nicht nur dieses, sondern alle Gewässer der Erde. Wie hältst du es wegen dieser Zahnbürste sauber? Na, sie ist frei von Plastik, frei von Petrochemie und zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Der Griff wird aus Bambus gewonnen, der schnell nachwächst. Die Borsten sind aus Rizinusöl und damit nebenher vegan. Obendrein ist die ganze Zahnbürste ein Fair Trade Produkt.

Ein Gewinn für alle also wieder. Für dich, weil du deine Zähne damit schonend sauber bürstest. Für die Tiere, weil sie keine Borsten lassen müssen. Für die Umwelt, weil sie keinen Müll abbekommt und keine endlichen Ressourcen verliert. Eine deutsche Marke für die griechische Ägäis und sonstige Meere. Die Erfinder stammen übrigens aus Hamburg, sind also mit dem Wasser nah verbunden.


Ohne Plastik duschen. Rubble wieder die gute alte Stückseife.

Stehen bei dir auch so viele Plastikflaschen im Bad? Shampoo, Spülung, Bodylotion und so weiter, alles in Tuben und Flaschen aus Plastik. Natürlich quetschen wir auch das Duschgel aus der Plastikflasche. Wir sind Kinder der Convenience Generation. Schnell muss es gehen. Wir essen Fast und Convenience Food, das wir in Plastik verpackt in die Mikrowelle schieben. Doch mittlerweile gibt es die Slow Food Bewegung. Immerhin einige wollen zurück zur gesunden Ernährung und zum langsamen Essen. Wir denken grad wieder an Tobias und seine Hüfte. Fast Food fördert nicht nur Müllberge, sondern auch Hüftgold, also Waste und Waist.

Glücklicherweise können wir im Badezimmer leicht zurück zu Zero Waste und Langsamkeit. Es gibt sie nämlich noch und glücklicherweise ist sie verstärkt wieder präsent. Die Stückseife, die schon unsere Großväter so männlich markant duften ließ. Sie kommt nicht nur äußerlich plastikfrei sondern auch innerlich ohne Mikroplastik sowie ohne jedwede Ressourcen verschwendende und schädliche Chemie in ihrer Rezeptur aus. Denn sie ist entweder gar nicht verpackt oder steckt allenfalls in einer Umverpackung aus Karton, der aus Bäumen verantwortungsbewusst bewirtschafteter Wälder gewonnen wird, so dass diese langfristig erhalten bleiben.

Denn sie besteht aus natürlichen veganen Inhaltsstoffen aus nachhaltigem Anbau. Und wir finden, dass Rubbeln an einem duftenden Stück Seife Spaß macht. Übrigens gibt es auch natürliche Haarseifen verpackungsfrei oder verpackungsarm sowie alle möglichen Körperpflegeartikel in Glastiegeln. Nicht alles geht heute schon ohne Müll, aber doch mit klügerem oder weniger Müll, also mit Less Waste.


Dank Rasierhobel mehr Glätte und Stil. Aber weniger Plastikmüll.

Hast du schon darüber nachgedacht, dass du mit Weniger Mehr erreichen könntest? Auch beim Rasieren beweisen wir uns als eine unübertreffliche Convenience Generation. So glatt, so gründlich, so gründlich, so glatt, weil der G2 zwei Schneiden hat. Wäre es nur bei zwei Schneiden geblieben. Dann hätten wir mehr Meer, weil weniger Plastik drin schwimmen würde. Stattdessen haben wir mehr Klingen. Im Mehrklingen-Systemrasierer. Bis zu sechs sind es heute, plastikreich eingebettet in jeder Menge Pipapo für eine sichere Rasur.

Gut, wir waren eine Zeit lang auch begeistert. Aber… Mittlerweile finden wir sie langweilig, wollen mehr Herausforderung beim Rasieren, selbst den Winkel herausfinden, den Druck steuern und so fort. Wir wollen aber auch weniger Müll und realisieren, dass das Mehr an Klingen die Weltmeere mit Plastik zumüllt. Denn nach wenigen Rasuren muss man ja den ganzen Kopf auswechseln oder bei Einwegrasierern gar das ganze Gerät. Dabei reizen mehrere hintereinander gelagerte Klingen die Haut wohl mehr und rasieren doch weniger gründlich, weil sie wegen der Sicherheitsfeatures nicht so nah an die Haut kommen.

Mehr Gründlichkeit gibt es mit weniger, das heißt, mir nur einer Rasierklinge. Die steckt in einem klassischen Rasierhobel, der ohne viele Drum-Herum-Sicherheits-Verschleißteile ziemlich sicher schneidet und das nahe an der Haut. Ein Rasierhobel heißt schließlich nicht umsonst Sicherheitsrasierer. Er ist ein nachhaltiges Tool, weil er unter Umständen ewig hält und du lediglich eine einzige Rasierklinge nach fünf bis zehn Rasuren wegwirfst, die aber nicht im Meer landet, sondern wiederverwertet werden kann. Schlägst du nun noch deinen Rasierschaum aus einer natürlichen Stückseife im Porzellantiegel selber, statt auf die Dose zu drücken, bringt das ein klares Mehr an Stil und vielleicht bald wieder mehr klares Meer.


Gehe mit blackbeards die ersten Schritte Richtung Nachhaltigkeit.

Du fragst, was die Welt kostet? Wir antworten: einen kleinen Beitrag von jedem von uns. Wenn wir alle so weiter machen wie bisher, bezahlen wir mit unserem Lebensraum. Gut, dass es Menschen und Hersteller gibt, die faire Alternativen anbieten, die uns, den Tieren und der Umwelt gut tun.

Je mehr Menschen zu solchen bereits angebotenen Alternativen wechseln, desto schneller wird sich eine tatsächliche Wirkung einstellen. Wir sehen nur Gewinn im Less oder Zero Waste Lifestyle. „Wir leben in einer Zeit, in der nur noch Verzicht Gewinn bringt.“ Wir schließen mit diesem Zitat von Christel Tegelen-Simon. Weniger ist Mehr. Ein Gewinn für das Meer und die Erde und in Konsequenz für dich und alle.

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