Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026
Schuppen im Bart sind unangenehm, aber dafür gibt es Tipps.
Weiße Flöckchen sind eine Zier in einer verschneiten Landschaft, allerdings absolut überhaupt nicht im Haar oder gar Barthaar. Schon gar nicht in dunklem Haar. Schuppen braucht kein Mann.
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Bart-Schuppen. So pflegst du Haut und Bart, wenn es schuppt
- Über die vielfältigen Ursachen von Schuppen in deinem Bart
- Hast du trockene Schuppen oder fettige Schuppen im Barthaar?
- Krieg den Schuppen in deinem Bart. Beachte Folgendes
- Waffen für deinen Bart, wenn er schuppt. Diese gibt es, und das machst du damit
- Wie sieht es aus mit einem Arztbesuch? Habt ihr gute Ratschläge?
- Ein sauberer, gut geölter Bart macht dir den Alltag angenehmer
- Das fragen uns Bartträger zu Bartschuppen am häufigsten
Ein Spruch sagt: „Männer sind wie Fische. Sie schuppen und sind leicht auszunehmen.“ Uns gefällt dazu ein Zitat aus der Apostelgeschichte 9, 18 besser, welches da postuliert: „Und alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er ward wieder sehend.“ Wir haben die Zusammenhänge doch alle inzwischen begriffen. Die Schuppen fielen schon lange von unseren Augen.
Figurativ sind wir damit fast alle durch. Leider nicht so im Falle der Schuppen auf unseren Häuptern. Da trübt so manches Schüppchen unseren Blick und rieselt lautlos wie Schnee herab, um es sich auf unseren Schultern sichtbar bequem zu machen. Das sieht im Haar wie auch auf den Klamotten unappetitlich aus und ist uns schlichtweg peinlich. Hinzu kommt meist noch ein quälender Juckreiz. Alles völlig uncool und alles nix für einen richtigen Mann. Gehen wir die Sache deshalb also an.
Als Bartträger weißt du ja bereits, dass du mit Wissen, Strategie, Disziplin, Geduld, guten Werkzeugen und Bartpflegeprodukten einen prächtigen Bart hinbekommen hast. Genauso pflegst du nun Haut und Haar, wenn dein Bart oder dein Haupthaar schuppt. Mit der Vermittlung von nützlichem Basiswissen und einer Auswahl an guten Pflegeprodukten möchten wir dich bestmöglich unterstützen.
Bart-Schuppen. So pflegst du Haut und Bart, wenn es schuppt.
Über die vielfältigen Ursachen von Schuppen in deinem Bart.
Die unästhetischen kleinen Dinger entstehen, wenn irgendetwas in deinem Körper ins Ungleichgewicht geraten ist oder du deine Bart- und Haupthaare beziehungsweise die Haut darunter falsch behandelt hast. Deine oberste Hautschicht, die Epidermis, besteht aus Hautzellen, die in mehreren Schichten angeordnet sind. Diese Zellen durchwandern innerhalb von vier Wochen die verschiedenen Schichten, sterben dann ab und werden abgestoßen.
Verläuft dieser Prozess normal, sind es immer nur wenige Schüppchen, die mit dem Auge nicht erkennbar sind. Gerät dieser Prozess aus den Fugen, durch falsche Pflege, Heizungsluft und Kälte, psychische Belastung oder hormonelle Umstellungen, werden Zellen zu schnell abgestoßen und verklumpen. Auch die Ernährung kann eine Rolle spielen, etwa viel Fett, Zucker oder Alkohol.
In größeren „Verbänden“ von einigen hundert Zellen werden sie schließlich als Schuppen sichtbar und sorgen für Verdruss. Meistens ist das eine nicht pathologische, also harmlose Sache, bedingt durch falsche Pflege, ungünstiges Klima (Hitze, Kälte), psychische Belastung, hormonelle Umstellungen, vielleicht auch die Ernährung, und damit lediglich unästhetisch, aber gut und wieder in den Griff zu bekommen.
Manchmal steckt allerdings mehr dahinter als trockene Haut, und das kann dir nur ein Hautarzt sagen. Bekommst du deine Schuppen innerhalb von drei, vier Wochen mit entsprechender Pflege nicht weg, raten wir dir, das von einem Dermatologen abklären zu lassen, um auf Nummer sicher zu gehen.
Hast du trockene Schuppen oder fettige Schuppen im Barthaar?
Dachtest du, dass Schuppen nur etwas mit trockener Kopf- oder Gesichtshaut zu tun haben? Wir auch. Dieses Halbwissen oder Falschwissen ist oder war unter Umständen fatal, denn so hast du womöglich falsche Mittelchen und Wässerchen verwendet und dein Ungemach noch verstärkt. Fakt ist, es gibt trockene Schuppen und fettige Schuppen. Trockene Schuppen bilden sich auf trockener, fettarmer Kopf- und Gesichtshaut.
Das kann in deinen Genen liegen oder eine Ursache haben, die in die Sprechstunde gehört. Meist aber entzieht trockene, heiße Luft (Haartrockner, Sonne, Heizung) oder das falsche Shampoo deiner Haut unter dem Kopfhaar oder Barthaar Fett und Feuchtigkeit, sodass sie irgendwann austrocknet, sich anormal schuppt und in Form winziger weißer Flöckchen aus den Haaren rieselt. Fettige Schuppen charakterisiert dagegen ein gelbliches, öliges, größeres Erscheinungsbild, weshalb sie nicht herabrieseln, sondern, noch schlimmer, klebend im Haar haften.
Auslöser fettiger Schuppen ist die für fettige Hauttypen überhöhte Talgproduktion, dazu ein falsches Shampoo, oder aber Hefepilze der Gattung Malassezia, vor allem Malassezia globosa und Malassezia restricta, die zwar zur natürlichen Hautflora gehören, sich jedoch im fettigen Milieu besonders aktiv vermehren. Ob trocken oder fettig, Schuppen sind ein ästhetisches Problem. Eines stolzen Bartträgers nicht würdig. Machen wir ihnen eine klare Kampfansage.
Krieg den Schuppen in deinem Bart. Beachte Folgendes.
Nachdem du deinen Haut- und Schuppentyp diagnostiziert hast, kannst du die richtige Strategie in Angriff nehmen. Hast du trockene Haut und trockene, kleine, weiße, rieselnde Schuppen, was meist mit Juckreiz verbunden ist, nimmst du ab sofort ein mildes, rückfettendes Shampoo für trockenes, empfindliches Haar. Wasch dein Haar damit möglichst nicht täglich, sondern besser alle drei Tage, so kann sich deine Kopfhaut selbst etwas rückfetten.
Massier das Shampoo sanft ein, und spül es mit viel lauwarmem, besser noch kaltem Wasser aus. Heißes Wasser und Shampoo-Rückstände trocknen deine Haut nämlich noch mehr aus. Parallel kannst du nach der Wäsche Tonikum, Haarwasser, Kopfhaut Fluid, Öl (Teebaum, Rosmarin, Olive, Jojoba) oder gar Kopfhautcreme auf die Haut auftragen und gut einmassieren. Alle Produkte müssen natürlich auf trockene Haut abgestimmt sein. Während dieser etwa vier Wochen verzichtest du möglichst auf heiße Sonnenbäder und Föhnluft, meidest Kälte oder setzt zumindest eine Mütze auf.
Stylingprodukte für deinen Bart lässt du in dieser Zeit mal weg, auf jeden Fall solche mit Alkohol, denn der trocknet ebenso aus. Ist deine Haut fettig und hast du größere, klebrige, gelbliche Schuppen, nimmst du ein Shampoo für fettige Kopfhaut. Es entfettet. Bei fettigen Schuppen ist tägliche Haarwäsche ein Muss. Wir raten dir, sowohl bei trockenen als auch fettigen Schuppen auf Produkte speziell für den Mann zurückzugreifen.
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Waffen für deinen Bart, wenn er schuppt. Diese gibt es, und das machst du damit.
Deine Bartpracht sollte kein Schüppchen trüben. Dennoch passiert das schon mal. Meist, wenn du deinen Bart längere Zeit falsch behandelst. So gut zum Beispiel ein spezielles Bartshampoo ist, wenn du es zu oft benützt, womöglich sogar täglich, wird es deinen Barthaaren und vor allem deiner Haut darunter zu viel des natürlich produzierten, rückfettenden Talges entziehen und am Ende trockene Schüppchen hervorbringen.
Auch Pomade und Bartwichse, so hervorragend sie deinen Bart und Moustache stylen, trocknen bei übertriebener Nutzung irgendwann aus. Ebenso tun dies viele Alkohol enthaltende Rasierwasser. Auch wenn es dem Styling weh tut, lass all das mal drei, vier Wochen weg, wenn diese garstigen Schuppen deinen Bart verunzieren. Kämm oder bürste sie sanft, ohne die Haut zu kratzen, heraus, wasch dann deinen Bart nur mit lauwarmem Wasser, tupf ihn vorsichtig trocken.
Was Haut und Bart immer gut tut, aber gerade jetzt ganz vortrefflich gefallen wird, ist Bartöl. Bartöl ist eine Komposition verschiedener Trägeröle aus beispielsweise Jojoba, Mandeln, Traubenkernen oder Hanf mit einem Schuss ätherischer Öle für den Duft.
Diese Öle enthalten pflegende, rückfettende und feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe. Massier ein paar Tropfen nach Wäsche und Rasur in die leicht feuchten Barthaare und Haut ein. Glanz, Duft und Geschmeidigkeit werden kommen.
Wie sieht es aus mit einem Arztbesuch? Habt ihr gute Ratschläge?
Wenn du nach etwa drei bis vier Wochen keine erkennbare Verbesserung, also Schuppenreduzierung feststellst, hast du entweder doch falsch diagnostiziert und falsche Produkte gewählt oder aber es liegt doch eine Hautkrankheit zugrunde. Wir empfehlen dir deshalb, vor Beginn der Schuppenbehandlung eine Kosmetikerin zu Rate zu ziehen, wenn du dir unsicher bist bei der Hauttypbestimmung und Auswahl der Pflegeprodukte.
Was ernster ist als trockene Haut, erkennst du nicht im Spiegel, das gehört in die Hände eines Hautarztes. Dann ist der Gang zum Hautarzt der richtige Schritt. Pflegeprodukte sind für den Alltag deines Barts da, nicht für die Ursache. Generell empfehlen wir, deine Lebens- und Ernährungsweise zu hinterfragen, wenn du häufig wiederkehrende Probleme mit Haut, Haar und Schuppen hast und diese dir Freude und Selbstvertrauen nehmen.
Wenn es irgendwie geht, vermeid psychischen Stress, komm durch Meditation, Yoga, Sport oder Spaziergänge runter. Falls nicht vorhanden, such dir eine hübsche Partnerin, die dir Streicheleinheiten gibt. Und ohne Schmarrn: Ein paar Streicheleinheiten tun dir und deiner Haut gut.
Ein Muster solltest du kennen. Unter Bart und Schnurrbart zeigt sich gern die seborrhoische Dermatitis, eine Hauterkrankung mit geröteter oder verfärbter Haut und fettigen oder trockenen Schuppen, oft auch zwischen den Augenbrauen und seitlich der Nase. Findest du das an mehreren dieser Stellen zugleich, zeig es dem Hautarzt.
Ein sauberer, gut geölter Bart macht dir den Alltag angenehmer.
Milde Wäsche, danach Öl oder Balsam und ein Kamm, der bis auf die Haut kommt: Mehr braucht deine Routine nicht. Die Bausteine dafür stehen zusammen in der Bartpflege.
Du bist unsicher, ob du deinen Bart zu häufig wäschst oder zu sparsam pflegst? Erzähl uns von deiner Routine, wir schauen mit dir drauf. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.
Das fragen uns Bartträger zu Bartschuppen am häufigsten.
Was tun bei Bartschuppen?
Finde zuerst heraus, ob deine Schuppen eher trocken oder eher fettig sind, denn davon hängt alles Weitere ab. Reagier nicht vorschnell, sondern schau in Ruhe, was deinem Bart gerade fehlt. Ein passendes Shampoo und regelmäßiges Bartöl sind die Grundlage deiner Pflege. Besteht das Problem trotzdem fort, ist der Gang zum Arzt der richtige Schritt.
Woher kommen Bartschuppen?
Die kleinen Flöckchen entstehen, wenn in deinem Körper etwas ins Ungleichgewicht geraten ist oder du Bart und Haut falsch behandelt hast. Kälte, Hitze, die Psyche, unausgewogene Ernährung und Hormone kommen als Ursachen in Frage. Normalerweise wandern Hautzellen in etwa vier Wochen nach oben, sterben ab und werden unsichtbar abgestoßen. Läuft das aus dem Ruder, siehst du Schuppen.
Wie lange dauert es, Bartschuppen loszuwerden?
Das hängt davon ab, woher sie kommen. Liegt es an falscher Behandlung oder trockener Haut, stell deine Pflege um und gib ihr drei, vier Wochen. Steckt eine tiefere Ursache dahinter, dauert es länger, weil du erst am Auslöser arbeiten musst. Bleibt es trotz guter Pflege, geh damit zum Arzt.
Muss der Bart ab, wenn er schuppt?
Nicht von vornherein. Meist reicht es, Wäsche und Pflege umzustellen und drei, vier Wochen abzuwarten. Steckt eine seborrhoische Dermatitis dahinter, nennt die American Academy of Dermatology das Abrasieren von Bart und Schnurrbart als eine Möglichkeit unter mehreren. Ob das bei dir nötig ist, entscheidest du mit dem Hautarzt, nicht mit dem Spiegel.
5 Kommentare
Hrm überles ich da was oder geht es erst um die Unterscheidung zwischen fetten und trockenen Schuppen und dann gibt’s aber nur für letzteren Fall Tipps?
Ich hab grad das Problem dass mir selbst kleinste (1-2 Tropfen) bartöl nach dem Waschen fast zu viel werden besonders weil ich das Gefühl hab, dass alle Bartshampoos und Seifen (golden beards, damn good soap company, gøld) auch schon viel zu stark rückfetten.
Soll ich vielleicht doch einfach duschgel nehmen? Kernseife und dafür mehr bartöl?
Antwort an Peter:
Hallo Peter,
hast du schon einmal ausprobiert, zwei bis drei Wochen gar kein Bartshampoo zu verwenden, sondern einfach nur Wasser? Auch wenn es manchmal schwerfällt, auf Pflege- und Stylingprodukte zu verzichten, könnte es ganz hilfreich sein. Wasche deinen Bart täglich mit lauwarmen Wasser und verwende bei Bedarf ein paar Tropfen Bartöl. Probier es doch mal aus und gib uns gerne Rückmeldung.
Liebe Grüße
Franziska
Ansich war es ganz lehrreich. Aber leider finde ich bei euch, wie gefühlt im gesamten deutschsprachigen www nichts zu meinen wirklichen Problem:
Ich habe einen Gendefekt wodurch ich bereits mit 20 eine ausgeprägte halbglatze entwickelte (erwähne ich nur weil der folgende Sachverhalt wohl damit zusammen hängt)
Nun ist es so dass meine Barthaare an den Schäften kleine Hülsen bilden die dann irgendwann das Barthaar runter rutschen. Nicht schön und man merkt die auch wenn man nahe der Haut durch den Bart fährt.
Leider neige ich zum zupfen und packe das Haar dann also am Ansatz an und ziehe es lang. Ist nicht gut, ich weiß, auch wenn ich es wirklich vorsichtig mache. Jedenfalls habe ich dann oft diese Hülsen am Finger.
Ich habe dazu gelesen dass die Talgdrüsen da wohl was falsch machen und das würde auch erklären warum mein Bart oft so strohig ist.
Ich pflege immer direkt, also nutze ungemischtes Öl (jojoba, Kokos, rezinus ab und zu Aprikosenkern (allerdings bin ich damit nicht so zufrieden und brauche es eher noch auf)) und nutze für die Duftnote dann „Honest Al‘s Beard Balm“ für den hauptbart und für den schnauzer „Apothecary 87 Moustache Wax“ nachdem das Öl gut eingezogen ist natürlich.
Mein Haarton ist blond/rot und daher ist die Haut ohnehin empfindlich und die Haare eher störrisch. Deshalb nutze ich täglich Naturseife aus Aleppo um die Haare weicher zu bekommen.
Meine Frage wäre nun ob ich da was verbessern kann.
Eure Produkte sehen super aus und ich mag die Philosophie dahinter aber bin unsicher ob ich damit bessere Ergebnisse erziele als mit den Naturprodukten die ich derzeit direkt verwende.
Durch die FFP2 Pflicht wird der Bart oft arg in Mitleidenschaft gezogen und ich würde ihn gern weitestmöglich unterstützen in dieser „schweren“ Zeit 😉
enthalten alle von Ihnen angebotenen Bartshampoos/Bartseifen keine Parabene, Silikone oder Allergene und sind somit für schuppende Bärte geeignet?
Antwort an Christoph:
Hallo Christoph. Wir verkaufen ausschließlich Produkte, die wir auch selbst benutzen würden. Also nur, was keine schädlichen Inhaltsstoffe hat. Um das passende Shampoo für dich zu finden schreib uns einfach kurz an beratung@blackbeards.de, dann schauen wir uns das gerne genauer an.