Rasur
(0 produkte)Werter Freund der klassischen Rasur, wirf den Anker. Eine Rasur ist für uns mehr als das schnelle Wegkratzen von Stoppeln. Sie ist der Moment am Morgen, in dem du dir ein paar Minuten für dich selbst gönnst – und das Ergebnis fühlt sich anders an als alles, was ein Plastikrasierer je liefern könnte.
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Rasur
Die klassische Nassrasur ist ein Ritual, kein Beiwerk.
Zwischen der Zwei-Minuten-Hetze am Morgen und einer ruhigen Viertelstunde mit Pinsel, Seife und Klinge liegen Welten. Wer einmal nass rasiert hat, mit einem ordentlichen Hobel oder einem geführten Messer, versteht, warum wir uns bei Blackbeards von Anfang an auf diesen Weg festgelegt haben. Gründlicher als jeder Plastikrasierer, sanfter zur Haut – und am Ende des Monats kostet eine Doppelklinge einen Bruchteil dessen, was ein System-Cartridge schluckt. Nachhaltig obendrein: Klingen sind Metall, keine Plastikkassette im Restmüll.
Warum überhaupt der Umweg – reicht nicht der Rasierer aus dem Drogeriemarkt?
Die Frage kommt bei uns regelmäßig per Mail. Die ehrliche Antwort: Für manche reicht er. Wenn die Haut unempfindlich ist, der Bartwuchs weich und die Ansprüche niedrig, fährt man damit gut genug. Wer aber mit Rasurbrand, eingewachsenen Haaren oder ständig gereizter Haut zu tun hat, findet in der klassischen Nassrasur meistens den Ausweg. Der Grund liegt in der Technik: Eine einzelne, sehr scharfe Klinge schneidet das Haar einmal sauber ab. Drei bis fünf gestapelte Klingen ziehen das Haar zuerst aus der Haut und schneiden dann – das ist der Mechanismus, der eingewachsene Haare verursacht.
Hobel, Messer oder Wechselklingenmesser – deine drei Wege
Der Rasierhobel ist der Einstieg für die meisten. Eine Doppelklinge, ein Metallkopf, ein Griff – die Technik ist in wenigen Rasuren gelernt. Unseren eigenen Hobel Anker 4 haben wir mit Ingenieur Frank Barbarossa aus der Oberpfalz über Jahre entwickelt, gefertigt wird er in einer Werkstatt nahe München. Er liegt in der Mitte zwischen sanft und gründlich – zwei Tugenden, die sich sonst gerne ausschließen.
Das Rasiermesser ist die Königsklasse. Eine offene Klinge, die von der Führung lebt und nicht vom Werkzeug – wer das Messer beherrscht, rasiert so sauber wie mit keinem anderen Gerät. Dafür braucht es Übung, einen Streichriemen aus Juchtenleder und die Bereitschaft, sich die ersten Wochen nicht perfekt, sondern gut genug zu rasieren.
Das Wechselklingenmesser ist der Kompromiss für alle, die das Messer-Gefühl wollen, ohne die Pflege eines Vollklingenmessers. Eine Wechselklinge wird eingelegt, rasiert und am Ende weggeworfen.
Was brauchst du sonst noch am Waschbecken?
Die zweite Frage, die regelmäßig kommt: Pre Shave, Pinsel, Seife, Creme, Schale – brauche ich das alles? Die kurze Antwort: nein, aber fast. Ein Pre Shave ist ein Luxus, der einen Unterschied macht, wenn die Haut empfindlich ist – ein Öl oder eine leichte Creme, die einen Schutzfilm zwischen Haut und Klinge legt. Seife oder Creme ist Geschmacksache: Seife braucht etwas mehr Zeit zum Aufschlagen, hält aber ewig. Creme ist schneller und verzeiht dem Einsteiger mehr.
Ein Rasierpinsel ist nicht verhandelbar – er bringt den Schaum dorthin, wo die Klinge ansetzt, und hebt gleichzeitig die Haare auf. Alle unsere Pinsel sind vegan, Dachshaar hat bei Blackbeards keinen Platz. Die Porzellan-Rasierschale, in der du den Schaum aufschlägst, kommt bei uns von der Böker Manufaktur oder von Mühle aus dem Erzgebirge. Und der Rasierständer, der Pinsel und Hobel richtig trocknen lässt, wird für uns in Solingen bei RMK gefertigt.
Was kommt nach der Klinge?
Die Rasur endet nicht, wenn die Klinge im Waschbecken liegt. Alaunstein – von Osma aus Frankreich, dem letzten Hersteller natürlicher Kaliumalaun-Steine – schließt kleine Poren, stoppt winzige Blutungen und desinfiziert mild. Ein After Shave Gel oder Tonic auf Alkoholbasis zieht die Haut zusammen und beruhigt – klassisch, mit dem erfrischenden Biss, den viele von der Rasur beim Barbier kennen. Wer empfindliche Haut hat, nimmt stattdessen After Shave Balsam – ohne Alkohol, mit pflegenden Ölen, der die Haut ruhig begleitet, statt sie zu fordern.
Fünf Duftlinien, ein Ton
Unsere Rasurkosmetik gibt es in den gleichen fünf Duftlinien wie die Bartpflege: Rubin (Benzoe und Orange), Silber (duftfrei), Saphir (Minze und Menthol), Smaragd (Salbei und Zypresse) und Gold (Tonka und Vanille). So kannst du Rasierseife, After Shave und Balsam in einem Duft abstimmen – und wenn du zusätzlich Bartpflege nutzt, klingt alles in einer Tonart.
Wenn du neu bei der klassischen Nassrasur bist und unsicher, mit welchem Werkzeug du anfangen sollst: schreib Finn oder Mike. Wir fragen dich zwei, drei Dinge zu Bartwuchs und Hauttyp, empfehlen dann etwas, das wirklich zu dir passt – und helfen lieber bei der Auswahl, als Retouren zu bearbeiten.