Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026
Es war unser Freund Red „Kupferholzbart“ Robertson, der uns auf die Idee brachte: Eine Bartpflegekur mit warmem Bartöl.
Wir haben mit Mango, Eigelb, Kokosmilch, Avocado und Olivenöl experimentiert. In verschiedenen Konstellationen in den Mixer geworfen. Püriert. Ja, es war eine riesige Sauerei. Hier kommt nun eine relativ saubere Lösung: Mache ein Hot Oil Beard Treatment.
- Du willst deinen Bart schnell weicher machen. So klappt's
- Das fragen uns Bartträger zu Bartöl am häufigsten
Was tun wir bärtigen Männer nicht alles, um unseren störrischen, wilden Bart weich und geschmeidig zu bekommen? Wir waschen ihn ein- oder zweimal die Woche mit Bartshampoo, massieren täglich morgens und abends Bartöl in Haut und Barthaar ein, bürsten ihn liebevoll und kämmen ihn zurecht, bringen ihn mit Bartpomade in Form.
Doch hin und wieder, an einem Bad Beard Day, fühlst du dich nicht wohl mit deiner Bartpracht und bist keineswegs zufrieden mit seiner Geschmeidigkeit. Nein, dein Bart fühlt sich an wie Stroh. Stroh, das schon eine Zeit lang in der Sonne lag und sämtliche Feuchtigkeit verloren hat.
Oh weh! Du vermisst weiterhin den Glanz, durch den dein bestes Stück für gewöhnlich in seiner vollen Pracht erstrahlt und deine Mitmenschen blendet, wenn ein Sonnenstrahl auf das von den feinsten Ölen der Welt umhüllte Barthaar trifft. Verzage nicht, lieber Bartfreund, die Lösung für dein Problem ist einfach, und du kannst sie auf der Stelle anwenden. Alkohol. Schenk dir ein Glas Wein ein!
Du willst deinen Bart schnell weicher machen. So klappt's.
Das brauchst du für ein Hot Oil Beard Treatment, eine Barthaarkur.
Ein Glas Wein allein reicht nicht? Ok. Lass uns einen Schritt weitergehen, wir verpassen deinen strapazierten Barthaaren eine intensive Pflegekur. Ich erinnere mich an Tage im Jahr 2013, als ich in der heißen Badewanne lag, mein Bart von diversen Mixturen aus Pflanzen, Kräutern, Obst, Gemüse und Ölen benetzt.
Meine Güte, war der weich. Allerdings ist so eine Mischung aus Olivenöl, Mango, Eigelb und Avocado eine riesige Sauerei. Lass mich dir sagen, 2013 war es gar nicht so leicht, an Bartöl ranzukommen. Nun aber ist es ein Leichtes. Entweder du mischst dir dein Bartöl selbst, oder du schaust dich in unserem Shop um.
Was brauchst du für eine intensive Bartpflegekur?
Nicht viel und nur Wohltuendes. Du benötigst dein Lieblings-Bartöl, vielleicht sogar ein selbstgemachtes Bartöl, eine Schüssel mit heißem Wasser, drei Handtücher, wahlweise Bier oder Wein und eine halbe Stunde Zeit. Ein Hot Oil Beard Treatment ist eine Wohltat für dich und deinen Bart.
Los geht’s. So gibst du deinem Bart eine intensive Pflegekur.
1. Fülle die Schüssel mit heißem Wasser und lege ein Handtuch hinein.
Das Wasser sollte durchaus heiß sein, aber natürlich nicht so heiß, dass du dich verletzt. Eine angenehme Wärme muss nachher vom Handtuch auf dein Gesicht treffen. Zwei der Handtücher nutzt du abwechselnd, das eine umhüllt dein bärtiges Gesicht, das andere liegt in der Schüssel mit dem heißen Wasser und wartet auf seinen Einsatz.
2. Wasche deinen Bart und massiere Bartöl in Haut und Haar.
Wir empfehlen dir, deinen Bart und dein Gesicht vorher zu waschen. Nutzt du Bartpflegeprodukte, wie Bartpomade oder zwirbelst deinen Oberlippenbart mit Bartwichse, wasche das gute Zeug bitte aus. Jetzt kommt der spannende Teil. Nachdem du deinen Bart wieder etwas trocken getupft hast, (Nicht rubbeln. Niemals rubbelst du deine Haare, geschweige denn deinen Bart trocken.) massierst du eine großzügige Menge Bartöl in Haut und Barthaar ein.
Bedenke, dass die Wärme den Duft der ätherischen Öle in deinem Bartöl verstärkt. Warst du schon einmal bei einem Barbier und bist in den Genuss einer Nassrasur mit einem heißen Handtuch gekommen? Einige Barbiere nutzen dafür ein Pre Shave Oil mit beispielsweise Menthol. Die meisten aus unserer Crew finden das gut, es ist aber Geschmackssache. Wenn dir das gar nicht taugt, nimm ein Bartöl ohne ätherische Öle oder mische dir selbst ein Bartöl für genau solche Hot Oil Beard Treatments.
3. Umwickle deinen Bart mit dem heißen Handtuch.
Und dann geht es los. Wringe das Handtuch aus, es darf schon feucht, aber nicht unbedingt tropfend nass sein, du merkst, es ist schön warm. Umwickle deinen Bart mit dem heißen Handtuch, lass die Nase frei, damit du gut atmen kannst, und setze dich nieder.
Das Hot Oil Beard Treatment dauert 20 bis 30 Minuten, immer, wenn du merkst, dein Handtuch kühlt ab, ersetze es durch das im Wasserbad gewärmte. Immer und immer wieder.
4. Nachbereitung der Bartkur.
Ganz wichtig: Spüle deinen Bart jetzt mit eiskaltem Wasser. Durch die Kälte legen sich die Barthaarschuppen an und schließen das Öl ein. Danach tupfst du deinen Bart vorsichtig mit dem dritten Handtuch trocken und legst dich auf die Couch. Mit deinem Glas Wein oder Bier. Spürst du, wie entspannt ihr beiden seid? Sehr schön. Öfter als einmal die Woche muss diese Kur nicht sein, pflegst du deinen Bart ohnehin täglich ausgiebig, reicht ein- oder zweimal im Monat.
Eine warme Bartkur macht aus zehn Minuten im Bad ein kleines Ritual.
Für die Kur brauchst du nichts Besonderes, nur ein Öl, das du gern riechst und großzügig verwendest. Bei den Bartölen findest du auch die größeren Flaschen, die sich dafür anbieten.
Du bist unsicher, wie oft dein Bart so eine Kur verträgt und welches Öl sich dafür eignet? Frag uns, wir haben das an den eigenen Bärten durch. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.
Das fragen uns Bartträger zu Bartöl am häufigsten.
Was ist ein Hot Oil Beard Treatment?
Eine Intensivkur mit warmem Bartöl für strohige, störrische Barthaare. Statt das Öl nur kurz einzumassieren, lässt du es mit Wärme länger einwirken. Dafür brauchst du dein Lieblings-Bartöl, eine Schüssel mit heißem Wasser, drei Handtücher und eine halbe Stunde Zeit. Ein Glas Wein oder Bier dazu ist ausdrücklich erlaubt.
Wie mache ich ein Hot Oil Beard Treatment?
Nimm dir eine halbe Stunde Zeit und arbeite reichlich Bartöl in Haut und Barthaar ein. Dann kommt die Wärme ins Spiel: Ein Handtuch, das du in heißem Wasser getränkt und ausgewrungen hast, legst du um den Bart. Lass alles in Ruhe einwirken und wiederhole das mit einem frischen warmen Tuch. Zum Schluss tupfst du ab und bürstest gründlich durch.
Wie oft ist die Bartkur sinnvoll?
Als Extra, nicht als tägliche Routine. Der richtige Moment ist gekommen, wenn dein Bart sich anfühlt wie trockenes Stroh und der Glanz fehlt. Für den Alltag reichen weiterhin die Bartwäsche ein- bis zweimal die Woche und tägliches Bartöl. Die Kur holst du dir dazu, wenn du einen Bad Beard Day hast oder einfach Lust auf eine ruhige halbe Stunde.