So pflegst du ein frisches Tattoo in den ersten Tagen.

Die richtige Pflege bei einem frisch gestochenes Tattoo.

Hilf deiner Haut vom ersten Tag an, die schönen Farben anzunehmen.

Inner beauty is great, but a little lipstick never hurts. Wir übersetzen wörtlich: Innere Schönheit ist großartig, aber ein bisschen Lippenstift tut nie weh. Tattoostechen tut schon weh. Dafür halten die attraktiven Farben aber nicht nur ein paar Stunden, sondern bei bester Pflege ab dem ersten Tag vielleicht für fast immer.

Muss man leiden, wenn man ein schönes Tattoo haben will? Gut, unser Zitat beziehungsweise der Vergleich mit dem Lippenstift hinkt vielleicht ein wenig. Ein farbenprächtiges Kunstwerk auf deinem Körper kann deine innere Schönheit jedoch durchaus unterstreichen, so wie ein Lippenstift eben die Lippen einer Frau. Rote Lippen soll man küssen, denn zum Küssen sind sie da. Farbige Kunstwerke soll man pflegen, denn zum Pflegen sind sie da. Na ja, das wird heute nichts mit der klugen Einleitung.

Worauf wir hinauswollen… Du hast dir ein wunderschönes Tattoo ausgesucht und den Mut gefunden, es dir tatsächlich stechen zu lassen. Es hat schon ein bisserl wehgetan. Ist ja kein Lippenstift, so eine Stechnadel. Du kommst also nach Hause und freust dich einerseits, dass du es endlich hast, aber ein bisschen brennt es halt noch. Du weißt, der Schmerz lässt nach. Ein paar Stunden, vielleicht ein, zwei Tage klingt die Prozedur nach, sagte dir der Tätowierer. Wohl auch, was du tun sollst die nächsten Tage, damit dein Tattoo problemlos abheilt, die Ränder um dein Motiv scharf sein und die Farben brillant leuchten werden.

Ja, wer schön sein will, muss schon ein wenig leiden. Vielleicht sahst du das Stechen noch als eine männliche Mutprobe. Aber das Pflegen mit einer Creme – als Mann? Ja. Das könnte wehtun – psychisch. Visioniere dein Ziel: ein farbenprächtiges attraktives Tattoo. Du wirst sehen, der Aufwand und auch die Cremerei lohnen sich. Wie du was wann und warum tun solltest, erfährst du hier nochmal schriftlich, denn in der Aufregung vergisst Mann schon einmal was.


Die Anleitung für die Pflege deines frisch gestochenen Tattoos.

Das solltest du direkt nach dem Stechen tun, wenn du nach Hause kommst.

Es ist vollbracht. Du bist zuhause und blickst sicher gleich neugierig in den Spiegel. Die Folie ist noch drauf und das Tattoo etwas getrübt dadurch. Schade. Aber nicht mehr lange. Die Folie hat dir der Tätowierer drauf gemacht, damit das frisch gestochene Tattoo auf dem Nachhauseweg geschützt ist. Vielleicht bist du etwas erschöpft. Vor allem, wenn dein Tattoo recht groß ist, war das Stechen eine kleine Strapaze für deine Nerven und Haut. Die vielen Pikser taten weh und deine Haut ist leicht verwundet. Lege dich doch ein Stündchen hin und höre entspannende Musik oder schlafe ein wenig.

Hat dir der Tätowierer eine normale Haushaltsfolie auf das Tattoo gegeben, sollte diese nur circa drei Stunden drauf bleiben und nur notfalls die erste Nacht, wenn du erst gegen Abend beim Tätowieren warst. Es heißt, nach 6 bis 8 Stunden könnte die Haut entzündlich reagieren. Deine Haut weicht außerdem auf, wenn sich Nässe unter der Folie staut, das könnte die Qualität deines Tattoos beeinflussen. Es gibt allerdings auch atmungsaktive Spezialfolie, die dir der Tätowierer auf eine Schicht Heilcreme legt und die du bis zu drei Tage drauf lassen darfst. Solange dauert auch in etwa die intensivste Heilphase.

In der Regel ist es normale Folie, du nimmst diese also nach 3 bis maximal 8 Stunden ab. Erschrecke nicht, dein Tattoo kann etwas schleimig aussehen. Unter der luftundurchlässigen Frischhaltefolie hat sich Dampf gebildet, dazu kommen Wundsekret und überschüssige Farbe. Wasche diese Schicht sogleich erstmals vorsichtig ab und beginne mit deinem liebsten Hobby, dem Eincremen. Gib im Anschluss nur eine neue Folie drauf, wenn du Kleidung tragen musst, die ankleben könnte oder wenn du beruflich nicht aus kannst und du es vor Schmutz und Keimen schützen musst. Ansonsten solltest du so viel frische Luft an deine leicht verwundete Haut lassen wie möglich.


Etwas detaillierter: die flinke Tattoo-Wäsche in den ersten 2 bis 3 Wochen.

Flink aber viel Wasser heißt die Devise. Eine schnelle Dusche ist okay, wenn du ein großes Tattoo hast. Stelle den Strahl auf weich und halte ihn nicht direkt auf die Wunde, lass das Wasser nur drüber rinnen. Bei kleinen Tattoos am Arm geht das auch am Waschbecken. Baden solltest du keinesfalls, denn wie du weißt, quillt deine Haut beim längeren Sitzen im warmen Wasser auf und das könnte während der Heilphase zu einem Farbverlust führen.

Dein Tattoo solltest du morgens und abends reinigen. Am ersten Tag reicht es, Wasser drüber laufen zu lassen, ab dem zweiten Tag kannst du ein Tattoo Waschgel oder eine milde pH-neutrale Seife ohne Duftstoffe dazu nehmen. Nach ein paar Tagen kann sich Wundschorf bilden. Dieser muss von selbst abfallen, du solltest ihn beim Waschen nicht abrubbeln oder abziehen, um keine Hautrisse und spätere blasse Farbstellen zu riskieren. Streichle einfach sanft mit Seife oder Gel drüber. Ein paar Streicheleinheiten hast du dir ohnehin verdient.

Zum Trocknen nimmst du ein fusselfreies sauberes Tuch oder Küchenkrepp. Auch jetzt bist du so behutsam wie möglich, rubbelst auf keinen Fall, sondern tupfst deine tätowierte Haut nur ab. Lass sie noch etwas an der Luft trocknen, bevor du sie im Anschluss eincremst und Kleidung anziehst oder eventuell noch mal Schutzfolie drauf tust. Bei der Kleidung darfst du jetzt mal Schlabberlook wählen, also weite Sachen tragen und am besten leichte atmungsaktive Baumwollstoffe. Solltest du auf dem Tattoo liegen müssen oder Angst haben, dass es passiert oder solltest du wegen des Jobs mehr Schutz als nur Creme brauchen, kannst du bis zu drei Tage Schutzfolie verwenden. Sollte deine Kleidung ankleben, zieh den Stoff nicht trocken vom Tattoo, sondern löse ihn vorsichtig mit Wasser. So. Nun mal zum Cremen.


Ein bisserl Creme für deine Seele und frisch tätowierte Haut.

Nein, du bist kein Weichei, wenn du deine Haut eincremst. Du hast jetzt ja einen mehr als guten Grund. Dein Tattoo. Wie heißt es so schön? Der Zweck heiligt die Mittel. Dein neuer Körperschmuck braucht vom ersten Tag an Zuwendung. Die Haut darunter ist durch die vielen Nadelstiche und die ungewohnte Farbe verletzt und braucht schlichtweg Unterstützung, um so gut abzuheilen, dass die Farben und Ränder am Ende des Heilungsprozesses, der durchschnittlich zwei bis drei Wochen dauert, gestochen scharf sind.

Bevor du dich eincremst, ist es wichtig, dass du deine Hände sauber wäschst, um keine Keime in die wunde Haut zu transportieren. Dann kommt der Moment, auf den du dich richtig gefreut hast: Du darfst deinen Finger in die Creme tauchen. Hi, hi. Gut, du kannst es dir einfacher machen. Nimm Creme aus der Flasche oder Tube. Entscheidend ist, dass sie deinem Tattoo guttut. Sie sollte keine Farbe entziehen, aber viel Feuchtigkeit spenden, kühlen, beruhigen, Juckreiz lindern und einen heilenden Wirkstoff enthalten. Dexpanthenol, auch nur Panthenol genannt, hilft die ersten Wochen nach dem Stechen sehr gut. Es ist eine synthetische pharmazeutische Substanz, die gut vertragen wird. Magst du lieber etwas Naturkosmetisches, kannst du auch hochwertige Bio Tattoo Butter, pflanzliches Melkfett oder Salbe mit heilender Ringelblume verwenden.

Trage die Creme erst etwa eine halbe Stunde nach der Wäsche auf und tupfe austretendes Wundsekret während dieser Zeit vorsichtig ab. Ein dünner Cremefilm reicht. Wenn er während des Tages einzieht und deine Haut spannt, cremst du wieder dünn nach. Das kann am Anfang durchaus 10 bis 12 Mal der Fall sein. Auch wenn sich nach ein paar Tagen Wundschorf bildet, cremst du weiter. Das Feuchthalten hilft gegen Jucken und dabei, dass er sich von selbst lösen kann. Denn du darfst nicht daran ziehen, sonst riskierst du wie gesagt Verletzungen und Farbschwächen. Du wirst spüren, wenn dein Tattoo verheilt ist. Ab da solltest du es weiter mit einer Creme für die tägliche Pflege versorgen. Kleiner Trost: auch hiervon nur eine kleine Menge und das nur einmal täglich. :-{)


Was geht? Sport, Kuscheln mit der Katze, Sonnen, Schwimmen mit frischem Tattoo?

So. Waschen und Cremen kannst du jetzt. Bleiben vielleicht ein paar grundsätzliche Dinge, bei denen du unsicher bist. Du hast jetzt ein wunderschönes Tattoo. Dafür „darfst“ du eine kurze Zeit deines Lebens auf ein paar schöne Erlebnisse verzichten. Du solltest nicht ins Schwimmbad, in die Sauna oder direkte Sonne, nicht an dein Kraftsportgerät und nicht mit deiner Katze oder dem Hund kuscheln. Du fragst dich, warum und wie lange das nicht geht?

Wenn die Badewanne wie oben erwähnt tabu ist, ist es das Schwimmbad oder das Meer erst recht. Und zwar für etwa vier Wochen. Wasser weicht deine Tätowierung auf. Dadurch gehen die Farben baden. Sie werden bildlich gesprochen „ausgeschwemmt“. Insbesondere Salzwasser und Chlorwasser ziehen Farben. In der Sauna wird deine Haut auch weich durch die Hitze und Schweißperlen, die zudem salzig sind und Keime transportieren. Bei der Sonne sagt dir dein gesunder Menschenverstand sicher, dass die von den Nadeln verwundete Haut nicht auch noch die gefährlichen verbrennenden UV-Strahlen braucht. Mindestens 8 Wochen solltest du nicht ins Solarium und die direkte Sonne mit nackter Haut. Danach solltest du dann eine Tattoo Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor 50 verwenden.

Warum aber solltest du nicht mit deinem Haustier kuscheln und keinen Kraftsport machen? Nun, wir sprechen von großflächigen Tattoos. Hast du ein sehr kleines, beispielsweise am Bein oder am Rücken, das du mit Kleidung bedeckst, kannst du schon mit deiner Katze kuscheln. Allerdings musst du solange das Tattoo nicht abgeheilt ist, danach deine Hände gründlich waschen, bevor du dein Tattoo berührst. Wegen der Keime. Auch mit dem Sport solltest du zumindest bei einem größeren Tattoo etwa 2 Wochen warten. Denn dein Abwehrsystem gegen salzigen Schweiß und Keime ist während der Abheilungsphase geschwächt.


Bei blackbeards gibt’s alles, was du jetzt und später für die Pflege deines Tattoo brauchst.

Es heißt, dass Tattoos in der Regel nach fünf bis sechs Monaten auch in den tieferen Schichten der Haut verheilt sind. Mindestens solange solltest du dir und deiner Haut Gutes tun. Dazu gehört übrigens auch gesunde Ernährung mit viel Vitamin C – neben schonenden Reinigungsmitteln und pflegenden sowie schützenden Salben. Die bekommst du bei uns in hochwertiger Qualität. Und selbstverständlich kannst du uns eine Mail schicken, wenn noch Fragen offen sind.

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