Es stellt sich dir vielleicht die Frage: Was wollen mir Männer mit langen Bärten über einen Rasierer erzählen?
Auf der Suche nach einer schlagfertigen Antwort darauf, lese ich mir unsere alte Kategoriebeschreibung über den Sicherheitsrasierer durch. Es kränkt mich, dass du dir diese Frage stellst und damit unsere Kompetenz in Zweifel ziehst. Nach all den Jahren. Wir leihen uns die Weisheit eines der großen Philosophen unserer Zeit, James Eugene Carrey. Du solltest nicht fragen, was dir Bartträger über die Rasur erzählen können, sondern: „The question is not 'Why are you growing a beard?' The question is, 'Why am I growing a beard and still shaving my balls?'“
Denn das Rasieren des Gemächts bedarf, wenn man uns selbst und unseren Nachrednern Glauben schenken darf, größerer Sorgfalt als die Rasur des Gesichtes. Es gibt da nur drei kritische Stellen: Hals, Kinn, unter der Nase. Habe ich irgendwo gelesen.
Hier möchte ich ansetzen, alle Zweifel beseitigen und dich ein weiteres Mal zum Schmunzeln bringen. Ein Freund von mir schrieb mir jüngst eine Nachricht, er habe seinen Rasierer im Hotel liegen lassen und brauche schleunigst einen neuen. „Zu welchem Zweck?“, frage ich, denn ich weiß, auch sein Antlitz ist von einem schönen Bart bedeckt. „Zur Rasur meiner Eier!“, antwortet er und schickt hinterher: „Ich hatte einen mit so einem schiefen Kopf.“ Er hat sich seinen Intimbereich mit einem Torsionshobel rasiert. Da kam mir das Hummel-Paradoxon in den Sinn.
Eine Hummel ist eigentlich zu dick zum Fliegen, aber sie weiß es nicht, deshalb fliegt sie trotzdem. In der Realität können Hummeln fliegen, weil ihre flexiblen Flügel durch spezielle Wirbel ausreichend Auftrieb erzeugen. Lass dir also von niemandem einreden, du könntest dich nicht mit einem Rasierhobel mit offenem Kamm rasieren oder der Klingenspalt wäre zu groß, denn sei dir gewiss: Es scheitert nicht am Rasierhobel, es scheitert an dir.