★★★★★ (4,9) auf Google.de

Dein Barthaar fällt aus? Ursachen und Lösungen.

Mann mit Glatze zieht Vollbart mit beiden Händen

Mike Seebauer |

Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026

Nun, solange dein Norwegerpulli nicht zu 80% aus Barthaar besteht, ist meist alles normal.

Ruhig Blut. Mit Humor lebt es sich leichter. Sieh es mal so: Lieber ein Barthaar in der Suppe als Suppe im Barthaar. Pflege, was noch bleibt von deinem Bart. Ok, Schluss mit unseren Späßen, es ist ein ernstes Thema, dass dir Barthaare ausfallen.

Wir hoffen, deine Angst ist damit etwas verflogen. Denn es ist völlig normal, wenn sich regelmäßig ein paar Haare aus deinem Bart lösen. Haare wachsen, fallen aus und wachsen wieder nach. Bis zu 100 Kopfhaare verlieren wir täglich, was bei einer Gesamtanzahl von etwa 100000 bis 150000 nicht ins Gewicht fällt.

Genauso verlieren wir eben täglich Barthaare. So viele wie auf dem Kopf fallen dabei nicht aus, da Barthaare nicht so zahlreich aufwarten wie Kopfhaare.

Bei kurzem Barthaar fällt das meist nicht so auf. Je länger es jedoch ist, desto sichtbarer ist es im Waschbecken, in der Bürste, auf Klamotten oder Sofakissen. Es kommt dir mitunter dann nur so vor, als wären es plötzlich viel mehr. Überdies fällt eine kleinere Anzahl Barthaare im Waschbecken auch mehr auf als eine größere Anzahl Kopfhaare, denn sie sind dicker und krauser.

Solange dein Bart füllig und gepflegt aussieht, weich ist und dezent glänzt und im Übrigen keine weiteren Macken hat, als ab und an ein paar Haare zu lassen, ist alles im Lot. Es darf aber nicht so weit kommen, dass du – frei nach dem Aphoristiker Werner Mitsch – sagen musst: „Ich besitze nur noch zwei Kämme, für jedes Barthaar einen.“ Betrachten wir mal ein paar Ursachen und mögliche Abhilfemaßnahmen zu deiner Sorge.


Über den Ausfall von Barthaaren.

Ist das Haar im Waschbecken ausgefallen, ausgerissen oder abgebrochen?

Macht dir die Anzahl an Barthaaren, die du überall rumliegen siehst, Sorge? Wir können dich beruhigen. Meist stecken keine schlimmen Ursachen dahinter. Schau mal genau hin. Sind es so viele Haare oder täuscht das Ganze, weil sie inzwischen so lang sind, dass es nach viel mehr aussieht, als noch vor drei Monaten? Sammle mal so viel du siehst auf und zähl. Einige fallen jeden Tag natürlicherweise aus. Sind es mehr? Auch noch kein Anlass zur Bange.

Schau ein zweites Mal genau hin. Liegen die Haare alle in voller Länge da oder sind es unterschiedliche Längen, die dir begegnen, also Haarbruch? Haare können bei falscher Pflege oder Behandlung nämlich auch abbrechen. Haarbruch kannst du sukzessive gut in den Griff bekommen. Neben natürlichem Haarausfall und Haarbruch gibt es auch noch Haare, die du schlichtweg selbst ausgerissen hast.

Das ist der Grund, der zwar der „dümmste“ ist, aber auch der, der sich am leichtesten abstellen lässt. Du musst lediglich deine männlich grobe Behandlungstechnik auf eine sanfte umstellen. Neben den biologisch natürlichen und den selbst herbeigeführten Ursachen gibt es aber schon auch ernstere. In seltenen Fällen stecken körperliche Krankheiten, psychische Belastungen, Nährstoffmangel oder Hormonmangel dahinter.


Bei Haarbruch steuert eine bartgerechte Pflegeserie nach und nach gegen.

Bist du dir nicht ganz sicher, konsultier einen guten Barbier oder einen Friseur. Die erkennen Haarbruch relativ schnell. Problem erkannt, Problem fast gebannt. In der Regel brechen Barthaare nämlich, wenn du sie falsch pflegst, also falsche Pflegeprodukte benutzt oder aber die richtigen falsch oder in übertriebenem Maße verwendest. Zu den wichtigsten Bartpflegemitteln zählen wir Shampoo, Bartöl und Pomade. Was kannst du hier falsch machen?

Beim Shampoo? Du nimmst Haarshampoo oder gar Duschgel. Beides entzieht deinem Bart Fett, das er im Gegensatz zum Haupthaar jedoch dringend braucht, um weich, statt bockig hart zu sein. Nimm also spezielles Bartshampoo. Oder du benutzt Bartshampoo, jedoch viel zu oft. Im Übermaß ist es kontraproduktiv. Zweimal die Woche reicht. Beim Bartöl? Da kannst du eigentlich nur was falsch machen, wenn du es weglässt oder es nicht zu deinem Haut- und Haar-Typ passt. Langes Barthaar braucht die Pflege, die das zu deinem Bart passend ausgewählte Bartöl liefert.

Bei Pomade? Wäschst du sie nicht gründlich aus? Rückstände sollten nicht drin bleiben. Falsche oder falsch angewandte Pflegeprodukte führen dazu, dass Haare austrocknen und dann nicht nur an den Spitzen splissen, sondern auch in der Länge brechen. Wasch Pomadenreste künftig gründlich aus. Achte ab sofort auf Pflege, die für den Bart gemacht ist, und vermeid gleichzeitig Überpflege.


Bei Haarausriss und Haarbruch helfen Sanftheit, Ruhe und der richtige Kamm.

Barthaare wollen weder malträtiert noch überhätschelt werden. Sie wünschen sich sanfte Pflege und danach Ruhe. Was bedeutet das? Du darfst bei der Haarwäsche nicht grob und wild herumrubbeln, sonst reißt du Haare aus der Wurzel. Stattdessen solltest du Shampoo gefühlvoll einmassieren und das Haar vorsichtig trocken tupfen oder an der Luft trocknen lassen. Wenn du dann die Barthaare bürstest oder kämmst, ist auch hier Feingefühl geboten. Nicht mit Nachdruck zerren, sonst reißt du wiederum entweder Haare aus oder aber du überdehnst die Haare, so dass sie irgendwann in der Länge brechen.

Überhätscheln ist ebenso schädlich. Wenn du Pomade in den Bart massierst oder deinen Oberlippenbart mit Bartwichse zwirbelst, tu dies zügig und mit einer schonenden, nicht ziehenden oder zerrenden Sanftheit. Danach solltest du die Finger vom Bart lassen. Denn wenn du, was wir alle gerne tun, ständig an ihm herumspielst, lockerst du die Haare aus der Wurzel heraus oder aber du wischst Talg weg, so dass er austrocknet, dadurch splisst oder in der Länge bricht. Auch Kämmen oder Bürsten solltest du nicht übertreiben. Morgens vor und nach der Wäsche, noch einmal tagsüber oder abends, und es hat sein Bewenden.

Ganz entscheidend ist die Qualität von Kamm und Bürste. Der Kamm darf keine scharfen Kanten haben, denn diese schädigen die Haarstruktur und sie verhaken sich im Haar, so dass du zerrst, statt sanft zu kämmen. Die Bürste sollte deine Haut sanft massieren und die Fähigkeit besitzen, deinen Eigentalg aufzunehmen und wieder ans Haar abzugeben. Gönn deinem Bart einen handgemachten Naturholzkamm und eine Bürste mit Naturborsten, die den Talg aufnehmen und wieder ans Haar abgeben.


Du verlierst dauerhaft mehr Barthaare als sonst? Dann geh der Sache auf den Grund.

Du stellst fest, dass du dauerhaft über das normale Maß hinaus Barthaare verlierst. Dann musst du der Sache auf den Grund gehen.

Wenn sich bereits Lücken im Bart sichtbar machen, ist das Anlass, dich zu sorgen, und du solltest der Sache nachgehen. Du wirst die Ursache herausfinden und sie wird sich beheben lassen. Natürlich sind die Wege des Herrn unergründlich, aber meist handelt es sich um harmlose, behebbare Probleme. Sinnier ein wenig.

Was könnte die Ursache sein? Deine Ernährung? Wie sieht es aus? Nimmst du ausreichend Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Flüssigkeit auf oder lebst du von Burger und Cola? Dein Bart braucht gesunde Nährstoffe, wie alles an dir. Wende dich an deinen Hausarzt wegen entsprechender Tests und stell deine Ernährung gleich auf gesund um.

Hast du beruflich oder privat viel negativen Stress gerade, der dich körperlich und/oder nervlich belastet? Das kann sich an Haut und Haaren zeigen. Versuch gegenzusteuern mit Ruhezeiten, guten Luft-Ablass-Gesprächen, Sport, Meditation, Spaziergängen oder was dir gut tut. Bei ernsten körperlichen und seelischen Beschwerden solltest du einen Arzt oder Psychologen konsultieren, nicht nur des Bartes wegen.

Bist du vielleicht in einer Phase der Hormonumstellung? Vielleicht fehlt dir Testosteron, das für deine Behaarung zuständig ist. Oder bist du gerade von Hautentzündungen geplagt? In beiden Fällen ab zum Hautarzt, der Haut, Haarfollikel und Hormonwerte unter die Lupe nimmt. Auch wenn das alles beängstigend klingt, geh die Sache männlich lösungsorientiert an und bald wird dein Bart wieder strahlen.


Sanfte Technik und gute Pflege schonen dein Barthaar.

Viele Haare bleiben in der Bürste, weil zu hart gekämmt, zu heiß gewaschen oder zu selten geölt wurde. Mit den Ölen, Bürsten und Kämmen aus unserer Bartpflege behandelst du deinen Bart deutlich schonender.

Du hast den Verdacht, dass deine Bürste zu grob für dein Barthaar ist? Beschreib uns, was du benutzt, dann schauen wir gemeinsam drauf. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.


Das fragen uns Bartträger zu Barthaarausfall am häufigsten.

Ist Barthaarausfall normal?

Ja, ein gewisser Verlust gehört dazu. Haare wachsen, fallen aus und wachsen wieder nach. Ein paar verlorene Haare am Tag liegen im Rahmen des Normalen. Bei langem Barthaar sieht das im Waschbecken oder in der Bürste nach viel mehr aus, weil die Haare dicker und krauser sind.


Was verursacht Barthaarausfall?

Nicht jedes Haar im Waschbecken ist ausgefallen, manches ist abgebrochen und manches hast du dir selbst ausgerissen. Schau erst einmal genau hin: Ist es ausgefallenes, ausgerissenes oder abgebrochenes Haar? Haarbruch entsteht oft durch grobe Behandlung oder sprödes, trockenes Barthaar, und beides tritt auch in Kombination auf. Solange dein Bart füllig aussieht, weich ist und dezent glänzt, ist meist alles in Ordnung.


Wann sollte ich Barthaarausfall abklären lassen?

Sammle zunächst einmal auf, was du findest, und zähl nach. Ein paar Haare am Tag sind unauffällig, und auch etwas mehr ist noch kein Grund zur Angst. Werden es dauerhaft deutlich mehr, gehen sichtbar kahle Stellen auf oder kommen weitere Beschwerden dazu, gehst du der Sache besser mit einem Arzt nach. Kreisrunder Haarausfall kann auch den Bart treffen und zeigt sich als runde, haarlose Flecken, auch das lässt du ärztlich anschauen.


Wachsen ausgefallene Barthaare nach?

Ja, in aller Regel. Ein Haar fällt am Ende seiner Ruhephase aus, und aus demselben Haarfollikel kann danach ein neues wachsen. Bleibt eine Stelle über Monate kahl, geh der Sache mit einem Arzt nach.


Das könnte dich auch interessieren.

3 Kommentare

Hoffe es hat sich schon geklärt. Es gibt das phänomen des kreisrunden haarausfall. Eine auto immun erkrankung aber harmlos. Hatte das im Haar habe mir keine Sorgen gemacht und zack war es auch wieder weg.

Werner,

Tja, was soll ich sagen. Heute entdeckt… ein glatter 1 Euro großer blanker Fleck seitlich vom Kinn. Ganz plötzlich, und ich bin mir sicher, dass dieser vor 1 Woche noch nicht da gewesen ist. Ich hab´s noch nicht wirklich nachlesen können, ob´s sein könnte. Aber ich bin seit 4 Tagen an Corona erkrankt, auch mit dollen Erkältungssymptomen. Jemand schon von etwas ähnlichem gehört?

Max,

Antwort an Max:

Hallo Max,
grundsätzlich lässt sich das aus der Ferne schwer einschätzen. Wenn du denkst, dass es außergewöhnlich viele Haare sind, die dir mit Wurzel ausfallen, rate ich dir, einen Termin beim Arzt auszumachen, der kann das besser einschätzen. Oder gerade in deinem Fall, melde dich am besten erst einmal telefonisch bei deinem Hautarzt deines Vertrauens.
Trotz allem wünschen wir dir recht gute Besserung.
Liebe Grüße
Franziska von blackbeards

Franziska von Blackbeards,

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.