Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026
Die ersten Versuche, dir einen Bart wachsen zu lassen, könnten holprig sein.
Nichts ersetzt die eigene Erfahrung, so lautet unser bester Rat an dich: Lass deinen Bart einfach wachsen und ein bisschen wuchern. Zunächst musst du dich in Geduld und Zuversicht üben, dein Bart wird gut, am Ende. In der Zwischenzeit ein paar Worte von uns.
- Über das Wachsenlassen eines Bartes. Du musst nichts tun. Oder?
- Das fragen uns Bartträger zum ersten Bart am häufigsten
Ein Kind zeugen, einen Baum pflanzen, ein Haus bauen, dieser allgemeinen Lebensweisheit für Männer wollen wir eine vierte Komponente hinzufügen: Einen Bart haben oder zumindest einmal einen gehabt haben. Allein um zu wissen, wie sich das anfühlt. Und fang am besten früh damit an, denn wenn er dir gefällt, hast du länger etwas davon.
Mir selbst war er zeitlebens nicht so wichtig. Den ersten Flaum gleich wegrasiert und bei der Rasur geblieben. Aus rein praktischen Gründen überlegte ich mir vor einer längeren Outdoor Tour mit Fahrrad und Zelt, auf die Rasur zu verzichten. War eine gute Idee, weil praktische Sache unterwegs. Aber Mann, wieso habe ich das erst so spät gemacht? Echt, das dachte ich und denke es immer noch.
Denn der Bart wuchs zwar, aber doch etwas zögerlich und wies auch schon deutliche graue Haare auf, die ich auf dem Kopf in dem Ausmaß immer noch nicht habe. Du kannst herauslesen, dass der Bart geblieben ist, und etwas Traurigkeit angesichts des Zögerns, fast zu lange mit dieser Erfahrung gewartet zu haben. Hast du den Gedanken, dir einen Bart wachsen zu lassen, dann tu es jetzt.
Über das Wachsenlassen eines Bartes. Du musst nichts tun. Oder?
Die ersten Tage. Der Bart wächst von allein.
Um die Frage, die zu Beginn gestellt wurde, aufzugreifen: Du musst gar nichts aktiv tun. Vorerst jedenfalls nicht. Dein Zutun besteht jetzt erst einmal aus Unterlassung. Was du bisher praktiziert hast, lässt du nun einfach sein, nämlich das Rasieren. Gut, das hast du dir schon denken können. Wieso fragst du dann?
Spaß beiseite, denn wir hatten ja die Frage gestellt. Anfangs kann das ganz schön ungewohnt sein, die Härchen munter sprießen zu lassen. In deinen Augen siehst du in diesen Tagen vielleicht ungepflegt aus. Oder du denkst, die anderen könnten denken, dass du deine Pflege vernachlässigst. Denk nicht drüber nach, was die anderen denken könnten.
Da niemand Gedanken lesen kann, liegst du mit deinen Spekulationen über die gedanklichen Inhalte deiner Nachbarn und Kollegen höchstwahrscheinlich sowieso daneben. Und du musst dir selbst ebenfalls keine blöden Gedanken machen. Denn du hast eine ganz neue Ära in deinem Leben eingeläutet und alles, was du tun musst, ist, dir treu zu bleiben.
Stelle Wunschgedanken bezüglich eines Bartstils zunächst hinten an.
Es ist anzunehmen, dass dich dennoch bereits weiterführende Gedanken beschäftigen. Etwa darüber, was für eine konkrete Bartform du in Zukunft tragen möchtest. Und wie du die hinbekommst, also wo du dann rasieren musst und wo nicht, damit genau die Bartform dabei entsteht. Diese Überlegungen sind zwar lobenswert, aber immer noch viel zu früh.
Unser Tipp ist, sich in der frühen Phase der ersten Tage noch gar keine Gedanken über die gewünschte Bartform zu machen. Denn ob genau die in deinem Gesicht überhaupt entstehen kann und wird, das kannst du noch gar nicht absehen. In jungen Jahren ist der Bartwuchs erwartungsgemäß sicherlich intensiver als später. Aber ob dein Bartwuchs überall gleich stark sein wird, das zeigen erst die kommenden Tage und Wochen. Lies hierzu vielleicht auch mal unsere Bartpflege-Ratgeber, insbesondere zu Problemen mit dem Bart.
Obwohl junge Menschen in voller Blüte und Pracht stehen, um es mal so blumig zu formulieren, kann es sein, dass deine Anlagen dafür sorgen, dir an manchen Partien vielleicht keine oder nur sehr wenige Haare wachsen zu lassen. Dagegen kannst du in dem Fall nur wenig ausrichten und daher ist es ratsamer, zu schauen, was wo und wie stark sprießt und danach zu entscheiden, welche Bartstile überhaupt in Frage kommen. Ein wenig in Form halten, gerade an den Konturen, kannst du deinen Bart natürlich jederzeit.
Die ersten Wochen mit deinem neuen Bart.
Wenn du dich bereits mit einem zünftigen Backenbart herumlaufen siehst, ist die Enttäuschung mitunter groß, wenn in dir gar kein Lemmy Kilmister geschlummert hat, wie du immer angenommen hattest. Die Devise lautet: Wachsen lassen und zuerst wird es generell ein schicker Vollbart. In diesen Tagen ist dein einziges Instrument deshalb auch nur eine simple kleine Bartschere.
Du wirst nämlich feststellen, wie hier und dort einzelne Haare deutlich länger oder irgendwie schnörkeliger wachsen, als es die Masse der anderen tut. Kürze mit der Schere sorgfältig die Quertreiber auf die durchschnittliche Gesamtlänge herunter. Mit dieser Aufgabe bist du eine Weile beschäftigt und brauchst dich auf nichts anderes zu konzentrieren.
Inzwischen wissen auch alle anderen um dich herum: Der hat gar nicht rumgeschlampt mit dem Rasieren, der will sich einen Bart stehen lassen. Den lässt du nun, nach zwei bis drei Wochen, immer noch wachsen, wie er es will. Aus einem kompletten Vollbart kannst du später die Bartformen herausarbeiten, die bei deinem Wuchs überhaupt in Frage kommen, und daraus dann die eine deiner Wahl. Rasiere aber immer noch auch dort nichts weg, wo du später gar keine Barthaare haben möchtest.
-
Blackbeards Bart- und Haarschere Thin Tips
Normaler Preis 89,90 €Grundpreis
Die Pflege deines Bartes beginnt.
Dem Bartwuchs unbeschränkt seinen Lauf zu lassen, ist ein gutes unbewusstes Signal an dein autonomes System, dass es sich so entfalten darf, wie es das möchte. Das kann für die Gesamtdichte deines späteren Bartes nur förderlich sein. Inzwischen hat sich vielleicht, oder sogar wahrscheinlich, ein ganz anderes Gefühl in deinem Gesicht eingestellt. Es juckt überall unter dem entstehenden Bart und das nervt.
Das Jucken selbst ist ein gutes Zeichen. Es bestätigt dir, dass da alles läuft, wie es soll mit dem Wuchs. Auch wenn es nicht juckt und ziept, hat deine Haut aber inzwischen gemerkt, wie sie weniger Feuchtigkeit und weniger Licht abbekommt. Nun kannst du anfangen deine Haut mit gesunden Stoffen anzureichern, damit sie unter den Haaren gesund bleibt. Heißt: Du darfst und solltest spätestens jetzt Bartöl einsetzen.
Ständiges wildes Kratzen reizt deine Haut nur noch mehr und du reißt dir Barthaare nebenher aus, was du ja nicht willst. Übe dich in Gleichmut, indem du diese kleinen unangenehmen Erscheinungen akzeptierst, und begegne ihnen nun lieber mit dem sinnvollen Einsatz von Bartbürste und Bartöl. Du wirst merken, wie sich deine Haut unter dem Bart nach ein paar Tagen anders anfühlt, geschmeidiger und weniger spannend. Und wisse, dass deine Haut sich freut, einen Ausgleich zu erhalten, indem du ihr nun täglich morgens und abends Vitamine, Proteine und Flüssigkeit zuführst, weil du sanft ein paar Tropfen Bartöl einmassierst.
Woher das Jucken kommt, ist schnell erklärt: Jahrelang hast du die Haare gekappt, und eine gekappte Spitze ist stumpf und steif. Solange sie kurz ist, stellt sie sich auf und pikst gegen die Haut daneben. Sobald die Haare länger werden, legen sie sich um und stehen nicht mehr senkrecht in der Gegend herum. Damit hört auch das Piksen auf. Es ist eine Phase, keine Diagnose. Wenn deine Haut allerdings aufreißt, nässt oder Stellen bildet, die nicht weggehen, ist das kein Fall für ein Öl, sondern einer für den Hautarzt.
Ja, es ist so, der Bart ist keine Wissenschaft und gleichzeitig doch eine.
„„Was ist es denn geworden?“ „Ein Bart!“ „Oh, wie schön.“ Wann aus dem Bart ein Vollbart geworden ist, lässt sich schwer auf den Tag genau sagen, denn dein Bartwuchs folgt deiner Genetik und nicht der deines Nachbarn. Ab einem Zentimeter Länge gilt er als Vollbart und durchschnittlich nach ungefähr zwei Monaten sollte er bei jedem so weit sein.
Ab dieser Länge, aber keinen Tag früher als bei einem Zentimeter, kannst du nun die Gesamtlänge mit einem Barttrimmer korrigieren. Einzelne widerspenstige Barthaare gibt es immer mal über Nacht, weshalb deine Bartschere auch in Zukunft nicht verstauben wird. Ab jetzt solltest du übrigens auch eine regelmäßige Wäsche mit Bartshampoo einführen. So lang hat´s doch gar nicht gedauert, oder?
Da schau her, der Bub hat einen Bart… Für einen echten ZZ dürfte es noch eine Weile dauern. Aber den Trimmer kannst du nun endlich einsetzen, um deine Lieblingsbartform herzustellen. Lasse aber unbedingt Vorsicht walten und beachte unsere ausführlichen und umfangreichen Ratgeber zum Beschnitt und zur Konturenrasur, zu dem gute Pre Shave Produkte, Rasurwerkzeuge und After Shave Produkte sowie der richtige Umgang mit diesen gehören. Zerstöre nicht unbedacht deinen ersten Bart und gehe sorgfältig vor. Aber vielleicht gefällst du dir ja auch mit einem Vollbart, der quasi der Vater aller Bartformen ist.
-
COCCO Hair Pro COCCO Hyper Veloce Pro Trimmer Carbon Fiber
Normaler Preis 214,50 €Grundpreis
Für die ersten Wochen brauchst du wenig, aber Gutes.
Am Anfang reichen ein Öl, ein Kamm und Geduld, alles Weitere kommt mit der Länge dazu. Schau dich in unserer Bartpflege für Einsteiger um und starte mit dem Nötigsten.
Du weißt nicht, womit du in Woche eins anfangen sollst? Schreib uns, dann stellen wir dir eine kurze Liste zusammen. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.
Das fragen uns Bartträger zum ersten Bart am häufigsten.
Wie lasse ich mir einen Bart wachsen?
Indem du aufhörst zu rasieren und erst einmal gar nichts weiter tust. Dein Zutun besteht am Anfang aus Unterlassung, der Rest passiert von allein. Lass die Haare ein paar Wochen wuchern, damit du überhaupt siehst, wo bei dir was wächst. Denk nicht darüber nach, was andere denken könnten, damit liegst du sowieso meist daneben.
Wie überstehe ich die Juckphase?
Mit Geduld und ein bisschen Pflege, denn diese Phase geht vorbei. Bartöl macht Haut und Haare geschmeidig, damit die kurzen Stoppeln weniger piksen. Wasche deinen Bart regelmäßig, aber mit milden Mitteln statt mit Duschgel. Und widerstehe dem Impuls, alles wieder abzurasieren, nur weil es ein paar Tage lang ungewohnt kratzt.
Wann sollte ich den Bart erstmals in Form bringen?
Erst dann, wenn genug Länge da ist, dass du überhaupt etwas erkennst. In den ersten Tagen lässt sich kaum abschätzen, wo dein Bart dicht wächst und wo nicht, da machst du schnell einen Fehler. Gib ihm ein paar Wochen und beobachte, welcher Bartstil bei deinem Wuchs realistisch ist. Danach trimmst du den Wildwuchs regelmäßig nach.
Wird das tägliche Rasieren mit Bart weniger?
Ja, statt der kompletten Stoppelrasur ziehst du nur noch die Konturen nach. Der Rest ist Pflege statt Rasur, und die fällt jeden Tag ein bisschen anders aus. Wenn du das Rasieren bisher als leidige Notwendigkeit empfunden hast, wird daraus mit Bart eine kleine tägliche Kür. Langweilig wird es dabei selten, dafür sind die Aufgaben zu vielfältig.
Ist ein Bart eine Option, wenn meine Haut auf die Rasur reagiert?
Dort, wo Barthaar stehen darf, wird deine Haut schlicht nicht mehr von der Klinge beansprucht. Wenn sie trotz bester Vorbereitung und scharfem Rasierer immer wieder mit Irritationen reagiert, ist das ein guter Anlass, einfach mal wachsen zu lassen. Rasiert wird dann nur noch dort, wo die Konturen sitzen. Das ist deutlich weniger Fläche als vorher.
Kann ein Bart kleine Makel im Gesicht kaschieren?
Ja, genau das ist einer der guten Gründe für einen Bart. Er kleidet dein Gesicht lebendig, bringt deinen Typ zur Geltung und lenkt von Stellen ab, die dir selbst nicht gefallen. Dazu kommt der Effekt auf dich selbst: Wenn ein Bart klasse sitzt, wunderbar duftet und seidig glänzt, fühlst du dich einfach wohler.
Was brauche ich mindestens für eine gute Bartpflege?
Drei Dinge reichen als Mindestausstattung: ein Bartshampoo, ein Bartöl und eine Bartbürste. Damit deckst du sauber, weich, glänzend und knotenfrei ab, mehr braucht kein Bart zwingend. Der Markt lockt mit hunderten Marken und tausenden Produkten, was die Auswahl unnötig schwer macht. Konzentrier dich erst auf diese drei und ergänze später in Ruhe.
Woran erkennst du ein gutes Bartshampoo und ein gutes Bartöl?
Am Etikett. Silikone, Polyethylenglykole, Parabene und Ähnliches kryptisch Klingendes haben in deinem Bart wenig verloren. Gutes versteckt sich nicht hinter unverständlichen Begriffen. Steht dort Olivenöl, Kokosöl, Avocadoöl, Sheabutter, Wollwachs, Bienenwachs, Vanilleöl, Orangenöl oder Sandelholzöl, weißt du, woran du bist. Angaben wie rein pflanzlich, aus biologischem oder nachhaltigem Anbau, frei von Mikroplastik oder zertifizierte Naturkosmetik sind ein gutes Zeichen.
1 Kommentar
Lasse mir auch endlich wieder mal einen vollbart stehen seit 200tagen trage ich Schnurrbart mit langen koteletten und seit 10wochen rasiere ich das Kinn und den Hals nicht mehr ich hoffe später das ich den vollbart beim Kinn zöpfeln kann