Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026
Mut zur Lücke? Nein. Ein paar Tipps, um Löcher im Bart zu kaschieren.
Ein alter Spruch sagt: „Gott muss es schicken, soll es uns glücken.“ Wer nicht an Gott glaubt, kann stattdessen die Gene heranziehen. Sie schicken uns unsere Ausstattung und damit den Bartwuchs. Was du für einen dichteren Bart tun kannst, erfährst du jetzt.
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Das kannst du nun gegen Lücken im Bart tun
- Je nach Alter hilft Geduld oder Akzeptanz, immer der passende Bartstil
- Die Optik eines jeden Bartes hängt sehr davon ab, wie du ihn pflegst und trimmst
- Färben lässt den Bart dichter wirken, doch wir raten nicht mehr dazu
- Vielleicht hungern deine Haarfollikel, oder der Stoffwechsel hakt
- Wie steht es um Lebensstil, Psyche, Gesundheit und Testosteron?
- Aus dem, was wächst, lässt sich einiges machen
- Das fragen uns Bartträger zu Bartlücken am häufigsten
Wächst dein Bart lückenhaft, obwohl du dir einen dichten, flächendeckenden wünschst, kann das verständlicherweise deine Lebensfreude etwas trüben. Doch statt Trübsal zu blasen, kannst du dich alternativ auch in Geduld üben und in der nicht unberechtigten Hoffnung auf Mehr, also mehr Bart, deine Tage freudvoller verbringen. Vor allem, wenn du noch sehr jung bist, hast du Grund dazu. Denn dein Bart ist mit beispielsweise 20 oft noch nicht ausgewachsen, obwohl du selbst es bist. Deine genetische Veranlagung bestimmt zwar größtenteils, wie er am Ende aussehen wird, und daran kannst du auch kaum etwas drehen, genauso wie bei deiner Augenfarbe.
Der Bart ist jedoch nicht sofort eine Konstante, wie deine hübsche Augenfarbe. Beginnt er, meist irgendwann in der Pubertät, zu wachsen, ist noch lange nicht aller Tage Abend. Dichte, Form und Länge sehen gerade erst das Tageslicht. Bis zum figurativen Abend kann dein Bartwuchs sich noch ändern.
Ist er anfangs beispielsweise flaumartig, hell und wächst vielleicht nur am Kinn, kann er nach einigen Jahren trotzdem füllig und dunkel sein und überall wachsen. Manchmal sogar schon nach einigen Wochen oder Monaten. Bis er ausgereift ist, dauert es oft einige Jahre, und wann das ist, ist bei jedem anders. Das heißt für Jungs: Wenn ihr geduldig ausharrt, kann noch viel Bart kommen. Deshalb obiger Spruch: Nur mit Mut zur Lücke kann Fülle erfahren werden.
Das kannst du nun gegen Lücken im Bart tun.
Je nach Alter hilft Geduld oder Akzeptanz, immer der passende Bartstil.
Geduld empfehlen wir hier insbesondere allen ganz jungen Jungs, deren Bart nicht ausgereift ist und deshalb mit der Zeit von selbst noch prächtig werden kann. Bist du schon in reiferem Alter und ist dein Bart folglich bestimmt ausgewachsen, dann ist Akzeptanz deine Aufgabe. Die perfekte Wahl des Bartstils jedoch ist für alle Leidenden eine hilfreiche Option. Als etwas reiferer Herr machst du einfach dauerhaft das Beste aus dem, was da ist. Als jüngerer Mann tust du das zunächst auch, kannst dann aber später vielleicht doch noch einen Vollbart anpeilen, wenn irgendwann mehr wächst, als es erst einmal aussah.
Wir nennen dir einfach mal ein paar Beispiele, welchen Bartstil du unter welchen Wuchsbedingungen wählen könntest. Wenn du kaum oder lückenhaft Barthaare an den Backen hast, am Kinn aber gut damit ausgestattet bist, ist ein Backenbart à la Motörhead Lemmy, Gott hab ihn selig, die falsche Wahl – der lebt genau von den Haaren, die dir fehlen.
Besser ist dann vielleicht ein Chin Puff, ein Chin Strap, ein Ziegenbart oder ein gut getrimmter Drei-Tage-Bart. Wenn du am Kinn spärlichen Wuchs hast, dafür deutlich mehr zwischen Nase und Mund, dann wäre ein Moustache mit seinen unendlichen Variationsmöglichkeiten vielleicht das Rechte für dich. Schau deinen Bartwuchs genau an, setz deinen Bart dort in Szene, wo was wächst. Bei der großen Auswahl an Bartkreationen kannst du immer auch deine Gesichtsform dabei berücksichtigen. Es gibt für beinahe jeden einen Bartstil, schau dir ruhig mal unsere Stil-Ratgeber an.
Die Optik eines jeden Bartes hängt sehr davon ab, wie du ihn pflegst und trimmst.
Dabei lässt sich auch etwas mehr optische Dichte herbeimogeln, doch erwarte keine Wunder. Dennoch: Nuancen machen oftmals einen bemerkenswerten Unterschied. Stell ein perfektes „Mogelprogramm“ zusammen. Es beginnt mit der Säuberung deines Bartes. Nimm mehrmals die Woche ein gutes Bartshampoo, um Schmutz heraus und Frische hineinzubringen. Weiter geht es mit dem Trimmen.
Einzelne aus dem Bart oder sonst wo herausstehende Haare stutzt du mit einer Bartschere. Möchtest du den gesamten Bart kürzen, nimmst du einen höhenverstellbaren Trimmer. Gleich lange Haare wirken immer etwas fülliger. Kürzere Haare ebenso, besonders bei noch dünnen, fedrigen Barthaaren, denn näher an der Haut sind sie etwas dicker und härter. Lange Haare sind zu den Spitzen hin immer dünner.
Am Kinn kannst du längere Haare gut dazu nutzen, Lücken zu kaschieren. Massier zunächst etwas pflegendes Bartöl ein, nimm dann entweder Kamm oder besser noch Bürste zum Verteilen und vor allem zum gezielten Überdecken von Lücken. Fixier das Ganze schließlich mit etwas Bartpomade. Hast du Lücken an den Wangen oder im Moustache, bringt dir das Stutzen einzelner sich hervortuender Haare und das Setzen sauberer Konturen kleine optische Erfolge. Bei Lücken an den Wangen setzt du die Kontur besser etwas tiefer und bei Lücken im Oberlippenbärtchen sollte sie unterhalb der Nase exakt sitzen und kein Barthaar über die Oberlippe stehen.
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Färben lässt den Bart dichter wirken, doch wir raten nicht mehr dazu.
Zugegeben: Große Lücken, also Partien, wo weit und breit nix wächst, schließt Farbe nicht. Aber es könnte ja sein, dass da nur Unregelmäßigkeiten in deinem Bartwuchs sind. Dass also derzeit dünne und dicke Barthaare, friedlich nebeneinander sprießend, deinen Bart zieren. Oder aber, dass deine Barthaare farblich unterschiedlich sind. Das kann durchaus sein, besonders in der Anfangsphase.
Dünne und helle Haare lassen deinen Bart lückenhaft erscheinen. Denn sie sind einfach nicht so präsent, so sichtbar. Schau also mal ganz genau hin. Sind helle dabei, sind dünne dabei? Dann kann es optisch und auch haptisch etwas bringen, deine Haare selbst zu färben oder sie beim Barber färben zu lassen.
Oftmals hilft eine Nuance dunkler schon etwas. Von sehr blond oder braun auf tiefschwarz zu färben, würden wir nicht empfehlen beim ersten Mal. Damit der Unterschied nicht gar so arg auffällt, und falls du das Colorieren (klingt geheimnisvoller) noch nicht so einheitlich hinbekommst. Auf jeden Fall wird hinterher das etwas dunklere Haar die lückenhafte Optik übertünchen.
Und was auch gut ist für das dichtere Aussehen, ist die Haptik. Gefärbtes Haar ist dank der Farbe etwas kräftiger und griffiger. Wir raten trotzdem nicht mehr dazu. Willst du es dennoch, mach vorher einen Allergietest. Was aber auf jeden Fall hilft: Rasier die Konturen deines Bartes beziehungsweise Schwachstellen einfach sauber aus.
Vielleicht hungern deine Haarfollikel, oder der Stoffwechsel hakt.
Hattest du schon einen fülligen Bart, ist dieser mit der Zeit spärlicher geworden und hat Lücken bekommen? Dann kann es durchaus sein, dass dein Speiseplan nicht gerade förderlich für deine Haare ist. Es kann aber auch sein, dass von vornherein der Wuchs deshalb gleich spärlich blieb.
Zunächst einmal ist es so, dass nur da Haare wachsen, wo Haarfollikel vorhanden sind. Waren schon mal viele Haare da, ist das der Fall, sie wurden jedoch träge. Waren noch keine Haare da, kann es sein, dass keine Haarfollikel da sind, oder dass sie wegen ungünstiger Rahmenbedingungen inaktiv geblieben sind. Das solltest du von einem Dermatologen checken lassen.
Sind Haarfollikel da, sind die genetischen Voraussetzungen für Barthaar gegeben. Dein Part ist es nun, sie zu nähren und aus ihrer Inaktivität zu holen. Wenn dein Leidensdruck groß ist und du unbedingt einen großen Bart möchtest, solltest du einen Arzt aufsuchen, um deine Nährstoffversorgung samt Stoffwechsel und Verdauung abzuklären. Haare brauchen bestimmte Sachen zum Gedeihen. Vitamine, Proteine, Mineralstoffe, Spurenelemente. Auf eigene Faust einfach mal dieses oder jenes einzunehmen, davon raten wir ab. Denn Wechselwirkungen und Risiken sind komplex.
Weißt du, was fehlt, kannst du mit entsprechender Ernährung oder gezielten Nahrungsergänzungsmitteln auffüllen. Auch der Lebensstil kann eine Rolle spielen, etwa viel Fett, Zucker oder Alkohol, Zigaretten oder Drogen. Den letzten Satz hast du vielleicht schon erwartet. Ja, wer Bart will, dem bleibt er nicht erspart. Bartöl verbessert nicht den Bartwuchs, also die Dichte. Es pflegt die Haut darunter und macht das Haar geschmeidig.
Wie steht es um Lebensstil, Psyche, Gesundheit und Testosteron?
Schau dir deinen Lebensstil an. Kaum einer möchte sein Leben in Askese verbringen. Auch wir nicht. Aber spätestens, wenn du irgendein Problem hast mit deinem Körper oder deiner Psyche, solltest du die Bremse drücken und zumindest auf Ausgewogenheit achten. Schlafmangel wegen zu vieler durchzechter oder durchgegrübelter Nächte zermürbt auf Dauer fast alles.
Sorg für ausreichend Schlaf und einen regelmäßigen Schlafrhythmus. Exzessives Partyfeiern samt Alkohol, Zigaretten und Drogen kann ihn durcheinanderbringen. Negativer Stress im Job oder in der Partnerschaft bringt ihn auch nicht. Sorg für psychischen Ausgleich durch klärende Gespräche, Meditation, Sport, Spaziergänge und so weiter.
Liegt es nicht am Lebensstil, kann eine Krankheit oder Hormonmangel hinter den Bartlücken stecken. Um das herauszufinden, raten wir den Gang zum Hausarzt an. Sprich dein Problem dort an, er wird dich gegebenenfalls an entsprechende Fachärzte überweisen. Auch dein Gesundheitszustand und Medikamente können sich auf den Bartwuchs auswirken – wenn dich Lücken beunruhigen, ist das eine Frage für deinen Arzt. Lass dich durchchecken. Dann kannst du die Sache angehen. Oft gilt: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.
Und der Testosteronspiegel? Mehr Testosteron heißt nicht automatisch mehr Bart. Ob eine Haarwurzel auf die Hormone anspricht, hängt an ihren Androgenrezeptoren, und davon sitzen im Bart mehr als auf dem Kopf. Ob bei dir ein Mangel vorliegt, klärt allein ein Bluttest beim Arzt.
Aus dem, was wächst, lässt sich einiges machen.
Etwas mehr Länge an den dichten Stellen, eine sauber gezogene Kontur und ein Öl, das die Haare weicher fallen lässt, kaschieren mehr als jedes Versprechen auf der Verpackung. Das Nötige dafür findest du in unserem Sortiment für Bart und Rasur.
Du weißt nicht, ob du deine Lücke auswachsen lassen oder den Bart kürzer tragen sollst? Schreib uns, wir sagen dir, was wir an deiner Stelle probieren würden. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.
Das fragen uns Bartträger zu Bartlücken am häufigsten.
Wie kaschiere ich Lücken im Bart?
Mit dem passenden Bartstil und ein bisschen Technik. Wähl eine Form, die aus dem machbar ist, was gerade da ist, statt gegen deinen Wuchs zu arbeiten. Eine Bartbürste wirkt oft Wunder, weil sie die Haare in eine Richtung legt und dünne Stellen überdeckt. Wenn es unbedingt sein muss, kann Färben helfen, hellere Stellen anzugleichen.
Wachsen Bartlücken wieder zu?
Manche schon, andere bleiben. Dein Bart ist mit 20 oft noch nicht fertig, bis er ausgereift ist, dauert es häufig einige Jahre. Bis dahin können sich Dichte, Form und Länge deutlich ändern, aus hellem Flaum am Kinn wird manchmal ein voller dunkler Bart. Bist du älter und dein Bart ausgewachsen, ist Akzeptanz der entspanntere Weg.
Warum wächst mein Bart lückig, obwohl mein Kopfhaar überall dicht ist?
Weil das Gesicht anders funktioniert als der Kopf. Im Gesicht sprießen die Partien völlig unterschiedlich. Einfach wachsen lassen verteilt die Haare nicht gleichmäßiger.
Dieselben Hormone, die Androgene, lassen den Bart wachsen und können zugleich auf dem Kopf die Haare schwinden lassen. Die Forschung nennt das Androgen-Paradox. Ein voller Schopf verspricht dir deshalb keinen vollen Bart, und umgekehrt.
Was hilft, wenn mein Bart lückig oder ungleichmäßig wächst?
Wähl einen Bartstil, der zu deinem Wuchs passt, statt gegen ihn zu arbeiten. Schnurrbart, Dreitagebart oder Ziegenbart lenken den Blick auf deine Vorzüge, wenn der Vollbart nicht dicht genug wird. Aus einem lückigen längeren Bart lässt sich mit dem Trimmer zum Beispiel ein Drei-Tage-Bart machen, der viel gleichmäßiger wirkt. Dazu kommt regelmäßige Pflege: richtig reinigen, ölen, bürsten. Ein gepflegter kleiner Bart gereicht dir fast immer mehr zur Ehre als ein vernachlässigter großer.
Lassen sich Probleme mit dem Bartwuchs beheben oder musst du ihn einfach akzeptieren?
Ja: oftmals. Nein: nicht immer. Diese Antwort gilt übrigens für beide Fragen. Probleme beginnen im Kopf. Damit, dass du dir etwas wünschst, was du nicht haben kannst. Manchmal noch nicht, manchmal niemals. Also lös das Problem erstmal in deinem Oberstübchen. Arbeite an deiner inneren Haltung. Arbeite daran, dass dir Äußerlichkeiten wie Gepflegtheit zwar wichtig sind, bestimmte Merkmale aber nicht Bedingung sind, dass du ein wackerer Mensch und Mann bist. Finde dich mit dem Bart ab, der dir vergönnt ist, und blick nicht zu neidisch auf die Bärte anderer Männer. Setz deinen Bart dagegen gut in Szene.
Was bedeuten kreisrunde kahle Stellen im Bart?
Das kann kreisrunder Haarausfall sein, Alopecia areata, und das lässt du ärztlich abklären. Fachleute gehen davon aus, dass das Immunsystem dabei die eigenen Haarwurzeln angreift. Meist trifft es den Kopf, zuweilen auch den Bart. Oft wachsen die Haare nach einigen Monaten von selbst nach, Rückfälle sind aber möglich.
Wird mein Bart dichter, wenn ich ihn öfter rasiere?
Nein. Rasieren ändert weder Dicke noch Farbe noch Tempo deiner Haare. Die Klinge schneidet sie stumpf ab, darum fühlen sich die Stoppeln danach gröber an und wirken eine Weile dunkler. Mehr Bart wird daraus nicht.