Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026
Papa hat Glanz in den Augen, wegen des Glanzes auf deinem Kopf.
Wer hätte gedacht, dass die Pomade nochmal eine so unübersehbare Renaissance erlebt. Gutes und Bewährtes hält sich eben, oder wird wiederentdeckt. Kaum ein Hollywoodian, wir meinen diesmal die Schauspieler, der nicht davon profitiert.
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Welche Pomadenfrisur klappt mit welcher Pomade? Wir klären auf
- Leichte Pomaden halten einen unauffälligen Look dauerhaft in Form
- Die Schmalztolle ist bis heute die berühmteste aller Pomadefrisuren
- Der Ducktail: Kein Rockabilly, der ihn sich nicht schon gestylt hat
- Der Slickback: Zu keinem Haarstyle passt das Wort aalglatt besser
- The Pomp: Mit dem Pompadour wirst du nicht übersehen
- Das Werkzeug entscheidet, wie deine Tolle am Abend aussieht
- Das fragen uns Löwenmähnen-Träger zu Pomadefrisuren am häufigsten
Trefflich, wenn sich Generationen miteinander freuen, weil sich die Pomade schon über etliche solche hält und bis heute bewährt. Pomade ist eines der klassischen Stylingprodukte für dein Haar. Erfunden hat sie der Rock'n'Roll allerdings nicht: Pomade ist seit dem 18. Jahrhundert nachweisbar, damals aus Schweineschmalz mit Apfelessenz, daher wohl auch der Name. Ihren Höhepunkt erlebte sie Ende der Fünfzigerjahre, mit den Tollen von Elvis Presley und den anderen Rock'n'Roll-Größen. Die jedem bekannte Vaseline findet sich immer noch in zig ölbasierten Pomaden, in vielen sorgt Bienenwachs für den Halt: Je mehr davon drin ist, desto fester wird die Pomade.
Für Freunde gepflegter Frisuren gibt es heute auch wasserbasierte Pomaden. Ähnlich wie Haargel haben sie Wasser als Grundlage, werden aber selbstverständlich noch mit anderen Substanzen vermengt, damit sie den gewünschten, deutlich festigenden Effekt erzielen.
Hier kommen etwa Emulgatoren aus Rizinusöl ins Spiel. Pomaden auf Ölbasis sind nicht unbedingt „böse“, aber sehr häufige und lange Anwendung kann bei manchen eine sogenannte Pomadeakne erzeugen, die sich als unangenehme Pickelchen im Haaransatz manifestieren kann. Empfindliche und vorsichtige Menschen setzen lieber auf die wasserbasierten Pomaden, die sich meist auch leichter, oft sogar nur mit Wasser, auswaschen lassen.
Welche Pomadenfrisur klappt mit welcher Pomade? Wir klären auf.
Leichte Pomaden halten einen unauffälligen Look dauerhaft in Form.
Geeignet für Haartypen von mehr feiner und dünner Natur. Und Menschen mit eher längeren als kürzeren Haaren. Je dicker und kräftiger das Kopfhaar ist, desto besser lassen sich Extravaganzen auf dem Kopf zaubern. Doch gerade Menschen mit dünnen Haaren, die leicht fliegen und empfindlich auf Elektrostatik reagieren, sind oft auf zuverlässige Hilfsmittel angewiesen, die ihre Frisur sicher halten.
Dünnes Haar muss nicht erst gebändigt werden, um es überhaupt in eine andere Form zu bringen. Das Formen ist generell keine Hexerei, nur liegt es meist nicht so lange, wie es soll. Das gelingt aber, wenn du in einen gepflegten, glatten Scheitel eine leichte Pomade einkämmst. Dann liegt und hält dein Haar auch so. Übrigens können wasserbasierte Pomaden genauso fest werden wie welche mit Vaseline. Beide gibt es zwischen light und strong. Dünnere und dazu längere Haare profitieren von leichter Pomade für mehr Glanz.
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Die Schmalztolle ist bis heute die berühmteste aller Pomadefrisuren.
Obwohl es die Haare etwas strapaziert, kämmst und föhnst du die Haare über dem Stirnbereich, die dann die Tolle werden, direkt nach dem Waschen nach oben. Verteil dann in dein leicht feuchtes Haar die Pomade, wie du ein Shampoo einmassieren würdest. Das gilt für wasserbasierte Pomade, eine ölbasierte hält besser, wenn du sie erst ins trockene Haar gibst. Kämm die Seiten glatt und greif anschließend am besten zu einer Rundbürste für die Tolle.
Form mit der Bürste den Tolle-Strang, wie du ihn haben möchtest, und föhn in der Position trocken. Setz die Bürste zuerst am Haaransatz an. Da du vor dem Spiegel stehst, siehst du sofort das Ergebnis und wie du arbeiten musst. Nach Fertigstellung und je nach Haarstruktur ist ein wenig weitere Pomade durchaus erlaubt und hilfreich.
Für die Herstellung bei dünnem oder normalem Haar sollte es eine mittelfeste Pomade sein. Sehr dickes Haar benötigt meist eher eine sehr starke Variante, damit sich die Tolle eine ganze Weile hält und sich gegen die mögliche Eigendynamik des Haars locker durchsetzen kann.
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Der Ducktail: Kein Rockabilly, der ihn sich nicht schon gestylt hat.
Sind die Haare an den Seiten kurz rasiert, hast du ihn schneller hergestellt. Längere Haare werden zu etwa 1/4 an den Seiten nach unten gescheitelt. Die Linie gelingt mit feuchtem Haar und feinzinkigem Kamm am besten. Die verbleibenden 3/4 kämmst du mehrfach in großzügigem Schwung quer über den Kopf. Halt, selbstverständlich hast du vor dem Kämmen eine mittelfeste Pomade gleichmäßig in der gesamten Haarpracht verteilt. Eine wasserbasierte darf ins feuchte Haar, eine ölbasierte hält im trockenen besser.
Kämm und streich sorgfältig mit der freien Hand den Haarwall, bis er so gewellt ist, wie du es haben möchtest. Ducktails können glatt im Wetlook getragen werden, den du mit einer glänzenden Pomade betonen kannst. Ebenso kann der Duck auch etwas zerzaust aussehen und eine unübersehbare Fülle aufweisen. Ganz ähnlich einem Entenbürzel eben. Für Halt und Volumen empfehlen wir mittelfeste Pomade, eventuell auch eine mit starkem Halt für dickeres und festeres Haar, um das Volumen zu halten.
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Der Slickback: Zu keinem Haarstyle passt das Wort aalglatt besser.
Denn der Slickback ist heute eine sehr beliebte Frisur, die allerdings immer eine gewisse Verwegenheit an sich hat. Hast du dünnes und kurzes Haar, kann der Slickback auch mit einer leichten Pomade gut gelingen, eine ultra strong muss es hier nicht sein.
Für dickeres Haar reicht bei dieser Frisur wahrscheinlich eine mittelfeste Pomade, die wir ebenso für dünnes, aber längeres Haar empfehlen möchten. Dass wir gerade für diese Frisur an eine glänzende Pomade denken, versteht sich eigentlich von selbst. Aber die Entscheidung triffst am Ende selbstredend du, ob du sie vielleicht auch lieber matt tragen möchtest. Du kannst matte und glänzende Pomade auch einfach mischen, wenn du dir den Schimmer dazwischen wünschst.
Sollen die Haare auch ein gewisses Volumen haben, anstatt ganz glatt anzuliegen, pepp sie nach der Wäsche etwas mit einem Festiger auf und föhn sie kurz an. Danach die Pomade einreiben und fein säuberlich nach hinten kämmen. Slickback ist eine der ansehnlichsten, beliebtesten und auch leicht herzustellenden Pomadefrisuren.
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The Pomp: Mit dem Pompadour wirst du nicht übersehen.
Pompadour erinnert ein wenig an den Ducktail, nur dass nochmal ein gehöriger Schwung reingebracht wird. Auf jeden Fall kommt es sicher nicht von ungefähr, dass ziemlich viele Promis zwischen Film und Musik auf den Pompadour setzen.
Hierfür ist sicher eine eher feste Pomade, also strong, geeignet. Egal, welcher Haartyp es ist. Die Faustformel ist: Alle Pomaden zunächst sparsam anwenden, denn sie erfüllen ihre Zwecke vorzüglich und sind zum Teil schwer auszuwaschen oder machen leichtes Haar zu schwer, was dann der Frisur entgegenwirken kann.
Leichte und mittelfeste Pomaden reichen bei dünnem und weichem Haar, um einfachen Frisuren ihren Halt zu garantieren. Starke Pomaden sind dagegen etwas für bombensicheren Sitz und absolute Wetterfestigkeit, und eben für regelrechte Bretter oder sehr spezielle Frisuren und Türmchen, et cetera.
So baust du den Pompadour: Föhn das Deckhaar nach der Wäsche grob vor. Ist es zu etwa siebzig Prozent trocken, föhn es gegen seine Wuchsrichtung, das gibt das Volumen. Erst ins ganz trockene Haar kommt die Pomade. Wärm eine Fingerkuppe davon zwischen den Handflächen an und arbeite sie vor und zurück durchs Haar. Dann formst du mit den Händen die Höhe, am höchsten direkt über dem Haaransatz, und kämmst vorwitzige Strähnen an ihren Platz. Probier das ein paarmal, bevor es darauf ankommt.
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Das Werkzeug entscheidet, wie deine Tolle am Abend aussieht.
Pomade allein macht noch keine Frisur, es braucht Kamm, Bürste und manchmal den Föhn dazu. Bei den Werkzeugen fürs Haar findest du, was du zum Formen und Halten brauchst.
Du eiferst Elvis nach und die Tolle kippt trotzdem vornüber? Schreib uns, wir gehen deine Vorgehensweise mit dir durch. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.
Das fragen uns Löwenmähnen-Träger zu Pomadefrisuren am häufigsten.
Welche Pomade passt zu welcher Frisur?
Das hängt vom gewünschten Glanz und vom nötigen Halt ab. Für die klassisch glänzenden Sachen wie Schmalztolle, Ducktail oder Slickback greifst du eher zur ölbasierten Pomade. Wasserbasierte Varianten geben ähnlichen Halt, lassen sich aber leichter auswaschen und tagsüber neu formen. Feines Haar kommt mit leichteren Pomaden aus, dickes Haar verträgt und braucht die festeren.
Welche Pomadenfrisuren gibt es?
Die Klassiker sind Scheitel, Schmalztolle, Ducktail, Slickback und der Pompadour. Alle leben davon, dass das Haar in Form gebracht wird und den Tag über auch dort bleibt. Je dicker und kräftiger dein Haar ist, desto mehr Extravaganz ist möglich, bis hin zur hohen Tolle. Bei feinem Haar klappt das ebenfalls, mit einer leichten Pomade, sparsam aufgetragen.
Wie wähle ich die richtige Pomade?
Frag dich zuerst, wie viel Glanz und Halt du willst und wie leicht sie wieder rausgehen soll. Ölbasierte Pomaden glänzen stark und halten lange, brauchen zum Auswaschen aber Geduld. Wasserbasierte gehen meist einfach heraus, oft schon mit Wasser allein. Wer empfindlich ist, fährt mit ihnen besser, denn sehr häufige ölbasierte Anwendung kann Pickelchen am Haaransatz begünstigen.
Kommt die Pomade ins feuchte oder ins trockene Haar?
Das hängt von der Pomade ab. Wasserbasierte lässt sich gut ins handtuchfeuchte Haar arbeiten, ölbasierte hält im trockenen Haar am besten. Hält deine Frisur nicht, probier es im trockenen Haar.