Die Story von Blackbeard.

Blackbeard, der Pirat: Namensgeber von blackbeards.

Es ist offensichtlich. Blackbeard ist unser Namensgeber, doch das hier ist nicht unsere Geschichte, sondern die von Blackbeard, dem Piraten. Warum eine Story von ihm? Naja, uns verbindet etwas. Der Bart. Blackbeard trug einen mächtigen, langen, tiefschwarzen Bart. Wir tragen auch Bärte, nicht alle sind schwarz, aber alle sind mindestens stattlich. Was uns noch verbindet? Er suchte die Quelle der ewigen Jugend. Wir suchen die Quelle der ewigen Gepflegtheit. Was uns unterscheidet? Er war ein gefühlloser, furchterregender und mit tödlichen Waffen kämpfender Pirat, der gefürchtet sein wollte und wurde. Das ist nicht unser oberstes Ziel.

Wir kämpfen nicht gefühllos mit bösen Waffen. Wir kämpfen gefühlvoll mit guten Waffen. Mit Rasiermessern beispielsweise. Mittel für ewige Jugend konnten wir nicht finden. Wohl aber Mittel für unsagbar schöne Bärte. Blackbeard, so heißt es, hing sich brennende Lunten in seinen Bart, um teuflisch zu erscheinen. Wir hängen uns lieber Schmuck hinein oder lassen unsere Bärte durch Bartöl erstrahlen, um göttlich auszusehen. Unsere Geschichte „Der Aufbruch“ kannst du im Blog lesen oder auf YouTube ansehen. Hier geht es nun vornehmlich weiter mit seiner Geschichte.

Blackbeard. Der gefürchtete Pirat. Sein Leben, sein Wirken, sein Abgang.

Sein genauer Geburtstag ist nicht dokumentiert. Im Jahre 1680 aber soll er geboren worden sein, in der Hafenstadt Bristol, England. Gut bürgerlich hieß er Edward Teach. Gestorben ist er am 22. November 1722 in einer Seeschlacht vor der amerikanischen Ostküste in Höhe North Carolina. Zeit seines Lebens suchte er die Quelle der ewigen Jugend. Und doch starb er bereits mit noch relativ jungen 42 Jahren.  Von einem langweiligen Leben im beschaulichen Bristol in England schien er nicht viel zu halten. Er heuerte lieber als Matrose an auf Schiffen, die im spanischen Erbfolgekrieg ihren Einsatz fanden. Die Kapitäne dieser Schiffe besaßen Kaperbriefe. Urkunden, die berechtigten, im Namen der britischen Krone feindliche Schiffe zu kapern und Beute zu machen. Hier begann die Ausbildung Blackbeards, seine Karriere als Pirat.

Sein Wirken auf See fand im Nordwestatlantik statt, zwischen britischen Kolonien, vornehmlich von den Karibikinseln Bahamas und Jamaika hin zu den nordostamerikanischen Staaten, unter anderem South und North Carolina und Virginia.  Im Jahre 1717 brachte er das französische Sklaventransportschiff La Concorde in seine Gewalt, rüstete es für seine Zwecke auf und nannte es Queen Anne`s Revenge. Als eigener Kapitän wurde er zum bekanntesten und gefürchtetsten englischen Piraten überhaupt. 

Sterben musste er schließlich, weil er den Hafen von Charleston, South Carolina belagerte. Obwohl Blackbeard, schwer drogenabhängig, lediglich Laudandum, eine damalige Wunderdroge und Medizin in geringem Wert, forderte, kam dies dem Gouverneur von Virginia, Alexander Spotswood Recht, der sich in Spannungen mit dem Gouverneur Charles Eden, North Carolina verstrickt sah. Spotswood warf Eden vor, gemeinsame Sache mit Blackbeard zu machen, was er als Berechtigung ansah, Blackbeards Schiff anzugreifen. Im November 1722 tötete und enthauptete Leutnant Maynard den Piraten in Spotswoods Auftrag. Er soll daraufhin dessen Kopf als Trophäe an den Bug gehängt haben.

Mehr über die Legende Blackbeard. Buchtipp, Spieltipp und Filmtipps.

Zwei Highlights der vergangenen Jahre war definitiv Blackbeards Auftritt in „Fluch der Karibik“ und in dem Spiel Assassin’s Creed: Black Flag. Es gibt noch eine Reihe von Büchern, Spielen und Filmen in denen sich alles um den Piraten Blackbeard dreht. Liest du gerne? Vielleicht wäre das Buch „Blackbeard: America`s most notorious Pirate“ von Angus Konstam was für dich. Eine umfassende Biografie, die spannenden Einblick in sein Leben und in die Welt der Piraterie vermittelt. Hast du Kids? Dann macht es dir vielleicht Spaß, „Blackbeard: The Golden Age of Piracy“, ein wirklich gutes Brettspiel, mit ihnen zu spielen und für zwei, drei Stunden einzutauchen in das Leben der Freibeuter. 

Oder bevorzugst du es, Filme anzusehen? Besorge dir eine DVD oder schau mal auf YouTube. Einige sind in englischer Sprache gehalten, aber es gibt sie auch in deutscher. Besonders gut finden wir „Blackbeard - The Pirate“, „Blackbeard - Der wahre Fluch der Karibik“ und „Blackbeard - Piraten der Karibik“. Wir sagen dir kurz, um was es darin jeweils geht.

Blackbeard – Piraten der Karibik. Im Zweiteiler aus dem Jahr 2005 unter der Regie von Kevin Connor wird Blackbeard von Angus MacFadyen gespielt.  Im ersten Teil übernimmt Edward Teach im Jahr 1717 das Schiff seines bis dato Piratenkapitäns James Horniggold, gespielt von Stacy Keach, das eigentlich von Leutnant Robert Maynard, gespielt von Mark Umbers, zur Strecke gebracht werden sollte. Teach dreht den Spieß da jedoch um, übermannt Horniggold selbst und nennt sich nun erstmals Blackbeard. Sein Traum ist es, den legendären Goldschatz des Piraten Käpt´n Kidd zu finden. Im zweiten Teil paktiert Charles Eden, gespielt von Richard Chamberlain, Gouverneur der Bahamas Insel New Providence, mit Blackbeard und verhilft ihm zur Flucht vor Leutnant Maynard, der den Pack-Skandal aufdeckt. Blackbeard entführt dazu dreist noch Maynard`s Liebste… Insgesamt ein vergnüglicher Abenteuerfilm mit Säbel, Suff und schönen Frauen.

Blackbeard – Der wahre Fluch der Karibik. Das Doku-Drama aus dem Jahr 2006 erzählt die wahre Geschichte von Edward Teach, der unter dem Namen Blackbeard zum berüchtigtsten Piraten aller Zeiten wurde. Unter der Regie von Richard Dale und Tilman Remme führen James Purefoy als Blackbeard und Mark Umbers als Leutnant Maynard die Zuschauer vor der wunderbaren Kulisse der Karibik und der amerikanischen Ostküste in die Hoch-Zeit des Piratentums ein. Erstklassig inszenierte dramatische Schlachten sorgen für Spannung und Nervenkitzel. Eine Auffrischung deines vielleicht verstaubten Geschichtswissens ist inbegriffen.

Blackbeard – The Pirate. Ein sehenswerter Actionklassiker von 1952, wenn dir gerade nach Piraten ist. Die Tatsache, dass die geschichtlichen Hintergründe nicht stimmen können, schmälert nicht den toll inszenierten Plot. Regisseur Raoul Walsh lässt die Piraten Blackbeard und Sir Henry Morgan gegeneinander antreten. Dies konnte in Wirklichkeit nicht passiert sein, denn als Morgan 1688 starb, war Blackbeard noch Edward Teach und erst 8 Jahre alt. Sir Edward Morgan war zwar tatsächlich freibeuterisch im Auftrag der britischen Krone vom britischen Jamaika aus gegen spanische Schiffe und Niederlassungen unterwegs. Aber eben nicht zur gleichen Zeit wie Blackbeard. Geschichte hin oder her, die Starbesetzung Robert Newton (Blackbeard), Linda Darnell (Piratentochter Edwina Mansfield), Keith Andes (Spion Leutnant Maynard) und Thorin Thatcher (Pirat Sir Henry Morgan) bieten Mord und Totschlag mit viel Degen und Kanonen, samt Rumbesäufnissen und herzzerreißendem Liebesdrama.

Ein Gedanke zu „Die Story von Blackbeard.“

  • halte-nichts-von-Haarentfernung
    am 26. Juli 2017 um 13:15 Uhr
    Die guten alten Zeiten, als die Männer noch Bärte hatten und Haarentfernung und Brazilian Waxing für Männer noch kein Thema waren.
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