★★★★★ (4,9) auf Google.de

Gepflegte Männerhände. Wir erzählen dir was über Maniküre.

Mann feilt Daumennagel mit Nagelfeile auf Badewanne sitzend

Mike Seebauer |

Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026

So schaffst du die Nagelpflege mit links… und rechts.

Einschätzende Blicke wandern vom Gesicht über das Outfit schnell zu den Händen. Die sollten deshalb gepflegt sein.

Nagelstudios für Frauen schießen seit Jahren wie Pilze aus dem Boden. Frauen machen einen regelrechten Hype aus ihrer Maniküre. Sie lieben schmucke Hände samt Lack und Steinchen auf ihren Fingernägeln. Kommt doch gut an bei uns, oder? Wodurch kommen wir umgekehrt gut an? Wir behaupten: Frauen legen bei uns Männern oftmals zwar auch, aber weniger als befürchtet Wert auf gefüllte Portemonnaies denn auf unseren Humor, unsere Bindungsfähigkeit, unsere Bewunderung und unsere Gepflegtheit (!).

Letztere hat durchaus Einfluss auf unser Auftreten und unsere Ausstrahlung und auf das Selbstwertgefühl, welches wir nach außen transportieren. Keine Angst: Nicht die perfekte Schönheit ist gefragt, sondern sichtbare Gepflegtheit. Sie ist ein Statement. Eine klare Aussage über die eigene Wertschätzung. Einen Mann mit modernem Outfit, glatt rasiertem Gesicht oder einem duftenden, glänzenden Bart finden Frauen anziehend.

Vor allem achten sie nicht nur bei sich, sondern auch bei uns zuerst auf schöne, weiche Hände mit sauber manikürten Nägeln. Abgesehen davon – ein gepflegtes Erscheinungsbild öffnet und erhält uns Männern nicht nur Frauenherzen, sondern auch Türen in Beruf und Gesellschaft. Manikürte Hände gehören im 21. Jahrhundert unumstritten zum letzten Schliff. Maniküre ist absolut angesagt.


Unsere Tipps für gepflegte Männerhände.

Was steckt hinter dem Wort Maniküre?

In obiger Liste der von Frauen begehrten Eigenschaften fehlt noch etwas. Die Klugheit. Deshalb tragen wir hier mal zur Wissenserweiterung bei und erklären den Begriff, den wir per se alle kennen, etwas ausschweifender. Das Wort Maniküre ist lateinischen Ursprungs und setzt sich zusammen aus „manus“, was Hand heißt, und „cura“, was Sorge, Pflege heißt. Wir folgern daraus, dass Maniküre dann Handpflege bedeutet. Wenn wir ehrlich sind, dachten wir dabei bisher lediglich an Fingernagelkürzen, oder? Das haben wir auch stets artig gemacht, denn lange Krallen wollten wir selbst noch nie.

Maniküre bedeutet in unseren modernen Zeiten keineswegs nur lapidares Fingernagelschneiden, sondern weitaus mehr. Nämlich ein umfassendes Programm zur Pflege unserer ganzen Hände. Dieses beinhaltet nicht nur Kürzen, sondern auch Feilen, Entfernen von Trauerrändern, Waschen mit Seife und Eincremen.

Als ob das nicht reichen würde, sind diese fünf Schritte nur das Standardprogramm und das Minimum an Handpflege. Wir kennen das bereits von der Rasur. Da gibt es ja auch die Pflicht, das, was absolut notwendig ist, und dann noch die Kür, die aus dem normal Guten das Perfekte macht. Bei der Handpflege geht ebenfalls noch allerhand mehr, unter anderem Handbäder, Peeling, Polieren, ja sogar Lackieren.


Das sollte in einem guten Maniküre-Set enthalten sein.

Dir schwant mittlerweile: Mit Fingernagelkauen und Hautwegpopeln ist es nicht mehr getan. Das ist auch gut so. Abgeknabberte Nägel sehen zugegebenermaßen unschön aus und oftmals entstehen aus Unachtsamkeit schmerzhafte Entzündungen. Werkzeug, das sauber schneidet statt zu quetschen, bereitet dagegen Vergnügen beim Nagelkürzen, das Ergebnis Freude und letzten Endes auch ein selbstbewussteres Auftreten.

Für normale Pflegeeinsätze reichen dir Nagelschere, Nagelfeile und Pinzette. Hautschere und Nagelhautschieber, die in vielen Sets liegen, brauchst du nicht, die Nagelhaut lässt du ja in Ruhe. Dein Set darf jedoch gerne mehr Teile enthalten, wenn du nicht die zartesten Nägel hast, einen Job ausübst, bei dem die Fingernägel ziemlich schmutzig werden oder du auf einen Ticken Extrapflege Wert legst. Beispielsweise sind dann zusätzlich enthalten eine Nagelzange und ein Nagelzwicker (Knipser) für harte Finger- und Zehennägel, ein Nagelreiniger zur sanften Entfernung von Schmutz unter den Nägeln und Polierfeilen.

Achte auf die Qualität. Die Stahlteile sollten aus rostfreiem Edelstahl oder vernickeltem Material und scharf geschliffen sein. Deutsche Fabrikate setzen hier auf bekannt bewährte Stahlprodukte aus Solingen. Gute Feilen haben eine feine und eine grobe Seite und eine Oberfläche aus Saphir. Unser Tipp: Gute Qualität wird meist im feinen Lederetui dargeboten und ein höherer Preis amortisiert sich durch die Langlebigkeit.


Wie gehst du vor? So geht die Basismaniküre.

Wir gehen davon aus, dass du normale Hände hast, also weder extrem schmutzige Hände und Nägel noch rissige Haut noch kratzige Schwielen. Dann reicht es vollkommen aus, wenn du ein Basismaniküre-Set hast, eine gute Seife und eine reichhaltige Handcreme. Unser Vorschlag, wie du vorgehen solltest: Zuallererst kürzt du deine Nägel mit der Nagelschere (oder dem Nagelzwicker).

Männliche Nägel sollten nicht über die Fingerkuppe ragen. Mit der Feile bringst du sie in die heute moderne Form: Mit der groben Oberfläche feilst du die Seiten leicht oval und die Spitzen gerade, mit der feinen Oberfläche glättest du danach die rauen Nagelenden. Feil immer in eine Richtung, von außen nach innen. Das erfreut den Nagel am meisten.

Die Nagelhaut selbst lässt du in Ruhe: Sie schützt die Nagelwurzel, und die amerikanische Dermatologen-Gesellschaft AAD rät davon ab, sie wegzuschneiden oder zurückzuschieben, weil sonst Keime eindringen können. Schmutz unter den Nägeln entfernst du sanft mit der Spitze der Feile. Wasch nun deine Hände mit einer duftenden Seife und creme sie abschließend mit einer reichhaltig pflegenden und gut riechenden Handcreme, am besten einer für Männer, ein. Wenn du etwas geübter bist, reichen zehn bis fünfzehn Minuten für dieses wöchentliche Programm aus. Kleiner Aufwand, große Wirkung.


On-Top Möglichkeiten für Ästheten und Handwerkerhände.

Nicht jeder arbeitet im Büro. Zum Glück. Wer würde sonst unsere Häuser bauen, unsere Autos reparieren und unsere Gärten anlegen? Viele Handwerkerhände, die berufsbedingt mit Schmutz, Öl, Farbe, Hitze, Kälte, Verletzungen und all dem in Berührung kommen, haben es nicht ganz so einfach. Schwielen, Risse, Verfärbungen, Rillen, Brüche und raue Haut sind an der unvermeidlichen Tagesordnung.

Dann gibt es auch noch Männer, die ganz besondere ästhetische Ansprüche an sich selbst stellen, beispielsweise Models, ich, du und weitere Männergruppen. Mit ein wenig zeitlichem Mehraufwand und Zusatzhilfen werden auch Handwerkerhände zu Frauenträumen und Ästheten glücklich. Raue, rissige Hände mit Schwielen werden wunderbar weich, wenn du sie fünf Minuten in ein angenehm warmes Bad aus Wasser, etwas Milch und Olivenöl gibst, nachdem du die Nägel gekürzt und gefeilt und die Hände gewaschen hast.

Nach dem Bad massierst du deine Hände mit einem Handpeeling, das die Hornhaut abträgt, intensiv pflegt und, regelmäßig angewendet, die Haut zart macht. Abhilfe bei gelblich verfärbten und etwas verhornten Nägeln schaffen spezielle Polierfeilen, die es in verschiedenen Körnungen, einzeln oder oft auch im Set von grob bis fein gibt. Ästheten können noch eins drauf setzen und ihre Nägel dezent matt lackieren. Ja, auch Männern ist das heute erlaubt.


Noch ein paar Spezialpflegedinger.

Mehr geht ja immer. Manche mögen auch immer mehr. Hast du einmal angefangen, willst du bald mehr: Polierfeile, Handbad, ein Tropfen Nagelöl. Auch bei uns Männern. So wie wir uns beim Rasieren und beim Bartstyling immer mehr ins Zeug schmeißen, so sind wir vielleicht auch bald in Bezug auf unsere Maniküre angestachelt. Bist du dabei? Dann hier noch ein grober Anriss, was es sonst noch gibt auf dem Markt für schöne Männerhände.

Neben den manuellen Maniküre-Sets gibt es für Technikfans auch elektrische Sets, die deine Nägel schleifen und polieren und dich faszinieren könnten durch allen möglichen Pipapo wie stufenlose Geschwindigkeitsregulierung, automatischen Richtungswechsel, beruhigende Sicherheitsfunktionen. Zurück zu den manuellen Maniküre-Werkzeugen. Es gibt ein paar Spezialfeilen. Zum Beispiel die Glasfeile, die empfindliche Nägel schonend und sanft kürzt.

Dann die Mineralfeilen, die durch ihre mikrofeinen Kristalle verhindern, dass deine brüchigen Nägel splittern. Des Weiteren Sandblattfeilen, die exaktes Feilen an den Nagelrändern ermöglichen. Und auch das gibt es noch: Nagelhärter, also ein Spezialkonzentrat, das dünne, weiche und brüchige Nägel spürbar und nachhaltig härtet. Und wenn die Handcreme allein nicht reicht, leg eine Handmaske drauf: Sie gibt trockenen Händen eine Extraportion Feuchtigkeit und macht sie wieder geschmeidig. Es gibt viel zu tun. Packen wir es an.


Gepflegte Hände sind eine Sache von zehn Minuten.

Nagelpflege ist cool und nein, wir meinen nicht, Nägel in ein Stück Holz reinzudreschen oder den Werkzeugkasten zu sortieren. Wir reden hier von deinen Finger- und Fußnägeln. Und das ist kein Mädchending, sondern auch ein Statement für den gepflegten Mann. Also keine Bange. Sorg dich vielleicht nur darum, dass dir deine holde Dame den famosen Nagelknipser klauen könnte.

Schneiden, feilen, eincremen, mehr ist es nicht. Für den letzten Schritt findest du Handcremes, Balsame und Lotionen bei unseren Bodylotions und Handcremes.

Du weißt nicht, ob deine Hände eine leichte Lotion oder einen reichhaltigen Balsam brauchen? Beschreib uns, wie sie sich nach der Arbeit anfühlen, wir empfehlen dir etwas. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.


Das fragen uns Körperkultivierte zur Handpflege am häufigsten.

Was gehört bei Männern alles zu einer Maniküre?

Deutlich mehr als nur Nägel schneiden. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und setzt sich aus Hand und Pflege zusammen, gemeint ist also die ganze Hand. Zum Standardprogramm gehören Kürzen, Feilen, das Entfernen von Trauerrändern, Waschen mit Seife und Eincremen. Diese fünf Schritte sind das Minimum, nach oben ist reichlich Luft.


Achten Frauen auf gepflegte Männerhände?

Ja, und zwar früher, als die meisten denken. Der Blick wandert vom Gesicht über das Outfit ziemlich schnell zu den Händen. Nach unserer Erfahrung steht Gepflegtheit hoch im Kurs, deutlich höher als ein dickes Portemonnaie. Dabei geht es nicht um perfekte Schönheit, sondern um sichtbare Sorgfalt, die auch beruflich Türen öffnet.


Wie oft sollte ich meine Hände eincremen?

Am besten regelmäßig und nicht erst, wenn die Haut schon spannt. Deine Hände sind ständig im Einsatz und bekommen Wasser, Seife, Kälte und Werkzeug ab. Direkt nach dem Waschen ist der praktischste Moment, weil du sowieso gerade am Waschbecken stehst. Weiche Hände sind neben sauberen Nägeln das, was anderen zuerst auffällt.


Soll ich meine Nagelhaut schneiden?

Nein, lass sie in Ruhe. Die Nagelhaut schützt die Nagelwurzel, und wer sie schneidet oder zurückschiebt, macht Keimen den Weg frei, warnt die amerikanische Dermatologen-Gesellschaft AAD. Creme deine Hände nach dem Waschen ein, das hält auch die Haut am Nagelrand geschmeidig.


Wie schneide ich meine Fingernägel richtig?

Fast gerade, am besten direkt nach dem Duschen oder Baden, wenn die Nägel weich sind. Geht das nicht, leg die Finger ein paar Minuten in lauwarmes Wasser. Danach rundest du die Ecken mit der Feile leicht ab, so hakt der Nagel nirgends ein.


Das könnte dich auch interessieren.

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.