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Blackbeards Bartkamm Birnbaum – feine Zahnung

Normaler Preis 14,90 €
inkl. MwSt. zzgl. Versand

Kämm damit zuletzt, wenn der Bart schon offen ist, und zieh in ruhigen Bahnen von oben nach unten. Acht Zentimeter, zwölf Gramm, fünf Zentimeter Zahnreihe: Dieser Kamm ordnet nicht mehr, er richtet aus.

Er legt die kurzen Haare unter die langen, und was vorher gekämmt aussah, sieht danach gemeint aus. Nebenbei ist er der einzige der Reihe, der nicht aus Ahorn ist.


  • Zum Schluss kämmen, nicht zuerst: Zieh in ruhigen Bahnen von oben nach unten, wenn der Bart schon offen ist. In eine verfilzte Stelle gehört ein gröberer Kamm.
  • Birnbaum lässt engere Zähne zu: Das Holz wächst langsam und dicht, seine Fasern sind kurz und kaum gerichtet. Deshalb halten die schmalen Stege zwischen den Zähnen.
  • Fünf Zentimeter feine Zahnreihe: Sehr viele Zähne fassen gleichzeitig und legen die kurzen Haare unter die langen. Das ergibt die geschlossene Oberfläche.
  • Warmes Rotbraun, das nachdunkelt: Der einzige Kamm der Reihe, der nicht aus Ahorn ist – zwölf Gramm, acht Zentimeter, ohne Griff.

Richtet den Bart aus und schließt die Oberfläche.

Für den letzten Kamm vor der Tür.

Spezifikation

  • Zahnung
    fein

Fein gezahnter Bartkamm aus Birnbaum – dichtes Holz für enge Zähne.

Je enger die Zähne stehen, desto weniger Holz bleibt zwischen ihnen übrig. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem ein Zahn beim ersten Widerstand abbricht – und dieser Punkt hängt nicht vom Können ab, sondern vom Material.

Das Holz: Birnbaum, feinporiger als Ahorn.

Birnbaum wächst langsam und dicht; seine Fasern sind kurz, gleichmäßig verteilt und kaum gerichtet, was ihn beim Schneiden fast so berechenbar macht wie einen Werkstoff ohne Maserung. Genau deshalb wurden daraus früher Zeichengeräte und Druckstöcke gemacht, also Dinge, bei denen ein Zehntel Millimeter zählte. Für einen Kamm heißt das: Die Zähne dürfen enger stehen, ohne dass die schmalen Stege dazwischen zur Schwachstelle werden. Dazu kommt die Farbe – ein warmes Rotbraun, das mit den Jahren nachdunkelt.


Die Zahnung: fein, für den letzten Durchgang.

Ein fein gezahnter Kamm ist nicht dazu da, einen Bart zu öffnen. Fährst du damit in eine verfilzte Stelle, gewinnt die Stelle. Sein Auftritt kommt danach: wenn alles frei liegt und es nur noch darum geht, die Haare in eine Richtung zu bringen und die kurzen unter die langen zu legen. Auf fünf Zentimetern Breite fassen dabei sehr viele Zähne gleichzeitig, und der Bart bekommt diese geschlossene Oberfläche, für die es kein besseres Wort gibt als gekämmt.


Aus der Werkstatt: Obsthölzer aus der Gegend.

Der Familienbetrieb in Mittelfranken, der unsere Kämme macht, arbeitet neben Hartholz auch mit heimischem Obstholz – Birnbaum ist davon das eigensinnigste. Es steht selten in Mengen zur Verfügung, es muss besonders lange und ruhig ablagern, und es verzeiht beim Trocknen keine Eile: Wird es zu schnell getrieben, reißt es von den Enden her ein. Wer damit arbeitet, plant deshalb in Jahren und nicht in Wochen. Was daraus wird, hältst du hier in der Hand, und es wird dich vermutlich überdauern.


Blackbeards X: das Beste aus zwei Werkstätten.

Wir sind gut in Rezepturen. Andere sind gut in Holz. Statt so zu tun, als könnten wir beides, haben wir uns die Betriebe gesucht, die ihr Fach seit Generationen betreiben, und arbeiten mit ihnen zusammen – sie fertigen, wir suchen aus und stehen mit unserem Namen dafür gerade. Dieser Kamm ist bisher der einzige aus Birnbaum bei uns. Sag uns, ob du ihn dir auch in anderen Zahnungen wünschst; wir fragen dann in Mittelfranken nach.

Produktsicherheit

Michael Seebauer e.K. (Blackbeards)
Hochstraß 2
83064 Raubling
Deutschland

GPSR@blackbeards.de

So bürstest und kämmst du deinen Bart.

Die tägliche Bart-Erziehung dauert keine Minute und folgt einer einfachen Arbeitsteilung: Die Bürste trainiert, der Kamm sortiert. Gebürstet wird einmal morgens, am besten nach Bartöl oder Balsam, damit die Borsten die Pflege gleich mitverteilen, in ruhigen Zügen vom Ansatz in die Spitzen und immer in die Richtung, in der der Bart liegen soll, das Haar merkt sich den Kurs schneller, als du denkst. Der Kamm übernimmt danach die Feinarbeit, Konturen, Schnurrbart, die Stelle, die immer eigene Pläne hat, und wandert bei Bedarf in die Hosentasche. Mehr Frequenz braucht es nicht, wer nervös alle zwei Stunden bürstet, reizt irgendwann die Haut und erreicht das Gegenteil. Das Werkzeug selbst will wenig: Haare herauszupfen, gelegentlich mit lauwarmem Wasser reinigen, trocknen lassen. Und der Fortschrittstest kommt von allein: Wenn dein Bart eines Morgens schon richtig liegt, bevor du gebürstet hast, war die Erziehung erfolgreich.

Was du über Bartkamm & Bartbürste wissen musst.

Bürste, Kamm oder beides: Was braucht mein Bart in welcher Länge wirklich?

Die ehrliche Staffelung: In den ersten Wochen und bei kurzen Bärten reicht die Bartbürste völlig, sie verteilt Öle, trainiert die Richtung und pflegt die Haut mit, ein Kamm hätte schlicht nichts zu greifen. Sobald der Bart Kammlänge erreicht, also die Haare lang genug sind, um zwischen Zinken zu liegen, kommt der Bartkamm als Feinwerkzeug dazu, für Konturen, Schnurrbart und das Verteilen von Balsam. Bei langen, dichten Bärten dreht sich das Gewicht: Der Kamm wird zum täglichen Hauptwerkzeug, die Bürste zum Finish für Oberfläche und Glanz. Kauf also ruhig in dieser Reihenfolge, dein Bart sagt dir von selbst, wann Verstärkung fällig ist.

Mein Plastikkamm aus dem Drogeriemarkt knistert und rupft im Bart. Woran liegt das?

An zwei eingebauten Eigenschaften, die kein Vorsatz der Welt wegpflegt. Das Knistern ist statische Aufladung: Kunststoff lädt sich beim Kämmen elektrisch auf und gibt die Ladung an dein Barthaar weiter, das daraufhin absteht wie nach einem Luftballon-Trick, Holz und Horn sind von Natur aus antistatisch und lassen den Bart in Ruhe. Das Rupfen kommt von den Fertigungskanten der gepressten Zinken, die sich in drahtigem Barthaar verhaken, ein handgearbeiteter Kamm ist an jeder Zinke verrundet und poliert und gleitet, statt zu reißen. Mach den Fühltest an deinem Kamm, dann weißt du, was dein Bart jeden Morgen erlebt. Er hat Besseres verdient, und es hält Jahrzehnte.

Wildschweinborsten klingen nach Massage-Bürste für Möbel. Sind die im Gesicht nicht viel zu hart?

Die Sorge ist verständlich und löst sich meist nach der ersten Woche auf. Naturborsten gibt es in verschiedenen Härtegraden, und eine gute Bartbürste ist so bestückt, dass sie durchs Barthaar dringt und die Haut darunter erreicht, ohne zu kratzen, genau dieser leichte Massage-Effekt regt die Haut an und ist der halbe Pflegenutzen. In den ersten Tagen fühlt sich das auf ungeübter Haut tatsächlich intensiv an, das legt sich, sobald Haut und Bart sich an den neuen Mitbewohner gewöhnt haben. Bei sehr empfindlicher Haut oder sehr kurzem Bart greif zur weicheren Borste, sag es uns beim Aussuchen einfach dazu. Möbel bürsten wir übrigens mit anderen Modellen.

Kann ich mit der Bürste eigentlich auch Balsam und Öl verteilen, oder bleibt das an den Borsten hängen?

Nicht nur kannst du, du solltest sogar, die Bürste ist das beste Verteil-Werkzeug, das dein Bart besitzt. Der Ablauf: Öl oder Balsam wie gewohnt mit den Händen einarbeiten, dann mit der Bürste durchgehen, die Borsten ziehen die Pflege gleichmäßig vom Ansatz bis in die Spitzen und dorthin, wo Finger nie hinkommen, in die unteren Schichten. Dass dabei ein Rest an den Borsten hängen bleibt, ist kein Verlust, sondern Systempflege: Das Öl hält die Naturborsten geschmeidig, eine leicht benutzte Bürste arbeitet besser als eine klinisch saubere. Nur waschen solltest du sie dann gelegentlich, lauwarmes Wasser, ein Tropfen mildes Shampoo, trocknen lassen, fertig.