Preshave / Öle
(3 produkte)Preshave ist der unterschätzte Schritt vor der Klinge. Ein paar Tropfen Öl oder eine kleine Menge Creme, kurz einmassiert, und die Haut ist auf das vorbereitet, was kommt. Der feine Film reduziert die Reibung zwischen Klinge und Haut, weicht das Barthaar zusätzlich auf und schützt empfindliche Zonen vor Reizung. Besonders für harte Bärte, empfindliche Haut oder den, der im Winter mit Heizungsluft kämpft, macht Preshave einen spürbaren Unterschied. In dieser Kategorie findest du Preshave-Öle und -Cremes aus unserem Sortiment und von ausgewählten Partnern.
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Preshave / Öle
Der unterschätzte Schritt, der alles verändert.
Es gibt in der Nassrasur zwei Gruppen von Männern. Die einen nutzen Preshave täglich und würden nicht mehr ohne auskommen. Die anderen haben noch nie davon gehört oder halten es für einen überflüssigen Schritt zwischen Dusche und Seife. Wer einmal die Unterschiede zwischen beiden Seiten erlebt hat, versteht, warum das Thema so polarisiert. Preshave ist kein Must-have, aber es ist für viele das, was zwischen einer guten und einer sehr guten Rasur liegt.
Was macht Preshave überhaupt?
Die Aufgabe von Preshave ist klar umrissen: einen feinen Film zwischen Haut und Klinge legen, der die Reibung reduziert und die Klinge besser gleiten lässt. Dieser Film hat mehrere Effekte. Er senkt den Druck, der beim Zug der Klinge auf die Haut wirkt, und reduziert damit Reizung und Rasurbrand. Er weicht das Barthaar zusätzlich auf, über das, was warmes Wasser und Dusche ohnehin leisten, und macht es leichter zu schneiden. Und er schützt die oberste Hautschicht, besonders an Stellen, die empfindlich auf die Klinge reagieren.
Der Effekt ist bei Männern mit harter Bartstruktur, empfindlicher Haut oder Neigung zu eingewachsenen Haaren am deutlichsten spürbar. Wer eine weiche Haut und einen zarten Bart hat, kommt oft auch ohne Preshave gut zurecht. Wer zur ersten Gruppe gehört, erlebt mit Preshave oft einen Sprung in der Qualität seiner Rasur.
Öl oder Creme, was ist besser?
Die Frage wird oft gestellt, und die Antwort hängt am Hauttyp und an den Vorlieben. Preshave-Öle sind leichter, ziehen schneller ein und hinterlassen einen dünnen, unauffälligen Film. Sie eignen sich für Männer mit normaler bis leicht öliger Haut und für den Alltag, wenn es schnell gehen soll.
Preshave-Cremes sind reichhaltiger, hinterlassen eine dickere Schicht und verbinden den Schutzfilm mit zusätzlicher Pflege. Sie sind die bessere Wahl für trockene Haut, für die Wintermonate mit Heizungsluft und für Männer, die zusätzliche Pflegewirkung wünschen.
Viele Nassrasierer haben beides im Bad und wechseln je nach Situation. Öl im Sommer, Creme im Winter. Öl an den schnellen Morgen, Creme am Wochenende, wenn mehr Zeit ist. Wer zum ersten Mal Preshave ausprobiert, startet am besten mit einem Öl, weil die Anwendung schneller geht und das Ergebnis direkt spürbar ist.
Die richtige Dosierung
Bei Preshave, wie bei so vielen Pflegeprodukten, macht die Menge einen Unterschied. Bei Öl reichen drei bis fünf Tropfen für eine komplette Gesichtsrasur. Wer mehr aufträgt, hat einen Film, der sich nicht richtig verteilt und die Seife darauf nicht tragen kann. Weniger ist oft besser, und wer merkt, dass das Öl nicht ausreicht, kann beim nächsten Mal einen Tropfen mehr nehmen.
Bei Creme ist eine haselnussgroße Menge für die ganze Gesichtsrasur ausreichend. Die Creme verteilt sich mit etwas Reibung zwischen den Händen und wird dann gleichmäßig in den Bart und auf die Haut einmassiert. Zu viel Creme erzeugt eine schwere Schicht, durch die der Pinsel beim Schaum-Aufschlagen nicht mehr sauber arbeitet.
Die Anwendung in drei Schritten
Die Anwendung ist einfach und schnell erledigt. Erster Schritt: die Haut muss feucht sein. Direkt nach der Dusche ist der beste Moment, weil das Gesicht noch leicht klamm und die Haut aufnahmefähig ist. Wer aus dem Bett kommt und das Gesicht erst waschen muss, nimmt ein warmes, feuchtes Tuch und drückt es kurz aufs Gesicht.
Zweiter Schritt: auftragen und einmassieren. Die abgemessene Menge in die Handflächen, kurz verreiben, dann gegen die Wuchsrichtung in den Bart und auf die Haut einmassieren. Nicht nur an der Oberfläche, sondern bis hinunter zur Haut. So wirkt das Preshave auch unter dem Bart, wo die Klinge später zieht.
Dritter Schritt: kurz einziehen lassen. Zwanzig bis dreißig Sekunden reichen. In dieser Zeit kann man den Pinsel in warmem Wasser einweichen oder die Rasierseife bereitstellen. Danach Seife oder Creme wie gewohnt auftragen und mit der Rasur beginnen.
Preshave-Öle: die wichtigsten Inhaltsstoffe
Wer die Inhaltsstoffe lesen kann, erkennt gute Preshave-Öle an ihrer Zusammensetzung. Jojobaöl ist häufig die Basis, weil es der menschlichen Haut sehr ähnlich ist und schnell einzieht. Arganöl bringt Pflegewirkung und einen angenehmen Griff. Traubenkernöl ist leicht und fühlt sich nicht schwer an. Squalan ist ein Pluspunkt, weil es besonders tief einzieht.
Dazu kommen oft ätherische Öle für den Duft. Eukalyptus und Minze sind klassische Komponenten in Preshaves, weil sie frisch wirken und die Haut zusätzlich beleben. Wer empfindliche Haut hat, greift zu einer duftneutralen Variante, weil ätherische Öle bei manchen Hauttypen zusätzliche Reizung verursachen können.
Preshave-Cremes: was sie unterscheidet
Preshave-Cremes sind reichhaltiger als Öle und enthalten neben den Ölkomponenten oft Butter und Pflegewirkstoffe. Sheabutter ist ein Klassiker, ebenso wie Kakaobutter oder Mandelöl. Glycerin bindet Feuchtigkeit, Bisabolol kann beruhigen, pflanzliche Extrakte ergänzen je nach Rezeptur.
Eine gute Preshave-Creme fühlt sich beim Auftragen cremig und leicht ölig an, hinterlässt aber keinen klebrigen Film. Nach dem Einmassieren bleibt ein dünner Film auf der Haut, der erkennbar ist, ohne aufzutragen. Wenn die Creme nach dem Auftragen ein weißliches, mattes Bild zeigt, ist meist zu viel aufgetragen worden.
Für wen lohnt sich Preshave besonders?
Drei Gruppen profitieren von Preshave deutlich mehr als andere. Männer mit hartem Bartwuchs, weil das zusätzliche Aufweichen des Haares den Unterschied zwischen einer mühsamen und einer gleitenden Rasur macht. Männer mit empfindlicher Haut, weil der Schutzfilm die Reizung durch die Klinge deutlich reduziert. Männer, die zu eingewachsenen Haaren neigen, weil Preshave die Haut geschmeidiger hält und die Haare nach der Rasur besser aus der Haut wachsen können.
Wer zu keiner dieser Gruppen gehört, kann Preshave gelegentlich ausprobieren und selbst entscheiden, ob der Schritt im eigenen Rhythmus Platz findet. Manche bleiben danach dabei, andere nutzen es nur an bestimmten Tagen, wenn die Haut besondere Pflege braucht.
Bei Unsicherheit, ob Öl oder Creme besser zur eigenen Haut passt, oder bei der Wahl zwischen duftneutralen und duftenden Varianten, schreib Finn oder Mike. Zwei Sätze zur Hautsituation und zum Bartwuchs reichen für einen passenden Vorschlag.