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Bartconditioner

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Ein Bartconditioner ist der Schritt, den viele auslassen und dann am Ergebnis merken. Nach dem Shampoo schließt er die Schuppenschicht der Haare, macht den Bart geschmeidig und erleichtert das Kämmen. Gerade bei längeren oder sperrigen Bärten zeigt sich der Unterschied schon nach den ersten Anwendungen. Wir führen Conditioner in verschiedenen Pflegerichtungen, von leicht und alltagstauglich bis reichhaltig für spröde Vollbärte. Ein- bis zweimal die Woche nach der Bartwäsche genügt, und der Bart läuft in einer anderen Liga mit.

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Bartconditioner

Der stille Unterschied zwischen gut und sehr gut.

Es gibt Pflegeschritte, deren Wirkung man sofort sieht, und es gibt solche, die sich eher nach Wochen bemerkbar machen. Bartconditioner gehört zur zweiten Kategorie. Beim ersten Mal spürt man vielleicht eine leichte Geschmeidigkeit, nicht mehr. Erst nach ein paar Wochen regelmäßiger Anwendung merkt man, dass der Bart insgesamt weicher fällt, leichter in Form zu bringen ist und beim Kämmen nicht mehr an jedem zweiten Haar hakt. Dann versteht man, warum viele Männer ihn nicht mehr missen wollen, nachdem sie ihn einmal ausprobiert haben.

Was macht ein Conditioner überhaupt?

Das Barthaar besteht, wie jedes andere Haar, aus mehreren Schichten. Die äußerste nennt sich Schuppenschicht oder Cuticula und besteht aus feinen Plättchen, die sich wie Dachziegel übereinanderlegen. Bei gesundem Haar liegen diese Plättchen flach an, das Haar reflektiert das Licht gleichmäßig und fühlt sich glatt an. Bei strapaziertem Haar stehen sie ab, das Licht wird unregelmäßig gestreut, und das Haar wirkt stumpf und matt.

Ein Conditioner hilft, diese Schuppenschicht wieder anzulegen. Er legt einen feinen Film um die Haarstruktur, gleicht kleine Unebenheiten aus und reduziert die elektrostatische Aufladung, die das Kämmen erschwert. Das Ergebnis ist ein Bart, der sich weicher anfühlt, gleichmäßiger fällt und beim Bürsten geringere Spannung zeigt. Für die Haut unter dem Bart ist der Conditioner meist nebensächlich, er ist ein Produkt fürs Haar, nicht für die Haut.

Wann lohnt sich ein Conditioner?

Nicht jeder Bart braucht einen Conditioner, und das ist eine ehrliche Antwort, die man nicht oft liest. Bei einem kurzen Kinnbart oder einem Drei-Tage-Bart reicht die Reinigung mit Shampoo in Kombination mit Bartöl vollkommen aus. Conditioner zeigt seine Stärken erst bei einer gewissen Haarlänge.

Konkret: ab einer Bartlänge von etwa drei Zentimetern fängt sich der Bart an zu verschränken, die einzelnen Haare reiben aneinander, die Spitzen werden rauher, und das Kämmen wird anspruchsvoller. Ab diesem Punkt lohnt sich Conditioner, und je länger der Bart wird, desto spürbarer ist der Effekt. Vollbartträger mit einer Länge ab fünf Zentimetern gehören zur Kerngruppe, für die Conditioner kaum noch verzichtbar ist.

Wer sprödes, widerspenstiges Barthaar hat, genetisch krauses oder lockiges Haar, profitiert ebenfalls früher als andere. Und wer in einer Umgebung lebt, die dem Haar zusetzt, etwa in trockener Heizungsluft im Winter oder in salziger Küstenluft im Sommer, findet im Conditioner einen Ausgleich.

Conditioner versus Bartöl: doppelt oder ergänzend?

Eine Frage, die sich nach dem zweiten Gedanken fast jeder stellt. Ist ein Conditioner nicht im Grunde dasselbe wie Bartöl, nur anders verpackt? Die Antwort ist: nein, und die Unterschiede sind größer, als sie auf den ersten Blick scheinen.

Bartöl bleibt nach der Anwendung auf der Haut und im Haar. Es ist ein Leave-in-Produkt, das den ganzen Tag wirkt, Feuchtigkeit bindet und den Bart glänzen lässt. Der Schwerpunkt liegt auf Pflege der Haut und Basisversorgung des Haars. Conditioner wird ausgespült. Er bleibt nicht im Bart, aber die Wirkung auf die Haarstruktur bleibt erhalten. Der Schwerpunkt liegt auf der Schuppenschicht und der Kämmbarkeit.

Die beiden arbeiten nicht gegeneinander, sondern ergänzen sich. Shampoo reinigt, Conditioner glättet die Haarstruktur, Bartöl versorgt Haut und Haar dauerhaft. Wer alle drei nutzt, aber in der richtigen Dosierung, hat ein komplettes System in der Hand, das keinen Wunsch offenlässt.

Worauf beim Kauf achten?

Ein guter Bartconditioner hat eine cremige, nicht zu schwere Textur. Zu schwere Varianten aus dem Haarsortiment beschweren den Bart, machen ihn schlaff und nehmen ihm die Lebendigkeit. Leichte Varianten hinterlassen Geschmeidigkeit, ohne den Bart zu beschweren.

In den Inhaltsstoffen sind natürliche Öle und pflanzliche Wirkstoffe willkommen, schwere Silikone und Mineralöle eher nicht. Silikone liefern kurzfristig ein glattes Gefühl, legen sich aber über Zeit ab und lassen den Bart stumpf wirken. Wer die Inhaltsstoffe lesen kann, findet sie unter Endungen wie -cone, -xane oder -siloxane.

Wichtig ist auch der pH-Wert. Haar fühlt sich bei einem leicht sauren pH-Wert am wohlsten, weil die Schuppenschicht dann am flachsten anliegt. Hochwertige Conditioner halten sich im Bereich um 4,5, was auf der Packung meist nicht steht, aber an seriösen Herstellern zu erkennen ist, die auf Pflege und nicht auf Effekt setzen.

Häufigkeit und Dosierung

Ein bis zwei Mal die Woche nach der Bartwäsche reicht für die allermeisten Bärte. Jeden Tag konditionieren macht den Bart auf Dauer kraftlos und nimmt ihm die Struktur, die für eine ordentliche Form wichtig ist. Ein Conditioner ist kein Alltagsprodukt wie Bartöl, sondern ein Intensivpflege-Schritt, der in den Wochenrhythmus gehört.

Die Menge richtet sich nach der Bartlänge. Für einen kurzen Bart reicht eine Erbse, für einen Vollbart eine Haselnuss. Wer das Gefühl hat, zu viel aufgetragen zu haben, der merkt es am Folgetag: der Bart fühlt sich fettig oder schlaff an. Dann beim nächsten Mal weniger dosieren.

Die Reihenfolge im Ritual

Shampoo zuerst. Kurz ausspülen, nicht komplett. Conditioner ins Haar einarbeiten, nicht in die Haut. Ein bis zwei Minuten einwirken lassen. Gründlich ausspülen, dann kalt nachspülen. Mit dem Handtuch abtupfen, Bartöl auftragen, fertig. Das ganze Ritual dauert drei bis vier Minuten und wird nach den ersten Wochen Teil der Routine, ohne dass man darüber nachdenkt.

Wer unsicher ist, ob ein Conditioner zum eigenen Bart passt, oder wer nicht weiß, welche Textur zur eigenen Haarbeschaffenheit harmoniert, schreib Finn oder Mike. Zwei, drei Worte zur Bartlänge und zur Haarstruktur genügen, dann kommt ein Vorschlag zurück, der zu dir passt.

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