Bartöl ohne Duftstoffe – fünf Öle, sonst nichts.
Es muss nicht immer ein Duft sein. Manche mögen keinen, manche vertragen keinen, und manche haben ihren längst gefunden und wollen ihn nicht durch ein zweites Produkt verändert bekommen. Für alle drei gibt es Silber – dieselbe Pflege wie in unseren duftenden Ölen, nur dass die Flasche zu allem schweigt.
Der Duft: keiner, und das aus gutem Grund.
Ein Bartöl sitzt weniger als eine Handbreit unter deiner Nase, den ganzen Tag. Das ist näher, als jedes Parfum je kommt, und es ist der Grund, warum zwei Düfte an einem Gesicht selten ein drittes ergeben, sondern meistens ein Durcheinander. Wer sich für ein Parfum entschieden hat, hat damit schon eine Entscheidung getroffen; ein Bartöl, das mitredet, hebt sie auf. Silber ist für diesen Fall gemacht, und für zwei weitere: für Männer, die schlicht keinen Duft mögen – die gibt es, und es sind mehr, als der Markt vermuten lässt –, und für Haut, die auf Duftstoffe reagiert.
Was du stattdessen riechst, ist beinahe nichts: eine Spur nussiges Arganöl, ein Hauch Jojoba, sonst der Geruch von frisch gewaschener Haut. Das klingt nach wenig und ist eine ganze Menge Arbeit, denn ohne Duft ist jedes Öl auf sich gestellt. Es gibt nichts, worunter sich etwas schieben ließe.
Die Inhaltsstoffe: Jojoba, Argan, Traubenkern und Squalan.
Es sind dieselben fünf Öle, die auch in den duftenden Bartölen arbeiten – an der Pflege ändert sich nichts, wenn der Duft entfällt. Jojobaöl ist chemisch ein flüssiges Wachs und dem, was deine Haut selbst herstellt, so ähnlich, dass sie es aufnimmt statt abzuwehren. Argan- und Traubenkernöl versorgen Haar und Haut. Rizinusöl gibt dem Barthaar Substanz und ist sparsam dosiert, weil es das dickflüssigste ist. Squalan macht das einzelne Haar glatt.
Bisabolol aus der Kamille kümmert sich um die Haut unter dem Bart. Bei Silber kam ein zusätzliches Kriterium dazu: Jedes dieser Öle bringt einen eigenen Eigengeruch mit, und die mussten so lange gegeneinander abgewogen werden, bis keiner mehr hervorsticht.
Aus unserer Manufaktur: warum Silber die schärfere Prüfung ist.
In einer duftenden Rezeptur verschwindet ein Öl, das seinen besten Tag hinter sich hat, ohne Weiteres – Amber oder Harz decken das zu. Hier deckt nichts etwas zu. Deshalb riechen wir an jeder Charge Basisöl, bevor sie überhaupt in die Nähe einer Flasche kommt, und zwar nicht als Zeremonie, sondern weil man einem Öl den Beginn des Ranzigwerdens früher anriecht, als man ihn messen würde. Sticht etwas hervor, wird die Charge nicht verwendet.
Die Reihenfolge beim Zusammenwiegen spielt ebenfalls eine Rolle: Argan zuerst und Jojoba zuletzt ergibt eine andere Gesamtnote als umgekehrt, obwohl am Ende dieselben Mengen in der Flasche stehen. Wir halten uns deshalb an eine feste Abfolge. Der schönste Moment bei dieser Arbeit ist der unspektakulärste – wenn man die Nase über die fertige Flasche hält und nichts passiert.
Die Silber-Linie: für alle, die es sich anders überlegt haben.
Silber gibt es nicht nur als Öl, sondern für die ganze Bartpflege und für die Rasur, und jedes Produkt beantwortet die Frage nach dem Duft ein bisschen anders. Wenn du unsicher bist, ob du wirklich einen duftfreien Bart willst: Bestell das Öl zuerst, es ist der ehrlichste Test. Und wenn dir danach doch etwas fehlt, sag uns Bescheid – wir schicken dir gern eine Probe aus einer der duftenden Linien dazu, damit du vergleichen kannst, statt zu raten.