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Frisch tätowiert? Wehre Entzündungen und Allergien ab.

Mike Seebauer |

Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026

Tattoos gibt es seit Tausenden von Jahren, deins ist recht frisch. So gehst du mit Problemen um.

Die größte Sorge eines jeden Menschen mit bunten Bildern auf der Haut ist die Gefahr einer Entzündung. Beachte penibel alle bekannten und möglichen Maßnahmen und nimm Pflege ohne Vaseline, Melkfett und Parfüm, damit es gar nicht erst so weit kommt.

Du hast Angst vor einer allergischen Reaktion auf die Tattootinte? Du hast Bedenken, dass dein kostbares Bild auf der Haut die Sonneneinstrahlung nicht verträgt? Gegen diese Ängste kannst du Maßnahmen ergreifen, damit sie unbegründet bleiben. Vollkommen ausgeschlossen ist eine Entzündung niemals. Aber sie tritt selten auf und wird durch eine gute Vorbereitung weitgehend verhindert. Ein informatives und vorbereitendes Gespräch im Studio ist wohl selbstverständlich. Genauso, wie die gewissenhafte Einstellung und Hygienemaßnahmen des Tätowierers.

Hast du sehr helle Haut und bist empfindlich gegen direkte Sonne, kann ein sogenannter Photopatchtest dir Aufschluss geben und Ängste vor der Sonne nehmen. Ein anderer Test, der Epikutantest, bringt Klärung bezüglich einer möglichen, aber seltenen Tattooallergie. Einige Menschen reagieren negativ auf Bestandteile von Tattoofarben und es kann durchaus nützlich sein, das vorher zu wissen. Die Farben in der Tinte müssen ja irgendwie zustande kommen.

Zum Beispiel können minimale Anteile von Quecksilber in Rot enthalten sein. Kobalt kommt in Blau vor, Chrom in Grün und es wären noch andere ungesunde Stoffe zu nennen. Das Tückische ist, dass Ekzeme oder Allergien manchmal erst nach Jahren auftreten können. Die Haut der allermeisten Menschen kompensiert zwar diese nur in minimalen Spuren enthaltenen Stoffe in der Tinte locker, aber bei Bedenken raten wir im Vorfeld zum Test.


Der Umgang mit frisch gestochenen Tattoos. Unser Rat.

Dein frisch gestochenes Tattoo will nicht richtig abheilen. Es juckt und brennt. Woran erkennst du, dass es entzündet ist?

Offene und frische Wunden tun weh, das ist normal. Der Schmerz, vor allem das Brennen, sollte aber kontinuierlich geringer werden. Brennt es nach ein paar Tagen stärker statt weniger, ist das kein Fall mehr fürs Internet: Ruf deinen Tätowierer an oder lass es ärztlich anschauen. Das Gleiche gilt, wenn die Rötung der Haut um das Motiv herum nicht abnimmt, sondern zunimmt. Es bilden sich sogar Blasen und eitrige oder wässrige Flüssigkeit tritt aus?

Deine Lymphknoten schwellen an und du hast erhöhte Temperatur oder sogar richtiges Fieber? Bei solchen Anzeichen gehörst du nicht ins Badezimmer, sondern zum Arzt – der klärt, was da los ist. Wenn sich um den tätowierten Bereich herum sogar rote Linien bilden, die eindeutig nicht zum Motiv gehören, kann dies eine Blutvergiftung sein. In diesen Fällen solltest du unbedingt sofort einen Arzt aufsuchen. Um dies zu vermeiden, musst du nach dem Stechen auf jeden Fall eine vorbildliche Erstversorgung praktizieren.


Was kannst du tun, wenn sich dein neues Tattoo trotz aller Vorsicht entzündet hat? Wir sagen dir, was du in so einem Fall besser sein lässt – alles Weitere ist eine Frage an deinen Tätowierer oder deinen Arzt.

Welche Salbe auf ein frisches Tattoo darf und welche nicht, entscheidest du nicht nach Bauchgefühl: Frag deinen Tätowierer oder in der Apotheke nach. Sie wirken wie Zugsalben, ziehen Bakterien und Wundsekrete heraus, aber auch Farbpigmente. Auf keinen Fall solltest du Zinksalbe, Hautlotion oder Babycremes auftragen. Wird ein Arztbesuch nötig, entscheidet der Arzt, was zu tun ist… Warte nach Einnahme unbedingt einige Wochen, bevor du einen etwaigen nächsten Tattootermin wahrnimmst.

Halte dich nach dem Stechen an die Pflegeanleitung deines Studios: saubere Hände, dünn eine After Tattoo Creme auftragen und das Tattoo mit einem eigenen Tuch sanft trocken tupfen, denn in Handtüchern sitzen jede Menge Keime. Öffentliche Schwimmbäder, Sauna et cetera mag das frische Tattoo gar nicht. Tattoos entzünden sich durch Keime, die von außen in die Wunde gelangen. Das Abtupfen eines gereizten Tattoos mit Kamillentee mehrmals täglich kann gut helfen. Wasche das frische Tattoo zwei Mal pro Tag und creme es danach ein.


Du hast Empfehlungen von Freunden erhalten. Meistens sind es Mittel mit hohem Fettanteil: Vaseline aus Erdöl und Melkfett, die wie ein Deckel auf der Haut liegen und kaum Feuchtigkeit durchlassen.

Vorne auf der Liste steht oft Vaseline, deren Fettanteil die Haut geschmeidig macht und die Hautzellen entspannt, aber Feuchtigkeit abweist. Sie wird aus Erdöl gewonnen. Wir raten nur ungern dazu, sie auf quasi offene Wunden aufzutragen. Das verbreitete Melkfett besteht ebenso aus Fett. Dieses verschließt die Hautporen und wirkt so dem natürlichen Atmungsprozess der Haut entgegen. Verwende lieber keine fetthaltigen Cremes. Salben mit Panthenol enthalten oft Parfüm und gehören deshalb eher auf intakte Haut.

Alles, was mit Wundversorgung zu tun hat, gehört in die Hände von Tätowierer, Arzt oder Apotheke und nicht in einen Pflegeratgeber. Entscheidest du dich für ein Arzneimittel, achte auf diese Unterschiede. Ausnahme unter den Panthenolsalben ist eine, die Teebaumöl und Weizenkeimöl enthält und speziell für die Tattooversorgung entwickelt wurde. Ein neueres Mittel zur Wundbehandlung bei Tattoos wirkt über das Enzym Lysozym in Kombination mit Xylitol. Sie fetten nicht und halten die Haut atmungsaktiv. Negative Auswirkungen sind bisher unbekannt. Es gibt jedoch bereits positive Kundenmeinungen.


Du kannst dich nicht ständig im Schatten aufhalten und willst das auch nicht, schon gar nicht im Sommer. Was sagt dein Tattoo dazu?

Im besten Falle nichts, denn du hast alle Maßnahmen vorbildlich eingehalten. Selbstverständlich bist du aufgeklärt und weißt, dass direkte Sonne nicht gut für Tattoos ist. Auch lange nach der Herstellung deines Körperschmucks können Sonnenstrahlen die Pigmentierung der Haut schwächen und damit das optische Erscheinungsbild deines Tattoomotivs. Mit der Zeit bleicht es aus. Um diesen Vorgang zu unterbinden, benutze stets, auch lange nach dem Stechen, einen besonderen Tattoo Sonnenschutz. Denn ist einmal die Farbe sichtbar verringert, ist sie für immer weg. Genau dagegen arbeitet der Tattoo Sonnenschutz.

Mit hohem Lichtschutzfaktor, der größtmöglich UVA wie UVB Strahlung abmildert, der Haut einen gesunden Feuchtigkeitsgehalt sichert, ganz ohne Parabene auskommt und obendrein noch vegan sein kann. Nichts ist im Sommer blöder als ein deftiger Sonnenbrand. Er wird durch ein verbranntes Tattoo noch getoppt. Das ist nicht nur jammerschade und tut doppelt weh, es ist auch doppelt gefährlich für die Haut. Schütze dein Hautbild, im doppelten Sinne: Tattoo Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor gegen UVA und UVB, aufgetragen bevor du rausgehst, nicht erst, wenn die Haut schon spannt.


Wenn du dich für den Gang in die Sonne entschieden hast, achte bitte neben der Vorabversorgung auch auf das wichtige und darauf abgestimmte After Care.

Selbst gut ausgeheilte Tattoos können nach einiger Zeit leider noch einmal etwas aufmucken. Und zwar besonders, wenn sie mehr Sonne abbekommen haben, als sie es sollten. Alle vorher schon beschriebenen Schutzmaßnahmen hast du getroffen und das ist gut so. Unterschätze dennoch nicht die nachhaltige Wirkung unseres Zentralgestirns. Nimm deinen Hautschutz ernst und benutze nach dem Sonnenbaden eine spezielle After Care Lotion, um nachträglich die Wirkung der UV-Einstrahlung bestmöglich abzumildern. Die Sonnenstrahlung kann nachwirken.

Du kennst es vielleicht vom Sonnenstich oder Sonnenbrand. Sie machen sich erst eine Weile nach dem Sonnenbad bemerkbar. Ähnlich kann ein Tattoo noch nachträglich reagieren. Das ist keine Schwarzmalerei. Es geht uns darum, alle eventuellen Hautkonflikte sicher auszuschließen. Das Benutzen einer After Sun Tattoocreme empfehlen wir deshalb wärmstens. Vitamin E und Allantoin stecken drin, weil sie die Haut geschmeidig halten und ihr nach der Sonne Feuchtigkeit zurückgeben. Die Cremes spenden Feuchtigkeit und sichern den Erhalt der Farben.


Frische Tattoos mögen es sauber, luftig und gepflegt.

Eine leichte Pflege ohne hohen Fettanteil und konsequenter Sonnenschutz halten dein Motiv farbstark. Was du dafür brauchst, von der Tattoo Care bis zur After Sun, steht in unserer Körperpflege.

Du bist unsicher, was du in den ersten Tagen nach dem Stechen aufträgst? Schreib uns, wir sagen dir, was wir selbst benutzen, und bei gereizter Haut schicken wir dich zu deinem Tätowierer oder zum Arzt. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.


Das fragen uns Körperkultivierte zur Pflege frischer Tattoos am häufigsten.

Woran erkenne ich ein entzündetes Tattoo?

Frisch gestochene Haut ist immer etwas rot, warm und empfindlich, das gehört dazu. Stutzig werden solltest du, wenn Rötung, Schwellung und Pochen nach einigen Tagen nicht abklingen, sondern zunehmen, oder wenn die Stelle nässt. Auch deutliche Hitze rundherum und Eiter sind ein klares Zeichen. Schau täglich hin, dann merkst du schnell, ob es in die richtige Richtung geht.


Wie pflege ich ein frisches Tattoo richtig?

Sauberkeit ist der wichtigste Punkt: Hände waschen, das Tattoo wie besprochen reinigen und nur geeignete Pflege dünn auftragen. Kratzen und Pulen an der Kruste sind tabu, so kommen Keime erst in die Wunde. Halte die frische Stelle aus der Sonne und aus Badeseen fern. Ein Studio, das sauber arbeitet und dich vorher aufklärt, ist die halbe Vorsorge.


Wann sollte ich mit einem Tattoo zum Arzt?

Geh zum Arzt, wenn die Entzündung stark wird oder sich von Tag zu Tag ausbreitet, wenn Eiter austritt oder du Fieber bekommst. Das gilt auch, wenn die Haut plötzlich juckt und Bläschen bildet, denn manche Menschen reagieren auf Bestandteile der Tinte. Solche Reaktionen sind selten, können aber sogar erst Jahre später auftreten. Lieber einmal zu früh abklären lassen als zu spät.


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