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Knackig braune Haut? Gefahr gebannt, kein Sonnenbrand.

Mann mit Vollbart vergleicht zwei Sonnencreme Produkte

Mike Seebauer |

Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026

Mit ein paar kleinen Regeln wirst du braun, ohne zu verbrennen.

Gestern sagtest du noch zu deinem Kumpel: „Ach, Sonnencreme brauche ich nicht, dann werde ich schneller braun.“ Und nun? Das Einzige, was bei dir jetzt noch abgeht, ist die Haut beim Sonnenbrand? Also keine heiße Party. Stattdessen nur heiße Haut.

Einen Sonnenbrand hatte wohl beinahe jeder von uns schon einmal. Aus jugendlichem Leichtsinn. Oder wegen eines versehentlich längeren Nickerchens auf der Liege. Es heißt ja, die Haut verzeiht nichts. Hoffen wir, dass ein paar wenige leichte Sonnenbrände ersten Grades nicht ganz so schwer wiegen. Immerhin bilden sich da wenigstens keine Blasen.

Auch der Juckreiz, das Brennen und Hitzegefühl sind gerade noch so erträglich. Regelmäßig sollten wir uns jedoch vorsichtshalber lieber keinen Sonnenbrand zulegen. Vor allem keinen Sonnenbrand zweiten oder dritten Grades. Denn starke Verbrennungen führen nicht nur zu schmerzhaften Hautablösungen, Fieber, Übelkeit, Kreislaufbeschwerden bis hin zum Kreislaufkollaps und einem verpatzten Urlaub. Sie führen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zur vorzeitigen Hautalterung, also zu sichtbarer Faltenbildung und Altersflecken und im schlimmsten Fall zu Hautkrebs.

Was können wir da tun? Die adelige Blässe wieder aufleben lassen und die Sonne meiden? Auch nicht gut. Denn Sonne liefert uns lebenswichtige Energie, unter ihr bildet die Haut Vitamin D, und sie hellt unsere Stimmung auf. Die goldene Mitte ist wie so oft das Richtige. Eine dezente, ansehnliche Bräune ist aktuell angesagt und lässt sich ohne Sonnenbrand erreichen. Mit folgenden Verhaltensstrategien und guten Hautschutz- und Hautpflegemitteln.


Mit diesen Tipps gehst du vorbereitet in die Sonne.

Sonnenschutz beginnt schon vor dem Sonnenbad.

Gewöhn deine Haut an die Sonne. Wenn du einige Wochen regelmäßig nur ein paar Minuten in der Sonne verbringst, baut deine Haut eine Lichtschwiele auf. Deine Hornschicht und Epidermis werden dicker und du bekommst dank Melanin eine leichte Pigmentierung, also Bräune. Das verlängert die Eigenschutzzeit deiner Haut. Möchtest du so richtig lange in der Sonne schmachten, einen Gipfel erklimmen, einen Segeltörn machen oder einer sonstigen längeren Outdoor-Freude nachgehen, dann solltest du heutzutage mitnichten auf ein Sonnenschutzmittel verzichten.

Unsere Ozonschicht ist dünner geworden, über der Antarktis tut sich ein Ozonloch auf, das bis über Südaustralien reichen kann. Sie erholt sich zwar, laut Weltorganisation für Meteorologie über der Antarktis bis etwa 2066 auf den Stand der 1980er Jahre. Bis dahin müssen wir das ernst nehmen. Denn diese Schicht filtert die UVC-Strahlung fast vollständig und die UVB-Strahlung größtenteils heraus.

Trag also, bevor du in die Sonne gehst, auf allen exponierten Körperpartien Sonnenschutz auf. Und zwar schön dick, absolut flächendeckend und vor allem schon eine halbe Stunde vorher. Denn die Inhaltsstoffe brauchen eine gewisse Zeit, bevor sie wirken können und wirken nur, wenn sie auch lückenlos auf der Haut vorhanden sind.

Dick heißt, nicht nur mal eben hopplahopp mit einem Klecks drüber. Dick heißt, eine große Menge, für den ganzen Körper etwa vier gehäufte Esslöffel, flächendeckend aufgetragen und verteilt. Zu viel ist nicht möglich, je mehr, je besser. Auf Schulter, Nase, Ohren, Nacken, Lippen und Rist empfehlen wir eine Extraportion. Es sei denn, du willst abends eine Leuchte sein.


Auch während des Sonnenbads geht der Sonnenschutz weiter.

Meist reicht das einmalige Auftragen eines Sonnenschutzmittels nicht. Sicher springst du mal ins Wasser oder wischst dir mit dem Handtuch den tropfenden Schweiß von der Stirn oder vom Bauch. Dadurch geht die Schutzschicht mit ab. Trag deshalb nach solchen Aktionen eine gute Portion Sonnenschutzmittel nach. Und auch ohne Sprung ins Wasser cremst du spätestens alle zwei Stunden nach. Das wäre auch eine Gelegenheit, dir ein paar Streicheleinheiten zu holen, indem du deine Liebste bittest, das für dich zu erledigen.

Beachte aber, dass du durch das Nachlegen den Schutz nur erneuerst, nicht aber verlängerst. Je nach gewähltem Lichtschutzfaktor solltest du nach der Schutzzeit raus aus der Sonne. Dabei gilt als Richtlinie: Schutzzeit (SZ) = Eigenschutzzeit (EZ) x Lichtschutzfaktor (LSF), also beispielsweise EZ 10 Minuten x LSF 20 = SZ 200 Minuten. Ausschöpfen solltest du davon höchstens 60 Prozent. Fühlst du dich vorher schon überhitzt oder komisch, dann geh früher raus aus der Sonne. Meide auf jeden Fall immer die pralle Mittagssonne von 11 bis 15 Uhr.

Genieß währenddessen dein Leben im Schatten, gönn dir ein Eis oder ein kühles Getränk. Im Schatten bräunst du auch, nur langsamer. Ein großer Baum, ein Sonnenschirm mit UV Schutz machen deine Sonnensession deutlich sicherer. Ganz wichtig ist es auch, Augen und Kopf zu schützen. Eine Sonnenbrille vom Optiker mit 100% UV Filter, ein Hut oder ein Cap können das, und obendrein schneidig aussehen. Dazu noch ein helles Shirt mit UV Schutz, vor allem im Gebirge oder in den Tropen oder so.


Nach dem Sonnenbad wollen Haut und Bart verwöhnt werden.

Für deine Seele ist ein ausgewogenes Maß an Sonne Balsam. Nicht so für deine Haut, deine Haare und (hoffentlich vorhandenen) Barthaare. Sie brauchen hinterher eine andere Art von Balsam. Insbesondere, wenn zur Sonne Chlor- oder Salzwasser dazu kam. Haut und Haare werden dadurch, auch wenn du es nicht gleich erkennst, sukzessive trocken, spröde und ausgebleicht. Denn du schwitzt viel Flüssigkeit heraus, und die Sonne greift das Keratin und das farbgebende Melanin der Haare an.

Je nachdem, was dir möglich ist, zumindest eine gründliche Brause am Strand sollte es sein. Schweiß, Salz, Chlor und Sonnencremereste müssen ab. Kalt und ohne Shampoo ist das nicht ideal, aber besser, als Salz, Chlor und Sonnencremereste über Nacht auf Haut und Bart zu lassen. Ideal wäre eine lauwarme sanfte Dusche, samt speziellem Bartshampoo, mildem Kopfshampoo und Conditioner sowie feuchtigkeitsspendendem After Sun Duschgel. Lass deine Haut und sämtliche Haare am besten an der Luft trocknen oder tupf alles allenfalls mit einem Handtuch leicht trocken.

Zum Abschluss kommt eine kühlende After Sun Lotion auf deine Haut, gern in Bioqualität, und ein duftendes Bartöl für deinen Bart. Dann bist du fit für ein isotonisches, kühles Getränk.


Ein Allroundprodukt bietet breit gefächerten Schutz.

Egal ob Spray, Creme, Lotion oder Gel, achte auf den Lichtschutzfaktor, das UVA Label und darauf, ob es auf chemischer (organischer) oder mineralischer (anorganischer) Rezeptur basiert. Abhängig vom Hauttyp (hell bis dunkel) und der Dauer, die du in der Sonne bleiben möchtest, wählst du den Lichtschutzfaktor (LSF).

In den Bergen, in den Tropen oder bei heller Haut nimmst du LSF 50 oder 50+, höher wird in der EU nicht gekennzeichnet. Der Lichtschutzfaktor arbeitet gegen Sonnenbrand bringende UVB Strahlung. Der UVA Filter hält die UVA Strahlung ab, die tiefer in die Haut geht und sie schneller altern lässt. Manche Sonnencremes werben zusätzlich mit Schutz vor Infrarotstrahlung, eine einheitliche Prüfung wie beim Lichtschutzfaktor gibt es dafür nicht.

Hast du sensible Haut, setz eher auf mineralische Rezepturen. Diese arbeiten mit Mikropigmenten wie Titandioxid oder Zinkoxid, dringen nicht in deine Haut ein, decken sie nur ab und reflektieren das Sonnenlicht. So rufen sie seltener Probleme wie Allergien hervor. Allerdings haben sie diesen bekannten Weißmacheffekt. Bist du robuster, kannst du auf chemische Rezepturen zurückgreifen, die mit beispielsweise Benzophenon-3 oder Drometrizol-Trisiloxan arbeiten, in die Haut eindringen und dort UV Strahlen in Wärme umwandeln.

Solltest du ein prächtiges Tattoo haben, schütz dieses mit einer speziellen Sonnenschutz- und Pflegeserie, die der Ausbleichung entgegenwirkt. Generell raten wir zu feuchtigkeitsspendender Naturkosmetik. Achte überdies auch auf die Wasserfestigkeit und Hitzestabilität des Produkts.


Bräune und Schutz schließen sich nicht aus.

Gewöhn dich langsam an die Strahlung, meide die Mittagssonne und creme großzügig nach, dann hast du länger etwas von deiner Bräune. Pflege für Gesicht und Kopf findest du in unserer Gesichtspflege.

Wenn du nun doch unvorsichtig warst und die Sonne richtig zugeschlagen hat, du einen Sonnenbrand 2. oder 3. Grades hast oder eine enorme Allergie, dann geh bitte sofort dauerhaft raus aus der Sonne und ab zum Arzt. Bei einem leichten Sonnenbrand frag in der Apotheke nach.

In unserem Onlineshop für Körperpflege findest du die passenden Produkte.

Du weißt nicht, welchen Lichtschutzfaktor du für deinen Hauttyp nehmen sollst? Frag uns, wir helfen dir bei der Auswahl. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.


Das fragen uns Körperkultivierte zum Sonnenschutz am häufigsten.

Wie vermeide ich Sonnenbrand?

Cremen, bevor du rausgehst, und zwar großzügig und mit ausreichend hohem Faktor. Die pralle Mittagssonne lässt du am besten aus, dafür gibt es Schatten und ein Shirt. Gewöhn deine Haut langsam an die Sonne, statt am ersten Urlaubstag stundenlang auf der Liege zu brutzeln. Und creme nach, besonders nach dem Schwitzen, Baden und Abtrocknen.


Werde ich ohne Sonnencreme schneller braun?

Nein, das ist einer der hartnäckigsten Irrtümer am Strand. Ohne Schutz bekommst du vor allem einen Sonnenbrand, und die verbrannte Haut schält sich samt Bräune wieder ab. Mit Schutz bräunst du gleichmäßiger und die Farbe hält länger. Dazu kommt: jeder Sonnenbrand geht auf das Konto deiner Haut und zeigt sich später als Fältchen oder Flecken.


Was hilft der Haut nach dem Sonnenbad?

Erst kühlen, dann Feuchtigkeit. Nach Stunden in Sonne, Wind und Wasser ist die Haut ausgetrocknet und dankbar für eine kühle Dusche und eine leichte Pflege danach. Produkte für die Zeit nach dem Sonnenbad sind genau dafür gemacht, sie kühlen und geben der Haut zurück, was ihr fehlt. Ist die Haut stark gerötet und heiß, gehört sie in den Schatten und zur Ruhe.


Welche weiteren Möglichkeiten zum Sonnenschutz gibt es für dich und deine Haut?

Schatten, ein Hut, eine Sonnenbrille mit UV-Filter und Kleidung, am besten mit UV-Schutz. Es gibt Sonnenanbeter, denen alles egal ist, Hauptsache sie liegen in der Sonne. Sie genießen das Schmoren und sie machen sich keine Gedanken über mögliche Spätfolgen. Doch selbst beim dunkelhäutigsten Typen ist die gesunde Zeit, die er sich der Sonne aussetzen kann, begrenzt. Brennt deine Haut, schmerzt dein Kopf oder fühlst du dich matt, solltest du aufgeben oder, wenn du gar nicht vom Strand wegkommst, wenigstens weitere Möglichkeiten neben kosmetischen Sonnenschutzmitteln in Betracht ziehen.


Wie arbeiten Sonnenschutzmittel und wie funktioniert Sonnenschutz prinzipiell?

Kosmetika schützen vor UVA- und UVB-Strahlung. Bevor wir darauf näher eingehen, möchten wir dich auf etwas hinweisen, was nur wenige wissen. Es gibt nicht nur das kurzwellige UV-Licht, sondern auch das langwellige IR-Licht, die Infrarotstrahlen. Infrarot-A-Strahlen reichen bis in die Lederhaut und tragen dort zur vorzeitigen Hautalterung bei. Einen geprüften Schutz wie den Lichtschutzfaktor gibt es dafür nicht. Einziger Weg ist der baldige Weg aus der Sonne, sprich: kurze Sonnenbäder statt exzessive. Wenn du nicht so bald alt aussehen möchtest.


Kann ich Sonnencreme vom Vorjahr noch nehmen?

Ja, wenn sie noch so riecht und aussieht wie am ersten Tag und ihre Frist nicht abgelaufen ist. Wie lange sie nach dem Öffnen hält, zeigt das kleine Tiegel-Symbol auf der Rückseite, „12M“ heißt zwölf Monate. Riecht sie anders, haben sich Wasser und Öl getrennt oder hat sie sich dunkel verfärbt, gehört sie weg. Damit es nicht so weit kommt, lagerst du sie kühl und dunkel und lässt sie nicht im heißen Auto liegen.


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