Bartöl mit krautig-kühlem Duft – Rosmarin, Bergamottminze, Basilikum und Pfefferminze.
Saphir ist das einzige Produkt bei uns, dessen Duft etwas tut, das du nicht nur riechst. Das Menthol redet deiner Haut ein, es sei kälter geworden, und sie glaubt es. Gemessen hat sich nichts geändert. Gerochen wird unterdessen Kraut, harzig und fast nadelig, mit einer Schärfe, die an Kampfer erinnert.
Der Duft: Rosmarin, Minze und Basilikum.
Für Gerüche hat unsere Sprache kein einziges eigenes Wort. Nicht eins. Frisch gehört der Wäsche, scharf dem Messer, klar dem Wasser, grün der Farbe – wir borgen uns alles zusammen und geben nie etwas zurück. Vorweg eine Sache, die eine falsche Erwartung geraderückt: Der größte Anteil in dieser Rezeptur ist nicht die Minze, sondern der Rosmarin. Saphir ist also kein Minzduft mit Kraut darin, sondern ein Kräuterduft, der kühl endet.
Rosmarin riecht wie Nadeln, die du zwischen den Fingern zerrieben hast: harzig, krautig, mit einer Schärfe, die man aus Kampfer kennt. Die Bergamottminze ist die weichere Verwandte der Pfefferminze, blumiger und runder, mit einem zitrischen Zug wie von Zitronenschale, der jemand die Säure genommen hat. Basilikum überrascht die meisten, denn es riecht nicht grün und schneidend, sondern warm und süßlich, mit einem anisigen Ton, der das Ganze rundet. Die Pfefferminze setzt den bekannten klaren Schluss.
Und dann kommt der Teil, den es nur hier gibt. Menthol kühlt nicht, es kann es gar nicht – es trifft in deiner Haut auf dieselben Rezeptoren, die auch auf echte Kälte reagieren, und löst dort dasselbe Signal aus. Deine Haut meldet Kälte, ohne dass ein einziges Grad dazu passt. Gerochen wird Kraut, gespürt wird eine Kälte, die keine ist – und wenn du diese beiden Sätze auseinanderhältst, hast du Saphir verstanden.
Die Inhaltsstoffe: Jojoba, Argan, Traubenkern und Squalan.
Die Basis unter der Frische ist unspektakulär, und das ist als Kompliment gemeint. Jojobaöl ist chemisch gar kein Öl, sondern ein flüssiges Wachs, das dem ähnelt, was deine Haut selbst herstellt – deshalb nimmt sie es auf, statt es abzuweisen. Argan- und Traubenkernöl versorgen Haar und Haut und bleiben so leicht, dass nichts glänzt. Rizinusöl gibt dem Barthaar Substanz, damit weich nicht schlapp bedeutet. Squalan macht die Oberfläche des einzelnen Haares glatt.
Bisabolol, der mildeste Bestandteil der Kamille, kümmert sich um die Haut unter dem Bart, die sich meistens erst meldet, wenn sie schon gereizt ist. Ohne Silikone, ohne Mineralöl.
Aus unserer Manufaktur: vier Öle, die einzeln eingewogen werden.
Rosmarin, Bergamottminze, Basilikum und Pfefferminze sind ätherische Öle aus der Destille – sie werden mit Wasserdampf gewonnen, nicht ausgezogen, und deshalb kaufen wir sie einzeln ein statt sie anzusetzen. Was wir nicht kaufen, ist eine fertige Duftkomposition mit einer Nummer darauf. Zusammengestellt wird hier, Tropfen für Tropfen, und dabei ist die Reihenfolge wichtiger, als man denkt: Gibt man die Pfefferminze zu früh dazu, drückt sie alles andere weg, und man dosiert den Rosmarin unwillkürlich zu hoch.
Wir setzen deshalb das Kraut zuerst an und die Minze zuletzt. Danach steht die Mischung ein paar Tage, weil frisch gerührt jede Rezeptur schärfer riecht als eine, die sich gesetzt hat.
Die Saphir-Linie: derselbe Effekt, unterschiedlich deutlich.
Weil das Kältegefühl an der Haut entsteht und nicht in der Nase, fällt es dort am stärksten aus, wo das Produkt am längsten auf der Haut bleibt – im Öl und im Balsam deutlich, im Shampoo nur für den Moment der Wäsche. Es gibt Saphir für den Bart, fürs Haupthaar und für die ganze Rasur. Falls du besonders empfindlich auf Menthol reagierst, sag uns Bescheid, bevor du bestellst; wir können dir sagen, welches Produkt der Linie sich am zurückhaltendsten verhält.