Von Mike Seebauer · Aktualisiert am 17. August 2026
Jawohl, Bartöle sind toll und es gibt viele davon. Aber ist dir auch das Folgende bekannt?
„Das Natürliche, mein guter Alter, ist wohl auch das Rechte.“ C. D. Grabbe, deutscher Dramatiker. „Das Natürliche, mein guter Bart, ist wohl auch das Rechte.“ Blackbeards, deutsche Bartmacher. Wir sind überzeugt: Bartöl ist natürlich und recht.
- Ist Bartöl für die Bartpflege überhaupt sinnvoll?
- So trägst du Bartöl auf, und so oft brauchst du es
- Das fragen uns Bartträger zu Bartöl am häufigsten
Charlie Chaplin meinte einmal: „Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich befreit von allem, was nicht gesund für mich war. Wer seinen Bart liebt, befreit ihn von allem, was ihm schadet und gibt ihm, was gut für ihn ist.“ Was willst du, hammerhartes Barthaar oder einen Hammerbart? Wir sind sicher, Letzteren. Für einen solchen solltest du schädliche Dinge von ihm fernhalten und ihm gute Dinge zuführen.
Du kennst dein Leben selbst am besten. Wenn irgendetwas nicht läuft, dann ist es deine Verantwortung, genau hinzusehen. Das kann dir niemand abnehmen. Uns geht es hier um deinen Bart. Um deine Haut, Haarwurzeln, Barthaare. Was tust du für deine Haut und Haarwurzeln, damit sie überhaupt gesundes Barthaar produzieren? Ernährst du dich ausgewogen, trinkst du ausreichend Wasser? Was ist mit Fast Food, Zigaretten und Alkohol?
Mit gesunder Versorgung von innen hast du Schritt eins für deinen Bart getan. Da es sich beim Haar jedoch um tote Hornsubstanz handelt, kann dieses, sobald es in die Länge wächst, durch äußere Störfaktoren Schaden nehmen. Nahe an der Haut ist es, eben geboren, versorgt, aber dann kommen Wind, Kälte, Sonne, chemieträchtige Pflegeprodukte, verletzungsträchtige Kämme und Bürsten, und treiben ihr Unwesen. Hier setzt Schritt zwei an, die äußere Versorgung. Natürliche Pflegeprodukte und schonende Pflegeutensilien pflegen und schützen deinen Bart im „langen“ Alter. Ganz speziell Bartbürste und Bartöl.
Ist Bartöl für die Bartpflege überhaupt sinnvoll?
Wie wirkt Bartöl?
Bartöl arbeitet von außen an dem, was dein Körper von innen nicht mehr erreicht. Barthaar ist tote Hornsubstanz, sobald es aus der Haut herausgewachsen ist, und dort setzen ihm Wind, Kälte, Sonne und harte Pflegeprodukte zu.
Wir betonen explizit, dass wir von Bartöl ausgehen, dessen Öle durch nährstoffschonende Kaltpressung aus biologisch angebauten Pflanzen gewonnen werden. Öle, die also weder unsanft raffiniert, noch aus Erdöl synthetisiert werden, noch einen Cocktail aus Kunstdünger oder Pflanzenschutzmitteln enthalten. Reines Pflanzenöl enthält eine kraftvolle Ladung natürlicher Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren und Eiweiße, mit denen Haut und Haare etwas anfangen können. Ehrliche Öle beliefern sie von außen mit Nährstoffen, Feuchtigkeit, Fett und einem Schutzfilm, der sie noch selbst atmen lässt, sprich nicht wie manch chemisches Silikon versiegelt und auf Dauer austrocknet.
Wir setzen zudem voraus, dass du Bartöl verwendest, das zu deinen Haut- und Haarbedürfnissen passt. Hier solltest du eigenverantwortlich eruieren, vielleicht zusammen mit einem Barbier oder, bei ernsten Problemen, mit einem Hautarzt.
Fühlbar wird das als Weichheit und leichter Glanz: Das Öl nimmt dem Haar das Störrische, ein müder, spröder Bart wirkt danach deutlich lebendiger und lässt sich leichter in Form bringen. Dazu kommt der Duft, den du den ganzen Tag unter der Nase hast. Brauchst du das alles nicht, weil du nur einen Drei-Tage-Bart hast, meinst du? Dann sagen wir dir, du brauchst es doch. Dann, wenn du von Juckreiz geplagt bist. Dann, wenn deine Haut spannt oder sich schuppt.
Für welche Bärte eignet sich Bartöl?
Für praktisch jeden Bart, vom Drei-Tage-Bart bis zum langen Vollbart. Unterschiedlich ist vor allem die Menge und wie lange du brauchst, um das Öl bis zur Haut zu verteilen.
So trägst du Bartöl auf, und so oft brauchst du es.
Wie kann Bartöl seine Wirkung bestens entfalten?
Nennst du endlich ein wunderbares Bartöl dein Eigen, beginnt nicht nur eine glanzvolle Ära für deinen Bart, sondern auch eine 365 Tage währende Strähne des kleinen Seelenglücks. Wir übertreiben nicht. Vorausgesetzt, du hast obige Ausführungen beherzigt und gehst leidenschaftlich und strategisch an die Sache. Sonst könnte selbst bestes Bartöl enttäuschen.
Klatsche das Öl also nicht einfach irgendwie lieblos drauf. Nicht auf Schmutz. Nicht auf Wasser. Nicht in rauen Mengen. Das käme Perlen vor die Säue werfen gleich. Reines Bartöl auf schmutzigem Barthaar, das ist ein Widerspruch in sich. Haare und Haut können die Wirkstoffe des Bartöls am besten aufnehmen, wenn nichts auf den Poren und der Schuppenschicht lastet und diese leicht geöffnet sind.
Das erreichst du, indem du deine Bartzone sorgfältig wäschst. Mit lauwarmem Wasser. Und alle zwei, drei Tage zusätzlich mit einem Bartshampoo. Danach tupfst du sie vorsichtig mit einem sauberen Tuch trocken, jedoch nicht knochentrocken. Öle schätzen leicht feuchtes Milieu und viele transportieren die Restfeuchtigkeit gleich mit in Haut und Haar.
Nimm nun etwas Bartöl. Zwei, drei Tropfen für kleine Bärte. Sieben, acht Tropfen für große. Massiere es von der Haut zu den Haarspitzen hin ein. Kämme den Bart jetzt vorsichtig mit einem Bartkamm ohne scharfe Kanten an den Zinken und bürste ihn danach mit einer Bartbürste. Willst du deinen mächtigen Bart mit einem Föhn trocknen und formen, tu dies nur mit lauwarmer Luft aus einem Sicherheitsabstand von mindestens zehn Zentimetern, und zwar wieder nicht knochentrocken und bevor du das Bartöl einmassierst.
Wie oft solltest du Bartöl verwenden und was gibt es noch zu beachten?
Auch wenn du geneigt bist, Bartöl viele Male täglich nachzulegen, weil es einfach so gut riecht, solltest du dies nicht tun. Tust du zu viel drauf, glänzt dein Bart nicht mehr dezent, sondern wie ein Stück Speck und fühlt sich auch so an.
Morgens nach der Bartwäsche ist der Zeitpunkt prima und gerne nochmal abends, wenn du was Schönes vorhast oder bevor du schlafen gehst, dann können die Inhaltsstoffe über Nacht wirken, Lavendelöl wäre beispielsweise schlaffördernd. Zweimal am Tag reichen, morgens nach der Bartwäsche und abends vor dem Schlafengehen, beide Male sparsam dosiert. Allerdings ist jeder Bart und jeder Traum anders und du darfst natürlich experimentieren.
Beachte, dass Bartöl ein Naturprodukt ist, und als solches nicht unendlich lange hält. Es mag weder Sauerstoff noch Licht, weshalb du es immer gleich wieder verschließen und dunkel oder in den Kühlschrank stellen solltest. Pass zudem auf, dass die Pipette oder die Tropföffnung nicht mit Haut und Haar in Berührung kommt, denn sonst gelangen Bakterien ins Fläschchen, die das Öl zerstören. Im Allgemeinen halten Bartöle etwa drei bis zwölf Monate nach dem ersten Öffnen, weshalb sie in kleinen Fläschchen daherkommen. Wirf es weg, sobald es komisch riecht. Sei dann nicht traurig: Es gibt schließlich viele frische Düfte zu entdecken.
Mit dem passenden Bartöl wird aus deiner Bartpflege eine Gewohnheit, auf die du dich freust.
Welches Öl zu dir passt, hängt an deinem Barthaar, deiner Haut und deiner Nase. In unserer Auswahl an Bartölen steht alles von leicht und zitrisch bis warm und holzig nebeneinander, samt der Basisöle, die dahinterstecken.
Du weißt nicht, ob dein Bart eher ein leichtes oder ein reichhaltiges Öl mag? Schreib uns, wie sich dein Bart nach dem Waschen anfühlt, dann suchen wir gemeinsam. Wir sind immer erreichbar für dich. Über den Chat, mit der Post, per E-Mail, Brieftaube oder sogar per Fax.
Das fragen uns Bartträger zu Bartöl am häufigsten.
Was ist Bartöl?
Bartöl ist eine Mischung aus Trägerölen und Duft. Die Basis bilden naturreine, kaltgepresste Pflanzenöle wie Jojobaöl oder Arganöl, die jeweils eigene Eigenschaften mitbringen und Haut wie Haar schmeicheln. Dazu kommen ätherische Öle oder Parfums für den Duft. Mehr steckt nicht drin, und mehr braucht es auch nicht.
Wofür brauche ich Bartöl?
Damit dein Barthaar geschmeidig bleibt und die Haut darunter zur Ruhe kommt. Trockenes Haar bekommt Feuchtigkeit zurück, das lästige Zwicken lässt nach, die Haut darunter fühlt sich geschmeidig statt spröde an, und der Bart schimmert seidig statt matt. Dazu duftet er nach dem, was dir gefällt. Welches Öl am besten passt, entscheiden dein Barthaar und dein Hauttyp.
Welches Bartöl ist das beste?
Das, dessen Inhaltsstoffe rein sind und dessen Duft dir gefällt. Ein gutes Bartöl besteht im Kern aus zwei Komponenten: naturbelassenen, kalt gepressten Trägerölen als Basis für Haut und Haar sowie ätherischen Ölen oder Parfum für den Duft. Mehr braucht es nicht. Achte also zuerst darauf, welche Trägeröle drin sind, und such dir danach die Duftrichtung aus, die dir gefällt, denn die ist reine Geschmackssache. Ein gutes Öl erkennst du daran, dass dein Bart weicher wird und dezent schimmert statt zu kleben.
Sind teure Bartöle besser?
Nicht automatisch, der Preis allein sagt wenig aus. Entscheidend ist, was drin ist: reine Trägeröle, saubere ätherische Öle und nichts Künstliches. Sehr günstige Öle sparen dagegen oft genau an dieser Stelle. Schau also lieber auf die Zutatenliste als aufs Preisschild und rechne dir aus, wie lange eine Flasche bei täglicher Anwendung hält.
Was bringt Bartöl bei den Juckreiz im frisch wachsenden Bart?
Vielen Bartträgern hat es durch diese fiese Phase geholfen. Der Grund ist einfach: Ein gutes Öl pflegt nicht nur die Haare, sondern vor allem die Gesichtshaut darunter, und genau die juckt. Achte darauf, dass die Pipette nie deinen Bart berührt, sonst verunreinigst du den Rest im Fläschchen. Abrasieren ist jedenfalls die schlechtere Antwort.
Kann ich Bartöl auch zum Rasieren benutzen?
Ja, genau darauf zielen die Kombi-Öle ab. Rasieröle und Bartöle erfüllen einen ähnlichen Zweck, deshalb lässt sich ein gutes Öl für beides einsetzen. Bei der Rasur verbessert es das Gleiten der Klinge, und du behältst freien Blick auf Schnitt und Kontur. Vor über einem Jahrzehnt haben wir mangels Alternativen ohnehin Rasieröl in den Bart massiert.
Für wen lohnt sich Rasieröl besonders?
Vor allem für Männer mit empfindlicher oder grober Haut und für alle, die eingewachsene Haare kennen. Das Öl macht die Barthaare weich und lässt die Klinge leicht gleiten, was du schon während der Rasur spürst. Auch bei starkem Bartwuchs und störrischem Haar hilft es, wenn du in mehrere Richtungen und gegen den Strich arbeiten musst.
Wie mache ich mir zu Hause eine Bartkur?
Du brauchst nur eine Schüssel mit sehr warmem Wasser und ein paar kleine Handtücher. Ein Tuch weichst du ein, wringst es aus und legst es dir auf den Bart, damit Haare und Haut weich werden. Danach arbeitest du großzügig Öl ein und lässt es wirken. Plane ein paar ruhige Minuten dafür ein, das entspannt nebenbei enorm.
Warum gibt es die alten Bartöle nicht mehr?
Weil Platz für Neues geschaffen wurde. Die ersten eigenen Öle kamen gut an, doch stehenbleiben wollte hier niemand. Bärte sind zwar kein vergänglicher Trend, unterliegen aber beim Stil und bei der Gepflegtheit dem Wandel. Also wurde Altes losgelassen, ein bisschen wehmütig, aber mit Freude nach vorn geschaut.
Was steckte in dem Öl mit dem Duft eines Waldspaziergangs?
Eine Basis aus mehreren Pflanzenölen plus wenige Tropfen ätherischer Öle. Traubenkernöl, Jojobaöl, Arganöl und Squalan sorgten für die Geschmeidigkeit im Barthaar. Den herben, holzigen Duft brachten ätherische Öle der sibirischen Tanne und des virginischen Wacholders. Zusammen sollte das an einen Gang durch den Wald erinnern.
Wie trage ich Bartöl richtig auf?
Gib das Öl in die Handfläche, stell das Fläschchen zur Seite und verreibe es kurz zwischen den Fingern. Dann massierst du es gleichmäßig und mit etwas Druck in Bart und Gesichtshaut ein, damit jedes Haar etwas abbekommt. Ob kreuz und quer oder von oben bis in die Spitzen, ist deine Sache. Mit dem Kamm allein verteilt es sich nur bedingt.