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Preshave / Öle

(7 Produkte)

Preshave ist der unterschätzte Schritt vor der Klinge: ein paar Tropfen Öl oder etwas Creme, kurz einmassiert, und die Klinge gleitet, statt zu kratzen. Gerade bei empfindlicher Haut und dichtem Bartwuchs macht das den Unterschied zwischen Rasur und Rasurbrand. Hier findest du Preshaves, die aus einer guten Rasur eine sehr gute machen.

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Preshave / Öle

Was Maler über deine Rasur wissen

Frag einen Maler, was den Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Anstrich macht, und er wird nicht über Farbe reden, sondern über Grundierung. Die Schicht, die niemand sieht, entscheidet darüber, wie alles hält, was danach kommt. Das Preshave ist die Grundierung der Nassrasur: eine hauchdünne Lage aus Ölen oder Gel, aufgetragen zwischen Wäsche und Schaum, unsichtbar unter allem, was folgt, und trotzdem oft der Unterschied zwischen einer Rasur, die funktioniert, und einer, die gelingt.

Technisch macht die Schicht drei Dinge: Sie legt einen zusätzlichen Gleitfilm zwischen Rasierklinge und Haut, sie macht das Barthaar noch einen Tick geschmeidiger, und sie bleibt auch dann noch da, wenn der Schaum im zweiten Durchgang dünner wird, als Reserve sozusagen. Brauchen im strengen Sinn tut sie nicht jeder, das sagen wir ganz offen. Aber es gibt drei Kandidaten, bei denen das Preshave vom Nice-to-have zum Gamechanger wird: harter, drahtiger Bartwuchs, empfindliche Haut, die nach jeder Rasur nachträgt, und die notorischen Problemzonen am Hals, wo die Klinge gern stolpert. Wer sich in einem der drei wiederfindet, sollte die Grundierung kennenlernen.

Öl, Gel und die Frage der Reihenfolge

Die klassischen Preshave-Öle sind Mischungen pflegender Öle, ein paar Tropfen genügen, und sie duften oft so gut, dass die Rasur schon vor dem Schaum beginnt, Freude zu machen. Preshave-Gels und -Cremes arbeiten identisch, fühlen sich nur anders an und ziehen teils schneller ein, eine Frage des Geschmacks, nicht der Leistung. In der Reihenfolge des Rituals steht das Preshave immer an derselben Stelle: nach Wäsche oder Dusche, vor dem Einschäumen, direkt auf die noch leicht feuchte Haut. Ob es dein Ritual braucht, findest du in zwei Wochen Praxistest heraus, und wenn du vorher wissen willst, welches Öl zu deinem Bart passt: Du weißt, wo du uns findest.

Gut zu wissen..

Ich rasiere mich seit Jahren ohne Preshave und eigentlich ganz zufrieden. Überrede ich mich da gerade zu einem überflüssigen Schritt?

Vielleicht, und das wäre völlig in Ordnung, denn wer mit seiner Rasur zufrieden ist, hat kein Problem, das gelöst werden muss. Das Preshave ist kein Pflichtschritt, sondern ein Werkzeug für konkrete Baustellen: hartnäckigen Bartwuchs, empfindliche Haut, stolpernde Klingen am Hals. Wenn du keine davon hast, spar dir Geld und Schritt, ehrlich. Wenn dich aber eine Stelle regelmäßig ärgert, und sei es nur die eine Ecke am Kieferwinkel, dann teste zwei Wochen lang gezielt dort ein paar Tropfen. Entweder du merkst nichts, dann war es das, oder du verstehst plötzlich, warum manche Männer nie wieder ohne rasieren.

Öl unter dem Rasierschaum, macht mir das nicht den ganzen Schaum kaputt?

Eine berechtigte Sorge, und die Antwort ist nein, wenn die Dosis stimmt. Ein richtig dosiertes Preshave, drei bis fünf Tropfen, zieht größtenteils in Haut und Barthaar ein, bevor der Schaum überhaupt kommt, was obenauf bleibt, ist ein hauchdünner Film, den ein ordentlich aufgeschlagener Rasierschaum problemlos überdeckt. Was den Schaum tatsächlich zusammenfallen lässt, ist eine Öl-Pfütze, also die dreifache Menge, großzügig verteilt, direkt vorm Einschäumen. Halte dich an die Tropfenzahl, gib dem Öl seine halbe Minute, und beide Schichten arbeiten zusammen statt gegeneinander. Falls dein Schaum trotzdem schwächelt, liegt es fast immer am Wasserverhältnis, nicht am Öl.

Kann ich statt Preshave-Öl einfach mein Bartöl nehmen? Ist doch beides Öl.

Näher dran, als die Industrie es gern hätte, aber nicht dasselbe. Bartöl ist als Pflege konzipiert, die im Haar bleibt und einzieht, Preshave-Öl als Gleitschicht, die während der Rasur zwischen Klinge und Haut arbeitet, die Rezepturen unterscheiden sich entsprechend in Zusammensetzung und Konsistenz. Im Notfall, unterwegs, Flasche vergessen: Ja, ein paar Tropfen Bartöl vor dem Schaum sind besser als nichts, das Prinzip ist verwandt. Als Dauerlösung holst du mit einem echten Preshave mehr Gleitwirkung bei weniger Rückständen heraus. Und umgekehrt gilt es übrigens auch: Preshave-Öl pflegt keinen Vollbart, dafür fehlt ihm schlicht der Auftrag.

An welcher Stelle im Ritual kommt das Preshave, wenn ich direkt nach der Dusche rasiere?

Die Dusche ändert nichts an der Position, sie macht sie nur bequemer: erst duschen, dann das Gesicht mit dem Handtuch leicht abtupfen, sodass die Haut feucht bleibt, aber nicht tropft, jetzt das Preshave einmassieren, halbe Minute Geduld, dann einschäumen und rasieren wie gewohnt. Die Restwärme und Feuchtigkeit aus der Dusche sind sogar der ideale Untergrund, das Öl verteilt sich auf feuchter Haut deutlich leichter und sparsamer als auf trockener. Falls du ohne Dusche rasierst, übernimmt das warme Wasser am Waschbecken diese Vorarbeit. Merksatz fürs Badezimmerregal: Das Preshave steht immer zwischen Wasser und Schaum. Dort wohnt es, dort wirkt es.

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