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Haarstyling

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Haarstyling ist das, was aus einem Haarschnitt eine Frisur macht. Zwischen der Schere des Barbiers und dem ersten Blick ins Büro liegen ein paar Minuten am Spiegel, und in diesen Minuten entscheidet sich, ob der Schnitt seine Wirkung entfaltet oder nicht. Das richtige Styling-Produkt in der richtigen Menge am richtigen Tag. In dieser Kategorie findest du die drei klassischen Styling-Produktgruppen der Männerwelt: Haarwachs für strukturierten Halt, Haarspray für den finalen Fix und Haarpomade für den klassischen Look mit Glanz. Aus eigener Manufaktur und von Partnermarken, die ihr Handwerk in der Herrenpflege über Generationen verfeinert haben.

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Haarstyling

Das Handwerk, das zwischen Schere und Spiegel sitzt.

Ein Haarschnitt ist die Grundlage, das Styling ist das, was daraus wird. Diese einfache Unterscheidung hat sich in der Männerwelt der letzten Jahre durchgesetzt und die Haarpflege verändert. Wer heute seinen Barbier gefunden hat und regelmäßig zu ihm geht, weiß, dass zwischen dem Schnitt und dem täglichen Auftritt noch der eigene Handgriff liegt. Dieser Handgriff entscheidet, ob die Frisur am Nachmittag noch so sitzt wie am Morgen, ob sie dem Wind standhält, ob sie im Büro zurückhaltend wirkt und am Abend dann doch Charakter zeigt. Gutes Haarstyling ist ein kleines Handwerk, und wie jedes Handwerk lässt es sich lernen.

Die drei Säulen des Herren-Stylings

Das moderne Herren-Haarstyling stützt sich auf drei Produktgruppen, die sich in Halt, Glanz und Anwendungsweise unterscheiden.

Haarwachs ist der Allrounder. Es gibt dem Haar Struktur und Halt, mit variablen Glanzgraden je nach Produkt. Moderne Wachse lassen sich einfach mit Wasser auswaschen und hinterlassen keine klebrigen Rückstände im Haar oder auf dem Kopfkissen. Für die meisten modernen Kurz- und Mittellangschnitte die Standardwahl.

Haarspray ist der Fixierer. Es hält das fertige Styling an Ort und Stelle, ohne die Struktur der Frisur zu verändern. Nach dem Wachs oder der Pomade aufgesprüht, sorgt es dafür, dass die Frisur auch den zehnten Stundenplan des Tages überlebt. Im Gegensatz zu Wachs oder Pomade lässt sich Haarspray nicht ins Haar einarbeiten, es wird am Ende aufgetragen.

Haarpomade ist der Klassiker. Das älteste moderne Herren-Styling-Produkt, seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts im Einsatz, heute wieder Teil vieler Barbershop-Routinen. Pomade gibt Glanz und mittleren bis starken Halt, funktioniert besonders für klassische Herrenfrisuren wie Pompadour, Slick Back oder Side Part. Traditionelle Pomaden sind petrolatum-basiert, moderne oft wasserbasiert und leichter auszuwaschen.

Welches Produkt für welche Frisur?

Nicht jedes Produkt passt zu jeder Frisur. Eine grobe Orientierung hilft bei der Auswahl.

Für kurze, strukturierte Schnitte wie Crop, French Crop oder Texture Cuts ist Haarwachs die erste Wahl. Es gibt der Haarstruktur Halt, ohne das Haar glatt zu legen. Matte Wachse und Formpasten sind besonders beliebt, weil sie einen natürlichen, unaufgesetzten Look schaffen.

Für mittellange Schnitte wie moderne Undercuts, Fringe oder Side Parts lassen sich Wachs und Pomade gleichermaßen einsetzen. Wer matten Look bevorzugt, nimmt Wachs. Wer Glanz und klassischen Halt sucht, greift zur Pomade.

Für klassische Herrenfrisuren mit Glanz, Seitenscheitel und glatter Optik, wie Pompadour, Slick Back oder klassischer Seitenscheitel, ist Pomade das Produkt der Wahl. Sie bringt den traditionellen Glanz, hält die Frisur präzise in Form und reflektiert das Handwerk der klassischen Barbershop-Kultur.

Für längere Haare oder Frisuren, die eher auf natürlichen Fall als auf Struktur setzen, funktioniert Haarcreme oder ein leichtes Styling-Fluid besser als Wachs oder Pomade. Wer seine Haare eher flauschig oder voluminös mag, verzichtet oft auf jedes festere Produkt.

Alle genannten Frisuren können am Ende mit Haarspray fixiert werden. Die Menge und Intensität hängt davon ab, wie stark die Fixierung sein soll.

Der richtige Zeitpunkt im Styling-Prozess

Ein guter Styling-Ablauf hat eine logische Reihenfolge, die sich am besten beschreiben lässt.

Schritt eins: die Haarwäsche wie gewohnt, mit Shampoo und bei Bedarf Conditioner. Am Morgen des Styling-Tags, nicht zu lange vorher.

Schritt zwei: das Vorbereiten der Haare. Je nach gewünschtem Ergebnis werden die Haare komplett getrocknet, handtuchtrocken belassen oder leicht vorgeföhnt. Pomade und Wachs verhalten sich auf trockenem und auf feuchtem Haar unterschiedlich, und das gewünschte Ergebnis bestimmt den Zustand.

Schritt drei: das eigentliche Styling. Das Produkt wird zwischen den Handflächen aufgewärmt und gleichmäßig verteilt, dann ins Haar eingearbeitet. Die Frisur wird mit Fingern oder Kamm in Form gebracht. Dieser Schritt dauert bei Männern mit etwas Erfahrung zwei bis fünf Minuten.

Schritt vier: das Fixieren, wenn nötig. Ein kurzer Sprühstoß Haarspray aus Entfernung hält die fertige Frisur an Ort und Stelle.

Schritt fünf: der letzte Feinschliff. Ein Blick in den Spiegel, wenn nötig ein einzelnes Haar zurechtgerückt, und fertig.

Der ganze Ablauf dauert bei eingespielter Routine zwischen drei und acht Minuten, je nach Länge und Komplexität der Frisur. Das ist weniger, als viele Männer vermuten, bevor sie sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen.

Die richtige Menge finden

Der häufigste Fehler im Haarstyling ist zu viel Produkt. Die Anweisung "erbsengroße Menge" ist nicht übertrieben, sie ist oft schon großzügig dosiert. Männer, die zum ersten Mal Haarwachs oder Pomade nutzen, neigen dazu, einen halben Fingerhut voll zu entnehmen, was für einen ganzen Familienkopf reicht.

Die richtige Menge hängt an Haarlänge, Haarmenge und gewünschtem Halt. Als Richtwert gilt: für kurze Haare eine erbsengroße Menge, für mittellange eine haselnussgroße, für lange eine walnussgroße. Mehr bringt selten mehr Halt, sondern nur klebrige, beschwerte Haare.

Die Grundregel lautet: lieber zu wenig als zu viel auftragen. Nachlegen ist einfach und in wenigen Sekunden erledigt. Zu viel Produkt wieder auswaschen bedeutet eine neue Haarwäsche, den Föhn und einen zweiten Styling-Versuch. Wer einmal eine Frisur mit zu viel Pomade durch den Tag getragen hat, macht diesen Fehler nicht zweimal.

Wasser- oder Petrolatum-Basis?

Ein technischer Punkt, der bei der Produktwahl entscheidend ist. Styling-Produkte lassen sich grob in zwei Gruppen unterteilen.

Wasserbasierte Produkte sind die modernen Varianten. Sie lassen sich leicht mit Wasser und Shampoo auswaschen, hinterlassen keine Rückstände auf dem Kopfkissen und kleben nicht an Kamm oder Bürste. Die meisten modernen Haarwachse und viele moderne Pomaden fallen in diese Kategorie.

Petrolatum-basierte Produkte sind die klassischen Varianten. Sie enthalten Vaseline oder ähnliche Mineralöle als Hauptkomponente und halten besonders lange, oft über Tage. Der Nachteil: sie lassen sich nicht einfach mit Shampoo auswaschen, sondern erfordern ein klärendes Shampoo oder eine spezielle Vorgehensweise. Auf Kopfkissen hinterlassen sie Spuren.

Klassische Haarpomaden der amerikanischen Schule aus den 1950er Jahren sind petrolatum-basiert. Sie werden von Puristen geschätzt, weil sie den traditionellen Look am authentischsten bringen. Wer sich bewusst für eine solche Pomade entscheidet, muss mit den Eigenheiten leben.

Für die meisten modernen Männer sind wasserbasierte Styling-Produkte die praktische Wahl. Sie bringen modernen Halt, modernen Glanz und moderne Waschbarkeit, ohne die Eigenheiten der klassischen Varianten.

Haltegrad und Glanzgrad

Produkte werden nach Haltegrad und Glanzgrad kategorisiert. Beides sind wichtige Auswahlkriterien.

Der Haltegrad beschreibt, wie stark das Produkt die Frisur in Form hält. Leichter Halt gibt der Frisur Struktur, ohne sie zu fixieren, und eignet sich für natürlich fallende Haare. Mittlerer Halt ist der Allrounder für die meisten Alltags-Frisuren. Starker Halt fixiert die Frisur über den ganzen Tag, auch bei anspruchsvollen Styling-Formen wie Pompadour.

Der Glanzgrad reicht von matt bis hochglänzend. Matte Produkte sind modern und unaufgesetzt, passend für entspannte, natürliche Looks. Mittlerer Glanz ist die klassische Variante, dezent und alltagstauglich. Hochglänzende Produkte wie klassische Pomaden bringen den Retro-Look, den einige moderne Barbershops pflegen.

Die Kombination aus Haltegrad und Glanzgrad bestimmt den Charakter des Produkts. Ein mattes Wachs mit starkem Halt liefert einen modernen, strukturierten Look. Eine hochglänzende Pomade mit starkem Halt bringt den klassischen 1950er-Look. Zwischen diesen Polen gibt es viele Nuancen.

Was Styling-Produkte auf Dauer anstellen

Ein Thema, das nicht oft angesprochen wird. Styling-Produkte sind täglich auf dem Haar, und was dort tagelang liegt, kann auf Dauer Spuren hinterlassen.

Gute moderne Styling-Produkte sind auf die Haarstruktur abgestimmt und enthalten milde Komponenten. Sie schaden dem Haar langfristig nicht, solange die Haarwäsche regelmäßig erfolgt.

Weniger gute Produkte können Rückstände auf der Kopfhaut hinterlassen, die Talgkanäle verstopfen oder die Haarwurzeln belasten. Wer regelmäßig mit Styling-Produkten arbeitet und feststellt, dass die Kopfhaut zunehmend juckt oder Schuppen bildet, sollte das Produkt wechseln oder eine klärende Haarwäsche einlegen.

Petrolatum-basierte Pomaden lagern sich mit der Zeit im Haar und auf der Kopfhaut ab und erfordern regelmäßige Tiefenreinigung mit einem klärenden Shampoo, um die Balance zu halten.

Die einfachste Regel: gutes Produkt in moderater Menge, regelmäßige Haarwäsche, hin und wieder eine klärende Reinigung. So bleiben Haar und Kopfhaut auch bei täglichem Styling in gutem Zustand.

Bei Unsicherheit, welches Styling-Produkt zur eigenen Frisur und Haarstruktur passt, oder bei Fragen zum Unterschied zwischen wasserbasierten und petrolatum-basierten Varianten, schreib Finn oder Mike. Zwei Sätze zum Haarschnitt und zur gewünschten Optik reichen für einen passenden Vorschlag.

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