Matte Haarpomade mit krautig-kühlem Duft – Halt aus Tonerde, Kühle auf der Kopfhaut.
Glanz ist nichts weiter als Licht auf einem Ölfilm; nimmt die Tonerde das Öl auf, bleibt Struktur übrig. Und weil eine Pomade direkt auf der Kopfhaut aufliegt, ist sie das Produkt der Linie, bei dem der Menthol-Effekt am längsten anhält. Frisiert und wach in einem Handgriff.
Der Duft: Kraut über dir, Kälte unter dem Haar.
Im Haar sitzt ein Duft weiter von deiner Nase entfernt als im Bart, deshalb bekommst du ihn in Wellen – wenn du den Kopf drehst, wenn du die Mütze abnimmst. Was dann ankommt, führt der Rosmarin an, harzig und krautig mit kampferartiger Schärfe, dahinter die weichere Bergamottminze mit ihrem zitrischen Zug, das warme, anisige Basilikum und der klare Ton der Pfefferminze. Der zweite Vorgang ist bei dieser Produktform am ausgeprägtesten: Eine Pomade liegt direkt auf der Kopfhaut und wird nicht abgespült, deshalb hält das Kältegefühl länger als bei jedem anderen Saphir-Produkt.
Es ist kein Kühlen, sondern eine Fehlmeldung – Menthol trifft dieselben Rezeptoren wie echte Kälte. Wer morgens schwer in Gang kommt, wird das zu schätzen wissen, und wer empfindlich ist, sollte sparsam auftragen.
Die Inhaltsstoffe: Kaolin, Jojobaöl und Sheabutter.
Die Textur liegt zwischen Ton und Wachs – fest genug für Halt, weich genug, um sich ohne Klumpen zu verteilen. Kaolin ist eine sehr feine Tonerde mit enormer innerer Oberfläche; sie bindet Öl und gibt dem Haar dafür Griff. Ein Sheabutter-Blend und Jojobaöl pflegen Haar und Kopfhaut mit, damit tägliches Formen nicht austrocknet – bei einer Menthol-Rezeptur ist das mehr als Kosmetik, denn Menthol reizt. Beerenwachs und Silica geben der Masse Stand. Weil die Pomade auf Wasser reagiert, bleibt die Frisur den Tag über verhandelbar, und abends genügt normales Waschen. Ohne Alkohol, ohne Glanzgeber.
Aus unserer Manufaktur: warum diese Pomade kühler wirkt als geplant.
Als wir die Saphir-Pomade zum ersten Mal in der üblichen Duftmenge angerührt haben, war das Ergebnis auf dem Kopf deutlich stärker als im Bart – und zwar nicht ein bisschen. Der Grund ist banal: Eine Pomade liegt flächig auf der Kopfhaut, ein Bartöl verteilt sich hauptsächlich im Haar. Wir haben die Dosierung daraufhin gesenkt, und sie liegt heute unter der aller anderen Saphir-Produkte. Kaolin macht die zweite Besonderheit aus: Als feines Pulver verteilt es sich in einer fetten Masse nicht von allein, deshalb geben wir es in Portionen zu und rühren in kleinen Ansätzen. Die vier ätherischen Öle kaufen wir einzeln ein und mischen sie hier zusammen, zuletzt und in die abgekühlte Masse.
Die Saphir-Linie: hier hält der Effekt am längsten.
Weil eine Pomade nicht abgespült wird und direkt auf der Kopfhaut liegt, ist sie das Produkt der Linie mit der längsten Wirkung. Es gibt Saphir außerdem für die Bartpflege und für die ganze Rasur. Wenn dir das Kältegefühl auf der Kopfhaut unangenehm ist – manche mögen es am Bart und am Kopf überhaupt nicht –, dann sag uns Bescheid; wir haben für diesen Fall ein paar Vorschläge, die keine neue Bestellung erfordern.