Wie du dich bei unebener Haut oder Akne rasierst.

Mit scharfer Klinge über unebene Haut zu rasieren, ist einschüchternd.

Ein großes Problem vieler junger Männer – gerade bei der Rasur – ist die Akne. Aber auch im fortgeschritteneren Alter kann gereizte und entzündliche Haut weiter bestehen. Rasieren möchtest du dich trotzdem. Wir helfen dir.

Eigentlich ist es ein gutes Zeichen für Männer und ihren Hormonhaushalt, wenn als Folge vermehrter Ausschüttung von Androgenen, das sind Sexualhormone, die Talgproduktion in der Haut angeregt wird. Fettige Haut in der Pubertät, oder auch später, zeigt, dass viele Androgene vorhanden sind. Leider bedingt die Neigung zu Akne eine stärkere Verhornung der Haut, was die Hautporen verstopft. Dadurch kann der Talg nicht abfließen und neigt zeitnah zu verstärkter Bildung von Mitessern.

Kann ihr Inhalt, der Talg, nicht aus der Pore heraus, sind die typischen entzündeten Pickel die Folge. Ausgleichend zur Rasur ist es wichtig, die Haut mehrmals täglich mit einer pH neutralen Lotion zu waschen. Das beugt der Austrocknung vor. Denn ist die Haut zu trocken, wird die Talgproduktion vom Körper erneut angeregt. Der Clou ist, den schmalen Grat zwischen zu trockener, zu fettiger Haut und der Rasur derselben zu finden.


Rasieren bei Akne. So gelingt dir die Rasur.

Nassrasur auch bei Akne.

Du kannst dich auch mit Akne nass rasieren. Du hast es vielleicht schon öfter gehört oder gelesen. Und einige Betroffene halten daran fest, obwohl die Erfahrung zeigt, dass das Problem vielleicht nicht schlimmer, aber auch nicht geringer wird. Wir sind beim Zeitpunkt der Rasur. Die Barthaare sollten, vor allem beim hier diskutierten Problem, möglichst weich und entsprechend leicht abzuschneiden sein. Was also liegt also näher, als sich nach der Dusche zu rasieren?

Antwort: Sich vor der Dusche zu rasieren. Denn die Bartstoppeln sind nach der Dusche ganz klar eine deutliche Spur weicher als zuvor, aber die Haut reagiert auf Wasser, indem sie etwas aufquillt. Selbst bei makelloser Haut spürst du diesen Effekt, der im Ergebnis keine so perfekt glatt rasierte Haut bringt, wie es sein könnte. Denn die etwas gedunsene Haut hindert die Klinge daran, flächendeckend über die Haut zu gleiten.

Heißt: Es werden Bereiche ausgespart oder Stoppeln nicht direkt an der Pore geschnitten. Und bei deutlichen Hautunebenheiten wie Aknepickeln steigert sich dieses Problem noch. Es findet eine zusätzliche Reizung statt, die gerade eine bereits gereizte und belastete Haut noch mehr in Aufruhr bringt und womöglich Rasurbrand und noch mehr Pickel entstehen lässt. Die Bartstoppeln aufweichen ja, aber durch vorheriges Duschen nein.


Weiche die Bartstoppeln mit einem guten Rasierschaum ein.

Wir nehmen vorweg, dass es nicht einfach sein kann, einen Rasierschaum zu finden, der besonders gereizte und überempfindliche Haut eben nicht reizt. Definitiv sollte er frei von Parfümierungen und jedweden Stoffen sein, die ihren Ursprung im Erdöl haben. In diesem Zusammenhang, also bei der Suche nach einem geeigneten Schaum, taucht häufig der Begriff komedogen auf. Das sollte der Schaum nämlich möglichst nicht sein.

Komedo meint Mitesser und komedogen sind Stoffe, welche die Bildung von Mitessern und Pickeln begünstigen. Neben Paraffinen, Silikonen und Vaseline können das auch Sachen sein, die eigentlich eher gesund sind und auch in Naturkosmetikprodukten enthalten sein können, etwa Kokosöl, Lanolin, Olivenöl oder Kakaobutter, um nur einige von vielen zu nennen. Was tun?

Es ist ganz, ganz schwierig, wenn nicht gar unmöglich, einen Rasierschaum, ein Rasieröl oder eine Rasierseife oder Rasiercreme aufzutreiben, die nicht irgendein Mittel enthält, das möglichst nicht drin sein sollte. Deshalb sind sie aber nicht gleich tödlich. Minimierung ist das Stichwort. Wenigstens das feuchtigkeitsspendende Allantoin darf oder sollte sogar Bestandteil sein.


Wenn du unbedingt bei Nassrasur bleiben willst.

Entscheide dich also für einen Rasierschaum, der die wenigsten Reizungen hervorrufen könnte, den du finden kannst. Lasse ihn aber vorschriftsmäßig einwirken, um die Stoppeln wirklich einzuweichen. Pflege deine Instrumente für deine Nassrasur doppelt so gut, als es ohnehin der Fall sein sollte. Setze wirklich nach jedem Zug ab und spüle die Klinge sorgfältig.

Ändere deine Rasiertechnik ein wenig ab. Und zwar im Gegensatz zu der üblichen Reihenfolge bei der Nassrasur. Du beginnst die Nassrasur bei Akne und Co am Hals und an den Wangen. Hier sind die Stoppeln naturgemäß weicher als über der Lippe und am Kinn. So haben diese Partien ein Minütchen mehr Zeit zu Einweichen. Ferner rasierst du nie gegen den Strich, denn das bedeutet wieder Hautreizung, die Brand und Pickel fördert.

Eine sehr scharfe Rasierklinge ist eine weitere Grundvoraussetzung. Tausche sie vielleicht sogar täglich. Zudem solltest du so gut wie keinen Druck bei der Rasur ausüben, weil das die anfällige Haut erneut gar nicht mag. Die scharfe Klinge kommt dir hier in Sachen Gründlichkeit unbedingt entgegen. Obwohl Nassrasur eine zwiespältige Sache bei Akne ist, hat sie auch einen Vorteil. Sie trägt wie ein Peeling die obere Hautschicht ab und ermöglicht es pflegenden Stoffen nach der Rasur schnell in den Entzündungsherd zu gelangen.


Trockenrasur, für viele der einfachere und bessere Weg.

Wie die vorhergehenden Erläuterungen schon vermuten ließen, ist die Trockenrasur die weitaus hautschonendere Methode der Rasur bei Akne. Aber auch hier gilt es, die Rasur unbedingt vor der Dusche durchzuziehen. Und obwohl dem elektrischen Rasierer der vermeintliche Vorteil anhaftet, ihn mal eben schnell drüberziehen zu können, solltest du dir auch für die Trockenrasur ausreichend Zeit nehmen.

Agiere schön vorsichtig und säubere vor allem auch alle Bestandteile deines elektrischen Rasierapparates gründlich. Und regelmäßig. Das bedeutet täglich. Auch der Scherkopf eines Trockenrasierers reizt die Hautoberfläche und verursacht kleine Verletzungen. Gerade bei Pickeln können auch sie trotz größter Vorsicht beim Rasieren aufgerissen werden.

Nichts wäre ungünstiger, als wenn Bakterien, die sich in einem nur manchmal gereinigten Rasierer ihr Zuhause gesucht haben, dann schnell ihren Brutplatz in eine offene Stelle in deinem Gesicht verlegen. Wie bei der Nassrasur schon nahegelegt, ist auch bei der Trockenrasur so wenig Druck wie möglich auszuüben, um jede Reizung zu minimieren.


Ein gutes After Shave und Hautpflege nach der Rasur sind Pflicht.

Dass auch dein Aftershave Produkt so naturrein und so wenig hautreizende Inhaltsstoffe wie möglich aufweisen sollte, versteht sich eigentlich von selbst. Wähle am besten ein gutes Produkt aus der Sparte Naturkosmetik. Auch über den Tag darf deine Gesichtshaut eine entlastende Pflege mit Feuchtigkeitszufuhr erhalten. Besonders, wenn dein Aftershave Alkohol enthält.

Er ist ein Stoff, an dem sich die Geister scheiden. Eine empfindliche und frisch rasierte Aknehaut fühlt sich hier schnell angegriffen und reagiert mit Brennen und entzündlichen Reaktionen. Doch nichts eliminiert Bakterien so gründlich und schnell wie Alkohol. Etliche speziell auf die Behandlung von Aknehaut abgestimmte Mittel beinhalten deshalb Alkohol.

Sollte Alkohol in deinem gewählten Aftershave enthalten sein, wäre es gut, wenn zusätzlich noch ein Adstringens ebenfalls auf der Liste steht. Es hilft der Haut sich zusammenzuziehen und den Entzündungsprozess zu entschärfen. Pflanzliche adstringierende Stoffe sind beispielsweise Salbei oder Hamamelis. Die ganz frischen Blutungen unmittelbar nach der Rasur dürfen aber auch sofort miteinem Alaunstift behandelt werden.


Stimmt, keine leichte Sache mit der Rasur bei Akne und unebener Haut. blackbeards helfen so gut es geht, um die Sache abzumildern.

Verzweifle nicht. Wenn du deine Probleme gar nicht in den Griff bekommst, scheue dich nicht, einen Hautarzt aufzusuchen. Wir wissen aber, dass diese Maßnahme in den wenigsten Fällen notwendig wird. Je jünger du bist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine vorübergehende Sache handelt, die mit hormonellen Umstrukturierungen innerhalb deines Körpers zusammenhängt.

Für ältere Leidensgenossen gilt: Es liegt tatsächlich häufig an nachteiligen Pflegesubstanzen oder ungünstigen Ernährungs- und Verhaltensgewohnheiten – oder beides kombiniert. Beobachte dich beim Rasieren genau, baue mehr Entschleunigung und Sorgfalt in deinen Alltag ein. Ändere deine Rasiertechnik oder probiere tatsächlich mal andere Produkte. Alles, was da geht, gibt es bei blackbeards.

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