Bartpomade und Bartbalsam selber machen – Eine ausführliche Anleitung.

Du bist inzwischen im Kreise der angesehenen Vollbartträger angekommen oder zumindest auf dem besten Weg dorthin. Dein Bart wächst und gedeiht prächtig – leider allerdings auch in alle Himmelsrichtungen.

Dein eigener Bartbalsam, deine eigene Bartpomade – klingt verführerisch? Ist es auch.

Damit du wieder Herr deines Bartes wirst, benötigst du eine Bartpomade beziehungsweise einen Bartbalsam. Diesen kannst du entweder fertig kaufen, wir führen davon auch eine Menge in unserem Online Shop, oder du greifst selbst zu Kochlöffel und Schüssel und machst dir deine Bartpomade einfach selbst. So hast du die volle Kontrolle, was wirklich reinkommt und was du lieber draußen lässt. Außerdem kannst du individuell auf die Bedürfnisse deines Bartes eingehen.

Ein sehr fester Bartbalsam, auch Bartpomade genannt, sorgt dafür, dass dein Vollbart wieder in Form kommt und genügend Halt über den kompletten Tag bekommt. Zusätzlich spendet er deinem Bart und der darunterliegenden Gesichtshaut Feuchtigkeit und pflegt deine Barthaare noch ein wenig. Ein weicher Bartbalsam ersetzt dein Bartöl und bietet lediglich die pflegenden Faktoren und minimalen Halt Dein Bart bekommt außerdem einen angenehmen Duft, der von Produkt zu Produkt variiert. Das klingt alles schon mal herrlich, noch besser ist es nur, wenn du dir deinen Bartbalsam selbst machst. Das ist im Grunde auch nicht schwer und bedarf nur einiger Hilfsmittel und etwas Vorbereitung.

Was du zur Herstellung deines Bartbalsams oder deiner Bartpomade brauchst, diese Inhaltsstoffe geben Halt.

Wir wissen, es kribbelt schon in deinen Fingern und du willst am liebsten gleich loslegen. Ging und geht uns genauso. Damit alles aber auch so klappt, wie wir uns das wünschen, brauchst du einige Mittel, die du aber ganz einfach kaufen kannst.

Was brauche ich, wenn ich Bartbalsam und Bartpomade selbst machen will?

Als Grundlage für eigenen Bartbalsam oder Bartpomade haben sich Lanolin, Shea Butter und Bienenwachs bewährt, diese Inhaltsstoffe sind für den Halt verantwortlich, den dein eigenes Bartpflegeprodukt deinem Bart geben will. Für die Pflege nimmst du Trägeröle wie Jojobaöl oder Mandelöl, für den Duft ätherische Öle.

Bienenwachs.

Klar, jeder kennt Bienenwachs. So ziemlich jede Kerze enthält es. Gewonnen wird es von Honigbienen und zeigt sich in deinem Bartbalsam und deiner Bartpomade verantwortlich für die Festigkeit und auch den Halt, den es deinem Bart später verleiht. Möchtest du also einen eher weichen Bartbalsam herstellen, der deinem Bart viel Pflege liefert und nur wenig Halt, solltest du auch weniger Bienenwachs verwenden. Legst du Wert auf ein festes Styling und tendierst daher eher zur Bartpomade, erhöhe den Anteil von Bienenwachs. Er macht dein Endprodukt allerdings auch schwerer zu verarbeiten. Erst durch das Verreiben zwischen deinen Handflächen schmilzt das Bienenwachs und du kannst es verarbeiten. Wenn es in deinem Bart anschließend wieder abkühlt erhält dein Bart auch den Halt und die Festigkeit, die du dir wünschst.

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Shea Butter.

Viele kennen Shea Butter, nur wenige kennen den Karitébaum, aus dessen Früchten sie gewonnen wird. Klar, der Baum wächst überwiegend in Afrika und ist hier quasi nicht anzutreffen. Die Fruchtkerne der Kariténüsse, aus denen später die Shea Butter gewonnen wird, enthalten etwa 50% Fett. Deshalb sind sie zur Weiterverarbeitung zu Speise- oder Pflegefett so beliebt. Nachdem die Kerne erhitzt und zu einer fettigen masse verrieben wurden, werden sämtliche ungewünschte Bestandteile vom Fett getrennt. Anschließend bleibt die fast weiße Shea Butter zurück, die wichtige Vitamine und Mineralstoffe die Beta Karotin, Vitamin E oder Allantoin enthalt. Jetzt kannst du sicher auch nachvollziehen, wieso sie als Pflegezusatz in deinem Bartbalsam oder deiner Bartpomade Sinn macht.

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Lanolin.

Lanolin gewinnt man aus dem Sekret der Talgdrüsen von Schafen und ist somit ein reines Naturprodukt. Durch Lanolin, auch Wollwachs genannt, werden Schafe vor Feuchtigkeit und Nässe geschützt, zusätzlich ähnelt es sehr dem Hautfett der Menschen. Fast vollständig geschmacks- und geruchsneutral ist Lanolin sehr vielseitig. Es kann beispielsweise dabei helfen, Feuchtigkeit zu erhalten ohne die Talgdrüsen zu verstopfen, wird bei der Heilung von Wunden eingesetzt und macht die Haut bei dauerhafter Anwendung weicher. Gewonnen wir es nach der Schur der Schafe beim Waschen der Wolle, indem man das Lanolin später vom Wasser trennt. In deinem Bartbalsam oder deiner Bartpomade ist Lanolin für die Fettigkeit verantwortlich.

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Und dann brauchst du noch Trägeröle, die deine Barthaare pflegen.

Die Trägeröle sind so etwas wie das Herzstück deines Bartbalsams. Zumindest dann, wenn du weniger auf das Styling und vielmehr auf die Pflege wertlegst. Trägeröle sind nämlich unglaublich vielfältig, was ihre pflegenden Eigenschaften angeht. Nehmen wir beispielsweise Jojobaöl. Es enthält wertvolle Fettsäuren und kann, bei dauerhafter Anwendung, deinen Bart weicher machen. Mandelöl dagegen ist besonders für seine feuchtigkeitsspendende Wirkung bekannt und eignet sich somit optimal für sensible und sehr trockene Haut. Du solltest dich eingehend über die möglichen Trägeröle informieren, die du später in deinen Bartbalsam geben willst, um optimal auf die Bedürfnisse deiner Barthaare eingehen zu können.

Simmondsia Chinensis Seed Oil – Jojobaöl.

Aus dem Samen des hauptsächlich in Mittel- und dem südlichen Nordamerika angebauten Jojobastrauchs per Kaltpressung gewonnen. Es wird nicht ranzig, ist daher besonders lange haltbar und enthält die Vitamine A und E. Jojobaöl stärkt die Abwehrkräfte von Haaren und Haut, verlangsamt gar den Alterungsprozess der Haut.

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Prunus Amygdalus Dulcis Oil – Mandelöl.

Eigentlich ein Rosengewächs, das ursprünglich in Asien beheimatet heute vornehmlich im Mittelmeerraum und warmen Gegenden Nordamerikas angebaut wird. Durch Kaltpressung aus Mandelkernen gewonnen zieht es langsam, aber sehr tief in die Haut ein, macht sie weich und geschmeidig. Der sehr hohe Ölsäuregehalt hilft anderen Produktbestandteilen, gut in die Haut zu gelangen.

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Deine Einkaufsliste.

Als Grundlage
  • Bienenwachs
  • Sheabutter
  • Lanolin
Trägeröle
  • Jojobaöl
  • Mandelöl
Ätherische Öle
  • Nach Belieben, Rezepte findest du hier.
Hardware
  • kl. Gläser / Schälchen
  • Löffel
  • Schraubdeckeldosen

Wie stelle ich meine Bartpomade selbst her? Eine Schritt für Schritt Anleitung.

1. Bring das Bienenwachs zum Schmelzen, füge Shea Butter und Lanolin hinzu.

Bevor du beginnst, erhitze Wasser in einem Kochtopf, allerdings nicht bis es kocht, sondern lediglich bis es schön heiß ist. Eine kleine Glasschüssel benötigst du ebenfalls, in die du gleich die Inhaltsstoffe gibst. Sei dir zunächst bewusst: Jedes Gramm mehr oder weniger eines Stoffes kann das Ergebnis entscheidend verändern. Die von uns genannten Mengen sind lediglich Orientierungshilfen, von denen ausgehend du fleißig selbst probieren solltest, welche Mischung für dich und deinen Bart die beste ist. Nimm beispielsweise zwei Teelöffel Bienenwachs und je einen Teelöffel Lanolin und Shea Butter.

2. Deine Bartpomade soll besser pflegen? Gut. Mische Trägeröle dazu.

Gib nun je einen halben Teelöffel Jojoba- und Mandelöl in die Schale. Die Öle dienen dazu, deine Pomade durch das Verreiben später in den Händen wieder etwas zu verflüssigen, damit es sich gut verteilen lässt. Die wertvollen Fettsäuren in Jojobaöl machen Bart und Haut geschmeidig und widerstandsfähig. Mandelöl spendet Feuchtigkeit und gibt deinem Bart einen schimmernden Glanz. Ist alles in der Schale gelandet, heißt es: Warten.

3. Verleih deiner Bartpomade einen eigenen Duft – mit ätherischen Ölen.

Nun, wenn alles schön geschmolzen ist, nimm die Schale aus dem Wasserbad und warte circa 2 Minuten, bis du die ätherischen Öle unter Umrühren mit dazugibst. Mit 6 Tropfen der Öle erreichst du einen dezenten, aber bemerkbaren Geruch, der sich nicht zu sehr in den Vordergrund spielt. Allerdings ist Vorsicht geboten: Durch die hohe Konsistenz der Stoffe in ätherischen Ölen kann jeder Tropfen den Unterschied ausmachen. Spiele also ruhig ein bisschen damit, um deine Duftnote und Intensität zu treffen.

4. Füll deine Bartpomade in einen verschließbaren Behälter um.

Fülle die noch flüssige Bartpomade um und lass sie aushärten, ohne den Behälter zu verschließen um Kondenswasser zu vermeiden. Sobald die Masse hart ist, wirst du merken, dass sie dank der Trägeröle weicher und geschmeidiger ist als beispielsweise eine härtere Bartwichse und beim Verreiben zwischen den Fingern etwas fettiger wirkt. Dort liegt die Feuchtigkeit, über die sich sowohl dein Bart als auch deine Haut später beim Einmassieren der Pomade freut. Sie verleiht deinem Bart einen feinen Glanz und macht ihn geschmeidig. Außerdem pflegt sie ihn und bringt ihn in Form.

Eine weichere Variante der Bartpomade? Genau, der Bartbalsam.

Wir haben aus dieser Menge der verwendeten Inhaltsstoffe circa 30 Gramm Bartpomade erhalten. Wenn du allerdings etwas feuchtigkeitsspendenderes als Pomade möchtest und gleichzeitig nicht auf die Pflege des Bartes verzichten willst, kannst du auch ganz einfach deinen eigenen Bartbalsam herstellen. Dazu benötigst du die gleichen Inhaltsstoffe wie für die Pomade, allerdings in einer anderen Dosierung. Wo du eben noch einen ganzen Teelöffel Bienenwachs genommen hast, nimm nun nur einen halben. Dazu je einen halben Teelöffel Lanolin, Shea Butter, Jojobaöl und Mandelöl in die Schale und rein damit ins Wasserbad. Wieder schön schmelzen lassen, raus aus dem Wasserbad und etwas abkühlen lassen. Dann noch circa 3 Tropfen ätherische Öle dazu, komplett fest werden lassen und fertig ist dein eigener Bartbalsam. Du wirst bei der Anwendung sofort merken, dass die Konsistenz weicher und geschmeidiger ist als bei der Pomade. Mit Bartbalsam kannst du dank seiner pflegenden feuchtigkeitsspendenden Wirkung auch Bartöl ersetzen. Zusätzlich verleiht der Balsam deinem Bart die von dir kreierte Duftnote und dein Bart wird einen schönen Glanz erhalten. Übrigens erhielten wir am Ende ein Ergebnis von circa 10 Gramm weichen Bartbalsams.

Was ist der Unterschied zwischen Bartbalsam, Bartpomade und Bartwichse?

Die Inhaltsstoffe von Bartbalsam, Bartpomade und Bartwichse ähneln sich stark, der Unterschied ist die Zusammensetzung, aus der eine andere Härte des Produktes resultiert. Wo Bartbalsam als guter Ersatz für Bartöl dient und deinen Bart primär pflegt soll Bartpomade deinem Vollbart guten und Bartwichse deinem Oberlippenbart starken Halt geben.

Hier findest du Rezepte für deinen Bartbalsam und deine Bartpomade.

Dein Bart benötigt die Extraportion Pflege beziehungsweise nur Bartöl ist dir inzwischen zu wenig und zu langweilig geworden? Bartbalsam und Bartpomade schaffen Abhilfe. Der klassische Bartbalsam ersetzt und ergänzt dein Bartöl, ein fester Bartbalsam oder eine Bartpomade dagegen bieten Halt im Vollbart. Klar, sich seine Bartpomade selbst zu machen ist eine klasse Aktivität für einen entspannten Sonntag-Nachmittag. Falls du allerdings mal in Eile bist oder nicht gerade die nötige Zeit und Muße aufwenden möchtest, dir deine Bartpomade selbst zu machen, kein Ding: In unserem Online Shop haben wir jede Menge Bartbalsame, die nur darauf warten, von dir probiert zu werden. Nichtsdestotrotz