Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026
Ein langer Bart ist besonders pflegebedürftig, um ihn prächtig und majestätisch zu halten.
Dir reicht es nicht, nur Bartträger zu sein. Du willst ihn länger. Majestätischer. Imposanter. Einen Vollbart. Das benötigt allerdings ein bisschen Zeit. Wie schnell dein Bart wächst, hängt vor allem von deinem Vater ab. Und dessen Vater. Und dessen Vater. Schöne Grüße an dieser Stelle an die Gene.
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So pflegst du einen langen Bart
- Kämme deinen mächtigen Vollbart mit einem guten Bartkamm und bringe ihn in Form
- Wasche deinen Bart mit einem speziell für Bärte entwickelten Bartshampoo
- Die tägliche Dosis Bartöl gib deinem Bart heute. Er wird es dir danken
- Runde zwei für den Bartkamm, Runde eins dagegen für deine Bartbürste
- Feintuning und Finish mit Bartbalsam, Bartpomade und Bartwichse
- Das fragen uns Bartträger zum Vollbart am häufigsten
Die vererbten genetischen Informationen geben das Tempo deines Bartwuchses vor. Allerdings kannst du deinem Bart ein wenig unter die Arme greifen, wie das gute Kumpels eben tun. Testosteron, das Männlichkeitshormon, spielt für die Geschwindigkeit des Bartwuchses eine große Rolle. Es sorgt allerdings nicht dafür, dass Haare sprießen, wo vorher keine waren, lediglich der Wuchs an den schon behaarten Stellen wird gefördert. Deinen Testosteronspiegel kannst du auf ganz natürliche Weise positiv beeinflussen, zum Beispiel durch einen gesunden Lebensstil.
Dazu gehören regelmäßiger Sport, gesundes Essen oder auch Nichtrauchen. Auch im Schlaf steigt der Testosteronspiegel an, mindestens 7 Stunden pro Tag dürfen es davon schon sein. Die restlichen 14 Stunden des Tages kannst du ja dann wieder in deine Bartpflege investieren. Die tägliche Bartpflege ist nämlich bei einem Vollbart besonders wichtig. Es sollte zum Ritual werden, dass du dir täglich einen entsprechenden Zeitraum einräumst, der nur für deinen Bart gedacht ist.
Stell dir den Samstagmorgen vor: Die Frau, von der du geträumt hast, liegt tatsächlich neben dir und krault deinen Bart. Der Blick in den Kleiderschrank sagt dir dann zwar, dass du dringend neue Klamotten brauchst. Aber eins nach dem anderen, erst geht es ins Bad. Wie es der Volksmund sagt: Mit großem Bart kommt große Verantwortung.
Dein Bart soll möglichst lange möglichst gesund bleiben und auch so aussehen. Ein schöner Bart verpflichtet eben, deshalb genieße die Bartpflege, das Ergebnis kann sich nämlich sehen lassen. Ein schöner Vollbart fällt auf, immer wieder. Welche Schritte der täglichen Bartpflege du kennen solltest, verraten wir dir im folgenden Ratgeber.
So pflegst du einen langen Bart.
Kämme deinen mächtigen Vollbart mit einem guten Bartkamm und bringe ihn in Form.
Egal, wie sehr du deinen Vollbart pflegst, kleine Knoten und Wirrungen schleichen sich immer wieder ein. Wenn du dich abends im Bett hin und herdrehst, wenn äußere Umwelteinflüsse auf ihn einwirken oder wenn du zu sehr mit ihm gespielt hast: Knoten kommen, Knoten gehen aber auch wieder. Dabei hilft dir ein guter Bartkamm. Er bringt dein Barthaar schnell wieder in Form, gibt die Richtung vor und bringt auch gröbere Verschmutzungen wieder dahin, wo sie hingehören: raus aus deinem Bart und weit weg davon.
Welchen Bartkamm du wählst, hängt natürlich von der genauen Länge deines Bartes ab, auch davon, welches Material du bevorzugst und wie das gute Stück denn genau aussehen soll. Bewährt haben sich als Material natürliches Horn, wertiges Holz, Silber- und Nickel-Legierungen sowie Naturkautschuk. Wichtig dabei ist, dass die Zahnung zumindest ein wenig flexibel ist und nicht komplett hart und unbeweglich.
So stellst du sicher, dass sich die Zähne etwas an die Anatomie deines Bartes und deines Gesichts anpassen und weniger ziepen. Bei einem guten Kamm springen die Zähne anschließend wieder zurück in ihre ursprüngliche Form. Für einen mächtigen Vollbart darf die Zahnung etwas gröber sein, ein Oberlippenbart verlangt dagegen nach einer feineren Zahnung. Bestenfalls hast du sogar verschiedene Größen parat.
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Wasche deinen Bart mit einem speziell für Bärte entwickelten Bartshampoo.
Schritt zwei der Pflege eines langen Bartes ist das gründliche Waschen und Reinigen mit Bartshampoo. Zunächst solltest du ihn ausgiebig unter fließendem Wasser einweichen und anfeuchten, danach kommt dein gutes Bartshampoo zum Einsatz. Es sorgt dafür, dass dein Bart vollständig gereinigt wird und neben den gröberen Verschmutzungen, die der Bartkamm im Schritt davor schon herausgeholt hat, auch Feinstaub und kleinste Partikel wieder aus dem Bart rauskommen.
Auch wenn du sie mit bloßem Auge nicht erkennen magst: Sie sind trotzdem da. Wind, Wetter, Feinstaub und kleinste Partikel setzen sich im Laufe des Tages auf deinem Bart ab und stellen für ihn eine Belastung dar. Außerdem schlummern vielleicht noch Reste von Bartstylingprodukten darin, die jetzt ebenfalls raus müssen. Bei hartnäckigen Verschmutzungen hilft übrigens die stärkere Bartseife oft besser als Bartshampoo. Ein gutes Bartshampoo reinigt aber nicht nur deinen Bart, sondern pflegt auch die Gesichtshaut unter ihm.
Dort, wo dein Bart wächst, kommt nicht ganz so viel Luft an die Haut wie an kahlen Stellen, weshalb sich hier besonders gerne mikroskopisch kleinste Verunreinigungen ablagern, die aber mittels Bartshampoo schnell entfernt sind. Deine Barthaare werden durch das Bartshampoo weicher und flauschiger und bekommen einen anregenden Duft. Achte aber darauf, ein pH-neutrales Bartshampoo zu verwenden, das deine Barthaare nicht austrocknet oder entfettet, das hätte nämlich langfristig zur Folge, dass dein Bart eher brüchig und spröde wird.
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Die tägliche Dosis Bartöl gib deinem Bart heute. Er wird es dir danken.
Natürlich gehört auch Bartöl zur absoluten Grundausstattung für die Pflege eines langen Bartes. Es bildet den essentiellen Kern der Bartpflege und macht deinen Vollbart bei regelmäßiger Anwendung fühlbar geschmeidiger. Dazu bringt es einen seidigen Schimmer hinein und versorgt ihn mit Feuchtigkeit und Nährstoffen, sodass er nicht austrocknet und spröde wird. Als Highlight gibt es einen anregenden und wohlriechenden Duft mit obendrauf. Bartöl solltest du übrigens täglich verwenden, gerne auch zweimal, dein Bart wird sich freuen. Gib einfach eine kleine ausreichende Menge Bartöl zwischen deine Handflächen, verreibe es und massiere es anschließend liebevoll in deinen Bart ein.
Neben der Pflege deines Bartes kommt auch bei einem Bartöl wieder deiner Gesichtshaut entsprechende Aufmerksamkeit zu. Besonders wenn der Bart in die Länge wächst oder schon eine gewisse Grundlänge erreicht hat, kommt es immer wieder zu fiesen Juckattacken, die dich genau dann überfallen, wenn es gerade so gar nicht passt. Gut, wann passt eine Juckattacke schon? Auf jeden Fall hält ein gutes Bartöl deine Gesichtshaut geschmeidig, statt sie trocken und spannend zurückzulassen.
Verantwortlich für all diese pflegenden Eigenschaften sind die Trägeröle, die im Bartöl enthalten sind. Traubenkernöl zum Beispiel bringt viel Vitamin E mit, zieht schnell ein, ohne zu fetten, und eignet sich damit besonders für fettige oder Mischhaut. Mandelöl ist dagegen das Öl für dich, wenn deine Haut trocken, schuppig und sensibel ist, denn es ist säurearm und deshalb reizarm. Jedes Trägeröl bringt irgendeine besondere Wirkung mit. Schau mal, was deine Haut und Haare brauchen könnten.
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Runde zwei für den Bartkamm, Runde eins dagegen für deine Bartbürste.
Nun wird es Zeit, deinen Bart ausgiebig zu trocknen und ihm etwas Struktur zu verpassen. Dies geschieht mittels drei Dingen: einem Haartrockner, deinem Bartkamm und deiner Bartbürste. Föhne deinen Bart zunächst etwas trocken, bevor er durch deinen Bartkamm mehr Struktur bekommt. Kämme vorsichtig durch jedes einzelne Barthaar und löse so weitere kleine Knötchen, die vielleicht während des Waschens oder Einmassierens von Bartöl entstanden sind.
Spätestens nach dem Kämmen und Föhnen sollte dein Bart aber frei von sämtlichen Wirrungen sein und eine Grundstruktur erhalten haben, die mit der Bartbürste jetzt noch etwas verfeinert wird. Die Bartbürste ist ein kleines Wunderwerkzeug der täglichen Bartpflege. Bestenfalls hast du eine Bartbürste mit natürlichen Wildschweinborsten oder mit veganen Borsten aus Tampico Fibre, da diese unserer Haarstruktur am ähnlichsten sind.
Sie nehmen den Talg, den deine Haut produziert, auf und verteilen ihn in deinen Barthaaren. Das ist enorm wichtig, da dein Bart so mit körpereigenen Nährstoffen versorgt und vor dem Austrocknen geschützt wird. Durch die unterschiedliche Länge der Borsten auf der Bürste gelangen sie an jedes Barthaar und verteilen auch das vorher einmassierte Bartöl bis in die Spitzen deines hintersten Barthaares.
Feintuning und Finish mit Bartbalsam, Bartpomade und Bartwichse.
Du und dein Bart haben es fast geschafft. Sauber ist er, Bartöl hat er bekommen und die Nährstoffversorgung ist somit sichergestellt, Knoten sind gelöst und eine Grundstruktur hat dein Bart auch schon. Nun geht es an das Feintuning mit leicht fixierendem Bartbalsam oder mit etwas stärker formender Bartpomade. Beide enthalten zwar auch pflegende und duftende Inhaltsstoffe, also Trägeröle, beispielsweise Shea Butter, sowie ätherische Öle.
Doch stehen bei Bartbalsam und Bartpomade Styling und Fixierung dank beigemischter Wachse im Vordergrund. Zum Vollbart gesellt sich meist ein Schnauzer. Dessen Flächen bändigst du mit ungarischer Bartwichse und dessen Enden zwirbelst du mit bayerischer Bartwichse oder Moustache Wax. Gib eine ausreichende Menge deines gewählten Bändigers in deine Hände, verreibe und erwärme sie somit. Du wirst sehen, dass sie in ein paar Sekunden weich wird und sich danach zügig in den Bart einarbeiten lässt.
Arbeite sie zügig ein und bringe den Bart dabei in Form. Bartbalsam, -pomade und -wichse verleihen Halt und auch einen leichten Glanz, zusätzlich zu dem guten Duft. Abgerundet wird die Prozedur nun mit einer weiteren Runde Kämmen oder Bürsten, um deinem Vollbart den letzten Feinschliff zu verpassen und die Form so anzupassen, wie du dir das gedacht hast. Erneut gebildete Knoten und Wirrungen werden nun definitiv beseitigt. Was bleibt, ist ein wunderschöner Bart.
Ein langer Bart braucht täglich ein paar Minuten.
Waschen, ölen, balsamieren, kämmen: Beim Vollbart hängt viel daran, dass du die Reihenfolge einhältst und keinen Schritt auslässt. Die Produkte für diese Routine liegen in unserer Bartpflege beieinander.
Dein Bart verheddert sich trotz Öl und Balsam? Schreib uns, wie du vorgehst, wir finden die Stelle, an der es hakt. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.
Das fragen uns Bartträger zum Vollbart am häufigsten.
Wie pflege ich einen langen Bart?
Mach ein tägliches Ritual daraus, denn ein langer Bart ist besonders pflegebedürftig. Du kämmst ihn mit einem Bartkamm, wäschst ihn mit Bartshampoo, pflegst ihn mit Bartöl, bürstest ihn mit einer Bartbürste und stylst ihn mit Bartpomade. Räum dir dafür jeden Tag einen festen Zeitraum ein, der nur deinem Bart gehört. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Wie verhindere ich Spliss beim langen Bart?
Halte dein Barthaar geschmeidig, statt es trocken werden zu lassen. Bartöl ist dabei dein wichtigstes Mittel, weil es Haar und Haut gleichzeitig versorgt. Kämme außerdem behutsam, denn Knoten schleichen sich bei einem langen Bart immer wieder ein, ob nachts im Bett oder durch Umwelteinflüsse. Wer sie mit Gewalt durchreißt, macht sein Barthaar unnötig kaputt.
Wie halte ich einen langen Bart in Form?
Mit Kamm und Bartpomade. Der Kamm bringt dein Barthaar schnell wieder in Form, gibt die Richtung vor und befördert gröbere Verschmutzungen gleich mit heraus. Die Pomade sorgt danach dafür, dass die Form auch hält. Mach das am besten täglich, dann fallen kleine Knoten und Wirrungen gar nicht erst ins Gewicht.
Wie viel Bartöl brauche ich?
Weniger, als die meisten von uns nehmen. Für einen Drei-Tage-Bart reichen zwei bis drei Tropfen, ein Vollbart kommt mit vier bis fünf aus, ein stattlicher Bart mit acht bis zehn. Mehr schadet zwar nicht, bringt aber auch nichts, außer dem Glanz einer frisch polierten Autofelge. Massiere es in den noch leicht feuchten Bart ein.
Wie oft sollte ich einen langen Bart waschen?
Mit warmem Wasser darfst du ihn gern täglich waschen. Ein bis zwei Mal pro Woche kommt zusätzlich ein pH neutrales Bartshampoo dazu, das Rückstände von Pomade, Wichse und manchmal auch vom Mittagessen löst. Danach nicht wild herumrubbeln, sondern sanft trocken tupfen. Leicht feucht darf er bleiben, denn so nimmt er das Öl besser auf.
Wie schnell wächst ein Barthaar?
Es heißt, ein Barthaar legt zwischen 0,4 und 0,8 Millimeter pro Tag zu. Rechne selbst hoch, wie lange dein Wunschbart also ungefähr braucht. Geduld gehört bei langen Bärten schlicht dazu. Geh außerdem beim täglichen Kämmen vorsichtig vor und löse Knoten behutsam, damit du nicht unnötig Haare ausreißt.