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Schnurrbart – ein klassischer Bartstil an der Oberlippe des gepflegten Mannes.

Mann mit gezwirbeltem Schnurrbart Porträt

Blackbeards |

Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026

Der Oberlippenbart ist der Bart mit tausend Facetten.

Der Oberlippenbart trägt viele Namen: Er heißt edel Moustache, neutral Schnurrbart, aber leider bisweilen auch mal Rotzbremse. Wir haben unsere Liebe zum Oberlippenbart neu entdeckt und möchten das Feuer in dir ebenfalls entfachen, für den Bart mit den 1000 Namen und ebenso vielen Facetten. Dieser Bart kennt keine Grenzen, lässt der Kreativität des Trägers freien Lauf. Gezwirbelt, gerade, kurz oder lang, dünn oder breit. Alles ist erlaubt. Befolgst du unsere Tipps, wird dein Schnurrbart unwiderstehlich und sicher nicht mit bösen Namen beleidigt.

Wenn du deinen Schnurrbart nicht in Kombination mit einem anderen Bart tragen möchtest, musst du schon der Typ dafür sein. Er kann auf jeden Fall guter Gestalter eines langen Gesichts sein. Er teilt dieses ja in zwei Hälften. Dadurch erscheint es dann etwas voller. Wenn du dir vorstellen kannst, dass ein Schnurrbart dir steht, dann sei mutig. Der Rest kann und muss dann einfach weg!

Taste dich aber langsam heran, wenn du dich rasierst, begutachte das Ergebnis immer wieder im Spiegel. Es wäre schade, wenn du gestalterisch entscheidende Barthaare wegrasierst. Wenn er alleine glänzen soll, muss der Rest deines Gesichts sauber rasiert sein. Du kannst dir ruhig mal überlegen, ob du deine Rasur daher mit einem klassischen Rasiermesser versuchen möchtest. Damit kannst du auch die Feinheiten deines Oberlippenbartes trefflich ausarbeiten, sobald du die Technik beherrschst.


Vier Schritte bringen dich zu deinem Oberlippenbart.

Lass deinen Oberlippenbart erstmal wachsen.

Es gibt unzählige Möglichkeiten. Nach oben gebogen, nach unten gebogen, dünn, breit, lang, kurz, lang und gezwirbelt, lang und nur leicht gebogen oder gar komplett nach oben aufgestellt und ganz gerade. Du musst dir in erster Linie klar werden, welche Form dir wirklich zu Gesicht steht. Gut, dass du alle Varianten mit wenig Aufwand kreieren kannst. Lass die Stoppeln einfach mal wachsen und teste ein bisschen aus, was du damit anstellen kannst. Du kannst während des Wachstums schon diverse Formen austesten. Dabei stellt sich bald auch heraus, was an dir persönlich attraktiv wirkt.

Zuerst heißt es, Barthaare oberhalb der Lippe wachsen lassen, bis sie eine anständige Länge erreicht haben. Den Rest des Gesichts solltest du regelmäßig rasieren, damit du in der gesamten Phase ein sauberes Gesamtbild abgibst. Oft entsteht die Idee, sich einen Schnauzbart stehenzulassen, auch spontan. Du stehst irgendwann vor dem Spiegel und denkst dir, dass sich was ändern muss. Der nächste intuitive Schritt ist ein Kahlschlag links und rechts der Oberlippe. Dir behagt, was du siehst und du bist gespannt auf die Reaktionen deiner Bekannten. Here you go. Du bist stolzer Träger eines Schnauzbartes.

Bring diesen nun in die gewünschte Form. Dabei ist wichtig, dass die Symmetrie stimmt. Schon viele Schnauzbärte erlitten das Schicksal einer Rasur, weil der Träger keine ruhige Hand hatte und aus Versehen zu viel weggeschnitten hat. Denn je nach Wunsch musst du deinen Bart entweder in eine schmale oder breite Form bringen, an den Seiten kurz trimmen oder lang wachsen lassen. Am besten geht das wie erwähnt mit einem Rasiermesser, alternativ aber auch mit einem Wechselklingenmesser oder einem Rasierhobel. Als Vorbereitung eignet sich Rasieröl, weil es die Sicht frei lässt für Detailarbeit.


Feintuning deines Oberlippenbartes mit der Bartschere.

Es liegt in der Natur des Bartes, dass seine Haare nicht gleichmäßig schnell wachsen. Die einen tun dies schneller, die anderen langsamer. So kann es durchaus passieren, dass du auch einmal ein einzelnes Haar deines Oberlippenbartes in seine Schranken weisen musst und das tust du am einfachsten mit einer dafür geeigneten Schere. Mit dieser kannst du die Barthaare, die über die Oberlippe hängen, vorsichtig abschneiden und auch die Seiten, die gezwirbelt werden sollen, etwas stutzen. So sieht das immer gepflegt und symmetrisch aus.

Achte auf die Qualität deiner Bartschere. Sie wird zwar ein wenig mehr kosten, aber wir nennen dir ein paar triftige Gründe dafür. Eine gute Schere muss scharf sein, denn sie soll dein Barthaar nicht abknicken, sondern durchschneiden, und das soll sie dauerhaft tun. Ein wichtiger Faktor ist also die Haltbarkeit des Schliffes. Die Schere muss sich leicht öffnen und wieder schließen lassen, wobei die beiden Scherenblätter übereinander gleiten.

Sie muss gut in deiner Hand liegen. Und sie sollte gerundete Enden haben, damit du dich nicht zu leicht verletzt. Du arbeitest ja nahe an deiner sensiblen Nase und Oberlippe. Und ne dicke Lippe braucht kein Moustache. Naja, wir merken gerade, dass wir darüber einen eigenen Artikel schreiben könnten. Wir empfehlen dir erstmal uneingeschränkt diese Schere:


Verleih deinem Schnurrbart sein Styling.

Den Feinschliff gibst du deinem Oberlippenbart mit Bartwichse. Es gibt ungarische und bayerische Bartwichse, die in Tuben oder Tiegeln angeboten werden. Bei beiden geht die Anwendung, abgesehen von der Entnahme aus dem Behältnis, ähnlich. Bayerische Bartwichse fixiert im Vergleich zur ungarischen noch etwas stärker, ihre Grundlage sind meist Gummi arabicum und Bienenwachs. Für kunstvolle Zwirbelungen ist sie daher wie geschaffen.

Den Unterschied merkst du, wenn du dir die Bartwichse in den Bart massierst. Wir persönlich finden, dass die bayerische Bartwichse schwerer zu verarbeiten ist, weil sie, wenn du sie aus Tiegel oder Tube entnimmst, relativ schnell trocknet und klebt. Sie hält deinen Bart zwar vortrefflich in Form, aber im Gegensatz zur ungarischen Bartwichse ist sie sehr schnell wieder hart. Die ungarische Bartwichse hingegen hält deinen Oberlippenbart lange geschmeidig und formbar, was sich aber dann an den gezwirbelten Enden deines Schnauzers bemerkbar macht. Denn die musst du immer mal wieder nacharbeiten.

Sinnvoll ist hier wahrscheinlich, zumindest, wenn du zwirbeln möchtest, beide Bartwichsen in Kombination zu nutzen. Verreib etwas ungarische Bartwichse zwischen Daumen und Zeigefinger und massier sie von der Bartmitte aus gleichmäßig in den Schnurrbart ein, geh einmal mit Bartkamm oder Bartbürste drüber und modellier wie gewünscht. Nimm dann einen Ticken bayerische Bartwichse, erwärm sie durch Reiben und arbeite sie mit sehr zügigen Zwirbelbewegungen ein. Das dürfte für den Rest des Tages halten. Teste das einfach.

Vor der Wichse lass das Öl weg, sonst löst sich der Zwirbel leichter wieder. Bartöl gehört in den übrigen Bart und abends nach dem Auswaschen auch in den Schnauzer.

Oberlippenbärte sind dankbar, wenn sie mit Bartwichse oder Moustache Wax bearbeitet werden. Oder sagen wir, dankbar bist du, der Oberlippenbart ist haltbar. Ungarische Bartwichse ist das definitive Mittel der Wahl, wenn du das wilde Eigenleben des kompletten Oberlippenbartes zähmen möchtest. Sie sorgt dafür, dass kein Haar hochsteht. Mit ihr kannst du die Haare alle in seitlicher Richtung halten, so dass sie nicht auf den Zähnen und im Burger landen. Sollte es dir mit allen anderen Methoden nicht gelungen sein, dem Schnauzer Richtung zu weisen, so wird dich ungarische Bartwichse ganz sicher nicht im Stich lassen.


Reinig deinen Schnauzbart regelmäßig.

Wie heißt es so schön? Adel verpflichtet. Ein Schnurrbart auch. Der Ruf will schließlich nicht ruiniert werden. Da dein Oberlippenbart ab einer gewissen Länge oft in Berührung mit Essen und Trinken kommt, ist es sehr wichtig, ihn mit einem geeigneten Shampoo zu reinigen. Die regelmäßige Wäsche steht an oberster Stelle. Du willst weder eine Rotzbremse, noch eine Krümelhalde.

Neben Fett, Staub und Krümeln hast du, wenn du unsere Anleitung für das Styling deines Oberlippenbartes befolgst, pflegendes Bartöl und formende Bartwichse in den Barthaaren. Es gibt Shampoo, das speziell auf Barthaare und die darunterliegende Gesichtshaut abgestimmt wurde. Es reinigt dein Haar schonend, in diesem Fall heißt das auch, dass es ihm das notwendige, geschmeidig machende Fett lässt.

Und es pflegt gleichzeitig die empfindliche Gesichtshaut. Ist dein Schnurrbart normal verschmutzt, also nur etwas staubig, reicht ein Bartshampoo, das du etwa zweimal die Woche anwendest. Ist er jedoch vom Handwerksjob, vom Barbecue-Fett oder eben von starken Stylingwachsen stark überfrachtet, solltest du zu Bartseife greifen, die ist da noch etwas effizienter.

Wenn du nur ein feines kleines Schnurrbärtchen hast, das du lediglich mit etwas weichem pflegendem Bartbalsam verwöhnen musst, kannst du dieses einfach täglich nur mit viel lauwarmem Wasser waschen und gelegentlich mit einer milden Seife, die du fürs Gesicht nimmst, gründlicher säubern. Längeres Schnurrbarthaar braucht jedoch für seine Geschmeidigkeit den Eigentalg und zur Formgebung und Fixierung ein starkes Stylingprodukt. Um den Talg zu belassen und das Wachs zu entfernen, braucht es eine spezielle Rezeptur. Ein normales Kopfhaarshampoo ist hierfür nicht konzipiert. Es trocknet deinen Schnurrbart aus. Und einen Knochen unter der Nase willst du mitnichten.


Best Practices: Schnurrbärte.

So vielfältig wie seine Träger: Bürste, Schnauzer, Schnorres, Schnorrati, Sör, Rotzbremse, Pornobalken, Schnäuzer, Schnurres, Schnauz, Moustache. Ein bekannter Schnauzbart-Träger war Salvador Dalí. Clark Gable lag, vom Winde verweht, die schöne Vivien Leigh zu Füßen und auch Heiner Brand, Horst Schlämmer, Horst Lichter, Albert Einstein und Burt Reynolds sind oder waren stolze Träger eines hübschen Schnäuzers. Wir freuen uns über jeden weiteren Mann, der sich traut, einen Schnauzer zu tragen. Schick uns doch ein Bild von deinem wunderbaren Oberlippenbart.

Im Onlineshop von Blackbeards findest du unter Bartstyling die passenden Produkte. Egal, welchen Schnurrbart-Stil du dir zulegen möchtest, wir beraten dich gern dazu. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.


Das fragen uns Bart-Stilbewusste zum Schnurrbart am häufigsten.

Wie pflege ich meinen Schnurrbart?

Mit Schere, Form und regelmäßiger Reinigung. Einzelne Haare, die aus der Reihe tanzen, stutzt du am besten mit einer kleinen Bartschere. Die Enden bringst du je nach Stil in Form, gezwirbelt, gerade, nach oben oder unten gebogen, erlaubt ist, was dir steht. Und weil der Schnurrbart direkt über dem Mund sitzt, gehört regelmäßiges Reinigen einfach dazu.


Wie lange muss ein Schnurrbart wachsen?

So lange, bis die Haare über der Lippe eine anständige Länge haben, und das hängt von deinem Wunschstil ab. Für einen kurz gehaltenen, geraden Schnauzer reichen oft ein paar Wochen Wuchs, für gezwirbelte oder aufgestellte Enden brauchst du deutlich mehr Länge. Das Gute daran: Du kannst schon während des Wachsens verschiedene Formen ausprobieren. So findest du heraus, was an dir attraktiv wirkt. Es ist eben immer zu früh, um aufzugeben.


Ab welcher Länge kann ich den Schnurrbart zwirbeln?

Sobald die Enden so lang sind, dass du sie zwischen den Fingern fassen kannst. Vorher rutschen sie dir immer wieder weg, egal wie viel Wichse du nimmst. Bis dahin heißt es einfach wachsen lassen und die Form nur mit der Schere sauber halten. Mit etwas Geduld hast du dann die Länge, die du zum Zwirbeln brauchst.


Warum wächst mein Schnurrbart in der Mitte nicht zusammen?

Weil unter der Nase die Oberlippenrinne sitzt, das Philtrum, und dort wachsen bei vielen Männern von Natur aus weniger Haare. Das ist eine vererbte Eigenheit und kein Zeichen für einen schwachen Bart. Einen verlässlichen Trick, der die Rinne zuwachsen lässt, gibt es nicht. Lass die Haare links und rechts etwas länger und leg sie mit ein wenig Bartwichse zur Mitte, dann wird die Lücke schmaler. Manche Träger schneiden sie sich mit Absicht hinein.


Welcher Schnurrbart passt zu meinem Gesicht?

Das zeigt dir am Ende der Spiegel, zwei Anhaltspunkte gibt es aber. Ein langes Gesicht lockert der Schnurrbart auf, weil er es in zwei Hälften teilt. Zu einem runden Gesicht passt ein Schnauzer mit Spitzbart, der dem Kinn mehr Kontur gibt. Probier während des Wachsens verschiedene Formen aus, dann weißt du es bald genau.


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