Die Ursachen von Spliss im Bart und was du dagegen tun kannst.
Haarspalterei! Rufst du. Wir verstehen, in deinem Leben wird dir schon so manche Haarspalterei begegnet sein, sie hat dich ein paar Nerven gekostet. Sei’s drum. Wenn sich diese jedoch an deinen bärtigen Wangen findet, hört der Spaß auf, denn dann kostet sie wertvolle Barthaare.
- Vermeide falsche Pflege und fehlende Feuchtigkeit
- Ernähre dich gesund und sorge für gesunde Haut
- Belaste deinen Bart nicht unnötig mit Kosmetik
- Spliss wirklich loswerden geht nur mittels Abtrennen
- Halte dein Barthaar ausreichend gepflegt und flexibel
- Fazit
- Häufige Fragen unserer Bartträger
Lange Zeit hatten wir dieses Problem nicht. Wir waren von Spliss verschont, doch leider trugen wir in dieser Zeit auch keine Bärte. Spliss ist ein Phänomen von längeren bis langen Haaren und Barthaaren. Und richtige Bärte kamen erst vor einigen Jahren wieder in Mode. Wie gesagt, leider. Dem Revival des Bartes wurde der Weg von der Drei-Tage-Bart-Revolution geebnet. Sie setzte der aufgedrängten Warmduscherei endlich ein Ende, und heute ist Gott sei Dank der Vollbart Ausdruck purer Freude.
Wir wollen damit nicht sagen, dass ein glatt rasiertes Kinn unmännlich ist oder nur von einem Warmduscher getragen wird. Nein, wer echt dazu steht, sieht damit bestimmt attraktiv aus. Wir wollen vielmehr damit ausdrücken, dass wir es uns nicht mehr nehmen lassen, einen Bart zu tragen, weil irgendjemand früher diesen mal als barbarisch oder sonst was betrachtete.
Wobei wir uns in puncto Bart jedoch gerne reinreden lassen, ist dessen Pflege. Wir wollen heute keinen Bart à la Catweazle mehr, der einem wilden Gestrüpp glich. Wild wollen wir schon sein, frei und abenteuerlich, aber mit einem gepflegten statt wilden Bart. Wobei auch ein gepflegter Bart durchaus wild aussehen kann, wenn er mit Raffinesse auf wild gestylt wird. Sieht dein Bart jedoch wegen Spliss, also gespaltenem Haar wild aus, dann wirkt das nicht raffiniert, sondern sehr traurig. Dagegen musst und kannst du etwas tun.
Hieran kann es liegen, wenn dein Barthaar sich spaltet.
Splissursachen. Wie kann es dazu kommen, dass dein wundervolles Barthaar sich plötzlich zweiteilt?
Spliss ist nur was für Mädchen? Dachtest du. Nein, es ist auch was für Jungs. Na ja, eigentlich nur was für echte Kerle mit längerem Vollbart. Denn Spliss findet sich überwiegend bei längerem Haar. Daher war es ja ein Mädchenproblem, denn die haben lange Haare. War. Bis wir uns lange Bärte wachsen ließen. Wenn du dich nicht traust, wie ein Mädchen darüber zu reden, sag einfach, du hast Trichoptilosis. Dann wird das Thema gleich männlicher. Langes Haar splisst, meist an den Spitzen, manchmal auch in der Länge, wenn die inneren Strukturen aufbrechen, weil sie austrocknen.
Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Überwiegend sind es Substanzen in Pflegeprodukten, die einen Film um das Haar aufbauen, vor allem Silikone seien hier genannt. Der Film lässt Haar scheinbar geschmeidig und gesund aussehen. Aber er verhindert auch, dass Feuchtigkeit ins Haar dringt, die es dringend braucht, denn Haar ist „tot“, hat keinen eigenen Stoffwechsel. Ohne Feuchtigkeit von außen trocknet es aus.
Die alt gewordenen Haarspitzen splissen schließlich irgendwann, die neueren Haarstrecken haben noch Restfeuchte in sich. Aber nicht nur Silikone sind Übeltäter. Auch heißes Wasser, die Hitze von Sonne, Fön und Glätteisen trocknen aus. Ebenso Eiseskälte im nassen Bart, Chlor- und Salzwasser und starker Wind. Auch Reibung, die entsteht, wenn du dir beispielsweise ständig durchs Barthaar fährst oder es unsanft trocken rubbelst und Verletzungen, die durch nicht entgratete Kämme oder Bürsten verursacht werden, führen zu Spliss.
Splissveranlagung. Schönheit kommt von innen. Dein Barthaar wird gesund geboren, wenn es im Mutterleib gesund ernährt wurde.
Wir entwenden dieses Bild mal der weiblichen Biologie, denn es trifft zu, dass gesundes Barthaar und die Neigung zu Spliss bereits im Inneren angelegt werden. Erblickt es wohlgenährt, sprich saftig feucht, wohlbalanciert fett und satt an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Eiweißen das Licht der Welt, kann es bis zu seinem Ende gesund bleiben. Natürlich kannst du Pech haben und schlichtweg nicht die besten Gene, aber mit ausgewogener Ernährung, einem gelassenen Gemüt sowie stressvermeidendem Leben lassen sich selbst bartfeindliche Gene oft umstimmen und bartfreundliche noch toppen.
Die Vitamine A (Retinol), B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure), B6 (Pyridoxin), B7 (Biotin) und C (Ascorbinsäure) solltest du ausreichend zu dir nehmen, dazu den Mineralstoff Calcium, die Spurenelemente Eisen, Kupfer, Zink, Selen, Jod und schließlich Eiweiß. Sie alle arbeiten zusammen und bewirken, dass Stoffwechselprozesse funktionieren, deine Kopfhaut und Haarstruktur gesund sind und das Haar herauskommen kann. Ernährst du dich abwechslungsreich mit Nüssen, Obst, Gemüse, Getreide, Milch, Eiern, wenig Fisch und Fleisch, wirst du ausreichend versorgt.
Richtig zusammengestellt, gelingt das auch vegetarisch oder vegan ziemlich gut. Wenn du es irgendwie schaffst, ausgeglichen in deiner Mitte zu leben, ist das besonderer Balsam für Haut und Haar. Durch moderaten Sport, Yoga, Meditation und Spaziergänge in der Natur kannst du psychischen und physischen Stress abbauen, den du möglichst vermeiden solltest, der sich aber nie komplett ausschließen lässt.
Splissvermeidung. Halte dir chemische, mechanische und natürliche Feinde deines Barthaares möglichst fern.
Ist dein Bart endlich lang? Soll er das bleiben? Dann gilt ein Gebot. Askese. Enthaltsamkeit. Das Gute daran: Das gilt nicht fürs Essen, denn da sollst du sogar zugreifen, zu den haargesunden Sachen. Einseitige Diäten sind schlecht fürs Barthaar. Mäßigung übst du hingegen bei der Verwendung von Pflegeprodukten mit wasserunlöslichen Silikonen (=Weichmacher) und aggressiven Tensiden (=Reiniger).
Es gibt Alternativen ohne Silikon oder mit wasserlöslichen Silikonen und milden Tensiden, die Barthaar signifikant weniger austrocknen und splissen. Da sich diese hinter unzähligen Namen verbergen, solltest du dich eingehender informieren, bevor du ein Bartshampoo oder Stylingprodukt kaufst.
Halte Askese beim Tätscheln deines Bartes oder Schnurrbartes. Zwirbeln und Glattstreichen ist erlaubt, aber nur, bis das Styling sitzt. Danach Finger weg. Nicht am Schnurrbärtchen rumdrehen, nicht durch den Bart streichen. Kämmen und Bürsten ist natürlich wichtig. Achte aber auf die hochwertige Qualität von Kamm und Bürste und zerre nicht, vor allem nicht im feuchten Barthaar. Scharfe Grate verletzen irreversibel. Halte dich zurück beim Rubbeln, lass deinen Bart lufttrocknen oder tupfe ihn nur vorsichtig trocken.
Wenn du Hitze an deinen Bart lässt, dann schütze ihn. Beim Sonnenbad ziehst du dein cooles Cap drüber, wenn du ein Glätteisen benutzt, verwendest du Hitzeschutzspray, wenn du föhnst, schalte auf niedere Temperatur und halte den Fön 30 cm entfernt. Im Winter hältst du ihm die Kälte fern, indem du ihn in einen warmen Schal einpackst. Von allem ist weniger also mehr.
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Splisskaschierung und Splissentfernung. Gibt es Rettung, wenn Spliss bereits unübersehbar deinen Bart entzweit?
Manchmal hilft alle Askese und Achtsamkeit nix. Oder die Askese war und ist nicht dein Ding und du hast gehofft, dass dein Prachtstück verschont bleibt. Oder du wusstest nix von Askese und bist jetzt schlauer. Leider ist es nun aber zu spät für Reue und der Blick in den Spiegel ist ein Schlag ins Gesicht, also auf den Bart. Kaputte Spitzen. Aus einer wurden zwei oder sogar drei. Das Drama ist perfekt. Nur der Bart nicht mehr. Er sieht aus wie der von Catweazle. Du könntest heulen. Mach die Tür zu und tu das einfach. Die Lage ist nämlich ernst.
Sind die weißen Splisspünktchen erst einmal da, kriegst du sie nicht mehr weg. Kam er nicht vom Silikon, sondern von Hitze, Rubbeln und Co., kannst du ihn kurzfristig, so paradox es klingt, vielleicht mit Silikon kitten. Probiere ein entsprechendes Shampoo, eine Spülung oder Kur. Damit trickst du aber nur und schnell kommt er wieder.
Unser ehrlicher, wenn auch trauriger Rat: Trimme deinen Bart so weit herunter, bis die gespaltenen Spitzen weg sind. Noch trauriger ist es, wenn selbst das Trimmen nicht ausreicht, weil dein Barthaar bis zum Schaft von innen ausgetrocknet ist. Dann hilft nur noch Aufopferung, Kamikaze, Totalrückschnitt. Danach Vorfreude. Denn der Bart kommt ja immer wieder. Jetzt hast du immerhin das Wissen, wie du Spliss vermeiden kannst.
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Splissentgegenwirker. Kommt es von innen gesund heraus, kannst du dein Barthaar von außen lange, vielleicht für immer gesund erhalten.
Vorausgesetzt, du vermeidest die obigen Splissförderer und tust noch ein bisschen was dazu. Dein Barthaar will zwar keine permanenten Streicheleinheiten, wie du oben erfahren hast, die Zufuhr von Nährstoffen braucht es dagegen, da es keinen eigenen Stoffwechsel hat. Solche, die ihn nicht splissen, sondern geschmeidig, weich und duftend machen. Wollwachs (Lanolin) zum Beispiel und noch vielmehr Bartöl. Gesunde naturbelassene Öle wirken von innen und von außen. Nähre also deinen Bart und auch dich von innen mit nicht raffinierten, nativen Ölen.
Von außen tust du einfach das Gleiche. Verwöhne und pflege deine Barthaare mit Bartöl. Du kannst es gut selbst machen, wir haben einige Anleitungen für dich auf unseren Seiten untergebracht. Oder du legst dir bequem ein fertiges, gut komponiertes zu. Hochwertiges Bartöl besteht in der Regel ausschließlich aus natürlichen pflanzlichen, fein aufeinander abgestimmten Ölen. Trägeröle aus Mandeln, Avocados, Argan, Traubenkernen, Squalan und vielen anderen Samen, Kernen und Nüssen bilden die nährstoffreiche Basis.
Ein Hauch beigemischter ätherischer Öle aus Zitrusfrüchten, Kräutern, Moosen und Rinden bringt deinem Bart ein duftes Leben. Zusammen arbeiten sie gegen Krankheitserreger, Juckreiz und Austrocknung und für Geschmeidigkeit, Glanz und Attraktivität. Der Spliss kann bleiben, wo der Pfeffer wächst. Der Bart bleibt, wo die Kräuter sind. Massiere täglich ein paar Tropfen von den Spitzen bis zur Haut ein und arbeite mit einer sanften Bürste nach.
Häufige Fragen unserer Bartträger.
Was verursacht Spliss im Bart?
Spliss entsteht vor allem dort, wo Barthaar lang ist und ihm Feuchtigkeit fehlt. Falsche oder fehlende Pflege, zu viel Kosmetik im Bart, Hitze und ständige Belastung setzen der Haarstruktur zu, bis sich die Spitze aufspaltet. Auch eine unausgewogene Ernährung und gereizte Haut spielen mit hinein. Kurze Bärte trifft es kaum, lange Vollbärte umso häufiger.
Was hilft gegen Spliss im Barthaar?
Halte dein Barthaar gepflegt und flexibel, dann bricht es seltener. Das heißt: regelmäßig ölen, schonend und nicht zu oft waschen, sanft kämmen und deinem Bart nicht unnötig viel Kosmetik zumuten. Achte nebenbei auf gesunde Ernährung und gesunde Haut, denn dort beginnt jedes Haar. Was bereits gespalten ist, schneidest du ab.
Kann man gespaltene Barthaare reparieren?
Nein, ein einmal gespaltenes Haar wächst nicht wieder zusammen. Der einzige Weg, Spliss wirklich loszuwerden, ist das Abtrennen der betroffenen Spitzen, alles andere kaschiert nur. Deshalb ist Vorbeugen der eigentliche Hebel: gut ölen, sanft behandeln und die Spitzen ab und zu nachschneiden, bevor sich der Spliss weiter nach oben arbeitet.