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Zahnpasta

(2 Produkte)

Zahnpasta benutzt du öfter als jedes andere Pflegeprodukt, und trotzdem greift man meist zur erstbesten Tube. Hier findest du Zahnpasta, die den Unterschied macht: sorgfältig zusammengesetzt, mit Geschmack jenseits der Standard-Minze und in Tuben, die im Bad nicht nach Drogerie aussehen. Zweimal täglich Alltag, einmal gut gemacht.

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Zahnpasta

Das Alltagsprodukt, über das man mehr wissen sollte.

Zahnpasta ist eines der Produkte, die so selbstverständlich geworden sind, dass man sich kaum noch fragt, was eigentlich drin ist. Zweimal täglich im Mund, über ein Leben lang gerechnet etwa 60 Jahre tägliche Anwendung. Die Zusammensetzung dessen, was da im Mund landet, macht auf diese Dauer einen Unterschied, auch wenn der bei der einzelnen Anwendung kaum wahrnehmbar ist. Das Thema ist komplexer, als die schlichten Versprechen der Werbung vermuten lassen, und wer sich einmal in die Grundlagen einliest, trifft beim nächsten Zahnpasta-Kauf eine andere Wahl als vorher.

Wie Zahnpasta funktioniert

Zahnpasta hat mehrere Aufgaben gleichzeitig, und jede wird von einer bestimmten Komponente übernommen.

Reinigung geschieht durch die Abrasiven, auch Putzkörper genannt. Das sind feine Partikel, die beim Putzen Plaque mechanisch von den Zähnen entfernen. Typische Abrasive sind Calciumcarbonat, Silica oder Hydroxylapatit. Die Feinheit und Konzentration der Abrasive entscheiden über die Reinigungswirkung und über die Schonung des Zahnschmelzes. Zu grobe Abrasive putzen gründlich, können aber auf Dauer den Schmelz angreifen.

Schaum entsteht durch Tenside. Sie sorgen dafür, dass sich die Zahnpasta gleichmäßig im Mund verteilt und dass der Schaum Stellen erreicht, an die die Borsten nicht kommen. Schaum ist kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Funktion. Viele gute Zahnpasten schäumen weniger intensiv als aggressive Alternativen, reinigen aber genauso wirksam.

Kariesvorbeugung wird in den meisten Zahnpasten durch Fluorid erreicht. Fluorid lagert sich in den Zahnschmelz ein und macht ihn widerstandsfähiger gegen Säuren, die beim Abbau von Zuckern entstehen. Alternative Wirkstoffe wie Hydroxylapatit werden in fluoridfreien Zahnpasten eingesetzt und sollen ähnliche Effekte haben.

Atemfrische kommt durch ätherische Öle wie Minze, Menthol oder Eukalyptus. Sie haben einen kühlenden Effekt und hinterlassen das bekannte Frischegefühl nach dem Putzen.

Konservierung ist nötig, weil Zahnpasta Wasser enthält und über Monate haltbar sein muss. Milde Konservierungsmittel sind der Standard bei guten Produkten.

Die Fluorid-Diskussion

Keine andere Komponente in der Zahnpasta wird so intensiv diskutiert wie Fluorid. Die zahnmedizinische Wissenschaft ist sich weitgehend einig, dass Fluorid in den empfohlenen Konzentrationen Karies wirksam vorbeugt. Gleichzeitig gibt es eine Bewegung, die Fluorid aus verschiedenen Gründen ablehnt und auf Alternativen setzt.

Wir treffen dazu keine medizinische Empfehlung. Die Entscheidung für oder gegen Fluorid ist eine persönliche, und beide Wege sind in der Kundschaft vertreten. Was wir tun, ist sowohl fluoridhaltige als auch fluoridfreie Zahnpasten in unser Sortiment aufzunehmen und die Kunden entscheiden zu lassen.

Fluoridhaltige Zahnpasten enthalten meist zwischen 1000 und 1500 ppm Fluorid. Kinder-Zahnpasten haben geringere Konzentrationen, Spezial-Zahnpasten für erwachsene Problemfälle bis zu 5000 ppm (diese sind in Apotheken erhältlich und unterliegen anderen Regeln).

Fluoridfreie Zahnpasten setzen auf Alternativen wie Hydroxylapatit, einen mineralischen Wirkstoff, der dem Zahnschmelz chemisch ähnlich ist und sich in ihn einlagern kann. Andere fluoridfreie Zahnpasten arbeiten mit pflanzlichen Extrakten und mechanischer Reinigung allein.

Wer unsicher ist, welcher Weg für ihn passt, sollte das Gespräch mit einem Zahnarzt suchen. Die Entscheidung sollte auf fundierter Grundlage fallen, nicht auf dem Bauchgefühl oder einer einzelnen Internetquelle.

Die kritischen Inhaltsstoffe

Unabhängig von der Fluorid-Frage gibt es Inhaltsstoffe, die in einer guten Zahnpasta nichts zu suchen haben.

Mikroplastik ist ein Thema, das in den letzten Jahren Aufmerksamkeit bekommen hat. Manche Zahnpasten enthielten Mikroplastik als Putzkörper, erkennbar an Begriffen wie Polyethylene oder Polyethylene Terephthalate auf der Zutatenliste. In seriösen Produkten ist Mikroplastik inzwischen verschwunden, in Billigware taucht es noch auf.

Triclosan war lange ein Standard-Zusatz als Bakterienhemmer. Nach Studien über mögliche gesundheitliche und ökologische Folgen wurde es aus den meisten Zahnpasten entfernt. Wer es noch in einer Zutatenliste findet, sollte zu einem anderen Produkt greifen.

Sodium Lauryl Sulfate, kurz SLS, ist das aggressive Tensid, das für intensiven Schaum sorgt. Bei Menschen mit empfindlichem Mundraum kann es Aphthen und Schleimhautreizungen fördern. Milde Alternativen auf pflanzlicher Basis sind verträglicher, auch wenn sie weniger schäumen.

Süßstoffe wie Saccharin sind in vielen Zahnpasten enthalten, um den Geschmack angenehmer zu machen. Die gesundheitliche Bewertung ist umstritten. Viele moderne Zahnpasten setzen stattdessen auf Xylit, einen Zuckeralkohol, der zusätzlich bakterienhemmende Eigenschaften haben soll.

Zahnpasta nach Bedarf

Nicht jede Zahnpasta ist für jeden. Die verschiedenen Ausrichtungen haben ihre Zielgruppen.

Klassische Kariesvorbeugung ist die Standardausrichtung. Mit Fluorid oder Hydroxylapatit, mit milden Abrasiven, mit beruhigendem Geschmack. Für die meisten Menschen die tägliche Wahl.

Zahnsteinschutz ist eine Variante mit Zusätzen, die Plaque-Ablagerungen und Zahnstein reduzieren sollen. Für Menschen, die zu schnellem Zahnsteinaufbau neigen, sinnvoll. Für andere ist eine Standard-Zahnpasta ausreichend.

Sensitive Zahnpasten sind auf empfindliche Zähne und empfindliches Zahnfleisch abgestimmt. Sie enthalten mildere Tenside, oft kein SLS, und Wirkstoffe wie Kaliumnitrat, die schmerzempfindliche Zähne beruhigen sollen. Wer auf kalte oder heiße Speisen mit Zahnschmerzen reagiert, sollte eine sensitive Zahnpasta ausprobieren.

Weißmacher-Zahnpasten versprechen hellere Zähne durch besondere Putzkörper oder chemische Aufheller. Die Wirkung ist meist begrenzt und nicht mit professionellem Bleaching vergleichbar. Manche Weißmacher-Zahnpasten enthalten gröbere Abrasive, die auf Dauer den Zahnschmelz angreifen können. Vorsicht und Zahnarzt-Rücksprache sind bei dieser Kategorie sinnvoll.

Zahnpasten für Zahnfleisch enthalten beruhigende Komponenten wie Kamille, Myrrhe oder Salbei und sind für Menschen mit empfindlichem oder zu Entzündung neigendem Zahnfleisch gedacht.

Zahnpasten ohne Minze sind eine Nische, aber sinnvoll. Manche Menschen vertragen Minze nicht oder finden den Geschmack unangenehm. Zahnpasten mit Zitrus, Beeren oder Kräutern statt Minze sind die Alternative.

Putztechnik und Dosierung

Die beste Zahnpasta nützt wenig, wenn die Technik nicht stimmt.

Die Menge, die in der Werbung gezeigt wird, ist zu groß. Eine kleine, erbsengroße Portion reicht für beide Zahnreihen. Mehr schäumt nur stärker und wird entsprechend wieder ausgespuckt.

Die Bewegungstechnik sollte kreisend oder leicht rüttelnd sein, nicht horizontal scheuernd. Horizontales Putzen kann Zahnfleischrückgang begünstigen und Zahnsubstanz abtragen. Die moderne Empfehlung ist die Bass-Technik: die Borsten im 45-Grad-Winkel an den Zahnfleischrand ansetzen und mit kleinen Rüttelbewegungen arbeiten.

Die Dauer sollte mindestens zwei Minuten betragen. Für jede der vier Mundquadranten etwa 30 Sekunden. Wer mit einer elektrischen Zahnbürste arbeitet, hat meist einen Timer eingebaut. Mit Handzahnbürste hilft ein Blick auf die Uhr oder eine Sanduhr auf dem Waschbecken.

Nach dem Putzen gibt es zwei Ansätze. Gründlich ausspülen ist der klassische Weg, bei dem alle Reste aus dem Mund geschwemmt werden. Leicht ausspucken und nicht nachspülen ist der modernere Ansatz, der die Wirkung der Zahnpasta länger im Mund lässt, besonders bei Fluorid. Zahnärzte tendieren zunehmend zur zweiten Variante.

Wann putzen, wann warten

Ein Punkt, der oft übersehen wird. Nach sauren Speisen oder Getränken sollte nicht sofort geputzt werden. Säure weicht den Zahnschmelz kurzzeitig auf, und Putzen in diesem Zustand kann Schmelz abtragen.

Typische saure Auslöser sind Orangensaft, Zitrusfrüchte, Wein, Softdrinks, Kaffee. Wer morgens Orangensaft trinkt, sollte entweder vor dem Frühstück putzen oder nach dem Frühstück mindestens 30 Minuten warten, bevor die Bürste ansetzt. Wer beim Mittagessen sauer isst, putzt nicht gleich danach, sondern lässt der Zahnoberfläche Zeit zur Remineralisierung.

Zwischen Mahlzeiten ohne saure Komponente ist der klassische Rhythmus von morgens und abends ausreichend. Wer zusätzlich mittags putzen will, sollte die Säure-Regel im Kopf behalten.

Wechsel und Ergänzung

Zahnpasta muss nicht über Jahre hinweg die gleiche sein. Ein gelegentlicher Wechsel zwischen verschiedenen Produkten ist sogar sinnvoll, weil er verschiedene Wirkprofile abdeckt.

Ein rotierendes System könnte so aussehen: im Alltag eine klassische Kariesvorbeugungs-Zahnpasta, einmal die Woche eine sanfte Weißmacher-Zahnpasta für die Politur, gelegentlich eine Zahnfleisch-Zahnpasta als Kur. So wird nicht immer nur dieselbe Komponente auf die Zähne aufgetragen.

Ergänzend gibt es Zahnseide und Mundwasser, die die tägliche Putzroutine abrunden. Zahnseide einmal täglich reinigt die Zahnzwischenräume, Mundwasser nach dem Putzen verstärkt die bakterienhemmende Wirkung. Keines der beiden ersetzt das Putzen, aber zusammen ergeben sie eine vollständige Mundpflege.

Bei Unsicherheit, welche Zahnpasta zur eigenen Situation passt, oder bei Fragen zur Wahl zwischen fluoridhaltigen und fluoridfreien Varianten, schreib Finn oder Mike. Zwei Sätze zu den bisherigen Produkten und zu den spezifischen Bedürfnissen reichen für einen passenden Vorschlag.

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