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Bartstyling

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Ein Bart hat eigene Pläne, besonders wenn er etwas länger ist. Er dreht sich am Kinn, spreizt sich über den Wangen, und einzelne Haare entscheiden sich für ihre eigene Himmelsrichtung. Genau dafür gibt es Bartstyling: Pomade, Balsam, Wachs und Wichse, die dem Bart Form geben, ohne ihm die Lebendigkeit zu nehmen. In dieser Kategorie findest du alles, was aus einem wachsenden Bart einen geordneten macht, und alles, was einen Schnurrbart zum Kunstwerk der oberen Lippe werden lässt.

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Bartstyling

Ein Bart ohne Form ist ein Bart, der sich selbst überlassen wurde.

In den ersten Wochen eines Bartwachstums ist das kein Problem. Die Haare sind kurz, sie folgen ihrer Wuchsrichtung, und der Bart ordnet sich mehr oder weniger von selbst. Ab dem Moment aber, an dem die Haare länger werden und anfangen, sich gegenseitig ins Gehege zu kommen, ändert sich das Bild. Dann zeigt sich, ob ein Bart nur wächst oder ob er gepflegt wird. Styling ist der Unterschied zwischen einem Bart, der aussieht wie zufällig, und einem, der aussieht wie gewollt.

Wann fängt Styling eigentlich an?

Die meisten denken bei Bartstyling an den gezwirbelten Schnurrbart mit Wichse und an den perfekt geformten Vollbart aus der Werbung. In Wahrheit beginnt Styling viel früher. Schon der leicht einmassierte Balsam am Morgen, der die Haare am Kinn in eine Richtung legt, ist eine Form von Styling. Das Nachkämmen mit der Bürste, das Glätten des Schnurrbarts mit den Fingern, das sanfte Formen der Bartkanten am Hals: all das gehört dazu.

Was viele unterschätzt: ein leicht gestylter Bart wirkt auf andere gepflegt, ohne dass sie den Griff zum Produkt erkennen. Es geht nicht um Frisuren-Feeling, es geht um Ordnung. Der Unterschied zwischen einem Bart, der morgens zwei Minuten bekommt, und einem, der ohne jede Pflege in den Tag geht, ist fast immer sichtbar.

Die vier Stärken: Balsam, weiche Pomade, feste Pomade, Wichse

Bartstyling ist keine Einheitskategorie, sondern eine Abstufung nach Halt und Zweck. Bartbalsam ist die mildeste Form. Er pflegt wie ein Öl, hat aber dank pflanzlicher Wachse einen Hauch Halt, gerade genug, um fliegende Haare zu bändigen. Für kurze und mittlere Bärte im Alltag ist das oft alles, was gebraucht wird.

Eine weiche Bartpomade geht einen Schritt weiter. Sie gibt dem Bart eine erkennbare Form, bleibt aber flexibel, lässt sich umarbeiten und erlaubt dem Bart, den Tag über natürlich zu fallen. Wer einen längeren Kinnbart trägt oder einem leicht wilden Vollbart seine Richtung zeigen will, greift hier zu.

Die feste Bartpomade ist für die Tage, an denen Wind, Regen oder ein zu später Tag vorher dem Bart den Halt genommen haben. Sie hält fester, trägt länger und verzeiht auch eine Jacke, die am Kragen scheuert. Wer einen sehr dichten Vollbart bändigen will, findet hier sein Werkzeug.

Die Bartwichse schließlich ist die spezialisierteste Disziplin. Sie ist für den Schnurrbart gedacht, nicht für den ganzen Bart. Hoch dosiert, fest, trocknet an der Luft zu einer festen Form, die einen ganzen Tag hält. Wer einen Handlebar oder einen English Moustache tragen will, kommt ohne Wichse nicht weit.

Warum die Menge wichtiger ist als das Produkt

Ein Fehler, den viele am Anfang machen, und einer, den ich selbst jahrelang gemacht habe: zu viel Produkt. Die Vorstellung ist nachvollziehbar. Wenn eine erbsengroße Menge Halt gibt, müsste das Doppelte doppelten Halt geben. Die Realität funktioniert anders. Zu viel Produkt beschwert den Bart, verklebt einzelne Haare miteinander und nimmt ihm die Lebendigkeit, die ihn eigentlich spannend macht.

Die kleine Menge hat einen weiteren Vorteil. Sie lässt sich in der Handfläche gründlich anwärmen, bis das Wachs weich wird und sich fein verteilen lässt. Wer eine große Menge auftragen will, hat oft nicht die Zeit oder die Hand, sie komplett zu erwärmen. Das Ergebnis sind kleine Klümpchen, die sich im Bart verteilen, aber nicht einziehen, und die man beim nächsten Bürsten als feinen Krümel-Regen am Waschbecken wiederfindet.

Der Schnurrbart: eine Disziplin für sich

Der Schnurrbart hat eine eigene Geschichte, die weit über den Vollbart hinausgeht. Vom kaiserlichen Handlebar des 19. Jahrhunderts über den biedermeierlichen Walrus bis zum gepflegten Chevron sind Schnurrbärte immer wieder Ausdruck ihrer Zeit gewesen. Wer heute einen klassischen Schnurrbart trägt, entscheidet sich bewusst für einen Stil, der nicht jeden Tag zu sehen ist, und genau darin liegt sein Reiz.

Ein Schnurrbart will feiner gepflegt werden als der übrige Bart. Die Haare sind kürzer, die Form definierter, und die Mundpartie ist eine empfindliche Zone. Bartwichse wird in sehr kleinen Mengen aufgetragen, gezielt in die Spitzen eingearbeitet und mit einem feinen Kamm oder den Fingerspitzen in die gewünschte Form gezogen. Wer einen Handlebar tragen will, braucht Geduld: die Enden wollen Monat für Monat in die Zwirbelung erzogen werden, bis sie von selbst den Schwung halten.

Styling und Pflege, keine Konkurrenz

Manche denken, dass Styling und Pflege im Widerspruch stehen. Die Idee ist: wenn der Bart gestylt ist, sieht er aus wie gewollt, aber innerlich bekommt er keine Pflege mehr. In Wahrheit ergänzen sich beide. Die meisten guten Styling-Produkte enthalten pflegende Komponenten, und eine gute Reihenfolge holt das Beste aus beiden heraus.

Bartöl zuerst, Styling danach. Das Öl versorgt die Haut und das Haar, das Styling-Produkt legt sich als Formschicht darüber. So hast du Pflege und Halt in einem Schritt, ohne dass sich eines gegen das andere wehrt. Am Abend wird das Styling-Produkt mit der Bartwäsche ausgewaschen, die Haut kommt wieder an die Oberfläche, und der Bart startet frisch in den nächsten Tag.

Bürste oder Kamm, was wann?

Die letzte Frage, die bei Bartstyling immer wieder auftaucht. Eine Bartbürste verteilt Produkt gleichmäßig, massiert die Haut und diszipliniert das Haar sanft. Sie ist der Alltagsbegleiter, gerade bei kurzen bis mittellangen Bärten.

Ein Kamm trennt die Haare einzeln, zeigt, wo sie gerade hinwollen, und ist für längere Bärte und für den Schnurrbart das bessere Werkzeug. Wer beides nutzt, hat den Bart am besten im Griff: Bürste nach dem Auftragen von Öl und Balsam, Kamm zum Formen und für die Feinarbeit am Schnurrbart.

Wer sich beim Styling unsicher ist, welches Produkt zu welcher Bartlänge passt, oder wer den Sprung vom Alltagsbalsam zur ersten Bartwichse plant, schreib Finn oder Mike. Zwei Sätze zum Bart und zum gewünschten Ergebnis, und wir haben einen Vorschlag, der zu dir passt.

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