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Blackbeards Wechselklingen-Rasiermesser Anker

Normaler Preis 34,90 €
inkl. MwSt. zzgl. Versand

Leg die Klinge in den Halter ein, klapp das Messer auf und führ es flach über die Haut, in kurzen Bahnen und ohne Druck. Dreizehneinhalb Zentimeter, sechsundzwanzig Gramm, Edelstahl in Heft und Griff: Das ist das Rasiermesser für alle, die den Winkel lernen wollen, ohne vorher das Schärfen zu lernen.

Lässt die Klinge nach, kommt eine neue hinein.


  • Klinge einlegen, aufklappen, flach führen: Kurze Bahnen, kein Druck. Den Winkel lernst du in ein paar Wochen, das Schärfen brauchst du gar nicht.
  • Zwei Klingenlängen in einem Halter: Dreiundvierzig und fünfundsechzig Millimeter, beides fertig zu kaufen. Der Adapter nimmt beide auf.
  • Auch halbierte Double-Edge-Klingen: Eine normale Rasierklinge lässt sich mittig brechen; die Hälften passen in den kurzen Halter. Damit fährst du deine gewohnte Klinge.
  • Edelstahl in Heft und Griff: Ein Wechselklingenmesser wird oft geöffnet und wird oft nass. Sechsundzwanzig Gramm, dreizehneinhalb Zentimeter, kein Spiel im Gelenk.

Rasiermesserrasur ohne Schleifen und Abziehen.

Für Einsteiger ins Rasiermesser.

Spezifikation

  • Anwendungsbereich
    Gesicht, Körper

Wechselklingen-Rasiermesser – die alte Technik ohne die alte Pflicht.

Ein klassisches Rasiermesser verlangt zwei Dinge: die richtige Führung und die Fähigkeit, es scharf zu halten. Das eine lernst du in ein paar Wochen, das andere dauert Jahre. Ein Wechselklingenmesser trennt beides voneinander.

Das Material: Edelstahl in Heft und Griff.

Sechsundzwanzig Gramm auf dreizehneinhalb Zentimetern, zwanzig Millimeter breit, acht Millimeter stark im geschlossenen Zustand – das ist kompakt und liegt spürbar in der Hand, ohne kopflastig zu werden. Metall statt Holz oder Horn hat hier einen praktischen Grund: Ein Wechselklingenmesser wird häufiger geöffnet und geschlossen als ein klassisches, weil bei jedem Klingenwechsel hantiert wird, und es kommt öfter mit Wasser in Berührung. Edelstahl nimmt das ohne Rücksicht hin. Der Klingenhalter ist als Adapter ausgeführt, sodass beide Klingenlängen im selben Messer laufen.


Das System: eine Klinge, zwei Längen, ein Halter.

In den Halter passen sowohl kurze Klingen mit dreiundvierzig Millimetern als auch lange mit fünfundsechzig – zwei Standards, die es fertig zu kaufen gibt. Dazu kommt eine dritte Möglichkeit, die viele nicht kennen: Eine normale Double-Edge-Rasierklinge lässt sich mittig brechen, und die entstehenden Hälften passen in den kurzen Halter. Damit kannst du jede Klinge fahren, die dir bei deinem Rasierhobel gefällt, auch im Messer. Was du dagegen nicht kannst, ist stumpf werden lassen und nachschärfen: Wenn die Klinge nachlässt, kommt eine neue hinein. Das ist der Handel, den dieses Messer anbietet.


Aus der Werkstatt: Solinger Herkunft, deutsche Fertigung.

Dieses Messer stammt aus einem Solinger Betrieb – aus der Stadt also, in der Schneidwaren seit Jahrhunderten die Hauptbeschäftigung sind und in der bis heute die meisten europäischen Rasiermesser entstehen. Für uns ist es eines der wenigen Produkte, bei denen wir nichts an der Konstruktion geändert haben, weil es nichts zu verbessern gab: Der Halter sitzt, die Klinge klemmt sauber, das Gelenk hat kein Spiel. Wir arbeiten zurzeit daran, dieses Messer durch ein Nachfolgemodell abzulösen – nicht weil es schlecht wäre, sondern weil wir ein paar Ideen dazu haben.


Blackbeards X: fremde Hände, unser Urteil.

Wir bauen keine Messer. Was wir tun, ist prüfen, vergleichen und uns entscheiden – und beim Rasiermesser haben wir uns für ein deutsches Fabrikat entschieden, das seit Jahren unverändert gut ist. Dazu passen die Klingen aus unserem Sortiment und ein Streichriemen brauchst du hier ausdrücklich nicht. Wenn dir am Nachfolger etwas wichtig wäre, ist jetzt der richtige Moment, es uns zu schreiben.

Produktsicherheit

Michael Seebauer e.K. (Blackbeards)
Hochstraß 2
83064 Raubling
Deutschland

GPSR@blackbeards.de

So rasierst du dich mit dem Rasiermesser.

Das Rasiermesser ist die Rasur in ihrer reinsten Form: eine offene Klinge, deine Hand, sonst nichts. Was nach Hochseilakt klingt, ist vor allem Technik, und die beginnt schon vor dem ersten Zug:

1. Bereite die Klinge vor. Vor jeder Rasur wird das Rasiermesser auf dem Lederriemen abgeledert: Riemen straff ziehen, das Messer flach und mit dem Rücken voraus führen, etwa zehn Züge pro Seite, ganz ohne Druck. Das richtet die feine Schneide auf und dauert keine Minute.

2. Bereite deine Haut vor. Rasiere dich direkt nach dem Duschen oder wasche das Gesicht mit warmem Wasser, weiches Barthaar ist beim Messer wichtiger als bei jedem anderen Werkzeug. Dann Rasierseife oder Rasiercreme mit dem Rasierpinsel dicht aufschäumen und auftragen.

3. Spanne die Haut. Ziehe die Haut mit der freien Hand straff, das ist der halbe Erfolg: Auf gespannter Haut gleitet die Klinge, auf schlaffer stolpert sie.

4. Rasiere flach und mit dem Strich. Halte das Messer in etwa 15 bis 20 Grad zur Haut, deutlich flacher als einen Rasierhobel, und führe kurze, ruhige Züge in Wuchsrichtung, ohne Druck. Beginne auf den Wangen und lass dir Kinn, Oberlippe und Hals für später, wenn die Hand gelernt hat.

5. Pflege Haut und Messer nach. Gesicht kalt abspülen, der Alaunstein kümmert sich um kleine Schnitte, danach Rasierwasser oder Balm. Das Messer wird trocken getupft und offen gelagert, so wartet es gut gelaunt auf morgen.

Falls du beim Umstieg eine Hand brauchst: Wir haben schon viele durch die ersten Wochen begleitet, und verloren haben wir dabei fast niemanden. Gib einfach Bescheid.

Was du über Rasiermesser wissen musst.

Ich traue mich einfach nicht, mir mit dem Rasiermesser über den Hals zu gehen. Bin ich ein Feigling?

Nein, du bist vernünftig, und dein Hals dankt es dir. Niemand startet am Hals: Die Wangen sind die Übungswiese, dort ist die Fläche groß, die Haut robust und die Hand lernt die Klingenführung in Ruhe. Kinn, Oberlippe und Hals kommen dran, wenn sich die Züge auf der Wange selbstverständlich anfühlen, bei den meisten nach zwei bis vier Wochen. Bis dahin darfst du die schwierigen Zonen völlig schamfrei mit dem Rasierhobel nachziehen, das machen mehr Rasiermesser-Rasierer, als du denkst, sie reden nur nicht drüber. Der Hals läuft nicht weg.

Mein Barbier rasiert mich mit einem Wechselklingenmesser. Ist das überhaupt ein echtes Rasiermesser?

Dein Barbier arbeitet korrekt: In den meisten Ländern schreiben die Hygienevorschriften im Salon Wechselklingen vor, für jeden Kunden eine frische Rasierklinge, ein klassisches Rasiermesser mit fester Klinge dürfte er vielerorts gar nicht an dich lassen. Ein minderwertiges Werkzeug ist die Shavette deshalb nicht, die Klingenführung ist dieselbe, das Gefühl auf der Haut sehr ähnlich, nur das Schärfen entfällt. Für zu Hause ist sie der unkomplizierte Einstieg in die offene Klinge, und wer danach aufs klassische Rasiermesser umsteigt, bringt die halbe Technik schon mit.

Mein Rasiermesser wird langsam stumpf, obwohl ich es regelmäßig ableder. Muss es jetzt zum Profi?

Vermutlich ja, und das ist völlig normal. Der Lederriemen richtet die feine Schneide nur wieder auf, er trägt keinen Stahl ab, irgendwann ist die Kante schlicht verbraucht und will neu geschärft werden. Wie schnell das passiert, hängt von Bart, Rasurfrequenz und Pflege ab, als Richtwert liegen zwischen zwei Schärfungen viele Monate, bei manchen Jahre, solange sich die Rasur gut anfühlt, besteht kein Handlungsbedarf. Fürs Nachschärfen selbst braucht es Schleifsteine und Erfahrung; wer beides nicht hat, gibt das Rasiermesser besser in professionelle Hände, bevor mehr kaputtgeht als die Geduld. Sprich uns an, wir helfen bei der Vermittlung.

Ich habe Angst, dass mir das Rasiermesser beim Einseifen oder Ablegen aus der Hand rutscht. Übertreibe ich?

Kein bisschen, der Respekt ist berechtigt und dein bester Rasurpartner. Zwei Gewohnheiten nehmen dem Thema den Schrecken: Erstens hat ein Rasiermesser während der Rasur genau zwei Zustände, aufgeklappt in deiner Hand oder zugeklappt auf der Ablage, nichts dazwischen, kein offenes Herumliegen am Beckenrand. Zweitens wird nie hektisch nach einem fallenden Messer gegriffen, so kontraintuitiv es klingt: zurücktreten, fallen lassen, aufheben. Ein Sturz kostet schlimmstenfalls die Schneide und einen Schärfdienst-Termin, ein Reflex-Griff kostet mehr. Mit diesen zwei Regeln im Kopf ist das Rasiermesser ein erstaunlich zahmer Mitbewohner.