Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026
Bartpflege-Produkte selbst machen. Ein netter Zeitvertreib.
Du willst also Produkte für deine Bartpflege und vor allem dein Bartstyling selbst machen und bist auf der Suche nach Rezepten für Bartbalsam, Bartpomade oder Bartwichse? Jawohl, das finden wir famos. Vielleicht bist du schon ein begnadeter Bartölbrauer und willst jetzt einen Schritt weitergehen. Hier kommen unsere Rezepte.
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So rührst du dir Bartbalsam, Bartpomade und Bartwichse selbst
- Bartbalsam, Bartpomade, Bartwichse. Was ist der Unterschied?
- Härte, Pflege, Duft: Fangen wir bei der Härte an
- Die Pflege bringen die Trägeröle
- Die Duftkomponente: ätherische Öle verleihen deinem Bartpflegemittel einen feinen Duft
- Das kommt auf deine Einkaufsliste
- Und nun endlich zu den Rezepten für Bartbalsam, Bartpomade und Bartwichse
- Selbst gerührt oder fertig gekauft, dein Bart nimmt beides
- Das fragen uns Bartträger zur selbst gemachten Bartpflege am häufigsten
So rührst du dir Bartbalsam, Bartpomade und Bartwichse selbst.
Bartbalsam, Bartpomade, Bartwichse. Was ist der Unterschied?
Bartbalsam, Bartpomade und Bartwichse, im Grunde wird das Bartpflegeprodukt vom Bartbalsam über die Bartpomade hin zur Bartwichse einfach nur fester und gibt deinem Bart besseren Halt. Jedes erfüllt einen bestimmten Zweck. Bartbalsam pflegt deinen Bart, Bartpomade gibt ihm sehr guten Halt und mit Bartwichse zwirbelst und fixierst du deinen Oberlippenbart.
Bartbalsam, für die Pflege deines Bartes. Bartbalsam ist ein guter Ersatz für Bartöl, er pflegt deinen Bart hervorragend dank seiner Inhaltsstoffe, einer Kombination aus Wachsen und Ölen. Was sollte auf jeden Fall drin sein? Shea Butter in Kombination mit Wollwachs, Trägeröle wie Aprikosenkernöl, Traubenkernöl oder Mandelöl bilden die Grundlage für klassischen Bartbalsam.
Ätherische Öle sind in den allermeisten als Duftgeber enthalten. In vielen abgewandelten Beard Balms ist zusätzlich Bienenwachs, was den trefflichen Nebeneffekt hat, dass sie deinem Bart on top leichten Halt geben. Nimm eine mandelgroße Menge aus dem Tiegel, verreib sie gut zwischen deinen Händen und arbeite sie in deinen Bart ein. Die zusätzliche Verwendung eines Bartöles ist nicht notwendig.
Bartpomade, perfekt für das Styling und guten Halt deines Bartes. Bartpomade ist ein Stylingprodukt, es dient dazu, deinem Vollbart guten Halt zu geben, am besten für den ganzen Tag. Idealerweise massierst du vorher etwas pflegendes Bartöl ein. Nimm dann eine mandelgroße Menge aus dem Tiegel, verreib sie gut zwischen deinen Händen und arbeite die Bartpomade gut in deinen Bart ein. Mit Hilfe eines Kammes und vielleicht sogar etwas Wärme durch einen Haartrockner bringst du deine Bartpracht in eine Form, die den ganzen Tag hält. Ohne, dass dein Bart aussieht wie hingeklatscht.
Bartwichse, zum Stylen und Zwirbeln deines Oberlippenbartes. Bartwichse ist ein Bartpflegeprodukt mit langer Tradition. Du nimmst es, um deinen Oberlippenbart in Form zu bringen und zu halten. Die meisten Bartwichsen sind so stark, dass sie es dir ermöglichen, die Seiten deines Moustaches zu zwirbeln. Manchmal tun sich Männer schwer, die Bartwichse überhaupt aus dem Behälter zu bekommen. Das Wachs zu erwärmen, ist ein guter Anfang, deshalb tragen sie die Bartwichse in der Hosentasche oder erhitzen sie vor Verwendung mit dem Föhn.
Die Entnahme gelingt am besten mit dem Fingernagel, zum Zwirbeln der Seiten reicht meist eine erbsengroße Menge. Verreib die sehr gut zwischen deinen Fingern, wenn du keine Lust auf kleine Bartwichse-Brocken in deinem Bart hast, hast du nicht!, und arbeite sie dann in die Enden deines Oberlippenbartes ein. Für besonders krauses und störrisches Barthaar haben wir noch einen kleinen, aber gefährlichen Tipp: Begradige es mal vorher vorsichtig mit einem Glätteisen.
Härte, Pflege, Duft: Fangen wir bei der Härte an.
Dein Großvater oder dein Urgroßvater, ja, die konnten ihre Bartwichse nicht so einfach online bei Blackbeards kaufen. Sie mussten sie selbst machen. Und das vermagst du auch. Alles, was du dazu brauchst, sind die folgenden Zutaten.
Grundlage für selbstgemachten Bartbalsam, Bartpomade oder Bartwichse sind Wollwachs, Sheabutter und Bienenwachs. Diese Inhaltsstoffe sind für den Halt verantwortlich, wobei Wollwachs und Sheabutter das Bienenwachs weicher machen. Je mehr Bienenwachs also, desto fester, desto besser der Halt. Für die Pflege empfehlen wir dir die Verwendung von Trägerölen. Für den Duft nimmst du ätherische Öle.
Cera Alba, Bienenwachs. Bienenwachs ist wahrscheinlich den meisten Menschen primär durch Kerzen ein Begriff. Das von Honigbienen abgesonderte Wachs gibt deiner Bartpomade oder Bartwichse ihre Festigkeit und sorgt später auch für den Halt in deinem Bart. Je höher also der Anteil von Bienenwachs ist, umso schwieriger wird die Bartpomade oder Bartwichse zwar zu verarbeiten sein, umso mehr wird sie deinen Vollbart oder Oberlippenbart aber auch in Form bringen und halten.
Der Vorteil von Bienenwachs ist, dass es beim Erwärmen schmilzt und beim Abkühlen danach wieder bombenfest wird. Deshalb musst du das Produkt auch gut zwischen den Fingern verreiben. Durch die somit erzeugte Wärme machst du das Bienenwachs weich, nach dem Einarbeiten kühlt es ab und erlangt seine Festigkeit zurück, wodurch dein Bart in Form gehalten wird.
Butyrospermum Parkii Butter, Sheabutter. Sheabutter wird aus dem Karitébaum gewonnen, genauer gesagt aus dessen Früchten. Dieser Baum wächst größtenteils in Afrika und wird bis zu 25 Meter hoch. Die Fruchtkerne der Kariténüsse enthalten circa 50% Fett. Sie werden zu Speise- und Hautpflegefett verarbeitet. Die Kerne werden erhitzt und anschließend zu einer fettigen Masse verrieben. Sämtliche Unreinheiten beziehungsweise unerwünschte Bestandteile werden vom Fett getrennt. Zurück bleibt die fast weiße Sheabutter. Sheabutter enthält viele wichtige Vitamine und Pflegestoffe, weshalb sie sich wunderbar zur Herstellung von Hautpflegeprodukten eignet. Sheabutter beeinflusst die Endkonsistenz, sie macht das Produkt weicher.
Lanolin, Wollwachs. Es ist ein vollkommenes Naturprodukt und wird aus dem Talgdrüsensekret von Schafen gewonnen. Schafe schützen sich mit Lanolin vor Feuchtigkeit und Kälte. Lanolin ist dem Hautfett der Menschen sehr ähnlich. In seiner Grundform ist es weitestgehend geschmacks- und geruchsneutral. Die Vorteile von Lanolin liegen in seiner Vielseitigkeit. So hilft es, Feuchtigkeit zu halten, und macht robuste, raue Haut weicher.
Lanolin, auch Wollwachs genannt, wird nach der Schur der Schafe gewonnen. Die Wolle wird gewaschen und anschließend wird das Lanolin vom Wasser getrennt. Lanolin sorgt für die Fettigkeit und beeinflusst somit die Konsistenz maßgeblich. Mit jedem Gramm Lanolin, das du verwendest, wird sich die Beschaffenheit deines Bartbändigers ändern.
Die Pflege bringen die Trägeröle.
Trägeröle sind unglaublich vielfältig, was ihre pflegenden Eigenschaften angeht. Nehmen wir beispielsweise Jojobaöl. Es enthält wertvolle Fettsäuren und kann, bei dauerhafter Anwendung, deinen Bart weicher machen. Lies dich vorher in die Trägeröle ein, die du in deine Mischung geben willst, denn drahtiges Barthaar braucht ein anderes Öl als weiches und fettige Haut ein anderes als trockene.
Simmondsia Chinensis Seed Oil, Jojobaöl. Aus den Samen des ursprünglich im Südwesten Nordamerikas beheimateten, heute vor allem in den USA und Argentinien angebauten Jojobastrauchs per Kaltpressung gewonnen. Es wird kaum ranzig und ist daher besonders lange haltbar. Jojobaöl pflegt Haar und Haut und macht sie geschmeidig.
Prunus Amygdalus Dulcis Oil, Mandelöl. Eigentlich ein Rosengewächs, das ursprünglich in Asien beheimatet war, heute vornehmlich im Mittelmeerraum und warmen Gegenden Nordamerikas angebaut wird. Durch Kaltpressung aus Mandelkernen gewonnen, zieht es langsam, aber sehr tief in die Haut ein, macht sie weich und geschmeidig, weshalb es sensibler und sehr trockener Haut gut bekommt. Der sehr hohe Ölsäuregehalt hilft anderen Produktbestandteilen, gut in die Haut zu gelangen.
Die Duftkomponente: ätherische Öle verleihen deinem Bartpflegemittel einen feinen Duft.
Für einen fruchtigen, frischen Duft empfehlen wir ätherische Öle wie Grapefruit, Zitrone, Lemongras, Citronella oder Pfefferminze. Blumig wird's mit Rose oder Jasmin, waldig mit Kiefernadel und Fichtennadel. Herbe, holzige, erdige Töne bringen Sandelholz, Zedernholz oder Rosenholz, würzige Noten Lavendel, Rosmarin und Thymian. Schärfe liefert Pfeffer, Süße und Exotik bringen Vanille, Ylang Ylang, Patchouli. Die Liste könnten wir endlos fortführen.
Du fragst, wie dir ein guter Duft gelingt? Gegenfrage: Welchen Duft magst du am liebsten? Beim Selbermischen von Bartpflege hast du die angenehme Qual der Wahl. Schnupper dich durch die Fläschchen und entscheide, ob du einen erfrischenden Duft für den Tag möchtest, oder einen verführerischen für den Abend. Du kannst wild drauf los mischen.
Wir empfehlen aber, dich ein wenig mit ätherischen Ölen, deren Düften und Wirkungen zu beschäftigen, bevor du dir ein paar Fläschchen zulegst. Ätherische Öle duften nicht nur, sie gehen dir auch ganz unterschiedlich in die Stimmung. Wir nennen dir für den Anfang einige Rezepte, die du eins zu eins übernehmen, oder aber auch mehr oder minder abwandeln kannst.
Ein Wort zur Bergamotte, die unten im Rezept „Bartmanns Heil“ steht. Bergamotteöl enthält Bergapten und ist dadurch phototoxisch: Kommt danach Sonne auf die Haut, kann sie gereizt reagieren, und oft bleiben streifige Pigmentflecken zurück. Greif deshalb zu bergaptenfreier Bergamotte, im Handel als FCF bezeichnet, und gib ätherische Öle nie unverdünnt auf die Haut.
Das kommt auf deine Einkaufsliste.
- Bienenwachs
- Sheabutter
- Lanolin
- Jojobaöl
- Mandelöl
- Aprikosenkernöl
- Nach Duftvorliebe ätherische Öle
- Kleine Gläser/Schälchen/Metallbecher
- Löffel
- Schraubdeckeldosen
Und nun endlich zu den Rezepten für Bartbalsam, Bartpomade und Bartwichse.
Bartbalsam Rezept.
- 1 TL Lanolin
- 1 TL Jojobaöl
- 1/2 TL Bienenwachs
- 1/2 TL Sheabutter
- Etwa 6 Tropfen ätherische Öle
Bartpomade Rezept „Big Bad Blackbeard“.
- 2 TL Bienenwachs
- 1 TL Sheabutter
- 1 TL Lanolin
- 1/2 TL Jojobaöl
- 1/2 TL Mandelöl
- Etwa 8 bis 10 Tropfen ätherische Öle
Bartpomade Rezept „Bartmanns Heil“.
- 2 TL Bienenwachs
- 1 TL Sheabutter
- 1 TL Lanolin
- 1/4 TL Aprikosenkernöl
- 1/4 TL Sonnenblumenöl
- 1/4 TL Arganöl
- 1/4 TL Kokosöl
- 2 Tr Wacholderöl
- 1 Tr Rosmarinöl
- 2 Tr Bergamotte
Bartpomade Rezept „Der bärtige Bergsteiger“.
- 2 TL Bienenwachs
- 1 TL Sheabutter
- 1 TL Lanolin
- 1 TL Mandelöl
- 1 Tr Sandelholz
- 1 Tr Zedernholz
- 1 Tr Rosmarin
- 2 Tr Kiefernadel
- 2 Tr Fichtennadel
- 1 Tr Lemongras
Bartwichse Rezept „Blackbeards“.
- 1 TL Bienenwachs
- 1/2 TL Sheabutter
- 1/2 TL Lanolin
- 1/4 TL Jojobaöl
- Etwa 4, 5 Tropfen ätherische Öle
Bartwichse Rezept „Minimalist“.
- 1 TL Bienenwachs
- 1/4 TL Jojobaöl
- Etwa 2, 3 Tropfen ätherische Öle
Du bist dir noch nicht ganz sicher, wie und in welcher Reihenfolge du die Inhaltsstoffe für deine selbstgemachten Bartpflege-Produkte mischen sollst? Kein Thema, für die Bartwichse haben wir eine ausführliche Anleitung geschrieben und unsere eigenen Tests dokumentiert. Gewissermaßen ist das alles hier ja vergleichbar mit Kochrezepten.
Du kannst zwar alle Zutaten und die besten Hilfsmittel einkaufen, scheitert es aber an der Umsetzung, wird dein Braten nichts. Bartbalsam & Bartpomade sind für deinen Vollbart, Bartwichse für deinen Oberlippenbart. Schau dir unseren DIY-Ratgeber zur Bartwichse hier an.
Selbst gerührt oder fertig gekauft, dein Bart nimmt beides.
Wenn dir das Rühren zu viel Aufwand wird oder ein Versuch danebengeht, ist das kein Beinbruch. In unserer Bartpflege findest du Balsam, Pomade und Wichse fertig gemischt, die Zutatenliste jeweils zum Nachlesen daneben.
Dir fehlt für dein Rezept noch die passende Basis oder du willst wissen, welches Wachs sich gut verarbeiten lässt? Melde dich, wir teilen unsere Erfahrungen aus der eigenen Manufaktur in Sonnendorf. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.
Das fragen uns Bartträger zur selbst gemachten Bartpflege am häufigsten.
Kann ich Bartstyling-Produkte selbst machen?
Ja, und das ist ein netter Zeitvertreib. Wenn du dich schon als Bartölbrauer versucht hast, ist der nächste Schritt nicht weit. Du brauchst Wachse, Shea Butter, Trägeröle und ätherische Öle für den Duft, mehr steckt nicht dahinter. Damit lassen sich Bartbalsam, Bartpomade und Bartwichse herstellen, nur die Mischungsverhältnisse unterscheiden sich.
Was ist der Unterschied in den Rezepten?
Im Grunde wird das Produkt vom Balsam über die Pomade hin zur Wichse einfach nur fester. Der Balsam setzt auf Shea Butter, Wollwachs und Trägeröle und pflegt vor allem. Kommt mehr Bienenwachs dazu, gibt es leichten bis guten Halt, und ganz am festen Ende steht die Wichse für deinen Oberlippenbart. Der Wachsanteil entscheidet also.
Was brauche ich für die DIY-Produkte?
Für den Halt nimmst du Wollwachs, Shea Butter und Bienenwachs. Für die Pflege kommen Trägeröle wie Aprikosenkernöl, Traubenkernöl oder Mandelöl dazu. Den Duft steuerst du über ätherische Öle, die in fast allen fertigen Produkten ebenfalls stecken. Bist du vegan unterwegs, gilt Beerenwachs als Alternative zu den tierischen Wachsen, damit haben wir allerdings selbst noch keine Erfahrung gemacht. Dazu noch Tiegel zum Abfüllen und etwas Geduld beim Schmelzen, dann kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen.
Wie mache ich Bartbalsam selbst?
Du schmilzt Wachs und Butter vorsichtig zusammen, rührst die Trägeröle unter und füllst die Masse in einen Tiegel, wo sie aushärtet. Für den Duft kommen ätherische Öle dazu. Viel mehr braucht es nicht, nur gute Zutaten, ein paar Hilfsmittel und etwas Vorbereitung. Die eigentliche Kostbarkeit daran: Du hast volle Kontrolle darüber, was reinkommt und was draußen bleibt.
Wie stelle ich den Halt ein?
Über das Verhältnis von Wachs zu Öl. Je mehr Bienenwachs du nimmst, desto fester wird das Ergebnis und desto eher landest du bei einer Bartpomade. Wollwachs, Shea Butter und zusätzliche Trägeröle machen die Masse dagegen weicher, dann wird ein Balsam daraus, der vor allem pflegt. Taste dich gemach heran und teste zwischendurch.
Wie mache ich Bartwichse selbst?
Du schmilzt Wollwachs, Shea Butter und Bienenwachs zusammen und rührst gute Trägeröle unter, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Den Duft gibst du am Ende mit ätherischen Ölen dazu, dann füllst du alles ab und lässt es fest werden. Etwas Übung gehört allerdings dazu.
Wie lange hält selbstgemachte Bartwichse?
Da praktisch kein Wasser drin steckt, hält sich eine saubere Mischung aus Wachsen, Butter und Ölen recht lange. Lagere sie kühl, trocken und gut verschlossen, dann bleibt sie über Monate brauchbar. Arbeite beim Herstellen mit sauberen Gefäßen, das verlängert die Sache zusätzlich. Riecht sie irgendwann ranzig, kochst du dir flugs eine neue Portion.
Wie schmilzt du die Wachse im Wasserbad?
Du erhitzt Wasser in einem Kochtopf, bis es heiß ist, aber nicht kocht, und schmilzt darin Bienenwachs, Sheabutter und Lanolin in einem kleinen Metallbecher oder Glasschälchen. Für eine feste Bartpomade nimmst du zwei Teelöffel Bienenwachs und je einen Teelöffel Lanolin und Sheabutter.
Wie mischst du Trägeröle und Duft unter?
Die Trägeröle kommen zu den Wachsen in die Schale, bevor alles ins Wasserbad wandert: je ein halber Teelöffel Jojobaöl und Mandelöl. Die ätherischen Öle dagegen rührst du erst am Ende unter, wenn die Schale aus dem Wasserbad draußen ist und etwa zwei Minuten abgekühlt hat.
19 Kommentare
Hallo,
Ich hätte noch Lärchenharz (Lörget) als “Verstärkung” und weils gut riecht – hat da jemand Ahnung, wie das verwendet werden kann?
Antwort an Flo:
Guten Tag Flo, leider haben wir keine Erfahrungswerte hierzu. Du kannst es versuchen, gib uns, wenn du magst, gerne Rückmeldung über das Ergebnis. Beste Grüße, Nils von den blackbeards
Auskochen, wenn mgl – oder 30 min / 50 ° Backofen im/mit Wasserbad
alkohol/ desinfektion/ essig
oft sind mehrere Vorgänge/Schritte nötig
Hallo zusammen, ich habe schon etliche Bartöle, -balsams und -pomaden selber gemacht. Bin sehr zufrieden und bedanke mich für eure tollen Anleitungen und Rezepte. Meine Frage dazu – lediglich bei Pomade und Balsam habe ich immer etwas den Geruch vom Lanolin dabei – habe schon von verschiedenen Herstellern Lanolin bezogen, der Geruch ist aber immer irgendwie dominant -obwohl sollte eigentlich geruchlos sein? Wie ist eure Erfahrung dazu – bzw. könntet ihr mir sonst ein Lanolin oder Ersatzprodukt empfehlen das geruchlos/-neutral ist? Vielen Dank im Voraus! Erwin
Antwort an Erwin Rohregger:
Hallo Erwin,
danke für dein tolles Feedback. Das freut uns sehr zu lesen.
Normalerweise hat Lanolin einen neutralen Geruch, jedoch ist nicht jedes Näschen gleich.
Hast du auch schon einmal ein pflanzliches Lanolin ausprobiert? Oder du kannst Lanolin auch selbst herstellen aus Rizinusöl, Sheabutter, Beerenwachs und Carnaubawachs.
Eine Alternative dazu wäre noch natives Kokosfett. Dieses bleibt unter 24°C fest und schmilzt auf der Haut.
Bitte lass mich wissen, wenn wir noch etwas für dich tun können.
Liebe Grüße
Franziska von blackbeards
Servus, wie lange hält den das Balsam?
Ist ein Konservierungsmittel notwendig, oder geht es auch ohne?
Antwort an Patrick:
Servus Patrick,
wenn du dir dein Bartbalsam selber mischt, weißt du auch wirklich, was reinkommt. Dann verzichtet man gerne mal auf solch Gedöns wie künstliche Konservierungsstoffe.
Zur natürlichen Konservierung kannst du jedoch auf ätherische Öle zurückgreifen. Dazu gehören Thymian, Gewürznelken und Rosmarin. In Kosmetikprodukten reicht oft schon die Menge von unter einem Prozent des gesamten Inhalts um ein Produkt haltbarer zu machen.
Zur Benutzung des Bartbalsams empfehlen wir dir einen Pumpspender, damit kein Hautkontakt entsteht.
Wenn du “sauber” damit umgehst, sollte dein selbst gemachtes Balsam ca. 8 – 16 Wochen halten.
Liebe Grüße
Franziska von blackbeards
Hallo zusammen. Die Rezepte sind super und ich habe nach etwas Probezeit die richtige Mischung gefunden.
Nun habe ich plötzlich das Problem, dass sich kleine Griesskörnchen bilden, welche sich beim Verreiben praktisch nicht auflösen.
Die Pomade (2 Teile Bienenwachs, 1 Teil Sheabutter, 1 Teil Lanolin, 1 Teil Mandelöl) ist nach dem Schmelzen klar, enthält also keine Griesskörnchen.
Hat jemand eine Lösung, wie ich die Körnchen vermeiden kann?
Antwort an Ueli:
Guten Tag Ueli,
probier mal, sie ein noch ein wenig länger zu erhitzen und dann langsamer abkühlen zu lassen. Also das Gefäß meinetwegen noch etwas erwärmen. Gib bitte Bescheid, ob das klappt.
Liebe Grüße
Mike
Antwort an Mike von Blackbeards:
länger kaltrührend oder nicht zu warm werden lassen. Klümpchen sind immer ein Hinweis auf nicht lange genug kaltgerührt oder zu heiss geworden. Wenn da jetzt z.B. Menthol oder ein anderer Feststoff verrieben werden soll immer in Lösung bringen (Menthol löst sich am besten in Oleum Neutrale (MCT Öl) )und dann die Ölige Flüssigkeit im Balsam verreiben.
Antwort an uisgebeatha:
Hab vielen Dank für diese Ergänzung, das ist ein guter Tipp. :-)
Antwort an uisgebeatha:
Ich habe mich nach längerer Wartezeit wieder gewagt, die Pomade selber zu machen.
Der Tipp mit länger kaltrühren funktioniert und ich habe keine Klümpchen mehr.
Vielen Dank für den Hinweis.
Nach dem Spülen gebe ich den noch in einen Siebtopf und dampfe ihn aus – Öffnung natürlich nach unten :-) Dadurch wird der Tiegel auch desinfiziert.
Wie würdet ihr denn Tiegel etc von Wachsresten reinigen?
Antwort an Phil:
Das wird ein bisschen schwierig, weil schmierig. :-) Gescheit ausputzen und dann in den Geschirrspüler könnte funktionieren.
LG Emil
Antwort an Mike von Blackbeards:
Nö, einfach den Hinweg zurück gehen:
Im Wasserbad oder – wenn der Tiegel Hitze fest ist – im Ofen (kleinste Stufe, ggf. Ofentür angekippt) erwärmen, bis die Reste klar verflüssigt sind, dann auskippen. Nicht ins Abwasser!!! Zuvor aus Backpapier ein kleines Förmchen falzen, wo man den Rest reinfließen und erkalten lassen lassen kann.
Sobald der Tiegel wegen der Hitze wieder handhabbar ist, mit Küchenkrepp gründlich auswischen.
Eine (noch nicht beim Grillen verwendete) Grillzange hilft bei diesem Rückweg wie auch beim Hinweg, wenn man die Tiegel aus Wasserbad oder Ofen herausholt.