★★★★★ (4,9) auf Google.de

Ein paar Tipps, wenn du Bartöl selbst machen willst.

Mike Seebauer |

Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026

Bartöl selbst mischen? Guter Mann, gute Idee. Wir sagen dir, wie du das am besten anstellst.

So, wie du dein Haupthaar pflegst, bedarf auch deine Bartpflege gewisser Aufmerksamkeit. Du trimmst ihn, du wäschst ihn, du kämmst ihn, und du ölst ihn mit Bartöl ein. Wir verraten dir, wie du dein Bartöl selbst machst.

Bartöl im Allgemeinen werden zahlreiche positive Eigenschaften nachgesagt. Im Speziellen soll es deinen Bart weicher und geschmeidiger machen, es soll deinem Bart ein gepflegtes Aussehen und einen seidigen Glanz geben. Er soll mit wichtigen Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt werden, damit er lange gesund bleibt. Aber das Beste an der Verwendung von Bartöl: Dein Bart duftet unglaublich gut. Fertige Bartöle gibt es reichlich zu kaufen, vom Drogerieregal bis zur Manufaktur.

Eines haben sie alle gemein: Sie bestehen aus Trägerölen und ätherischen Ölen. Das Prinzip ist einfach, du benötigst die Trägeröle als Basis, um dein eigenes Bartöl zu mischen, sie sind für die pflegende Wirkung auf Haut und Haar zuständig. Und Obacht! Die andere Komponente, nämlich die duftgebende: Ätherische Öle sollen unverdünnt niemals direkt auf die Haut gelangen, die hohe Konzentration kann deine Haut zumindest reizen, wenn nicht sogar schädigen.

Wenn du also dein Bartöl selbst zusammenmischen willst, solltest du grundsätzlich darauf achten, dass du nicht allergisch gegen die verschiedenen Ingredienzien bist, diese Aufgabe können wir dir leider nicht abnehmen. Wir haben zwar eine große Auswahl an tollen Bartölen verschiedener Produzenten in unserem Onlineshop, die du kaufen kannst, aber eigentlich gibt es nichts Cooleres, als sich ein eigenes Bartöl selbst zu mischen.

Wähle also die Trägeröle und die ätherischen Öle für dein eigenes Bartöl mit Bedacht, dann kann nicht viel schiefgehen. Alles, was du über die Produktion eines Bartöles wissen solltest, erzählen wir dir jetzt, hier kommen die wichtigsten Infos für angehende Bartölbrauer.

Was brauche ich, wenn ich mein Bartöl selbst mischen will? Trägeröle, ätherische Öle und Experimentierfreude. Hilfreich sind kleine Fläschchen, die zwischen 20 und 30 Milliliter fassen, ein Messbecher und ein Trichter. Wenn du einmal die Inhaltsstoffe diverser Bartöle vergleichst, stößt du immer wieder auf eine Basis aus Mandelöl, Traubenkernöl, Aprikosenkernöl, Jojobaöl und Arganöl. Die wählen wir auch, und ätherische Öle nach Belieben für den Duft.


Unsere Anleitung für dein DIY-Bartöl.

Thema Trägeröle. Eine durchdachte Mischung ist wichtig für eine gute Pflegewirkung, das ist unsere Auswahl.

Die Trägeröle sind das Wichtigste an deinem Bartöl. Es gibt eine Menge verschiedener Öle, deren Wirkung auf Haut und Haar untereinander variiert, die sich aber gegenseitig hervorragend ergänzen. Von A wie Avocadoöl bis W wie Weizenkeimöl steht dir eine Vielzahl an Ölen zur Auswahl. Du siehst auf den ersten Blick: Die Liste potentieller Trägeröle ist lang, das hier sind nur einige kleine Anregungen. Wir haben eine umfangreiche, aber sicher nicht vollständige Liste einiger Trägeröle zusammengestellt: Aprikosenöl, Arganöl, Avocadoöl, Calendulaöl, Erdnussöl, Hagebuttensamenöl, Wildrosenöl, Hanföl, Haselnussöl, Johanniskrautöl, Jojobaöl, Kokosöl, Macadamianussöl, Mandelöl, Nachtkerzenöl, Olivenöl, Rapsöl, Ringelblumenöl, Sanddornöl, Schwarzkümmelöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Traubenkernöl, Weizenkeimöl.

Es sind der Dinge zwei, auf die du bei der Wahl und Kombination der Trägeröle für dein eigenes, für dich perfektes Bartöl achten musst: Erstens ist das das Fettsäurespektrum, zweitens das Spreitverhalten und was diese beiden betrifft, hat ein jedes Öl spezifische Eigenschaften. Ganz, ganz kurz zusammengefasst:

1. Aprikosenkernöl und Mandelöl, aber auch Avocadoöl und Macadamianussöl sind Öle mit hohem Ölsäureanteil, sie wirken rückfettend.

2. Arganöl, Reiskeimöl und Sesamöl sind Öle mit ausgewogenen Anteilen an Öl- und Linolsäure, sie wirken pflegend und schützen deine Haut.

3. Traubenkernöl, Distelöl, Sojaöl und Weizenkeimöl bringen viel Linolsäure mit, ziehen schnell ein und lassen die Haut geschmeidig statt fettig zurück.

Eine Mischung aus Ölen dieser drei Gruppen funktioniert schon sehr gut, wenn du noch einen draufsetzen willst, experimentierst du mit Squalan, Brokkolisamenöl und/oder Hanfsamenöl, die allesamt das Spreitverhalten positiv beeinflussen, dein Öl lässt sich noch besser auf Haut und im Barthaar verteilen.

Welche Öle soll ich als Basis für mein Bartöl nehmen, fragst du?

Als Grundausstattung an Basisölen für dein eigenes Bartöl empfehlen wir dir Aprikosenkernöl, Arganöl, Mandelöl, Traubenkernöl und Jojobaöl. Für weitere Bartöl-Experimente besorgst du dir noch Avocadoöl, Macadamianussöl und Squalan. Achte dabei auf eine ausgewogene Mischung, was sinnvoll ist, erfährst du in unseren Bartöl-Rezepten.

Im Internet von diversen Quellen zu lesen ist öfter der in Trägerölen angeblich enthaltene Anteil an Vitamin C oder Vitaminen der B Gruppe. Entgegen dieser weitläufig verbreiteten Meinung sind sich Experten einig, dass reine fette Öle keine signifikanten Mengen an diesen wasserlöslichen Vitaminen aufweisen. Anders hingegen sieht das bei den fettlöslichen Vitaminen aus, zu denen Vitamin A, D, E und K zählen.

Prunus Armeniaca Kernel Oil: Aprikosenkernöl.

Nach der Auslese der Kerne aus der Frucht, hauptsächlich von Hand, werden die Kerne im schonenden Verfahren kaltgepresst. Das gewonnene Öl enthält einen hohen Anteil an Oleinsäure (Ölsäure), ein wichtiges ungesättigtes Fett, das der Körper nicht selbst produzieren kann. Mit über 25 % Linolsäure gehört sie zu den Fettsäuren, die Feuchtigkeit spenden und die Haut weich zurücklassen. Ein ebenfalls hoher Gehalt an Tocopherol (Vitamin E) und Vitamin A verdeutlicht zusätzlich den Wert dieses Öls.

Argania Spinosa Kernel Oil: Arganöl.

Die winzigen Kerne des fast ausschließlich in Marokko beheimateten Arganbaumes liefern in aufwändigem Verfahren einen nur geringen Anteil des Öls. Daher ist es entsprechend wertvoll und begehrt und wird gerne in einer Vielzahl von Kosmetikprodukten verwendet.

Prunus Amygdalus Dulcis Oil: Mandelöl.

Eigentlich ein Rosengewächs, das, ursprünglich in Asien beheimatet, heute vornehmlich im Mittelmeerraum und warmen Gegenden Nordamerikas angebaut wird. Durch Kaltpressung aus Mandelkernen gewonnen zieht es langsam, aber sehr tief in die Haut ein, macht sie weich und geschmeidig. Der sehr hohe Ölsäuregehalt hilft anderen Produktbestandteilen, gut in die Haut zu gelangen.

Vitis Vinifera Seed Oil: Traubenkernöl.

Die auch in europäischen Gefilden verbreitet angebauten Trauben liefern im aufwändigen und schonenden Kaltpressverfahren nur bis zu 15% Öl aus ihren Kernen. Das somit teure Traubenkernöl fördert den Fluss von Talg und hemmt die Hornbildung der Haut. Dank hohem Gehalt an Linolsäure hilft es besonders trockener und alternder Haut im Regenerationsprozess, hilft Vitaminen wie E und K schnell und tief in die Haut zu gelangen.

Simmondsia Chinensis Seed Oil: Jojobaöl.

Aus dem Samen des hauptsächlich in Mittel- und dem südlichen Nordamerika angebauten Jojobastrauchs per Kaltpressung gewonnen. Es wird nicht ranzig, ist daher besonders lange haltbar und enthält die Vitamine A und E. Jojobaöl stärkt die Abwehrkräfte von Haaren und Haut, verlangsamt gar den Alterungsprozess der Haut.

Persea Gratissima Oil: Avocadoöl.

Ein vitamin- und nährstoffreiches Fruchtfleischöl, das aus den Früchten des Avocadobaums, einem Lorbeergewächs, gepresst, zentrifugiert und gefiltert wird. Nativ, sprich roh belassen, ist es gelbgrün bis tiefgrün und hat außerordentlich wirksame kosmetische Eigenschaften. Raffiniert ist es blass und signifikant wirkungsärmer. Naturrein, also unraffiniert, behält es seine tiefgrüne Farbe und seine Wirkstoffe und taugt damit als Basisöl, unter anderem fürs Bartöl.

Es bändigt und glättet sprödes Barthaar und pflegt trockene und rissige Haut. Wegen seines hohen Gehalts an Palmitoleinsäure wird es sehr gut von sensibler und kranker Haut vertragen, die ihre natürliche Schutzbarriere verloren hat. Insbesondere die Vitamine A, E und D schirmen sie gegen äußere schädigende Einflüsse ab. Es legt eine feine Gleitschicht auf die Haut, über die die Klinge sanfter läuft — massier es vor der Rasur ein, und deine Haut dankt es dir.

Macadamia Ternifolia Seed Oil: Macadamianussöl.

Die Königin und teuerste Nuss der Nüsse stammt aus Australien. Ihre harte Schale kann nur maschinell geöffnet werden. Kontrastierend macht ihr kaltgepresstes Öl dafür Haut äußerst weich und geschmeidig. Durch den hohen Anteil an Palmitoleinsäure lässt es sich leicht verteilen, dringt tief in die Haut ein und nimmt dabei die Wirkstoffe anderer Basis- und ätherischer Öle gleich mit. Es spendet trockener, sensibler und vor allem älterer Haut enorm viel Feuchtigkeit. Der hohe Eiweiß- und Fettgehalt macht es zu einem reichhaltigen Öl, das Haut und Barthaare pflegt und spürbar glättet.

Squalane: Squalan.

Eine klare, geruchslose, ölige Flüssigkeit, deren Name chemisch klingt. Es kommt jedoch natürlich vor, gerade auch in unseren hauteigenen Lipiden (Talg), weshalb es von außen zugeführt besonders gut aufgenommen wird. Vorwiegend wird es aus Pflanzenölen, wie Amaranthöl, Olivenöl oder Reiskeimöl gewonnen, findet sich aber auch in Haifischleber. Kaltgepresst ist es ein hervorragendes Basisöl für sensible, sehr trockene und nährstoffbedürftige Haut, da es außerordentlich viel Feuchtigkeit liefert, überhaupt nicht reizt und ein samtig seidiges Hautgefühl hinterlässt. Doch nicht nur das. Es glättet spröde Barthaarspitzen und hilft den anderen Ölen deiner Mischung, in Haut und Haar einzuziehen.


Thema ätherische Öle, verleih deinem Bartöl und damit deinem Bart den perfekten Duft.

Als ätherische Öle haben wir für unsere Bartöle im ersten Anlauf zunächst Teebaumöl, Orangenöl und Pfefferminzöl gewählt, es steht dir selbstverständlich immer noch frei, deinem eigenen Bartöl den Duft zu verleihen, der deiner feinen Bartträger-Nase am besten taugt. Deshalb, eigentlich gerade deswegen ein kleiner Nachtrag aus dem Blackbeards-Bartöl-Labor.

Nachdem wir diesen Bartöl-Ratgeber vor mehr als zwei Jahren veröffentlicht haben, bekamen wir schon eine Menge Feedback zu den Rezepturen für die Bartöl-Rezepte von Blackbeards Bartöl „Revenge“, Blackbeards Bartöl „Treasure“ und Blackbeards Bartöl „Blackest Beard“. Wir fanden Pfefferminz und Teebaumöl seinerzeit einfach sehr spannend, haben aber dennoch bei unseren neuen Bartöl-Rezepten für etwas mehr Abwechslung gesorgt. Der Name der Bartöle ist derselbe, der Duft aber ein noch besserer. Die guten Dinge bleiben bestehen.

Düfte können sich auf unser Befinden auswirken und unsere Stimmung beeinflussen. Und oh ja, da gibt es einige: circa 120. Ätherische Öle werden aus den Samen, Stängeln, Blüten oder aus anderen Teilen einer Pflanze gewonnen, oder auch aus dem Holz und der Rinde von Bäumen oder der Schale von Früchten oder aber aus… naja, Jean-Baptiste Grenouille lässt grüßen.

Zum Beispiel riecht Pfefferminzöl besonders frisch und kräftig, Orangenöl dagegen fruchtig süß. Zedernholz bringt einen rauchig-holzigen Duft in deinen Bart, Rosenholz riecht deutlich milder und blumig. Spiele ruhig ein bisschen mit dem Einsatz der Öle, so kommst du auf eine Duftnote, die außer dir keiner im Fläschchen hat.

Auch hier haben wir eine umfangreiche Liste angefertigt, wollen uns bei unseren Bartölen aber auf Pfefferminzöl, Teebaum-Öl und Orangenöl beschränken. Teste ruhig selbst ein bisschen rum. Hier die sicherlich höchst unvollständige Liste: Alantwurzel, Anis, Baldrianöl, Basilikum, Beifuß, Bergamotte, Blutorange, Citronell, Koriander, Eukalyptus, Fenchel, Grapefruit, Ingwer, Jasmin, Kamille, Kiefer, Kümmel, Lavendel, Lemongras, Limette, Melisse, Minze, Moschus, Myrrhe, Nelke, Orange, Pfefferminze, Rosenholz, Sandelholz, Teebaum, Vanille, Verbena, Zeder, Zitrone.

Welche ätherischen Öle soll ich für mein eigenes Bartöl wählen? Wie gelingt ein guter Duft?

Gegenfrage: Welchen Duft magst du am liebsten? Blumig wird der Duft deines Bartöles mit Jasmin oder Rose, fruchtig mit Pfirsich, Zitrone oder Bergamotte, süß mit Vanille. Herb, holzig, ledrig und erdig durch Tabak, Sandelholz oder Moos. Orientalisch dank Patchouli, Nelke und Vanille. Würzig wird’s mit Zimt, Thymian, Salbei oder Pfeffer.


Was du brauchst, und was du vorher klärst.

Utensilien, die du brauchen kannst, wenn du Bartöl selbst machen willst.

Das richtige Werkzeug ist ein wichtiger Bestandteil einer jeden Arbeit. Die Liste an Utensilien, die du zum Bartölmischen brauchst, hält sich allerdings in Grenzen. Also, zum Abmessen der verschiedenen Trägeröle benutzt du, wie soll es auch anders sein, einen Messbecher.

Zur Aufbewahrung deiner eigenen Bartölmischung hat sich seit Jahren die Pipettenflasche bewährt. Um das Trägerölgemisch dort verlustfrei hineinzumanövrieren, bevorzugen wir einen kleinen Trichter.

Wenn du keine ruhige Hand hast, solltest du eventuell eine kleine Spritze benutzen, mit der du das Öl aufsaugen und dann hineinspritzen kannst. Die ätherischen Öle sind meistens in kleinen Fläschchen erhältlich, die einen Tropfverschluss haben und somit eine leichte und einfache Dosierung ihres kostbaren Inhalts ermöglichen. Das erleichtert das Zusammenführen von Trägerölen und ätherischen Ölen, da du das Vermischen in den Pipettenfläschchen machen kannst.


Was du beim Bartölmischen beachten solltest.

Wenn du noch tiefer in die Materie einsteigen willst, schau auch auf die Etiketten der Bartöle in deinem Badezimmerschrank. Bei den Inhaltsstoffen findest du, wenn es kein Parfümöl ist, immer die Namen der ätherischen Öle, die dein Lieblingsbartöl beinhaltet.

Wichtig zu wissen ist auch: Manchmal entfaltet sich der Duft deines eigenen Bartöles erst nach ein paar Stunden, im Bart riecht das Öl anders als aus der Flasche und deine Vorstellung von einer gewissen Kombination spielt ebenfalls eine Rolle. Kunden, die unser Blackbeards Bartöl kauften, erzählen uns zum Beispiel immer wieder, dass sie skeptisch dem Vanille-Duft gegenüber, dann aber positiv überrascht, waren.


So rührst du an, und so hebst du deine Mischung auf.

Unsere Bartöl-Anleitung: Du hast alle Öle besorgt und willst starten? Toll, los geht’s.

Mische Trägeröl mit ätherischem Öl. Erledigt. So einfach ist es, wenn du das Mischverhältnis kennst: 8 bis 10 Tropfen ätherisches Öl auf 30 Milliliter Trägeröl. Unsere Bartöl-Rezepte sollen dir als Anregung dienen, wenn du sie ausprobierst, halte zwischendurch einmal deine Nase über die Mischung und schnuppere darin.

Beobachte, wie sich mit jedem Tropfen eines weiteren ätherischen Öles der Duft verändert. Gefällt dir, was du riechst? Noch nicht? Mach weiter, denn für dich heißt der beste Weg zum Erfolg nun: Experimentieren. Solange, bis du das für dich perfekte Bartöl gefunden hast, was den Duft und die Anforderung deiner Barthaare und deiner Haut angeht. Es sind drei Schritte, die du befolgen musst.

1. Beginne mit den Trägerölen.

Wir haben uns ein paar Fläschchen besorgt, die ca. 30 Milliliter fassen. Nimm mindestens zwei, besser drei Trägeröle als Basis für dein eigenes Bartöl, bei zweien mischst du das Ganze 50/50, 25/75 oder 75/25. Wir können uns nur wiederholen: Experimentiere herum, bis du die perfekte Mischung für deine Barthaare und deine Haut gefunden hast. Die Tests werden einige Tage dauern, beobachte ganz genau, wie sich deine Mischung auf die Geschmeidigkeit deiner Barthaare auswirkt.

2. Füge ätherische Öle hinzu.

Die Grundlage ist geschafft, jetzt geht’s ans Eingemachte. Nochmal der Hinweis: Ätherische Öle dürfen unverdünnt niemals direkt auf die Haut gelangen, die hohe Konzentration kann deine Haut zumindest reizen, wenn nicht sogar schädigen. Es geht nur um den Duft, und diese Öle sind so konzentriert, dass ein paar Tropfen zu viel dir den ganzen Ansatz verderben. Du kannst die Öle kombinieren, wie es dir beliebt: 8 bis 10 Tropfen ätherisches Öl auf die 30 Milliliter Trägeröl sollten ausreichen. Ab damit ins Fläschchen.

3. Mische das Trägeröl mit den ätherischen Ölen.

Das Vermischen des ätherischen Öles mit dem Trägeröl ist einfach. Fläschchen zuschrauben und schütteln, schütteln, schütteln, noch ein bisschen, et voilà: Beschrifte dein erstes eigenes Bartöl und teste die nächsten Bartöl-Rezepte.


Selbst gemischtes Bartöl macht Spaß, der Rest deiner Bartpflege darf trotzdem fertig sein.

Zum Einarbeiten und Verteilen deiner eigenen Mischung brauchst du weiterhin Kamm, Bürste und Schere. Die stehen zusammen mit allem anderen in der Bartpflege.

Du fragst dich, welches Trägeröl sich als Basis für deine erste Mischung eignet? Schreib uns, wir teilen gern, was bei uns funktioniert hat. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.


Das fragen uns Bartträger zu selbstgemachtem Bartöl am häufigsten.

Wie mache ich Bartöl selbst?

Du mischst Trägeröle als Basis und gibst wenige Tropfen ätherisches Öl für den Duft dazu. Praktisch sind kleine Fläschchen mit 20 bis 30 Millilitern, ein Messbecher und ein Trichter. Als Basis bewähren sich Mandelöl, Traubenkernöl, Aprikosenkernöl, Jojobaöl und Arganöl. Prüfe vorher, ob du eine der Zutaten nicht verträgst, das kann dir leider niemand abnehmen.


Was brauche ich, um Bartöl selbst zu mischen?

Erstaunlich wenig. Du brauchst einen kleinen Trichter, einen Messbecher mit Milliliterskala, ein Rührstäbchen, ein paar Trägeröle, eine Auswahl ätherischer Öle und kleine Glasfläschchen mit 30 bis 50 ml, am besten mit Pipette. Stell dir alles übersichtlich an einem sauberen Platz im Bad oder in der Küche zurecht. Mehr Ausrüstung brauchst du nicht.


Wie viel ätherisches Öl darf ins Bartöl?

Nur wenige Tropfen, denn ätherische Öle sind hoch konzentriert und wirken schon in winzigen Mengen intensiv.

Unverdünnt dürfen sie niemals direkt auf die Haut, sie können sie reizen oder sogar schädigen. Misch sie deshalb immer in ein Trägeröl ein. Sie sind ausschließlich für den Duft zuständig, die Pflege übernehmen die Trägeröle.

Geh also sparsam vor und rieche zwischendurch, statt am Ende ein ganzes Fläschchen zu überwürzen. Und schnupper vorher in Ruhe, denn Düfte wirken stärker auf Stimmung und Befinden, als du denkst.


Muss ich ein neues Öl vorher testen?

Ja, wenn du nicht sicher bist, ob du es verträgst. Gib einen Tropfen auf die Innenseite deines Unterarms und warte eine Stunde: Bleiben Reizung und Rötung aus, kannst du das Öl für deine Mischung verwenden. Das gilt für Trägeröle wie für ätherische Öle, wobei letztere nie unverdünnt auf die Haut gehören. Bleibt die Haut gereizt, ist das ein Fall für Arzt oder Apotheke.


Wie lange hält selbstgemachtes Bartöl?

Öle werden mit der Zeit ranzig, deshalb lagerst du deine Mischung am besten kühl, dunkel und gut verschlossen. Setz lieber kleinere Mengen an, die du in absehbarer Zeit aufbrauchst, statt einen Vorrat für Jahre. Riecht dein Öl anders als frisch angerührt, ist es Zeit für eine neue Runde. Beschrifte die Flasche ruhig mit dem Datum.


Kann ich Bartpflege selbst machen?

Ja, das geht. Bartöl, Bartbalsam, Bartpomade und Bartwichse lassen sich zuhause anrühren, genau so wie es unsere Großväter schon gemacht haben, lange bevor es fertige Produkte im Regal gab. Du brauchst dafür kein Labor, sondern Geduld, ein paar gute Zutaten und Lust am Ausprobieren. Rechne aber damit, dass die ersten Versuche nicht sofort sitzen.


Was brauche ich dafür?

Im Kern brauchst du Trägeröle als Basis, Wachs für den Halt, bei Bedarf pflanzliche Butter für die Konsistenz und ätherische Öle für den Duft. Dazu kommen Kleinigkeiten aus der Küche: etwas zum Schmelzen, eine Waage und saubere Tiegel oder Flaschen. Wie viel wovon hineinkommt, entscheidest du selbst, und genau das ist der Reiz an der Sache.


Ist selbstgemachte Bartpflege günstiger?

Oft ja, zumindest solange du deine eigene Arbeitszeit nicht mitrechnest. Du kaufst Rohstoffe statt fertiger Tiegel und mischst dir daraus gleich mehrere Portionen. Der größere Gewinn ist aber die Kontrolle: Du bestimmst, was drin ist, und lässt weg, was deine Haut nicht mag, etwa Konservierungs-, Farb- oder Duftstoffe. Günstig und genau nach deiner Nase, das ist der Deal.


Welche Trägeröle eignen sich, und welches ist das beste?

Das eine beste gibt es nicht, es kommt auf deine Haut und dein Haar an. Als Basis bewährt haben sich Mandelöl, Traubenkernöl, Aprikosenkernöl, Jojobaöl und Arganöl, damit machst du wenig falsch.


Geht Bartöl auch ganz ohne ätherische Öle?

Das geht, dann bleibt der Eigengeruch der Trägeröle übrig, der fein und kaum wahrnehmbar ist. Sinnvoll ist das, wenn du auf Duftstoffe allergisch reagierst oder wenn dein Bartöl deinem Parfüm nicht in die Quere kommen soll. Unser Rezept „Oceana“ ist genau so gebaut: vier Trägeröle, sonst nichts. Im Prinzip ist das die Reinform des Bartöls.


Das könnte dich auch interessieren.

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.