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Warum du einen Rasierhobel verwenden solltest.

Mike Seebauer |

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. Recht hat er, der französische Schriftsteller Francis Picabia. Du bist Nassrasierer. Du möchtest ein optimales Rasierwerkzeug. Du nutzt vielleicht gerade einen Systemrasierer, der einfach in der Handhabung ist, bist aber nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Oder du benutzt ein Rasiermesser, kriegst aber die Technik nicht wirklich hin und schneidest dich des Öfteren, was die Freude an der zugegeben vorhandenen Gründlichkeit schmälert. Du denkst also gerade, du solltest dir ein neues Rasierwerkzeug zulegen. Doch in welche Richtung sollst du dabei denken? Wir denken da an Dalai Lamas goldene Mitte. An einen Rasierhobel. Wir wollen dich natürlich nicht überreden, sondern überzeugen. Du kannst mit deinem runden Köpfchen sehr wohl ja selber denken und die für dich richtige Entscheidung treffen. Deshalb dachten wir, wir nennen dir hier einfach ein paar Fakten, die dir Denkanstöße geben können. Also Fakten zum Rasierhobel. Teils vergleichen wir ihn mit dem Systemrasierer, teils mit dem Rasiermesser, also den beiden weiteren möglichen Tools für deine Nassrasur. Lies einfach und lass die Gedanken ein paar Runden kreisen.

Na dann, lass uns dir etwas über die Vorzüge eines Rasierhobels erzählen.


Der Rasierhobel. Gründlich wie ein Rasiermesser, aber sicherer.

Eingefleischte Nassrasierer nehmen ein Rasiermesser. Sie verwenden selbst geschlagenen Rasierschaum. Sie lassen sich Zeit. Sie zelebrieren ihre Rasur. Der Haken beim Rasiermesser ist, dass sich dessen Schneide für Anfänger furchterregend offen präsentiert und für Männer, die schlichtweg einen sehr unruhigen Geist und zitternde Hände haben, tatsächlich ein unsicheres Tool ist. Beide müssen daher mit mehr oder minder großen Schnittverletzungen rechnen. Der Technikfreak bekommt das mit der Zeit hin, was aber machen die anderen? Der Rasierhobel ist eine beruhigend sichere Alternative. Die Technik, also das mit dem Druck und dem Winkel, musst du auch etwas üben, aber von Anfang an geht das intuitiver als mit dem Rasiermesser. Du bist den Umgang schon vom Systemrasierer gewohnt. Die Klingen sind kaum sichtbar, ragen nur ein, zwei Millimeter aus der Halterung heraus, so dass der Mut nicht gleich in die Hosentasche rutscht und Panik aufkommt. Die Griffe und das durchdachte Gewicht machen es zittrigen Grobmotorikern einfacher, mit dem Teil umzugehen und leichte Fehler münden nicht in tiefe, sondern allenfalls oberflächliche Schnittchen. Nicht umsonst heißt der Rasierhobel auch Sicherheitsrasierer.


Der Rasierhobel. Fast so sicher wie ein Systemrasierer, aber deutlich gründlicher und schonender.

Bequeme, ängstliche und eilige Rasierer greifen häufig zum Systemrasierer. Mit ihm geht es ja wirklich schnell und von Anfang an ohne Technikübung. Schnitte gibt es so gut wie nicht, denn Systemrasierer bieten nicht nur zwei bis sechs hintereinander gelagerte Klingen, sondern eine ganze Reihe an Sicherheitsfeatures, die bewerkstelligen, dass der Rasierer immer im richtigen Winkel aufliegt, gut gleitet und dabei die Haut nicht wirklich berührt. Doch du hast bestimmt festgestellt, dass die Stoppeln schon bald wieder deutlich sichtbar sind. Das liegt daran, dass die Klingen nicht so nah an der Haut schneiden. Du hast sicher auch öfter mal Hautreizungen. Das liegt daran, dass ja gleich mehrere Klingen über sie gleiten. Gründlicher und schonender ist hier tatsächlich der Rasierhobel, sobald du die Technik beherrschst, denn unter Umständen reicht schon ein Zug, um das Barthaar ganz nah an der Haut zu kappen. Sie erlebt also nur die Reizung einer Rasierklinge statt die mehrerer.


Der Rasierhobel. In der Erstanschaffung günstiger als ein Rasiermesser und auf Dauer günstiger als ein Systemrasierer.

Auch wenn sich die Kosten für ein Rasiermesser schnell amortisieren, so spielt für viele der Preis doch eine Rolle. Zumal ja nicht gesagt ist, dass du mit dem Rasiermesser klarkommst. Denn die Technik zu erlernen ist nicht ohne und du brauchst immer Muße und ruhige Hände. Ein Sicherheitsrasierer, sprich Rasierhobel, ist von vornherein um ein Vielfaches günstiger in der Erstanschaffung und du hast die Handhabung, den 20 bis 30 Grad Winkel und den Druck mit ihm wesentlich schneller drauf. Meist sind die Griffe schon so geformt, dass du ihn fast nicht anders halten kannst, er ist leichter und im Handling gefälliger. Im Vergleich zum Systemrasierer ist ein guter Rasierhobel anfänglich zwar teurer, aber das ist nach wenigen Rasuren ausgeglichen. Denn Systemrasierer haben Klingenköpfe, die du komplett austauschen musst. Diese Köpfe sind recht teuer und du kannst außerdem nur immer die gleiche Marke verwenden. Einzelne Rasierklingen für einen Rasierhobel werden im Großpack ziemlich günstig und du bist nicht an eine Marke gebunden, kannst also mit verschiedenen Rasierklingen experimentieren und die beste Rasierklinge für dich finden.


Der Rasierhobel. Umweltschonender als ein Systemrasierer.

Auch wenn du nicht sparen musst, ist es dir vielleicht ein Anliegen, unsere Umwelt und Ressourcen zu schonen. Systemrasierer haben multifunktionelle Klingenköpfe aus vielen Materialien und eben mehreren Klingen, die du immer gleichzeitig wegwerfen musst. Stell dir die Müllberge einfach mal vor, die sich anhäufen, wenn eine Million Männer täglich einen Klingenkopf statt nur einer Klinge wegwerfen. Von der Ressourcenverschwendung ganz zu schweigen. Plastik, Metall, Gummi, wo kommt das alles her, wenn nicht aus unserem zu Ende neigenden Vorrat aus der Natur.


Der Rasierhobel. Dennoch eine kleine Herausforderung wie mit dem Rasiermesser.

Wer die klassische Nassrasur zelebrieren möchte, der ist mit einem Rasierhobel gut beraten. Auch wenn er technisch verfeinert wurde, so ist er doch ein traditionelles Werkzeug aus Urgroßvaters Zeiten, als die Männer noch harte Kerle waren und die Frauen noch lieblich. Eine kleine Herausforderung, die du kultig zelebrieren kannst, wenn du eine anständige Rasurvorbereitung und -nachbereitung ins Programm nimmst. Fast so männlich wie die Messerrasur, mit Sicherheit männlicher als die Systemrasierer-Rasur.


Der Rasierhobel. Ästhetik im Badezimmer. Leicht in der Pflege.

Rasierhobel sind in so vielen unterschiedlichen und vor allem attraktiven Designs zu haben, da kann kein Systemrasierer mithalten. Edle Griffe und hochwertige Materialien sorgen für Schick in deinem Badezimmer und ihre Langlebigkeit schont die Umwelt. Dazu kommt, dass ein Rasierhobel im Vergleich zum Rasiermesser leicht und schnell gepflegt ist. Du musst nur die stumpfe Klinge gegen eine scharfe austauschen. Nur eine, wie gesagt. Die Umwelt dankt…


Häufige Fragen unserer Rasur-Enthusiasten.

Ist ein Rasierhobel gefährlich?

Deutlich weniger, als der Name Hobel vermuten lässt. Die Klingen ragen nur ein, zwei Millimeter aus der Halterung, du siehst also keine offene Schneide wie beim Rasiermesser. Griff und durchdachtes Gewicht helfen auch zittrigen Händen. Geht doch etwas schief, gibt es eher ein oberflächliches Schnittchen als eine tiefe Wunde, nicht umsonst heißt er auch Sicherheitsrasierer.

Wie schwer ist der Umstieg auf einen Rasierhobel?

Leichter, als du denkst. Die Sache mit Druck und Winkel musst du zwar etwas üben, aber es geht von Anfang an intuitiver als mit einem Rasiermesser, weil du die Handhabung schon vom Systemrasierer kennst. Nach ein paar Rasuren sitzt die Bewegung. Nimm dir am Anfang bewusst Zeit, statt morgens im Stress loszulegen.

Für wen lohnt sich der Wechsel vom Rasiermesser zum Hobel?

Vor allem für alle, die sich mit dem Messer regelmäßig schneiden. Die offen liegende Schneide wirkt auf Anfänger furchterregend, und wer unruhige Hände hat, muss mit Verletzungen rechnen. Der Hobel liefert eine ähnlich gründliche Rasur, nur mit deutlich mehr Sicherheitsnetz. Auf die Gründlichkeit des Messers musst du dabei nicht verzichten.


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