Acca Kappa
(0 produkte)Acca Kappa – so sprechen Italiener die Buchstaben H und K aus, und H. K. war die Abkürzung für Hermann Krüll, einen preußischen Kaufmann, der 1869 in Venedig Borsten verkaufte, bevor er sich in eine kleine Bürstenfabrik bei Treviso einkaufte. Aus diesem Einstieg wurde über die Jahrzehnte La Fabbrica della Bellezza, die Schönheitsfabrik, und heute führt die vierte Generation das Haus weiter – mit einem Sortiment, das längst über Bürsten hinausgeht: Haarpflege, Seifen und Parfum mit White Moss als Signatur.
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Acca Kappa
Acca Kappa ist ein Symbol italienischer Lebensart, geprägt von über 150 Jahren Handwerkskunst, Stil und Qualität. Gegründet in Treviso, steht das traditionsreiche Familienunternehmen für luxuriöse Körperpflege, fein komponierte Düfte und handgefertigte Bürsten. Die Produkte zeichnen sich durch klare Formulierungen, natürliche Inhaltsstoffe und ein minimalistisches, elegantes Design aus. Ob die ikonische White Moss Linie, edle Eau de Parfums oder professionelle Haarpflege – Acca Kappa verkörpert authentische Schönheit mit Substanz und Geschichte.
Eine Bürste sieht einfach aus. Ein Griff, ein Rücken, Borsten dazwischen. Eigentlich nichts, was Aufhebens verdient. Aber wenn du eine gute Bürste in die Hand nimmst und eine schlechte daneben legst, wirst du den Unterschied innerhalb von Sekunden spüren. Das gute Holz liegt warm in der Hand und wiegt nur so viel, wie es soll. Die Borsten sind gleichmäßig gesetzt, sie federn beim Zug durchs Haar, sie verzeihen Ungeduld. Der Übergang zwischen Griff und Rücken ist ohne Kante. Eine Bürste ist ein Werkzeug aus Geduld – und in Treviso, im Norden Italiens, sitzt eine Manufaktur, die seit 1869 genau diese Geduld aufbringt.
Vier Generationen Krüll
Hermann Krüll war erst zwanzig, als er 1869 in Venedig im Borstenhandel arbeitete. Vom Handel mit Borsten – den Haaren aus Tiergenicken, aus denen damals Bürsten gefertigt wurden – zum Bürstenhandwerk selbst war es nur ein kurzer Schritt. Hermann kaufte sich in eine kleine Manufaktur bei Treviso ein und begann, das Handwerk von den italienischen Meistern zu lernen. Bis 1899 hatte er sämtliche Anteile übernommen und führte den Betrieb unter seinem eigenen Namen. Die italienischen Nachbarn sprachen seine Initialen nach ihren eigenen Lautregeln aus: H.K. wurde zu Acca Kappa.
Was in den Jahrzehnten danach passierte, lässt sich nicht in zwei Sätzen erzählen. Die Firma wurde in beiden Weltkriegen enteignet, und sie hat in beiden Weltkriegen Söhne verloren – Hans und Gunther Krüll. Hermann und seine Nachfahren haben die Manufaktur dennoch wieder in den Familienbesitz zurückgebracht und sie durch die Jahrzehnte getragen. Heute führt Elisa Gera-Krüll das Haus in vierter Generation. Ausgebildet an der Boston University, seit 1990 an der Spitze, und sie folgt demselben Ideal wie ihr Urgroßvater. Im Innenhof der Fabrik in Treviso steht eine Magnolie, die das Haus selbst als Zeugin und Symbol dieser Geschichte beschreibt – 2019 blühte sie zum 150. Jubiläum, nachdem die Fabrik komplett renoviert worden war, und sie blüht heute noch.
Eine Manufaktur durch die Jahrzehnte
Acca Kappa erzählt seine eigene Geschichte am liebsten in Kollektionen. Jede Epoche hat dem Haus eine eigene Bürsten-Signatur abgerungen, und wenn du die Timeline auf der Firmen-Website liest, bekommst du ein Gefühl für die kulturellen Strömungen, die die Manufaktur aufgenommen hat.
Um 1900 entstanden die ersten Silber-Bürsten — damals galten Haarbürsten als Zeichen des Wohlstands und wurden oft mit Gold und Silber eingefasst, manchmal mit Edelsteinen. In den 1940er Jahren, als Makassar-Ebenholz aus fernen Ländern nach Europa importiert wurde, begann Acca Kappa mit der Ebenholz-Kollektion. Ein hartes, schweres Holz mit einer fast schwarzen Maserung, schwer zu bearbeiten, aber in der Hand unverwechselbar. In den 1960er Jahren, als Hollywood die Hüte zurück in die Herren-Garderobe brachte, entwarf das Haus eine eigene Hutbürste – eine Bürste nur dafür, den Filz eines Homburgs oder eines Trilbys im richtigen Strich zu halten.
Die 1970er und 80er Jahre standen im Zeichen der Profi-Friseure. Acca Kappa stellte seine Kotibè-Kollektion vor – Bürsten mit Griffen aus afrikanischem Edelholz, konzipiert für die Hände derer, die mit ihnen täglich acht Stunden lang arbeiten. In den frühen 2000ern kam die Nature-Kollektion aus FSC-zertifiziertem Holz, eine Antwort auf die wachsende Aufmerksamkeit für nachhaltige Rohstoffe. Und 2019, zum 150. Jubiläum, die Infinito – eine limitierte Edition von 750 Stück mit handgefertigtem Walnussgriff, die 2024 in einer mattschwarzen Formmaterial-Variante ihren Weg in die Serienproduktion fand.
Der späte Weg ins Parfum
128 Jahre lang war Acca Kappa eine reine Bürstenmanufaktur. Erst 1997 wagte das Haus den Schritt ins Parfum – mit White Moss, dem bis heute meistverkauften Duft der Marke. Das war kein Nachholen einer Trend-Entscheidung, sondern eine konsequente Erweiterung: Wer Bürsten für die Haare macht, kennt die Haare seiner Kunden. Wer die Haare kennt, kennt auch die Düfte, die darin gut ruhen.
White Moss öffnet mit Zitrone, Bergamotte und Wacholder. Im Herzen stehen Aldehyde, Kardamom und Lavendel. Am Grund ruhen weißes Moos, Amber und Zeder. Ein aromatisch-frischer Unisex-Duft, der heute zur Signatur des Hauses geworden ist und auf den viele der späteren Kompositionen Bezug nehmen. 1999 folgte Cedro, 2005 zum Firmenjubiläum 1869 – ein holzig-aromatischer Duft mit Leder als Signatur-Note, getragen von Kardamom, Geranie, Pink Pepper, Veilchenblatt und Iris. Barber Shop griff den klassischen Friseurstuhl-Duft auf, Black Pepper & Sandalwood die würzige Richtung, Green Mandarin die mediterran-zitrische, Sakura Tokyo die japanische Kirschblüte, Giallo Elicriso das sonnige Italienische mit Strohblume.
Die Bürsten und die Zähne
Bei den Haarbürsten ist Acca Kappa nach wie vor Referenz. Die Marke war historisch offizieller Bürstenlieferant der britischen Royal Family, und wer eine Acca-Kappa-Bürste einmal über eine Saison benutzt hat, versteht, warum. Das Haus fertigt über hundert Modelle – von der Reise-Bürste im Lederetui bis zur großen Paddle Brush für langes Haar, von der Herren-Kamm-Bürste aus Makassar-Ebenholz bis zur Bartbürste aus natürlichem Wildschwein-Borsten.
Weniger bekannt, aber ebenso wichtig im Haus: die Zahnbürsten. Seit über fünfzig Jahren fertigt Acca Kappa eine eigene Zahnbürsten-Serie. Es gibt von der Manufaktur selbst erzählte Anekdoten darüber, wie Oprah Winfrey die Acca-Kappa-Zahnbürste vor Jahren einmal in ihrer Show empfahl – mit dem Ergebnis, dass die US-Lagerbestände innerhalb von zwei Wochen ausverkauft waren. Das Haus selbst war darauf nicht vorbereitet. Eine Firma, die Bürsten ernst nimmt, erwartet solche Wellen nicht.
Im Sortiment bei uns
Bei uns findest du die wichtigsten Düfte als Eau de Parfum und Eau de Cologne. Dazu Körperpflege — Duschgel, Körperlotion, Handpflege, Seife – und die Haarpflege mit Shampoo und Conditioner. Für die Rasur führen wir Rasierseife, Rasiercreme und After Shave in mehreren Linien. Für den Bart Bartfluid, Bartshampoo, Bart-Conditioner. Und natürlich die Haar- und Bartbürsten, in denen das Handwerk seinen Ursprung hat.
Wer zum ersten Mal in die Welt von Acca Kappa einsteigen will, dem empfehlen Finn und Mike meistens White Moss. Er ist die Signatur des Hauses, unisex tragbar, leicht zu lieben – und er zeigt, was eine italienische Manufaktur kann, wenn sie nach 128 Jahren Handwerkstradition den Schritt ins Parfum wagt. Roger kennt die Familie Gera-Krüll bereits seid über 15 Jahren und führt bei uns nichts, was nicht er oder Finn selbst im Bad oder im Raum haben wollen.