Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026
Man Bun, Undercut, Pilzkopf: Die Männerfrisuren kommen und gehen.
Wer im Trend sein will, muss bereit sein, seinen Look immer wieder zu ändern und in gewisser Weise offen dafür sein, sich einem Modediktat zu unterwerfen. Doch du kannst auch zeitlos gut aussehen, mit einem klassischen Schnitt.
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Welche Frisur passt am besten zu deiner Haarpracht?
- Zu dünnem Haar und Geheimratsecken passt ein kurzer Schnitt
- Sehr dickes Haar bändigst du mit dem guten alten Stufenschnitt
- Wenn Locken verlocken sollen, hilft ein gestufter Schnitt
- Normales Haar sieht mit einem kurzen oder mittellangen Bob gut aus
- Wenn kaum mehr etwas da ist, steht dir eine gut rasierte Glatze
- Die Frisur hält nur so gut wie das Werkzeug dahinter
- Das fragen uns Löwenmähnen-Träger zu Herrenfrisuren am häufigsten
Du hast es vielleicht nicht so mit der ständig wechselnden Mode, weder, was die Kleidung anbelangt, noch, was die Frisur auf dem Kopf betrifft. Du bist schlichtweg einfach das, was du bist, eventuell ein bequemer Typ, oder ein stinknormaler Typ, oder ein Typ, der die Stabilität schätzt, jedenfalls keiner, der heute dies und morgen das mitmachen möchte.
Du bist zufrieden mit deinem klassischen Haarschnitt, deine Frau auch und gut ist die Welt. Du brauchst keine Anglizismen, also auch keinen Haarschnitt mit englischer Bezeichnung. Stufenschnitt klingt für dich einfach besser. Für die Trend Styles auf dem Kopf muss Mann ja auch geschaffen sein. Nicht jeder sieht mit einem Man Bun, einem, hör und staune, Dutt, oder gar noch gewagter, mit einem Man Braid, einem geflochtenen Zopf auf dem Haupt, auch gut aus, nur weil der gerade in ist.
Wir haben ja auch nicht alle Hippieklamotten und Rastahaare mitgemacht. Es ist immer auch eine Frage der inneren Einstellung und des Aussehens, also des Gesichts, der Haarbeschaffenheit und der Körperstatur, ob etwas zu einem passt oder nicht. Wenn du einen gut geschnittenen zeitlosen Haarschnitt hast, bist du niemals out. Nicht trendy zwar, aber klassisch schön. Schauen wir uns mal fünf Klassiker für unterschiedliches Haar an.
Welche Frisur passt am besten zu deiner Haarpracht?
Zu dünnem Haar und Geheimratsecken passt ein kurzer Schnitt.
Deine Devise: Haare nicht verzweifelt herumdrapieren, um damit zu kaschieren. Besser: Kurze Seiten, etwas längeres Deckhaar und ein sauber gezogener Scheitel. So haben es schon unsere Väter in den fünfziger Jahren mit ihren Haaren gehalten und das sieht auch heute noch stattlich aus. Vorausgesetzt, du gehst zu einem ordentlichen Friseur und investierst etwas Geld in einen perfekten Schnitt, den du auch regelmäßig nachschneiden lässt.
Ein Friseur, der sein Handwerk versteht, wird dir keinen ultrakurzen Militärhaarschnitt verpassen, sondern einen maskulinen Schnitt, angepasst an deine besondere Kopfform und an deine Haarbeschaffenheit. Es ist für dich dann ein Leichtes, zuhause das tägliche Finish mit ein paar kleinen Tricks zu erledigen. Wasch dein Haar mit einem Shampoo für feines Haar.
Massier danach Volumen schaffendes Haarwasser in die Kopfhaut. Kämm und scheitle dein Haar dann mit einem gratfreien, feinzinkigen Kamm aus natürlichem Material und zieh mit deinen Fingern eine klitzekleine Portion Gel oder leichte Pomade durchs Haar, so dass es etwas Halt bekommt. Fertig. So einfach und schnell geht klassisch. Ein gutes Beispiel für so einen Schnitt gibt George Clooney ab.
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Sehr dickes Haar bändigst du mit dem guten alten Stufenschnitt.
Auch zu viel Haar kann dich stressen. Es trocknet langsam, lässt sich nicht in der Form halten. Es kann deinen Kopf breit und groß wirken lassen. Der gute alte zeitlose Stufenschnitt schafft hier Abhilfe. Oder auch eine Spezialschere, mit der deine Haare nur ausgedünnt werden, aber in der Länge gleich bleiben können. Hier ist wieder der geschickte Friseur gefragt, der dich typgerecht berät und auf deine Wünsche, aber eben auch auf deine Haare und Kopfform achtsam eingeht.
Sitzt der Schnitt, gelingt dir auch das Styling im Handumdrehen. Mach deinen Friseur also zu deinem besten Freund, den du regelmäßig besuchst. Dickes Haar zeigt sich beim Durchkämmen meist störrisch und fühlt sich spröde an. Möchtest du es streichelweich, nimmst du nach der Wäsche mit einem Feuchtigkeit spendenden Shampoo deshalb am besten immer einen Conditioner, der es spürbar weicher und kämmbarer macht.
Mit einer Paddlebürste aus Holz oder einem Kamm mit etwas weiteren Zinken legst du deinen Stufenschnitt in Form.
Mit etwas gut duftender wasserbasierter Pomade fixierst du ihn dann und setzt kleine Akzente in die Haarspitzen. So bekommt dein klassischer Stufenschnitt einen modernen Touch. Schau mal im Web ein paar Bilder dazu an.
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Wenn Locken verlocken sollen, hilft ein gestufter Schnitt.
Sicher könntest du dir die unzähmbare Mähne radikal abschneiden lassen. So mancher tut das, weil er die Nase davon voll hat, oder weil er einen großen Kopf hat, den er optisch verkleinern möchte. Doch überleg dir das. Denn du kannst bei vielen Frauen mit Locken punkten. Warum etwas wegschneiden, was die Natur dir gegeben hat. Natürlich ist es zu wild, zu kraus und zu spröde nicht attraktiv und auch nicht klassisch.
Aber mit einem leichten Stufenschnitt, den ein guter Friseur hineinbringt, trimmst du ihn auf klassisch, zähmst du die Locken und kannst ein sehr schmales Gesicht markanter wirken lassen. Klassisch wirkt dein Lockenkopf nur mit der richtigen Pflege. Locken, egal ob sie eher gewellt oder aber spiralförmig daherkommen, müssen schwingen, klar definiert sein und vital aussehen.
Dazu nimmst du ein Feuchtigkeit spendendes Shampoo, einen weichmachenden Conditioner danach und einen Kamm mit extrem groben Zinken. Lass es an der Luft trocknen, oder nimm einen Diffuser-Fön, der die Locken definiert hält und sie nicht zu einer verknoteten Krause macht. Zum Schluss ein Antifrizz Gel drauf und die Locke sitzt. Vielleicht so zeitlos wie bei Penn Badgley in Rache ist sexy?
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Normales Haar sieht mit einem kurzen oder mittellangen Bob gut aus.
Nun gut, doch noch ein Anglizismus. Den Bob gibt’s aber auch in Deutsch. Er heißt dann Pagenkopf. Er wurde schon von den alten Ägyptern gerne getragen, von daher ist er keine Trendfrisur, sondern eine zeitlose. Die jedoch aktuell verstärkt auflebt, vor allem jetzt wieder bei Männern. Frauen tragen schon seit jeher Bob.
Der Pagenkopf lebt von einem gekonnt grafischen Schnitt, der allenfalls in den unteren Längen ein bisschen gestuft ist. Er sieht glatt am besten aus, verträgt sowohl Pony als auch stirnfrei. Hat dein Friseur wackere Arbeit geleistet, ist dein morgendliches Styling einfach.
Wasch deinen Bob mit einem Shampoo für normales Haar. Danach tut wie so oft ein Conditioner ganz gut. Ist dein Haar von sich aus glatt, lass es an der Luft trocknen. Ist es etwas gewellt oder hast du keine Zeit, föhn es mit einer Bürste glatt. Zieh dann mit einem feinen Kamm einen geraden Scheitel, der Bob verträgt sowohl Seiten- als auch Mittelscheitel, und fixier dein Finish natürlich wirkend mit einem Ticken Gel oder wasserbasierter Pomade. So dass es beispielsweise so aussieht wie bei Josh Hartnett.
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Wenn kaum mehr etwas da ist, steht dir eine gut rasierte Glatze.
Die Glatze gab es schon immer und es wird sie immer geben. Uns Männern gehen naturbedingt eben mal auch die Haare aus. Bevor du den letzten spärlichen Rest an Haaren mühsam und trotzdem für alle sichtbar über die glatte Kopfhaut zwingst, schneid beziehungsweise rasier sie einfach ab.
Die Glatze gehört, wenn auch nicht immer erwünscht, einfach zu den Klassikern auf unseren Männerhäuptern. Heute gilt sie als durchaus schneidig. Und Stars wie Yul Brynner oder Telly Savalas wurden mit Glatze berühmt. Vielleicht gerade deswegen.
Das Gute an einer Glatze ist, dass du sie dir selbst herstellen kannst. Sicher könntest du auch zu einem Barbier gehen, aber wozu?
Zelebrier die Rasur deiner Glatze, wie du es am Kinn auch tust. Wobei: Am Kinn könntest du ein hübsches Bärtlein stehen lassen, das ergäbe dann eine famose Kombifrisur. Alles, was du brauchst, ist ein Langhaarschneider, ein Rasierhobel, Rasierschaum oder Rasieröl, After Shave und für heiße Tage Sonnencreme, damit deine neue Frisur nicht zur roten Birne wird. Falls nötig: Tipps zur Rasur deiner Glatze findest du in unseren vielen einschlägigen Ratgebern.
Die Frisur hält nur so gut wie das Werkzeug dahinter.
Ob Sleek Look oder Undercut, ohne einen Kamm, der sich nicht statisch auflädt, und eine Bürste, die dein Haar mitnimmt, wird es mühsam. Beides findest du bei den Werkzeugen fürs Haar.
Du bist unsicher, welche der klassischen Frisuren zu deiner Haardichte passt? Schreib uns, wir sagen dir, was wir uns bei dir vorstellen können. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.
Das fragen uns Löwenmähnen-Träger zu Herrenfrisuren am häufigsten.
Welche klassischen Herrenfrisuren gibt es?
Zeitlos sind der Kurzhaarschnitt mit sauberem Scheitel, der Stufenschnitt, der Wuschelkopf, der Bob und die Glatze. Diese Schnitte machen keine Mode mit, sie funktionieren seit Jahrzehnten. Welcher passt, hängt von deiner Haarbeschaffenheit, deinem Gesicht und deiner Statur ab. Bei dünnem Haar oder Geheimratsecken ist der kurze Schnitt mit etwas längerem Deckhaar meist die beste Wahl.
Sind klassische Frisuren pflegeleichter als Trendfrisuren?
Meistens ja, weil du ihnen nicht ständig hinterherlaufen musst. Ein guter klassischer Schnitt sitzt auch dann noch, wenn der nächste Trend längst durch ist, und braucht daheim nur ein kurzes Finish. Wichtig ist der Schnitt selbst: Geh zu einem Friseur, der sein Handwerk versteht, und lass regelmäßig nachschneiden. Dann hast du morgens wenig Arbeit.
Für wen eignen sich klassische Herrenfrisuren?
Für jeden, der lieber er selbst bleibt, statt jede Mode mitzumachen. Wenn du Stabilität schätzt und keine Lust hast, dich alle paar Monate neu zu erfinden, bist du hier richtig. Nicht jeder Trendlook passt ohnehin zu jedem Gesicht und jeder Haarstruktur. Mit einem gut geschnittenen Klassiker bist du zwar nicht trendy, aber eben auch nie out.
Wie bekomme ich meine perfekte Frisur hin?
Die Basis sind ein sauberer Schnitt, notfalls also ab zum Friseur, und gründlich gewaschenes Haar. Selbst Looks, die später ölig oder nass aussehen sollen, entstehen im sauberen Haar und nicht durch Nachlässigkeit. Danach kommt das passende Stylingprodukt in der richtigen Menge dazu, etwa Pomade für Halt und Glanz. Der Rest ist Technik und ein bisschen Übung.
Warum sitzt meine Frisur nicht?
Meist hakt es an einer von drei Stellen: falsches Produkt, zu viel oder zu wenig davon, oder die Technik beim Einarbeiten. Auch der Schnitt spielt mit, denn ohne sauberen Schnitt sitzt die beste Frisur nicht. Und zuweilen passt der Wunschlook schlicht nicht zu deiner Haarstruktur. Geh die Punkte der Reihe nach durch, statt alles gleichzeitig zu ändern.
Brauche ich für eine gute Frisur viele Produkte?
Nein, ein Stylingprodukt, das zu deinem Haar und deinem Look passt, reicht in den meisten Fällen. Dazu ein gutes Shampoo, ein Kamm oder eine Bürste, fertig. Viel hilft hier nicht viel: Zu viel Produkt beschwert das Haar und lässt es schnell fettig wirken. Nimm lieber wenig und leg bei Bedarf noch einmal nach.
Wie oft sollte ich mit einem klassischen Schnitt zum Friseur?
Je kürzer der Schnitt, desto öfter: Männer mit Kurzhaarfrisur gehen laut einer Statista-Umfrage im Schnitt einmal im Monat zum Friseur. Einen Bob lässt du etwa alle vier bis sechs Wochen in Form schneiden. Wichtiger als die genaue Zahl ist, dass du gehst, bevor der Schnitt seine Linie verliert.