Bartscheren
(0 produkte)Eine Bartschere ist kein Werkzeug, das oft benutzt wird, aber wenn sie gebraucht wird, zählt jede Kleinigkeit. Für die einzelnen Haare, die aus der Reihe tanzen, für die Konturen am Schnurrbart, für die Pflegeschnitte zwischen den Friseurbesuchen. Eine gute Schere liegt ruhig in der Hand, schneidet sauber und hält Jahre, wenn sie nicht zweckentfremdet wird. Wir führen Bartscheren in verschiedenen Größen und Formen, vom kleinen Präzisionswerkzeug für den Schnurrbart bis zur klassischen Länge für die Pflege des gesamten Bartes.
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Bartscheren
Das Werkzeug für den letzten Feinschliff.
Eine Bartschere ist selten der Hauptdarsteller der morgendlichen Pflege. Sie liegt in der Schublade, kommt an den meisten Tagen nicht zum Einsatz, und dann gibt es den einen Moment, in dem sie gebraucht wird. Ein Haar, das länger geworden ist als alle anderen. Ein Schnurrbart, dessen Konturen die Lippe zu erobern versuchen. Eine unebene Stelle am Kinnbart nach einer durchwachsenen Woche. In solchen Momenten zeigt sich der Unterschied zwischen einer gut gewählten Schere und der falschen Alternative aus der Nagelsatz-Schublade.
Warum eine spezielle Bartschere?
Die Frage kommt fast immer dann, wenn jemand zum ersten Mal über die Anschaffung nachdenkt. Braucht man wirklich ein eigenes Werkzeug nur für den Bart, wenn doch eine Nagelschere oder eine Haushaltsschere zur Hand ist? Die kurze Antwort lautet: ja, weil es beim Schneiden auf drei Dinge ankommt, die normale Scheren nicht bieten.
Erstens: die Schärfe. Eine Bartschere ist so geschliffen, dass sie feines Haar sauber durchtrennt, ohne es zu quetschen oder zu spalten. Normale Scheren schneiden gröber, die Haarspitzen fransen aus, und das Ergebnis wirkt nach wenigen Tagen unsauber.
Zweitens: die Klingenform. Gute Bartscheren haben eine leicht gebogene Klinge, die sich der Form des Gesichts anpasst und eine ruhige Führung ermöglicht. Haushaltsscheren sind auf andere Materialien ausgelegt und liegen bei feinen Arbeiten am Gesicht unruhig in der Hand.
Drittens: die Spitze. Bartscheren haben meist eine abgerundete oder stumpfe Spitze, damit das Risiko beim Arbeiten nah an der Haut reduziert wird. Wer morgens noch nicht ganz wach ist und mit spitzen Haushaltsscheren am Schnurrbart hantiert, lernt den Wert einer abgerundeten Spitze oft auf die unangenehme Weise.
Die verschiedenen Größen
Bartscheren unterscheiden sich vor allem in der Klingenlänge, und die Wahl hängt an der Art der Arbeit, die sie tun soll. Kleine Scheren mit Klingen von drei bis vier Zoll sind für Feinarbeit gedacht. Schnurrbart-Konturen, einzelne störende Haare, präzise Korrekturen an der Bartkante. Sie liegen ruhig in der Hand und erlauben millimetergenaues Arbeiten.
Mittlere Scheren mit Klingen von fünf bis sechs Zoll sind das Alltagsformat für die Pflege des gesamten Bartes. Sie schneiden Längenpartien gleichmäßig, eignen sich für die regelmäßige Pflege des Vollbartes und sind das klassische Werkzeug, das der Barbier in der Werkstatt nutzt.
Große Scheren mit sieben Zoll oder mehr sind eher für professionelle Anwendung gedacht. Sie kommen aus dem Frisörhandwerk und sind für die zügige Arbeit an längeren Haaren gemacht. Für den privaten Gebrauch sind sie meist zu groß, weil die Kontrolle über das Schnittergebnis mit der Klingenlänge abnimmt.
Material und Qualität
Der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Bartschere liegt oft verborgen im Material. Rostfreier Edelstahl ist der Standard, aber nicht jeder Edelstahl ist gleich. Hochwertige Scheren werden aus japanischem oder deutschem Präzisionsstahl gefertigt, der feiner geschliffen werden kann und die Schärfe länger hält. Billige Scheren aus asiatischer Massenproduktion nutzen weicheren Stahl, der schnell stumpf wird und sich kaum nachschärfen lässt.
Ein sichtbarer Indikator für Qualität ist die Verarbeitung der Verbindungsstelle zwischen den beiden Klingen. Gute Scheren haben eine einstellbare Schraube, mit der die Spannung nachjustiert werden kann. Billige Modelle sind vernietet, und wenn die Verbindung mit der Zeit locker wird, ist die Schere nicht mehr zu gebrauchen.
Ein weiteres Zeichen: das Gewicht. Eine gute Bartschere hat ein spürbares, aber nicht unangenehmes Gewicht, das ihr Stabilität und Führungsqualität gibt. Zu leichte Scheren fühlen sich beim Schneiden unruhig an, zu schwere ermüden die Hand bei längerer Arbeit.
Die richtige Technik
Ein paar Regeln, die beim Schneiden den Unterschied machen. Immer am trockenen Bart schneiden, nie am feuchten. Feuchtes Haar streckt sich unter dem eigenen Gewicht, wirkt länger, als es tatsächlich ist, und nach dem Trocknen ist der Bart plötzlich kürzer, als geplant.
Bart vor dem Schneiden gründlich durchkämmen, damit alle Haare in ihrer natürlichen Wuchsrichtung liegen. So sieht man echte Längenunterschiede und schneidet nicht zufällig einzelne Haare zu kurz.
In kleinen Schritten arbeiten, nie große Mengen auf einmal. Wer lieber fünf kleine Schnitte macht als einen großen, hat am Ende ein gleichmäßigeres Ergebnis. Der umgekehrte Weg führt oft zu Ecken und Kanten, die sich nur durch weiteres Kürzen ausgleichen lassen, und dann ist der Bart plötzlich deutlich kürzer, als gewollt.
Für Konturen am Schnurrbart die Schere waagerecht unter die Haare fahren, die über die Lippe ragen, und sie vorsichtig kürzen. Für einzelne widerspenstige Haare im Vollbart diese mit dem Kamm heraushebeln, bis sie sichtbar länger sind als der Rest, und nur die abstehenden Teile abschneiden.
Was man nicht tun sollte
Ein paar Dinge, die eine gute Bartschere schnell zu einer schlechten machen. Nicht für andere Zwecke benutzen, weder für Papier noch für Verpackungen noch für Pflanzen. Das Material der meisten Schneidaufgaben ist härter als Haar und macht die feine Schneide der Bartschere in kurzer Zeit stumpf.
Nicht ins feuchte Badezimmer legen. Auch rostfreier Edelstahl rostet, wenn er dauerhaft Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Nach dem Gebrauch abwischen, trocken legen, am besten nicht im Bad aufbewahren, sondern in einem trockenen Fach.
Nicht fallen lassen. Ein Sturz auf Fliesen oder harten Boden kann die feine Justierung der Klingen beeinträchtigen. Wenn eine Schere nach einem Sturz anders schneidet oder anders liegt, ist das meist der Grund.
Pflege und Wartung
Eine gute Bartschere hält Jahre, wenn sie sinnvoll gepflegt wird. Nach jedem Gebrauch mit einem trockenen Tuch abwischen, damit Haare und Feuchtigkeit nicht in der Verbindung liegen bleiben. Gelegentlich, etwa alle paar Monate, einen Tropfen Scherenöl oder ein anderes dünnes Maschinenöl an die Schraubverbindung geben und die Schere ein paar Mal öffnen und schließen, damit das Öl sich verteilt.
Eine stumpfe Schere lässt sich nicht zu Hause nachschärfen, das ist Handwerk. Ein guter Solinger Schleifer oder Friseurfachhandel schärft eine gute Schere für wenig Geld nach, und sie schneidet danach wie neu. Das lohnt sich bei Qualitätswerkzeug, und es unterscheidet eine Anschaffung für die Ewigkeit von einem Wegwerfprodukt.
Bei Unsicherheit, welche Klingenlänge und welche Form zum eigenen Bart passt, schreib Finn oder Mike. Zwei Sätze zur Anwendung, ob für Schnurrbart, Vollbart oder reine Detailpflege, reichen für einen Vorschlag.