Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026
Nun, solange dein Norwegerpulli nicht zu 80% aus Barthaar besteht, ist meist alles normal.
Ruhig Blut. Mit Humor lebt es sich leichter. Sieh es mal so: Lieber ein Barthaar in der Suppe als Suppe im Barthaar. Pflege, was noch bleibt von deinem Bart. Ok, Schluss mit unseren Späßen, es ist ein ernstes Thema, dass dir Barthaare ausfallen.
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Über den Ausfall von Barthaaren
- Was liegt da im Waschbecken? Ist es ausgefallenes Haar, ausgerissenes Haar oder abgebrochenes Haar? Erst mal eine kleine Hinschau-Übung
- Du hast festgestellt, es handelt sich überwiegend um Haarbruch? Abhilfe? Eine bartgerechte Pflegeserie kann nach und nach gegensteuern
- Du hast festgestellt, es handelt sich um Haarausriss und Haarbruch? Abhilfe? Sanfte Behandlung, Ruhe, ein Kamm ohne scharfe Kanten und eine Bürste, die deinen Talg aufnimmt und wieder ans Haar abgibt
- Du verlierst dauerhaft mehr als fünfzig Barthaare am Tag? Dann geh der Sache auf den Grund
- Das fragen uns Bartträger zu Barthaarausfall am häufigsten
Wir hoffen, deine Angst ist damit etwas verflogen. Denn es ist völlig normal, wenn sich regelmäßig ein paar Haare aus deinem Bart lösen: 20 bis 50 am Tag liegen im Rahmen. Haare wachsen, fallen aus und wachsen wieder nach. Bis zu 200 Kopfhaare verlieren wir täglich, was bei einer Gesamtanzahl von etwa 90000 bei Rothaarigen und bis zu etwa 150000 bei Blonden nicht ins Gewicht fällt.
Genauso verlieren wir eben täglich Barthaare. 200 wären jedoch definitiv zu viel, da Barthaare nicht so zahlreich aufwarten wie Kopfhaare. Zwischen etwa 15000 und etwa 30000 sollen es sein und ein Verlust von 20 bis 50 am Tag liegt im Rahmen des Normalen.
Bei kurzem Barthaar fällt das meist nicht so auf. Je länger es jedoch ist, desto sichtbarer ist es im Waschbecken, in der Bürste, auf Klamotten oder Sofakissen. Es kommt dir mitunter dann nur so vor, als wären es plötzlich viel mehr. Überdies fällt eine kleinere Anzahl Barthaare im Waschbecken auch mehr auf als eine größere Anzahl Kopfhaare, denn sie sind dicker und krauser.
Solange dein Bart füllig und gepflegt aussieht, weich ist und dezent glänzt und im Übrigen keine weiteren Macken hat, als ab und an ein paar Haare zu lassen, ist alles in Ordnung. Es darf aber nicht so weit kommen, dass du – frei nach dem Aphoristiker Werner Mitsch – sagen musst: „Ich besitze nur noch zwei Kämme, für jedes Barthaar einen.“ Betrachten wir mal ein paar Ursachen und mögliche Abhilfemaßnahmen zu deiner Sorge.
Über den Ausfall von Barthaaren.
Was liegt da im Waschbecken? Ist es ausgefallenes Haar, ausgerissenes Haar oder abgebrochenes Haar? Erst mal eine kleine Hinschau-Übung.
Macht dir die Anzahl an Barthaaren, die du überall rumliegen siehst, Sorge? Wir können dich beruhigen. Meist stecken keine schlimmen Ursachen dahinter. Schau mal genau hin. Sind es so viele Haare oder täuscht das Ganze, weil sie inzwischen so lang sind, dass es nach viel mehr aussieht, als noch vor drei Monaten? Sammle mal so viel du siehst auf und zähle. Alles unter 50 ist aus Sicht der Biologie okay. So viele fallen schon mal natürlicherweise aus. Sind es mehr? Auch noch kein Grund zur Angst.
Schau ein zweites Mal genau hin. Liegen die Haare alle in voller Länge da oder sind es unterschiedliche Längen, die dir begegnen, also Haarbruch? Haare können bei falscher Pflege oder Behandlung nämlich auch abbrechen. Haarbruch kannst du sukzessive gut in den Griff bekommen. Neben natürlichem Haarausfall und Haarbruch gibt es auch noch Haare, die du schlichtweg selbst ausgerissen hast.
Das ist der Grund, der zwar der „dümmste“ ist, aber auch der, der sich am leichtesten abstellen lässt. Du musst lediglich deine männlich grobe Behandlungstechnik auf eine sanfte umstellen. Neben den biologisch natürlichen und den selbst herbeigeführten Ursachen gibt es aber schon auch ernstere. In seltenen Fällen stecken körperliche Krankheiten, oftmals psychische Probleme, Nährstoffmangel oder Hormonmangel dahinter.
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Du hast festgestellt, es handelt sich überwiegend um Haarbruch? Abhilfe? Eine bartgerechte Pflegeserie kann nach und nach gegensteuern.
Bist du dir nicht ganz sicher, konsultiere einen guten Barbier oder einen Friseur. Die erkennen Haarbruch relativ schnell. Problem erkannt, Problem fast gebannt. In der Regel brechen Barthaare nämlich, wenn du sie falsch pflegst, also falsche Pflegeprodukte benutzt oder aber die richtigen falsch oder in übertriebenem Maße verwendest. Zu den wichtigsten Bartpflegemitteln zählen wir Shampoo, Bartöl und Pomade. Was kannst du hier falsch machen?
Beim Shampoo? Du nimmst herkömmliches Haarshampoo oder gar Duschgel. Beides entzieht deinem Bart Fett, das er im Gegensatz zum Haupthaar jedoch dringend braucht, um weich, statt bockig hart zu sein. Nimm also spezielles Bartshampoo. Oder du benutzt Bartshampoo, jedoch viel zu oft. Im Übermaß ist es kontraproduktiv. Zweimal die Woche reicht. Beim Bartöl? Da kannst du eigentlich nur was falsch machen, wenn du es weglässt oder es nicht zu deinem Haut- und Haar-Typ passt. Langes Barthaar braucht die Zufuhr von Nährstoffen und Feuchtigkeit, die das zu deinem Bart passend ausgewählte Bartöl liefert.
Bei Pomade? Nimmst du welche mit schädlichen Inhaltsstoffen? Paraffine, Silikone, Parabene und Konsorten sollten nicht drin sein. Wäschst du sie nicht gründlich aus? Rückstände sollten nicht drin bleiben. Falsche oder falsch angewandte Pflegeprodukte führen dazu, dass Haare austrocknen und dann nicht nur an den Spitzen splissen, sondern auch in der Länge brechen. Wechsle deine Pflegeprodukte: raus mit allem, in dem Paraffine, Silikone oder Parabene stehen, und wasch Pomadenreste künftig gründlich aus. Achte ab sofort auf natürliche Inhaltsstoffe und vermeide gleichzeitig Überpflege.
Du hast festgestellt, es handelt sich um Haarausriss und Haarbruch? Abhilfe? Sanfte Behandlung, Ruhe, ein Kamm ohne scharfe Kanten und eine Bürste, die deinen Talg aufnimmt und wieder ans Haar abgibt.
Barthaare wollen weder malträtiert noch überhätschelt werden. Sie wünschen sich sanfte Pflege und danach Ruhe. Was bedeutet das? Du darfst bei der Haarwäsche nicht grob und wild herum rubbeln, sonst reißt du Haare aus der Wurzel. Stattdessen solltest du Shampoo gefühlvoll einmassieren und das Haar vorsichtig trocken tupfen oder an der Luft trocknen lassen. Wenn du dann die Barthaare bürstest oder kämmst, ist auch hier Gefühl angesagt. Nicht mit Nachdruck zerren, sonst reißt du wiederum entweder Haare aus oder aber du überdehnst die Haare, so dass sie irgendwann in der Länge brechen.
Überhätscheln ist ebenso schädlich. Wenn du Pomade in den Bart massierst oder deinen Oberlippenbart mit Bartwichse zwirbelst, tu dies zügig und mit einer schonenden, nicht ziehenden oder zerrenden Sanftheit. Danach solltest du die Finger vom Bart lassen. Denn wenn du, was wir alle gerne tun, ständig an ihm herumspielst, lockerst du die Haare aus der Wurzel heraus oder aber du wischst Talg weg, so dass er austrocknet, dadurch splisst oder in der Länge bricht. Auch Kämmen oder Bürsten solltest du nicht übertreiben. Morgens vor und nach der Wäsche, noch einmal während des Tages oder abends und gut ist es.
Ganz entscheidend ist die Qualität von Kamm und Bürste. Der Kamm darf keine scharfen Kanten haben, denn diese schädigen die Haarstruktur und sie verhaken sich im Haar, so dass du zerrst, statt sanft kämmst. Die Bürste sollte deine Haut sanft massieren und die Fähigkeit besitzen, deinen Eigentalg aufzunehmen und wieder ans Haar abzugeben. Gönne deinem Bart einen handgemachten Naturholzkamm und eine Bürste mit Naturborsten, die den Talg aufnehmen und wieder ans Haar abgeben.
Du verlierst dauerhaft mehr als fünfzig Barthaare am Tag? Dann geh der Sache auf den Grund.
Du stellst fest, dass du über das normale Maß hinaus Barthaare verlierst, also dauerhaft mehr als fünfzig am Tag. Dann musst du der Sache auf den Grund gehen.
Wenn sich bereits Lücken im Bart sichtbar machen, ist das Anlass, dich zu sorgen, und du solltest der Sache nachgehen. Du wirst die Ursache herausfinden und sie wird sich beheben lassen. Natürlich sind die Wege des Herrn unergründlich, aber meist handelt es sich um harmlose, behebbare Probleme. Mach ein Brainstorming.
Was könnte die Ursache sein? Deine Ernährung? Wie sieht es aus? Nimmst du ausreichend Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Flüssigkeit auf oder lebst du von Burger und Cola? Dein Bart braucht gesunde Nährstoffe, wie alles an dir. Wende dich an deinen Hausarzt wegen entsprechender Tests und stelle deine Ernährung gleich auf gesund um.
Hast du beruflich oder privat viel negativen Stress gerade, der dich körperlich und/oder nervlich belastet? Das zeigt sich sehr schnell an Haut und Haaren. Versuche gegenzusteuern mit Ruhezeiten, guten Luft-Ablass-Gesprächen, Sport, Meditation, Spaziergängen oder was dir gut tut. Bei ernsten körperlichen und seelischen Beschwerden solltest du einen Arzt oder Psychologen konsultieren, nicht nur des Bartes wegen.
Bist du vielleicht in einer Phase der Hormonumstellung? Vielleicht fehlt dir Testosteron, das für deine Behaarung zuständig ist. Oder bist du gerade von Hautentzündungen geplagt? In beiden Fällen ab zum Hautarzt, der Haut, Haarfollikel und Hormonwerte unter die Lupe nimmt. Auch wenn das alles beängstigend klingt, gehe die Sache männlich lösungsorientiert an und bald wird dein Bart wieder strahlen.
Sanfte Technik und gute Pflege schonen dein Barthaar.
Viele Haare bleiben in der Bürste, weil zu hart gekämmt, zu heiß gewaschen oder zu selten geölt wurde. Mit den Ölen, Bürsten und Kämmen aus unserer Bartpflege behandelst du deinen Bart deutlich schonender.
Du hast den Verdacht, dass deine Bürste zu grob für dein Barthaar ist? Beschreib uns, was du benutzt, dann schauen wir gemeinsam drauf. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.
Das fragen uns Bartträger zu Barthaarausfall am häufigsten.
Ist Barthaarausfall normal?
Ja, ein gewisser Verlust gehört dazu. Haare wachsen, fallen aus und wachsen wieder nach. Ein Bart hat etwa 15000 bis 30000 Haare, und 20 bis 50 verlorene am Tag liegen im Rahmen des Normalen. Bei langem Barthaar sieht das im Waschbecken oder in der Bürste nach viel mehr aus, weil die Haare dicker und krauser sind.
Was verursacht Barthaarausfall?
Nicht jedes Haar im Waschbecken ist ausgefallen, manches ist abgebrochen und manches hast du dir selbst ausgerissen. Schau erst einmal genau hin: Ist es ausgefallenes, ausgerissenes oder abgebrochenes Haar? Haarbruch entsteht oft durch grobe Behandlung oder sprödes, trockenes Barthaar, und beides tritt auch in Kombination auf. Solange dein Bart füllig aussieht, weich ist und dezent glänzt, ist meist alles in Ordnung.
Wann sollte ich Barthaarausfall abklären lassen?
Sammle zunächst einmal auf, was du findest, und zähle nach. Alles unter fünfzig Haaren am Tag ist aus Sicht der Biologie unauffällig, und auch etwas mehr ist noch kein Grund zur Angst. Werden es dauerhaft deutlich mehr, gehen sichtbar kahle Stellen auf oder kommen weitere Beschwerden dazu, gehst du der Sache besser mit einem Arzt nach.