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Conditioner

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Conditioner ist der zweite Schritt der Haarwäsche und bei mittellangem bis langem Männerhaar der Unterschied zwischen stumpf und glänzend. Was das Shampoo öffnet, schließt der Conditioner: die Schuppenschicht der Haare, die beim Waschen aufgestellt wurde. Das Ergebnis sind geschmeidigere Haare, leichtere Kämmbarkeit und ein gepflegter Eindruck. In dieser Kategorie findest du Conditioner ohne schwere Silikone, mit pflanzlichen Ölen und Pflegekomponenten, die dem Haar Struktur geben ohne es zu beschweren. Aus eigener Manufaktur und von Partnermarken, die Haarpflege über das bloße Reinigen hinaus denken.

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Conditioner

Der zweite Schritt, der den ersten erst vollständig macht.

In der Rangfolge der Haarpflegeprodukte steht der Conditioner traditionell an zweiter Stelle, und bei vielen Männern wird er gänzlich übergangen. Das ist in vielen Fällen in Ordnung, besonders bei sehr kurzen Haaren, bei denen der Effekt gering wäre. Ab einer gewissen Haarlänge aber ist der Conditioner der Schritt, der aus einem durchschnittlichen Haar ein gut gepflegtes macht. Nicht durch aufwändige Behandlung, sondern durch einen kurzen Zusatz zur bestehenden Routine, der den Unterschied macht.

Warum Haare nach dem Shampoo Pflege brauchen

Um die Rolle eines Conditioners zu verstehen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Haarstruktur. Ein Haar besteht aus drei Schichten. Im Inneren die Mark-Schicht, in der Mitte die Rinde, außen die Schuppenschicht, auch Cuticula genannt.

Die Schuppenschicht ist der Teil, der für die Haarpflege entscheidend ist. Sie besteht aus einzelnen Hornschuppen, die wie Dachziegel übereinander liegen. Wenn diese Schuppen flach anliegen, reflektiert das Haar das Licht gleichmäßig und wirkt glänzend. Wenn sie aufgestellt sind, ist das Haar stumpf, lässt sich schlecht kämmen und neigt zum Verknoten.

Beim Haarewaschen stellt sich die Schuppenschicht durch das warme Wasser und die Tenside des Shampoos kurzzeitig auf. Das ist gewollt, weil so Schmutz und Talg zwischen den Schuppen gelöst werden können. Nach dem Ausspülen bleibt die Schicht aber in diesem aufgestellten Zustand zurück, und genau hier setzt der Conditioner an.

Der Conditioner glättet die Schuppenschicht wieder und legt einen leichten Schutzfilm auf die Haaroberfläche. Das Ergebnis ist sofort sichtbar: das Haar wirkt glänzender, fühlt sich weicher an und lässt sich problemlos kämmen. Langfristig schützt er das Haar vor mechanischer Belastung durch Bürste, Kamm und Kleidung.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe

Ein guter Conditioner besteht aus mehreren Komponentengruppen, die zusammenarbeiten.

Kationische Tenside wie Behentrimonium Chloride oder Cetrimonium Chloride sind das Herzstück eines Conditioners. Sie tragen eine positive Ladung und lagern sich an die negativ geladene Haaroberfläche an. Das glättet die Schuppenschicht und macht das Haar antistatisch.

Fettalkohole wie Cetyl Alcohol oder Stearyl Alcohol geben dem Conditioner seine cremige Textur. Der Begriff "Alkohol" klingt austrocknend, ist hier aber irreführend: Fettalkohole sind Pflegekomponenten, die dem Haar Geschmeidigkeit geben.

Pflanzliche Öle wie Arganöl, Jojobaöl oder Kokosöl pflegen das Haar von innen. Sie dringen in die Haarstruktur ein und legen einen leichten Glanzfilm auf die Oberfläche. Besonders bei trockenen Spitzen ein wertvoller Zusatz.

Proteine, meist hydrolysiertes Weizen-, Soja- oder Seidenprotein, reparieren Schäden in der Haarstruktur. Sie sind besonders sinnvoll für strapaziertes Haar, das durch Färben, häufiges Föhnen oder mechanische Belastung gelitten hat.

Pflanzliche Extrakte wie Kamille, Brennnessel oder Rosmarin geben dem Conditioner zusätzliche Pflege-Eigenschaften und einen natürlichen Duft.

Panthenol und Vitamin E unterstützen die Pflege der Kopfhaut im kleineren Rahmen und schützen die Haare vor Umwelteinflüssen.

Was im Conditioner nichts zu suchen hat

Wie beim Shampoo gibt es auch beim Conditioner Inhaltsstoffe, die die Qualität mindern.

Schwere Silikone sind das häufigste Problem. Dimethicone und ähnliche Verbindungen geben dem Haar einen sofortigen Glanzeffekt, lagern sich aber über die Zeit an. Das Haar wird stumpf, schwer und reagiert nicht mehr auf Pflege, weil die Ablagerung andere Wirkstoffe nicht mehr durchlässt. Wer dauerhaft silikonhaltige Produkte nutzt, muss sie irgendwann mit einem klärenden Shampoo wieder herauswaschen.

Mineralöle wie Paraffinum Liquidum sind günstige Füller, die das Haar kurzfristig glatt machen, es aber langfristig austrocknen. In guten Conditionern werden sie durch pflanzliche Öle ersetzt.

Aggressive Parfümmischungen können bei empfindlicher Kopfhaut Irritationen auslösen. Wer einen Conditioner nutzt und danach eine juckende Kopfhaut bemerkt, sollte auf ein duftarmes oder duftfreies Produkt wechseln.

Conditioner für welche Haarlänge?

Die Frage, ob ein Conditioner sinnvoll ist, hängt stark an der Haarlänge. Eine grobe Orientierung.

Unter einem Zentimeter Länge, etwa bei einem klassischen Kurzhaarschnitt oder einem Buzz Cut, ist Conditioner entbehrlich. Das Haar ist zu kurz, um vom Glätten der Schuppenschicht zu profitieren.

Zwischen ein und drei Zentimetern, bei kurzen Schnitten und dichtem Haarwuchs, kann Conditioner einen leichten Unterschied machen, ist aber kein Muss. Wer sein Haar nach dem Waschen besonders glatt und gepflegt haben will, kann ihn einsetzen.

Ab etwa drei Zentimetern, also bei allem, was länger ist als ein klassischer Kurzhaarschnitt, ist Conditioner ein sinnvoller Schritt. Das Haar ist lang genug, dass die Schuppenschicht-Glättung einen spürbaren Effekt hat.

Für mittellanges Haar (etwa fünf bis fünfzehn Zentimeter) ist Conditioner fester Bestandteil der Haarpflege. Ohne ihn fühlt sich das Haar nach dem Waschen oft sperrig und wirkt stumpf.

Für langes Haar, etwa bei Männern mit Dutt oder längerem Stylingsschnitt, ist Conditioner unverzichtbar. Lange Haare sind am Schaft älter als an der Wurzel, die Spitzen können Monate oder Jahre alt sein und brauchen gezielte Pflege. Ein hochwertiger Conditioner ist hier der Unterschied zwischen glatten, glänzenden Haaren und sperrigen, aufgeladenen Spitzen.

Conditioner-Typen

Conditioner gibt es in verschiedenen Ausführungen, die sich in Wirkung und Anwendung unterscheiden.

Rinse-out-Conditioner ist der Standard. Nach dem Shampoo aufgetragen, kurz einwirken, ausspülen. Für die tägliche oder wöchentliche Haarwäsche die passende Wahl.

Leave-in-Conditioner wird nach der Haarwäsche in die feuchten Längen einmassiert und nicht ausgespült. Er liefert leichten Schutz und Pflege über den Tag und ist besonders sinnvoll bei trockenem oder strapaziertem Haar. Leave-in-Varianten sind leichter in der Textur als klassische Conditioner und beschweren das Haar nicht.

Haarkur oder Tiefenpflege ist ein reichhaltigerer Conditioner, der länger einwirkt, oft fünf bis zehn Minuten. Für sehr trockenes oder geschädigtes Haar, ein- bis zweimal pro Monat als Intensivpflege. Danach besonders gründlich ausspülen.

2-in-1-Produkte, die Shampoo und Conditioner kombinieren, sind in der Praxis meist ein Kompromiss in beide Richtungen. Weder das Shampoo reinigt so gut wie ein reines Shampoo, noch pflegt der Conditioner-Anteil so effektiv wie ein separater Conditioner. Für die schnelle Anwendung im Reiseformat akzeptabel, für den Alltag sind getrennte Produkte die bessere Wahl.

Die richtige Menge und Anwendung

Mehr Conditioner ist nicht besser, sondern eher das Gegenteil. Die richtige Menge ist entscheidend.

Für mittellanges Haar reicht eine haselnussgroße Menge, für kürzeres Haar weniger, für langes Haar etwas mehr. Wer zum ersten Mal einen Conditioner nutzt, sollte eher sparsam dosieren und das Produkt bei Bedarf nachträglich aufstocken.

Die Auftragszone ist ausschließlich die Länge, nicht die Kopfhaut. Conditioner auf der Kopfhaut beschwert die Haarwurzel, macht den Scheitel platt und hinterlässt ein fettiges Gefühl. Die Kopfhaut produziert genug eigenes Fett, sie braucht keine zusätzliche Pflege aus der Flasche.

Die Einwirkzeit liegt bei ein bis zwei Minuten. Wer kürzer einwirken lässt, nutzt den Conditioner nicht optimal. Wer länger einwirkt, gewinnt wenig, weil die Wirkstoffe nach wenigen Minuten weitgehend aufgenommen sind.

Die Ausspülung muss gründlich sein. Conditioner-Rückstände beschweren das Haar und können es nach dem Trocknen klebrig wirken lassen. Lieber zehn Sekunden länger ausspülen, als zu früh aufhören.

Zum Abschluss kalt nachspülen. Das schließt die Schuppenschicht endgültig und bringt den Haaren Glanz. Zwanzig Sekunden kaltes Wasser am Ende der Dusche reichen aus.

Wie oft Conditioner nutzen?

Die Frequenz hängt am Haartyp und an der Waschfrequenz.

Bei jeder Haarwäsche Conditioner zu nutzen, ist für mittellanges und langes Haar die Standardempfehlung. Das Haar gewinnt bei jedem Waschen an Glätte und Glanz.

Bei feinem oder sehr leichtem Haar kann Conditioner jede zweite Wäsche ausreichen. Wer zu schlaffem, beschwerten Haar neigt, sollte mit der Frequenz experimentieren.

Bei sehr trockenem oder strapazierten Haar kann zusätzlich zur regelmäßigen Conditioner-Anwendung einmal pro Woche oder einmal alle zwei Wochen eine Intensivkur genutzt werden. Diese wirkt länger ein und liefert tiefergehende Pflege.

Nach dem Schwimmen im Chlor- oder Salzwasser ist Conditioner besonders sinnvoll. Chlor und Salz strapazieren die Haarstruktur erheblich, und eine gute Pflege nach dem Baden stellt die Feuchtigkeit wieder her.

Conditioner und Styling

Ein Punkt, den viele Männer erst nach einiger Zeit entdecken. Die Qualität der Haarwäsche beeinflusst das anschließende Styling direkt.

Haare, die mit Conditioner gepflegt wurden, lassen sich einfacher stylen. Pomade verteilt sich gleichmäßiger, Wachs zieht sauberer ins Haar ein, Haarspray hält länger. Die glatte Schuppenschicht bietet eine bessere Grundlage für jedes Styling-Produkt.

Gleichzeitig sollte die Menge des Conditioners moderat bleiben, damit das Haar seine natürliche Struktur behält. Zu viel Pflege kann das Haar so weich machen, dass es kein Volumen mehr hält und klassische Styling-Techniken nicht mehr greifen.

Wer viel styled, findet meist eine eigene Balance: einen guten Conditioner in moderater Menge, der dem Haar Pflege gibt, ohne es für das Styling zu schwächen. Mit der Zeit spielt sich das ein, und die Wahl wird zur Routine.

Bei Unsicherheit, welcher Conditioner zum eigenen Haartyp passt, oder bei Fragen zur richtigen Menge und Anwendung, schreib Finn oder Mike. Zwei Sätze zu Haarlänge und -typ reichen für einen passenden Vorschlag.

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