Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026
Die Ursachen von Spliss im Bart und was du dagegen tun kannst.
Haarspalterei! Rufst du. Wir verstehen, in deinem Leben wird dir schon so manche Haarspalterei begegnet sein, sie hat dich ein paar Nerven gekostet. Sei’s drum. Wenn sich diese jedoch an deinen bärtigen Wangen findet, hört der Spaß auf, denn dann kostet sie wertvolle Barthaare.
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Hieran kann es liegen, wenn dein Barthaar sich spaltet
- Splissursachen. Warum teilt sich dein Barthaar plötzlich?
- Splissveranlagung. Gut genährt kommt dein Barthaar gesund zur Welt
- Splissvermeidung. Halte chemische, mechanische und natürliche Feinde fern
- Splisskaschierung und Splissentfernung. Gibt es noch Rettung?
- Splissentgegenwirker. Von innen gesund, von außen geschmeidig
- Gegen gespaltene Barthaare hilft vor allem gute Gewohnheit
- Das fragen uns Bartträger zu Spliss im Barthaar am häufigsten
Lange Zeit plagte uns diese Unbill nicht. Wir waren von Spliss verschont, doch leider trugen wir in dieser Zeit auch keine Bärte. Spliss ist ein Phänomen von längeren bis langen Haaren und Barthaaren. Und richtige Bärte kamen erst vor einigen Jahren wieder in Mode. Wie gesagt, leider. Dem Revival des Bartes wurde der Weg von der Drei-Tage-Bart-Revolution geebnet. Sie setzte der aufgedrängten Warmduscherei endlich ein Ende, und heute ist Gott sei Dank der Vollbart Ausdruck purer Freude.
Wir wollen damit nicht sagen, dass ein glatt rasiertes Kinn unmännlich ist oder nur von einem Warmduscher getragen wird. Nein, wer dazu steht, sieht damit gewiss ansehnlich aus. Wir wollen vielmehr damit ausdrücken, dass wir es uns nicht mehr nehmen lassen, einen Bart zu tragen, weil irgendjemand früher diesen mal als barbarisch oder sonst was betrachtete.
Beim Bart selbst lassen wir uns nichts sagen. Bei seiner Pflege schon. Wir wollen heute keinen Bart à la Catweazle mehr, der einem wilden Gestrüpp glich. Wild wollen wir schon sein, frei und abenteuerlich, aber mit einem gepflegten statt wilden Bart. Wobei auch ein gepflegter Bart durchaus wild aussehen kann, wenn er mit Raffinesse auf wild gestylt wird. Sieht dein Bart jedoch wegen Spliss, also gespaltenem Haar wild aus, dann wirkt das nicht raffiniert, sondern recht kläglich. Dagegen musst und kannst du etwas tun.
Hieran kann es liegen, wenn dein Barthaar sich spaltet.
Splissursachen. Warum teilt sich dein Barthaar plötzlich?
Spliss ist nur was für Mädchen? Dachtest du. Nein, es ist auch was für Jungs. Na ja, eigentlich nur was für echte Kerle mit längerem Vollbart. Denn Spliss findet sich überwiegend bei längerem Haar. Daher war es ja ein Mädchenproblem, denn die haben lange Haare. War. Bis wir uns lange Bärte wachsen ließen. Langes Haar splisst, meist an den Spitzen, manchmal auch in der Länge, wenn die inneren Strukturen aufbrechen, weil sie austrocknen.
Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Meist wird die äußere Schuppenschicht des Haares mit der Zeit abgetragen, bis das Innere frei liegt und ausfranst.
Haar ist „tot“, hat keinen eigenen Stoffwechsel und bessert nichts selbst aus. Ohne Feuchtigkeit von außen trocknet es aus.
Die alt gewordenen Haarspitzen splissen schließlich irgendwann, die neueren Haarstrecken haben noch Restfeuchte in sich. Heißes Wasser, die Hitze von Sonne, Föhn und Glätteisen trocknen aus. Ebenso Eiseskälte im nassen Bart, Chlor- und Salzwasser und starker Wind. Auch Reibung, die entsteht, wenn du dir beispielsweise ständig durchs Barthaar fährst oder es unsanft trocken rubbelst und Verletzungen, die durch nicht entgratete Kämme oder Bürsten verursacht werden, führen zu Spliss.
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Splissveranlagung. Gut genährt kommt dein Barthaar gesund zur Welt.
Wir entwenden dieses Bild mal der weiblichen Biologie, denn es trifft zu, dass gesundes Barthaar und die Neigung zu Spliss bereits im Inneren angelegt werden. Erblickt es wohlgenährt, sprich saftig feucht, wohlbalanciert fett und satt an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Eiweißen das Licht der Welt, kann es bis zu seinem Ende gesund bleiben. Natürlich kannst du Pech haben und schlichtweg nicht die besten Gene.
Die Vitamine A (Retinol), B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure), B6 (Pyridoxin), B7 (Biotin) und C (Ascorbinsäure) solltest du ausreichend zu dir nehmen, dazu den Mineralstoff Calcium, die Spurenelemente Eisen, Kupfer, Zink, Selen, Jod und schließlich Eiweiß. Dein Körper braucht sie, damit Haut und Haar gut versorgt sind. Ernährst du dich abwechslungsreich mit Nüssen, Obst, Gemüse, Getreide, Milch, Eiern, wenig Fisch und Fleisch, wirst du ausreichend versorgt.
Richtig zusammengestellt, gelingt das auch vegetarisch oder vegan ziemlich gut. Wenn du es irgendwie schaffst, ausgeglichen in deiner Mitte zu leben, ist das besonderer Balsam für Haut und Haar. Durch moderaten Sport, Yoga, Meditation und Spaziergänge in der Natur kannst du psychischen und physischen Stress abbauen, den du möglichst vermeiden solltest, der sich aber nie komplett ausschließen lässt.
Splissvermeidung. Halte chemische, mechanische und natürliche Feinde fern.
Ist dein Bart endlich lang? Soll er das bleiben? Dann gilt ein Gebot. Askese. Enthaltsamkeit. Das Gute daran: Das gilt nicht fürs Essen, denn da sollst du sogar zugreifen, zu den haargesunden Sachen. Einseitige Diäten sind schlecht fürs Barthaar. Mäßigung übst du hingegen bei der Verwendung von Pflegeprodukten mit aggressiven Tensiden (=Reiniger).
Milde Tenside, etwa Zuckertenside, reinigen dein Barthaar schonender. Da sich diese hinter unzähligen Namen verbergen, solltest du dich eingehender informieren, bevor du ein Bartshampoo oder Stylingprodukt kaufst.
Halte Askese beim Tätscheln deines Bartes oder Schnurrbartes. Zwirbeln und Glattstreichen ist erlaubt, aber nur, bis das Styling sitzt. Danach Finger weg. Nicht am Schnurrbärtchen rumdrehen, nicht durch den Bart streichen. Kämmen und Bürsten ist natürlich wichtig. Achte darauf, dass Kamm und Bürste keine scharfen Grate haben, und zerre nicht, vor allem nicht im feuchten Barthaar. Scharfe Grate verletzen irreversibel. Halte dich zurück beim Rubbeln, lass deinen Bart lufttrocknen oder tupf ihn nur vorsichtig trocken.
Wenn du Hitze an deinen Bart lässt, dann schütze ihn. Beim Sonnenbad ziehst du dein cooles Cap drüber, wenn du ein Glätteisen benutzt, verwendest du Hitzeschutzspray, wenn du föhnst, schalte auf niedere Temperatur und halte den Föhn gut 15 cm entfernt und in Bewegung. Bei Eiseskälte hältst du ihm die Kälte fern, indem du ihn in einen warmen Schal einpackst. Von allem ist weniger also mehr.
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Splisskaschierung und Splissentfernung. Gibt es noch Rettung?
Manchmal hilft alle Askese und Achtsamkeit nix. Oder die Askese war und ist nicht dein Ding und du hast gehofft, dass dein Prachtstück verschont bleibt. Oder du wusstest nix von Askese und bist jetzt schlauer. Leider ist es nun aber zu spät für Reue und der Blick in den Spiegel ist ein Schlag ins Gesicht, also auf den Bart. Kaputte Spitzen. Aus einer wurden zwei oder sogar drei. Das Drama ist perfekt. Nur der Bart nicht mehr. Er sieht aus wie der von Catweazle. Du könntest heulen. Mach die Tür zu und tu das einfach. Die Lage ist nämlich ernst.
Sind die weißen Splisspünktchen erst einmal da, kriegst du sie nicht mehr weg. Kurzfristig kannst du ihn mit Silikon kitten. Probier ein entsprechendes Shampoo, eine Spülung oder Kur. Damit trickst du aber nur und alsbald kommt er wieder.
Unser ehrlicher, wenn auch trauriger Rat: Trimm deinen Bart so weit herunter, bis die gespaltenen Spitzen weg sind. Noch trauriger ist es, wenn selbst das Trimmen nicht ausreicht, weil dein Barthaar bis zum Schaft von innen ausgetrocknet ist. Dann hilft nur noch Aufopferung, Kamikaze, Totalrückschnitt. Danach Vorfreude. Denn der Bart kommt ja immer wieder. Jetzt hast du immerhin das Wissen, wie du Spliss vermeiden kannst.
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Splissentgegenwirker. Von innen gesund, von außen geschmeidig.
Vorausgesetzt, du vermeidest die obigen Splissförderer und tust noch ein bisschen was dazu. Dein Barthaar will zwar keine permanenten Streicheleinheiten, wie du oben erfahren hast, Pflegestoffe von außen braucht es dagegen, da es keinen eigenen Stoffwechsel hat. Solche, die es nicht splissen lassen, sondern geschmeidig, weich und duftend machen. Wollwachs (Lanolin) zum Beispiel und noch viel mehr Bartöl. Pflanzenöle gehören auf den Teller und in den Bart. Nähr also deinen Bart und auch dich von innen mit Ölen aus Nüssen, Kernen und Saaten.
Von außen tust du einfach das Gleiche. Verwöhn und pfleg deine Barthaare mit Bartöl. Du kannst es gut selbst machen, wir haben einige Anleitungen für dich auf unseren Seiten untergebracht. Oder du legst dir bequem ein fertiges, trefflich komponiertes zu. Ein Bartöl, das seinen Namen verdient, besteht vor allem aus pflanzlichen Trägerölen, dazu ein paar Tropfen ätherisches Öl. Trägeröle aus Mandeln, Avocados, Argan, Traubenkernen und vielen anderen Samen, Kernen und Nüssen bilden die nährstoffreiche Basis, oft ergänzt um Squalan.
Ein Hauch beigemischter ätherischer Öle aus Zitrusfrüchten, Kräutern, Moosen und Rinden bringt deinem Bart ein duftes Leben. Zusammen machen sie deinen Bart geschmeidig und geben ihm Glanz. Der Spliss kann bleiben, wo der Pfeffer wächst. Der Bart bleibt, wo die Kräuter sind. Massier täglich ein paar Tropfen von den Spitzen bis zur Haut ein und arbeite mit einer sanften Bürste nach.
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Gegen gespaltene Barthaare hilft vor allem gute Gewohnheit.
Sanft waschen, geduldig kämmen, regelmäßig ölen und die Spitzen ab und zu kürzen, dafür brauchst du kein Spezialmittel, sondern solides Handwerkszeug. Shampoo, Kamm, Bürste, Öl und Schere stehen alle in unserem Sortiment für Bart und Haar.
Deine Bartspitzen fransen trotz Pflege immer wieder auf und du kommst nicht dahinter, woran es liegt? Erzähl uns von deiner Routine, wir suchen die Stelle gemeinsam. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.
Das fragen uns Bartträger zu Spliss im Barthaar am häufigsten.
Was verursacht Spliss im Bart?
Spliss entsteht vor allem dort, wo Barthaar lang ist und ihm Feuchtigkeit fehlt. Falsche oder fehlende Pflege, zu viel Kosmetik im Bart, Hitze und ständige Belastung setzen der Haarstruktur zu, bis sich die Spitze aufspaltet. Auch eine unausgewogene Ernährung spielt mit hinein. Kurze Bärte trifft es kaum, lange Vollbärte umso häufiger.
Was tun bei Spliss im Barthaar?
Halte dein Barthaar gepflegt und flexibel, dann bricht es seltener. Das heißt: regelmäßig ölen, schonend und nicht zu oft waschen, sanft kämmen und deinem Bart nicht unnötig viel Kosmetik zumuten. Achte nebenbei auf gesunde Ernährung und gesunde Haut, denn dort beginnt jedes Haar. Was bereits gespalten ist, schneidest du ab.
Kann ich gespaltene Barthaare reparieren?
Nein, ein einmal gespaltenes Haar wächst nicht wieder zusammen. Der einzige Weg, Spliss loszuwerden, ist das Abtrennen der betroffenen Spitzen, alles andere kaschiert nur. Deshalb ist Vorbeugen der eigentliche Hebel: gut ölen, sanft behandeln und die Spitzen ab und zu nachschneiden, bevor sich der Spliss weiter nach oben arbeitet.
Wie erkenne ich Spliss im Bart?
An den Spitzen. Dort ist das Haar abgebrochen oder in zwei, drei Enden aufgefasert, manchmal siehst du kleine weiße Pünktchen. Der Bart wirkt stumpf und struppig, obwohl du ihn eben erst gekämmt hast. Lässt du ihn so, wandert der Spliss am Haar nach oben.